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April 10, 2026
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""Im eignen Auge schaue mit Lust, // Was Plato von Anbeginn gewusst; // Denn das ist der Natur Gehalt, // Dass außen gilt, was innen galt." – Zahme Xenien"
""Ich habe daher in reiferen Jahren große Aufmerksamkeit gehegt, inwiefern andere mich wohl erkennen möchten, damit ich in und an ihnen, wie an so viel Spiegeln, über mich selbst und über mein Inneres deutlicher werden könnte." – Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre – Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort"
""Ich singe wie der Vogel singt, der in der Zweigen wohnet." – Der Sänger Vers 29 f."
"" Ich sagte dir's, du solltest diese Straße meiden." – Clavigo, Beginn des 5. Akts"
""Hat eine bedeutende Ruine etwas Ehrwürdiges, ahnen, sehen wir in ihr den Konflikt eines würdigen Menschenwerks mit der stillmächtigen, aber auch alles nicht achtenden Zeit." – Schriften zur Kunst – Von deutscher Baukunst 1823"
""Handelt einer mit Honig, er leckt zuweilen die Finger." – Reineke Fuchs 8, 94"
""Halte das Bild der Würdigen fest! Wie leuchtende Sterne // Teilte sie aus die Natur durch den unendlichen Raum." – Antiker Form sich nähernd"
""Halb zog sie ihn, halb sank er hin." – Der Fischer"
""Gar geneigt wären wir daher, das Erdbeben als entbundene tellurische Elektrizität, die Vulkane als erregtes Elementarfeuer anzusehen und solche mit den barometrischen Erscheinungen in Verhältnis zu denken. Hiemit aber trifft die Erfahrung nicht überein." – Versuch einer Witterungslehre"
""Freilich ist's auch kein Vorteil für die Herde, wenn der Schäfer ein Schaf ist." – Brief des Pastors"
""Freiheit! Ein schönes Wort wer’s recht verstände." – Egmont, IV. Aufzug – Der Culenburgische Palast"
""Felsen sollten nicht Felsen und Wüsten nicht Wüsten bleiben, // Drum stieg Amor herab, sieh, und es lebte die Welt." – Antiker Form sich nähernd"
""Es ist ein Glück für die Welt, dass die wenigen Menschen zu Beobachtern geboren sind." – Beiträge zu Lavaters Physiognomischen Fragmenten"
"Es bildet ein Talent sich in der Stille, ein Charakter in dem Strom der Welt." – "Torquato Tasso"
""Ernstlich beschaue man den Misanthrop und frage sich, ob jemals ein Dichter sein Inneres vollkommener und liebenswürdiger dargestellt habe? Wir möchten gern Inhalt und Behandlung dieses Stückes tragisch nennen, einen solchen Eindruck hat es wenigstens jederzeit bei uns zurückgelassen, weil dasjenige vor Blick und Geist gebracht wird, was uns oft selbst zur Verzweiflung bringt und wie ihn aus der Welt jagen möchte." – über Molière, Schriften zur Literatur. Histoire de la Vie et les Ouvrages de Molière (Der Misanthrop])"
""Er war nunmehr der Länder satt // Wo man so viele Kreuze hat // Und man für lauter Creuz und Krist // Ihn eben und sein Kreuz vergisst." – Der ewige Jude"
""Einem Roman, der eigentlich romantisch geschrieben und auf Überraschung berechnet wäre, würde man einen schlechten Dienst erzeigen, wenn man seine Fabel auszöge." – Schriften zur Literatur – Rezension von [Friedrich Bucholz]: Bekenntnisse einer schönen Seele, von ihr selbst geschrieben, Berlin 1806, in: Jenaische Allgemeine Literaturzeitung 16. Juli 1806."
