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April 10, 2026
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""Mir willst du zum Gotte machen, // solch ein Jammerbild am Holze!" â âWest-Ăśstlicher Diwanâ, zitiert in: Abermals krähte der Hahn, 1996, S. 680"
""LaĂ dich nur in keiner Zeit // Zum Widerspruch verleiten, // Weise fallen in Unwissenheit, // Wenn sie mit Unwissenden streiten." Buch der SprĂźche."
""Jugend ist Trunkenheit ohne Wein." â West-Ăśstlicher Divan â Saki Nameh: Das Schenkenbuch â Trunken mĂźssen wir alle sein"
""Grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den KĂśrper dieses heiligen Buches, das uns, so oft wir auch darangehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnĂśtigt [âŚ] Der Stil des Korans ist seinem Inhalt und Zweck gemäà streng, groĂ, furchtbar, stellenweise wahrhaft erhaben; so treibt ein Keil den anderen, und darf sich Ăźber die groĂe Wirksamkeit des Buches niemand verwundern." â West-Ăśstlicher Divan, Noten und Abhandlungen"
""Gottes ist der Orient! // Gottes ist der Occident! Nord- und sĂźdliches Gelände // Ruht im Frieden seiner Hände!" â West-Ăśstlicher Divan, Moganni Nameh: Buch des Sängers â Talismane"
""Getretner Quark // Wird breit, nicht stark." â Buch der SprĂźche. zeno.org"
""FĂźr Sorgen sorgt das liebe Leben // Und Sorgenbrecher sind die Reben." â WestĂśstlicher Divan â Saki Nameh: Das Schenkenbuch â Trunken mĂźssen wir alle sein"
""Ein groĂer Teil des Alten Testaments ist mit erhĂśhter Gesinnung, ist enthusiastisch geschrieben und gehĂśrt dem Felde der Dichtkunst an." â West-Ăśstlicher Divan: Noten und Abhandlungen â Hebräer"
""Ein groĂer Fehler: daĂ man sich mehr dĂźnkt, als man ist, und sich weniger schätzt, als man wert ist." â West-Ăśstlicher Divan in: Goethe: West-Ăśstlicher Divan, Epen. Maximen und Reflexionen, Band 2 von Goethe, Liselotte Bäuerle Lohrer, Cotta, S. 728"
""Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persĂśnlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Diese drei Dichtweisen kĂśnnen zusammen oder abgesondert wirken." â West-Ăśstlicher Divan, Noten und Abhandlungen â Naturformen der Dichtung"
""Die Medicin sollte die Gebrechen des Mikrokosmus heilen, und die Sternkunde dasjenige dolmetschen, womit uns fĂźr die Zukunft der Himmel schmeicheln oder bedrohen mĂśchte; jene muĂte der Natur, diese der Mathematik huldigen, und so waren beide wohl empfohlen und versorgt." â Noten und Abhandlungen zu besserem VerständniĂ des West-Ăśstlichen Divans. In: Goethe's Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand, Sechster Band, J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart und TĂźbingen 1828, S. 45, Google Books"
""Dichten ist ein Ăbermut!" Buch des Sängers: Derb und TĂźchtig"
""Denn wie ein Märchenerzähler auch nicht an die Zaubereien glaubt, die er vorspiegelt, sondern sie nur aufs beste zu beleben und auszustatten gedenkt, damit seine ZuhĂśrer sich daran ergĂśtzen, ebensowenig braucht gerade der lyrische Dichter dasjenige alles selbst auszuĂźben, womit er hohe und geringe Leser und Sänger ergĂśtzt und schmeichelt." â West-Ăśstlicher Divan, Noten und Abhandlungen / Hafis"
""Denn das Leben ist die Liebe // Und des Lebens Leben Geist" â West-Ăśstlicher Divan, zitiert in Julius Stenzel: Zur Entwicklung des Geistbegriffs in der griechischen Philosophie (1956), abgedruckt in Um die Begriffswelt der Vorsokratiker / (von Kurt Rietzler u. a.) ; hg. von Hans-Georg Gadamer. â Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1968. (Wege der Forschung ; 9), S. 214"
"Hier sitzâ ich, forme Menschen // Nach meinem Bilde, // Ein Geschlecht, das mir gleich sey, // Zu leiden, zu weinen, // Zu genieĂen und zu freuen sich, // Und dein nicht zu achten, // Wie ich!"
