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April 10, 2026
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"Stellen Sie sich vor, daà Sie Atlas sehen, den Riesen, der die Welt auf den Schultern trägt. Sie sehen ihn da stehen, Blut rinnt ihm ßber die Brust, seine Knie knicken ein, seine Arme zittern, versuchen aber, die Weltkugel mit letzter Kraft hochzuhalten, doch je mehr er sich mßht, desto schwerer lastet die Welt auf seinen Schultern. Wenn Sie ihn so vor sich sehen: Was raten Sie ihm? Die Welt abzuwerfen."
"Jede Arbeit ist eine philosophische Tat. Wenn die Menschen lernen, schĂśpferische Arbeit und das, woraus sie entspringt, als MaĂstab ihrer moralischen Werte zu betrachten, dann werden sie jenen Zustand der Vollkommenheit erreichen, den sie verloren haben, als sie ihr Geburtsrecht verrietenâŚ"
"Ich schwĂśre bei meinem Leben und bei meiner Liebe zum Leben: Ich werde nie fĂźr andere leben, und ich werde nie von anderen verlangen, daĂ sie fĂźr mich leben."
"Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, daĂ Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, daĂ man, um produzieren zu kĂśnnen, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daĂ das Geld denen zuflieĂt, die nicht mit GĂźtern, sondern mit VergĂźnstigungen handeln, daĂ Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, daĂ die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schĂźtzen, sondern diese Leute vor Ihnen, daĂ Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, daĂ Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht."
"Das Prinzip der Meinungsfreiheit beschäftigt sich nicht mit dem Inhalt der Rede eines Menschen und schĂźtzt nicht nur die ĂuĂerung guter Ideen, sondern aller Ideen. Wenn es anders wäre, wer wĂźrde dann bestimmen, welche Ideen gut wären und welche verboten sind? Die Regierung?"
""Sie haben einfach keine Zeit, Kitsch oder auch nur Durchschnittliches zu lesen: Sie schaffen in Ihrem Leben nicht einmal sämtliche Bände der Hochliteratur!"
"Nur die Phantasielosn flßchtn in die Realität; (und zerschellen dann, wie billich, daran)"
""Wer denkt heute noch 10 Tage voraus?!" â Aus dem Leben eines Fauns, Bargfelder Ausgabe, Werkgruppe I: Romane, Erzählungen, Gedichte, Juvenilia, Haffmans Verlag, ZĂźrich 1987, Band 1, S. 390"
""Und was heiĂt schon New York? GroĂstadt ist GroĂstadt; ich war oft genug in Hannover." â Trommler beim Zaren, Bargfelder Ausgabe, Werkgruppe I, Band 4, S. 129"
""Sei es noch so unzeitgemäà und unpopulär; aber ich weiĂ, als einzige Panacee, gegen Alles, immer nur 'Die Arbeit' zu nennen; und was speziell das anbelangt, ist unser ganzes Volk, an der Spitze natĂźrlich die Jugend, mit nichten Ăźberarbeitet, vielmehr typisch unterarbeitet: ich kann das Geschwafel von der '40-Stunden-Woche' einfach nicht mehr hĂśren: meine Woche hat immer 100 Stunden gehabt" â In einer Rede zur Verleihung des Goethe-Preises 1973, zitiert nach Zeit.de"
""Mein Leben?!: ist kein Kontinuum! (nicht bloĂ durch Tag und Nacht in weiĂ und schwarze StĂźcke zerbrochen! Denn auch am Tage ist bei mir der ein Anderer, der zur Bahn geht; im Amt sitzt; bĂźchert; durch Haine stelzt; begattet; schwatzt; schreibt; Tausendsdenker; auseinanderfallender Fächer; der rennt; raucht; kotet; radiohĂśrt; 'Herr Landrat' sagt: that's me!): ein Tablett voll glitzernder snapshots." â Aus dem Leben eines Fauns, Bargfelder Ausgabe, Band 3, S. 9."