""Eine Welt zwar bist du, o Rom, doch ohne die Liebe wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht Rom." – Römische Elegien"
""Eine schlechte Wohnung macht brave Leute verächtlich." – Was wir bringen / Vater"
""Eine Anwandlung, landschaftliche Skizzen zu zeichnen, wies ich nicht ab; bei Spaziergängen im Frühling, besonders nahe bei Jena, faßt ich irgend einen Gegenstand auf, der sich zum Bild qualifizieren wollte, und suchte ihn zu Hause alsdann zu Papier zu bringen. Gleichermaßen ward meine Einbildungskraft durch Erzählungen leicht erregt, so daß ich Gegenden, von denen im Gespräch die Rede war, alsobald zu entwerfen trachtete." – Tag und Jahreshefte 1810"
""Ein merkwürdiges Beispiel, wie die Nachwelt irgendeinem Vorfahren die Ehre zu rauben geneigt ist, sehen wir an den Bemühungen, die man sich gab, Christoph Colomb die Ehre der Entdeckung der neuen Welt zu entreißen. […] aber es gehörte dem doch zuletzt ein Mann dazu, der das alles zusammenfaßte, um Fabel und Nachricht, Wahn und Überlieferung in Wirklichkeit zu verwandeln." – Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre – Erfinden und Entdecken"
""Ein Franzose ist von Kopf bis auf die Füße eben ein Mensch wie ein Deutscher, das andere sind politische Konsiderationen, die vortrefflich sind und die niemand ungestraft einreißen soll." – Brief des Pastors"
""Ehre, Deutscher, treu und innig // Des Erinnerns werten Schatz, // Denn der Knabe spielte sinnig, // Klopstock, einst auf diesem Platz." – Parabolisch – Schulpforta"
""Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt." – Torquato Tasso IV, 4"
""Dummes Zeug kann man viel reden, // Kann es auch schreiben, // Wird weder Leib noch Seele töten, // Es wird alles beim alten bleiben. // Dummes aber, vors Auge gestellt, // Hat ein magisches Recht; // Weil es die Sinne gefesselt hält, // Bleibt der Geist ein Knecht." – Zahme Xenien"
""Diesem Amboss vergleich' ich das Land, den Hammer dem Herrscher, // Und dem Volke das Blech, das in der Mitte sich krümmt." – Venezianische Epigramme, 14"
""Die Tierfabel gehört eigentlich dem Geiste, dem Gemüt, den sittlichen Kräften, indessen sie uns eine gewisse derbe Sinnlichkeit vorspiegelt. Den verschiedenen Charakteren, die sich im Tierreich aussprechen, borgt sie Intelligenz, die den Menschen auszeichnet, mit allen ihren Vorteilen: dem Bewußtsein, dem Entschluß, der Folge, und wir finden es wahrscheinlich, weil kein Tier aus seiner beschränkten, bestimmten Art herausgeht und deshalb immer zweckmäßig zu handeln scheint." – Schriften zur Kunst – Skizzen zu Castis Fabelgedicht: Die redenden Tiere"
""Die Pflicht sei tätig, wo die Liebe verstummt." – Stella, 5. Akt, Zweite Fassung / Stella"
"Die menschliche Gestalt kann nicht bloß durch das Beschauen ihrer Oberfläche begriffen werden, man muss ihr Inneres entblößen, ihre Teile sondern, die Verbindungen derselben bemerken, die Verschiedenheiten kennen, sich von Wirkung und Gegenwirkung unterrichten, das Verborgene, Ruhende, das Fundament der Erscheinung sich einprägen, wenn man dasjenige wirklich schauen und nachahmen will, was sich als ein schönes, ungetrenntes Ganze[!] in lebendigen Wellen vor unserm Auge bewegt." – Schriften zur Kunst. Einleitung in die Zeitschrift "Propyläen"
""Die Menschen lieben die Dämmerung mehr als den hellen Tag, und eben in der Dämmerung erscheinen die Gespenster." – Groß-Cophta A II Sz 4 / Marquise"