""Nur allein der Mensch // Vermag das UnmĂśgliche: // Er unterscheidet, // Wählet und richtet; // Er kann dem Augenblick // Dauer verleihen." â Vers 37â42"
""Nach ewigen, ehrnen, // GroĂen Gesetzen // MĂźssen wir alle // Unseres Daseins // Kreise vollenden." â Vers 32â36"
""Edel sei der Mensch, // HĂźlfreich und gut! // Denn das allein // Unterscheidet ihn // Von allen Wesen, // Die wir kennen." â Vers 1â6"
""Der edle Mensch // Sei hĂźlfreich und gut! // UnermĂźdet schaff er // Das NĂźtzliche, Rechte, // Sei uns ein Vorbild // Jener geahneten Wesen!" â Vers 55â60"
"So lasst uns noch einmal vereint // Die vollen Gläser schwingen; // Der Abschied werde nicht geweint, // Den Abschied sollt ihr singen."
"Selig der Dichter, er kann festhalten das zeitliche Dasein, // Aber verewigen auch alle Gestalten des Raums."
"Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, // Das war von je der Redner grĂśĂte Gabe:"
"Ein Scherz hat oft gefruchtet, wo der Ernst nur Widerstand hervorzurufen pflegte."
"Andre mĂśgen andre loben, // Mir behagt dein reich Gewand, // Durch sein eigen Lied erhoben // PflĂźckt dich eines Dichters Hand."
"Wo das Chaos auf die Ordnung trifft, gewinnt meist das Chaos, weil es besser organisiert ist."
"Nicht durch Feindschaft kommt Feindschaft zu Ende, durch Freundschaft kommt Feindschaft zu Ende."
"Keiner ist so verrßckt, dass er nicht einen noch Verrßckteren fände, der ihn versteht."
"Der Weg zu allem GroĂen geht durch die Stille."
""ÂťNietzsche ist totÂŤ"
"Einige Analphabeten der Nazis, die wohl deshalb unter die Hitlerschen Schriftgelehrten aufgenommen worden sind, weil sie einmal einem politischen Gegner mit dem Telephonbuch auf den Kopf gehauen haben, nehmen Nietzsche heute als den ihren in Anspruch. Wer kann ihn nicht in Anspruch nehmen! Sage mir, was du brauchst, und ich will dir dafĂźr ein Nietzsche-Zitat besorgen."
"Ein Fälscher ist, wer Nietzsche interpretiert, indem er Zitate aus ihm benutzt, denn er kann ihn all das sagen lassen, worauf er selbst aus ist, indem er authentische Worte und Sätze nach freien Belieben geschickt arrangiert. Im Bergwerk dieses Denkers ist jedes Metall zu finden: Nietzsche hat alles gesagt und das Gegenteil von allem. Und ßberhaupt ist es unredlich, sich der Zitate aus Nietzsche zu bedienen, wenn man ßber ihn spricht; man verleiht so den eigenen Worten Gewicht durch die Wirkung, die von ihm ausgeht, daà die seinen in ihnen erscheinen."
"Lieber Herr Professor, zuletzt wäre ich sehr viel lieber Basler Professor als Gott; aber ich habe es nicht gewagt, meinen Privat-Egoismus so weit zu treiben, um seinetwegen die Schaffung der Welt zu unterlassen. Sie sehen, man muà Opfer bringen, wie und wo man lebt."
"Es ist nicht nÜtig, nicht einmal erwßnscht, Partei fßr mich zu nehmen: im Gegenteil, eine Dosis Neugierde, wie vor einem fremden Gewächs, mit einem ironischen Widerstande, schiene mir eine unvergleichlich intelligentere Stellung zu mir."