""Intelligenz lähmt, schwächt, hindert? Ihr werd't Euch wundern! Scharf wie'n Terrier macht se!" â Das steinerne Herz"
""Ich finde Niemanden, der so häufig recht hätte, wie ich!" â Die Umsiedler (EA 1953), Bargfelder Ausgabe I.1, S. 275"
""Ich bin, wie jeder anständige Mensch, meiner Ansichten oftmals mĂźde." â arno-schmidt-allerdings.de"
""Ehe Du fĂźr dein Vaterland sterben willst, sieh dir s erst mal genauer an!" â Aus dem Leben eines Fauns, Bargfelder Ausgabe, Werkgruppe I, Band 1, S. 371"
""Das ist mein grĂśĂter Einwand gegen Musik, daĂ Ăsterreicher darin exzelliert haben." â Das steinerne Herz. Haffmans 1988, S. 58 books.google"
""Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder." â Brief an eine Geisel (1943) / Bekenntnis einer Freundschaft"
"Und ich warte darauf, einem kleinen Mädchen zu begegnen, das recht hßbsch sein muss und recht klug und voller Charme und heiter und ausruhend und treu und ... dann werde ich keins finden. Und so mache ich eintÜnig all den Colettes, den Paulettes, den Suzys, den Daisys, den Gabys den Hof, die in Serien produziert werden und mit denen man sich nach zwei Stunden langweilt. Sie sind Wartesäle. So ist das."
"Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufĂźgen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann."
""FĂźr den Menschen gibt es nur eine Wahrheit, das ist die, die aus ihm einen Menschen macht." â Wind, Sand und Sterne, Karl Rauch Verlag, 1989, 18. Auflage, S.180"
""Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in gleicher Richtung blickt." â Wind, Sand und Sterne, Karl Rauch Verlag 1941, S. 216; 18. Auflage 1989, S. 178, Ăbersetzung Henrik Becker"
""Der einzige Sieg, an den ich glaube, ruht in der Kraft des Samenkorns. Senke das Samenkorn in die Erde, in die weite schwarze Erde, und der Sieg ist dein"
"[Ein] Schiff zu bauen bedeutet nicht, Leinen zu weben, Nägel zu schmieden oder die Sterne zu lesen, sondern die geteilte Liebe zum Meer zu vermitteln, [...]"
"Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern mĂśglich machen."
"Was vergangen ist, ist vergangen, und du weiĂt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehĂśrt dir."
"Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen kĂśnnen."
"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist fĂźr die Augen unsichtbar."
"Du bist zeitlebens fĂźr das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast."
"Die Sprache ist Quelle von Missverständnissen."
"Die Sprache ist die Quelle aller MiĂverständnisse."
"Bitte ... zeichne mir ein Schaf""
"Ohne Zugang zum eigenen Ich kann man auch keinen Zugang zu anderen finden."
"Das Pendel muss zwischen Einsamkeit und Gemeinsamkeit, zwischen Einkehr und RĂźckkehr schwingen."
"Abschiednehmen ist immer schmerzlich, selbst wenn es nur fĂźr kurze Zeit ist."
"Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren."
"Wenn es um Geld geht, gibt es nur ein Schlagwort: MEHR!"
"Ich erinnere an meinen Grundsatz: Was an der BĂśrse jeder weiĂ, macht mich nicht mehr heiĂ.""
"AndrĂŠ Gide soll gesagt haben: âOft merkt man nicht, wenn sich eine TĂźr schlieĂt, dass sich eine andere Ăśffnet.â"
"Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man Ăźberhaupt nicht mehr, was man ihn gefragt hat."
"Theorie des Buches: toter Buchstabe? Ein Sack SamenkĂśrner."
"Jeder Schweizer trägt seine Gletscher in sich."
"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
"Ich motze immer Ăźber Feministinnen, obwohl ich selbst eine bin. [âŚ] Aber mein Problem mit Feministinnen im Moment ist, dass das alles in einer Person verkĂśrpert wird â in Alice Schwarzer. Die trifft sich mit Verona Feldbusch im Fernsehen und macht Werbung fĂźr die âBildâ-Zeitung. Ich kann mit dieser Person Ăźberhaupt nichts mehr anfangen. Ich finde es fĂźr den Feminismus schlecht, dass Alice Schwarzer das so an sich reiĂt."
"Junge Feministinnen mßssen Alice Schwarzer fßr viel dankbar sein, zum Beispiel dafßr, dass Frauen ihre Männer nicht mehr fragen mßssen, ob sie arbeiten gehen dßrfen."
"Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen."
"Sie hat ihren Mann entwaffnet. (âŚ) Eine hat es getan. Jetzt kĂśnnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist fĂźr Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurĂźckgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines KĂźchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (âŚ) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes Ăźbrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurĂźckschlägt. Endlich!"
"Mein GroĂvater [âŚ] hat vorwiegend die Arbeit gemacht mit der Kindererziehung und hiermit gezeigt, dass auch Männer Menschen sein kĂśnnen."
"Ich habe abgetrieben!"
"Frauen und Männer sind Opfer ihrer Rollen â aber Frauen sind noch die Opfer der Opfer."
""Eine Frau, die unter ihren Stoffbergen dahinstolpert, während ihr Mann lässig in Jeans ausschreitet; oder ein Mädchen, das zwangsverheiratet wird"