""Die Geistesaugen haben mit den Augen des Leibes in stetem lebendigem Bunde zu wirken." – Schriften zur Botanik und Wissenschaftslehre, dtv-Gesamtausgabe Bd. 39, S. 80"
""Die jetzige Generation entdeckt immer, was die alte schon vergessen hat." – Überliefert von Friedrich Wilhelm Riemer (Mitteilungen über Goethe)"
""Die ich rief, die Geister, / Werd' ich nun nicht los." – Der Zauberlehrling"
""Die Heil'gen Drei König' mit ihrem Stern, sie essen, sie trinken, und bezahlen nicht gern." – Epiphaniasfest"
""Des echten Mannes wahre Feier ist die Tat." – Pandora / Prometheus"
""Der Zeitungsschreiber selbst ist wirklich zu beklagen, // Gar öfters weiß er nichts, und oft darf er nichts sagen." – Mitschuldigen A II Sz 2 / Der Wirt"
""Der Tüchtige hilft sich, wie er helfen kann, // Und wenn zuletzt ihm Fehl zu Fehle schlägt, // Ergibt er sich dem Kreuze, das er trägt." – Prolog zur Eröffnung des Berliner Theaters am 26. Mai 1821 / Muse des Dramas"
""Der Stier zieht seinen Pflug ohne Widerstand; aber dem edeln Pferde, das du reiten willst, mußt du seine Gedanken ablernen, du mußt nichts Unkluges, nichts unklug von ihm verlangen." – Egmont, IV. Aufzug – Der Culenburgische Palast / Egmont"
""Der Skizzist spricht aber unmittelbar zum Geiste, besticht und entzückt dadurch jeden Unerfahrnen." – Der Sammler und die Seinigen"
""Der musikalische Komponist wird bei dem Enthusiasmus seiner melodischen Arbeiten den Generalbaß, der Dichter das Silbenmaß nicht vergessen." – Schriften zur Kunst – Diderots Versuch über die Malerei"
""Der Mensch erfährt, er sei auch, wer er mag, // ein letztes Glück und einen letzten Tag." – Sprüche in Reimen/ Epilog zum Trauerspiele Essex (18.10.1913) in: Nachgelassene Werke Bd. V, 1833, Seite 286"
""Der Dichter soll uns seine Personen in ihren Handlungen darstellen, der Gesprächschreiber darf sich ja wohl kürzer fassen und sich und seinen Lesern durch eine allgemeine Schilderung geschwind über die Exposition weghelfen." – Die guten Weiber / Sinklair"
""Denn wer lange bedenkt, der wählt nicht immer das Beste." – Hermann und Dorothea, 4. Gesang, Euterpe. Mutter und Sohn"
""Denn welcher Kluge fänd im Vatikan // Nicht seinen Meister?" – Torquato Tasso / Antonio"
""Denn höher vermag sich // niemand zu heben, als wenn er vergibt." – Reineke Fuchs 12, 148f"
""Denn hat, wie in der Liebe geschieht, ein Mann sein Inneres aufgeschlossen und sich hingegeben, so ist das ein Geschenk, das er nicht zurücknehmen kann, und es würde unmöglich sein, ein ehemals geliebtes Wesen zu beschädigen oder ungeschützt zu lassen." – Biographische Einzelnheiten – Zum Jahre 1804"
""Denn ein äußerlich Zerstreuen, // Das sich in sich selbst zerschellt, // Fordert inneres Erneuen, // Das den Sinn zusammenhält." – Inschriften, Denk- und Sendeblätter 5, Der Prinzessin Maria von Sachsen-Weimar und Eisenach"
""Deine Größe, Berlin, pflegt jeder Fremde zu rühmen; führt der Weg ihn zu uns, stutzt er, so klein uns zu sehn." – Über Weimar"
""Das Ziel meiner innigsten Sehnsucht, deren Qual mein ganzes Inneres erfüllte, war Italien, dessen Bild und Gleichnis mir viele Jahre vergebens vorschwebte, bis ich endlich durch kühnen Entschluß die wirkliche Gegenwart zu fassen mich erdreistete." – Kampagne in Frankreich 1792 – Zwischenrede"
""Das Wort verwundet leichter, als es heilt." – Die natürliche Tochter / Herzog"