""Ich fand die ganze liebe deutsche Bestie gegen mich anspringend"
"In dieser Woche habe ich dreimal die Matthäuspassion gehÜrt, jedesmal mit demselben Gefßhl der unermesslichen Verwunderung. Wer das Christentum vÜllig verlernt hat, der hÜrt es hier wirklich wie ein Evangelium; es ist dies die Musik der Verneinung des Willens, ohne Erinnerung an die Askesis."
"Ich denke immer noch, irgendwann einmal sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und begreifen gar nicht mehr, wie man es anderswo aushalten konnte."
"Erziehung: wesentlich das Mittel, die Ausnahme zu ruiniren zu Gunsten der Regel. Bildung: wesentlich das Mittel, den Geschmack gegen die Ausnahme zu richten zu Gunsten des Mittleren."
"Gegen den Positivismus, welcher bei dem Phänomen stehen bleibt âes giebt nur Thatsachenâ, wĂźrde ich sagen: nein, gerade Thatsachen giebt es nicht, nur Interpretationen. Wir kĂśnnen kein Factum âan sichâ feststellen: vielleicht ist es ein Unsinn, so etwas zu wollen. âEs ist alles subjektivâ sagt ihr: aber schon das ist Auslegung, das âSubjektâ ist nichts Gegebenes, sondern etwas Hinzu-Erdichtetes, Dahinter-Gestecktes."
"Ich bringe den Krieg. Nicht zwischen Volk und Volk: ich habe kein Wort, um meine Verachtung fßr die fluchwßrdige Interessen-Politik europäischer Dynastien auszudrßcken, welche aus der Aufreizung zur Selbstsucht Selbst[ßb]erhebung der VÜlker gegen einander ein Prinzip und beinahe eine Pflicht macht."
"Jesus ist das GegenstĂźck eines Genies: Er ist ein Idiot."
"Wir haben also als Missverständnis: [âŚ] eine kirchliche Ordnung, mit Priesterschaft, Theologie, Cultus, Sakramenten; kurz, alles das, was Jesus von Nazareth bekämpft hatte."
"Die Kirche hat deutsche Kaiser auf Grund ihrer Laster in Bann getan: als ob ein MĂśnch oder Priester Ăźber das mitreden dĂźrfte, was ein Friedrich der Zweite von sich fordern darf. Ein Don Juan wird in die HĂślle geschickt: das ist sehr naiv. Hat man bemerkt, dass im Himmel alle interessanten Menschen fehlen?"
""Ein labyrinthischer Mensch sucht niemals die Wahrheit, sondern einzig seine Ariadne"
""In der Flamme der Eifersucht wendet man gleich dem Skorpione den vergifteten Stachel gegen sich selber"
"Indem wir fortwährend uns Ăźben, es mit allerlei Mitmenschen auszuhalten, Ăźben wir uns unbewuĂt darin, uns selber auszuhalten: was eigentlich die unbegreiflichste Leistung des Menschen ist."
"Mit ihm verglichen, war mir selbst Beethoven ein halbbarbarisches Wesen, dessen groĂe Seele schlecht erzogen wurde, so dass sie das Erhabene vom Abenteuerlichen, das Schlichte vom Geringen und Abgeschmackten nie recht zu unterscheiden gelernt hat."
""Der Mensch entdeckt zuletzt nicht die Welt, sondern seine Tastorgane und FĂźhlhĂśrner und deren Gesetze"
"In Wahrheit heiĂt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir kĂśnnen; darĂźber kann uns allein der Erfolg oder Misserfolg belehren."
"Unsere Meinungen: die Haut, die wir uns umlegen, in der wir gesehen werden wollen, oder in der wir uns sehen wollen; das ĂuĂerlichste, der Schuppenpanzer um die Gedanken eines Menschen. So scheint es. Andererseits ist die Haut ein Erzeugnis wir wissen nicht welcher Kräfte und Triebe, eine Art Ablagerung, fortwährend sich stĂźckweise lĂśsend und neubildend."
"Ein Staatsmann zertheilt die Menschheit in zwei Gattungen, erstens Werkzeuge, zweitens Feinde. Eigentlich giebt es also fĂźr ihn nur Eine Gattung von Menschen: Feinde."