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April 10, 2026
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"Ruhm und Reichtum ohne Verstand sind ein unsicherer Besitz."
"Scheinbar ist Farbe, scheinbar SĂźĂigkeit, scheinbar Bitterkeit: wirklich nur Atome und Leeres."
"Kraft und SchĂśnheit sind der Jugend GĂźter, des Alters BlĂźte aber ist Besonnenheit."
"In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe."
"Es werden mehr Menschen durch Ăbung tĂźchtig als durch Naturanlage."
"Ein Weib ist viel mehr als der Mann darauf erpicht, Bosheiten auszuhecken."
"[Die Worte sind] redende Bilder."
"Das Weib soll sich nicht im Reden ßben. Denn das wäre arg."
"BĂźrgerkrieg ist fĂźr beide Parteien ein UnglĂźck. Denn das Verderben trifft Sieger und Besiegte in gleicher Weise."
"Armut mit Anstand zu tragen, ist ein Zeichen von Selbstbeherrschung."
"Wenn man das Entsetzen der heutigen Welt ßber die Lustmorde, besonders ßber Angriffe auf Kinder erfährt, kÜnnte man glauben, dass ihr das Menschenleben und die gesunde Entwicklung des Individuums heilig wäre."
"Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen."
"Technische Rationalität heute ist die Rationalität der Herrschaft selbst."
"In zahlreichen theoretischen Arbeiten des Instituts [fĂźr Sozialforschung] wurde versucht, die Wechselwirkung von Gesellschaft und Psychologie weiter zu verfolgen. Stets freilich haben wir den gesellschaftlichen Druck â das, was [Sigmund] Freud selbst âLebensnotâ nannte â als das Primäre betrachtet."
"Die Entwicklung einer differenzierten autonomen Person wird um so seltener, als sie nicht mehr im selben MaĂ wirtschaftlich gefordert, ja beim Fortkommen zum Hemmnis wird."
"Philosophie verliert schon deshalb ihren Reiz, weil sie selbst zum Fach geworden ist, nur mit dem Unterschied, daĂ es niemand so recht brauchen kann."
"Zivilisation bestand weitgehend in der Bildung, das heiĂt Hineinbildung moralischer Gebote in den Menschen. Je tiefer einem durch Herkunft und Erziehung menschliches Verhalten zur Natur geworden war desto mehr Seele wurde ihm zugesprochen. Achtung vor dem Nächsten, VerantwortungsgefĂźhl, Fähigkeit zur Freundschaft und zur Liebe waren in Moral mit eingeschlossen. Indem der Fortschritt Leben straffer ordnet, das Verhalten reguliert, Phantasie durch zweckvolles, systematisches Vorgehen, positive Affekte durch sichere Reaktionen, GefĂźhle durch Ratio ersetzt, gleichsam in der RĂźckschau, ist Seele nunmehr zum emphatischen Begriff geworden, zum Gegensatz der Kälte des auf Technik, schlieĂlich zur Gefolgschaft ausgerichteten Subjekts. Die von Emotionen abgelĂśste Ratio schlägt um und wird zum Gegenteil von Anima."
"Es gibt keine Definition der Philosophie. Ihre Definition ist identisch mit der expliziten Darstellung dessen, was sie zu sagen hat."
"Die Mutter, die einen Beruf ausĂźbt, ist etwas vĂśllig anderes als die Mutter, deren Lebensaufgabe die Erziehung der Kinder war. Der Beruf verdinglicht ihre Gedanken. Dazu kommt noch etwas anderes. Sie ist gleichberechtigt. Sie strahlt, von Ausnahmen abgesehen, nicht mehr die Liebe aus wie vorher."
"Bereits im 18. Jahrhundert, von der Gegenwart zu schweigen, war der Gang der Wissenschaft wie des Glaubens nicht so sehr durch den Willen zum Guten, als durch das Interesse der Macht bedingt."
"Die Umgebung, in der der Mensch sich den grĂśĂten Teil des Tages aufhält, bestimmt seinen Charakter."
"Keine Kunst lernt eine Regierung schneller als die, Geld aus den Taschen der Leute zu ziehen."
"Keine Gesellschaft kann gedeihen und glĂźcklich sein, in der der weitaus grĂśĂte Teil ihrer Mitglieder arm und elend ist."
"Es ist nicht die Wohltätigkeit des Metzgers, des Brauers oder des Bäckers, die uns unser Abendessen erwarten lässt, sondern dass sie nach ihrem eigenen Vorteil trachten."
"Ein Mensch, der sich kein Eigenthum erwerben kann, hat kein anderes Interesse, als so viel zu essen und so wenig zu arbeiten , als mĂśglich."
"Was man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts andres als Sympathie der Gewohnheit."
"FĂźr wie selbstsĂźchtig man den Menschen auch halten mag, es gibt nachweislich einige Grundlagen seines Wesens, die dazu fĂźhren, dass er sich fĂźr das Schicksal anderer interessiert, deren GlĂźck ihm notwendig erscheint, obwohl er nichts davon hat auĂer dem VergnĂźgen, es zu sehen."
"Der Pirat des Wissens ist ein guter Pirat. Wenn ich noch einmal jung wäre, dann wĂźrde ich ein Schiff bauen, das so hieĂe: Pirat des Wissens. Was in der Wissenschaft derzeit schlimm ist, ist dass die Firmen ihr Wissen kaufen und es deshalb geheim halten wollen. Und deshalb werden die Piraten morgen die sein, die im Recht sind. Man wird das Geheimnis piratieren."
"In gewissem Sinne ist Sprache Vorstellung und die Vorstellung der Rahmen der Wahrnehmung."
"Ein Ding verstehen, heiĂt nicht, seine Bewegung und seine Materie beschreiben, sondern seinen Sinn einsehen."
"Eine neue Idee ist ein Licht, welches Dinge beleuchtet, die, ehe das Licht darauf fiel, ohne Form fĂźr uns waren."
"Eine Frage ist in Wirklichkeit ein mehrdeutiger Satz, die Antwort seine Determination."
"Ein echtes Symbol entsteht am ehesten dort, wo ein Objekt, Laut oder Akt gegeben ist, der keinen praktischen Sinn hat, wohl aber die Tendenz, eine emotionale Antwort hervorzulocken und so die Aufmerksamkeit ungeteilt festzuhalten."
"Wissen hält sich keinesfalls besser als Fisch."
"Die sicherste allgemeine Charakterisierung der philosophischen Tradition Europas lautet, daĂ sie aus einer Reihe von FuĂnoten zu Platon besteht."
"Die Hauptgefahr fĂźr die Philosophie ist Enge in der Auswahl des Anschauungsmaterials."
"Ja, wir glauben, dass die Menschen noch einen hĂśhern Beruf haben, als sich gegenseitig auszubeuten."
"Die falsche Bildung aber, welche den Menschen zum gebildeten Raubthier macht, kann immer nur den Einen auf Kosten des Andern bereichern."
""Klagt nicht die menschliche Natur an, wenn Ihr Bosheit, Dummheit, Niederträchtichkeit, Unglßck und jede Art von Elend in unserer Gesellschaft findet"
"Der Egoismus hat seinen Kreislauf vollendet, und diese Vollendung hat er in der Concurrenz erreicht. In ihr hat der Egoismus seine klassische Gestalt erhalten."
""Was ist die Ursache dieser groĂen Noth mitten im Ueberflusse?"
"ein Commis-voyageur [...] warf mir sieg-gewià die Frage entgegen: 'Wer soll denn meine Stiefel wichsen, wenn alle Menschen gleiches Glßck haben?' Ich sagte ihm: Wenn Sie ihre Stiefel durchaus gewichst haben wollen und es findet sich Niemand, der es Ihnen vorthun mag, dann mßssen Sie es selber thun; das Unglßck wäre nicht so groà wie manches andere."
"Das socialistische Problem ist freilich kein deutsches; es ist ein menschliches."
"Fortschritt in eine Richtung kommt nicht ohne Aufhebung der MĂśglichkeit zum Fortschritt in eine andere Richtung zustande."
"Es ist kurzsichtig anzunehmen, dass man âşLĂśsungenâš fĂźr Menschen hat, an deren Leben man nicht teilnimmt und deren Probleme man nicht kennt."
"Selbst Scheinfächer wie die Wissenschaftstheorie, die der Wissenschaft ihren Namen, der diese aber keine einzige brauchbare Idee verdankt, werden weit ßber den Wert ihrer positiven Beiträge finanziert."
"[...] der wird einsehen, daĂ es nur einen Grundsatz gibt, der sich unter allen Umständen und in allen Stadien der menschlichen Entwicklung vertreten läĂt. Es ist der Grundsatz: Anything goes. (Mach, was du willst)"
"Der einzige Grundsatz, der den Fortschritt nicht behindert, lautet: Anything goes. (Mach, was du willst)"
"Wenn ich einen Gottlosen bekehren wollte, wĂźrde ich ihn in eine WĂźste verbannen."
"Wenn die Menschheit sich im Kreis bewegte wie die Sterne, kĂśnnte man ihre Bahn berechnen; weil sie fortschreitet und sich nicht im Kreis bewegt, ist die unberechenbar."