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April 10, 2026
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"Nach mir wird das, was vor mir war."
"Mehr scheint mir eine Stimme abzulenken als ein Geräusch: Jene wirkt auf den Geist ein."
"Manche Zeit wird uns entrissen, manche unvermerkt entzogen, manche fließt fort. Doch am schimpflichsten ist der Verlust, der aus Unachtsamkeit geschieht."
"Leben willst du? Kannst du das denn?"
"Kein Schmerz dauert lang, wenn er groß ist."
"Jener ist am glücklichsten und ein sorgloser Besitzer seiner selbst, der das Morgen ohne Beunruhigung erwartet."
"Jeder ist in dem Grade elend, als er es zu sein glaubt."
"Jede Dummheit leidet am Ekel vor sich selbst."
"Jählings neigt sich der Genuss zum Schmerz, wenn er nicht Maß gehalten hat."
"Ich weiß, daß niemand glücklich oder auch nur erträglich leben kann, ohne Studium der Weisheit."
"Ich sage dir, Lucilius: in uns wohnt ein heiliger Geist, ein Beobachter und Wächter alles Guten und Bösen an uns. Dieser behandelt uns so, wie wir ihn behandelt haben. Niemand aber ist ein guter Mensch ohne Gott."
"Ich bin ein Mensch und meine, dass mir nichts fremd ist, was Menschen betrifft."
"Glücklich ist nicht derjenige, den die Leute so nennen, der über das große Geld verfügt, sondern der, dessen Hab und Gut geistiger Natur ist; er ist aufrecht, von erhabener Gesinnung, verachtet, was man allgemein bewundert, kennt keinen, mit dem er tauschen möchte, beurteilt einen Menschen nur nach seinem menschlichen Wert."
"Ein Zwerg wird nicht größer, auch wenn er sich auf einen Berg stellt."
"Ein richtiger Steuermann fährt mit zerrissenem Segel, und wenn er die Takelage verloren hat, zwingt er dennoch den entmasteten Rumpf des Schiffes an den Kurs."
"Drei Dinge sind die Beschwernisse der Krankheit: Furcht vor dem Tod, Schmerz des Körpers, Unterbrechung des Vergnügens."
"Die Wahrheit steht allen offen. Sie ist noch von keinem in Beschlag genommen. Ein großer Teil von ihr bleibt auch noch künftigen Geschlechtern aufgespart."
"Die Philosophie ist ein guter Rat: Einen guten Rat gibt niemand mit lauter Stimme."
"Die größte Herrschaft ist die Selbstbeherrschung."
"Die Asche macht alle gleich."
"Der Lohn der Tugenden liegt in ihnen selbst."
"Dem Wagemutigen hilft das Glück, der Faule steht sich selbst im Weg."
"Das eben geschieht den Menschen, die in einem Irrgarten hastig werden: Eben die Eile führt immer tiefer in die Irre."
"Beim Lehren lernen die Menschen."
"Behandle Deine Untergebenen so, wie Du von Deinen Vorgesetzten behandelt werden willst."
"Nichts, Lucilius, ist unser wahres Eigentum außer der Zeit. Dies flüchtige und schwer fassbare Gut ist das einzige, dessen Besitz uns die Natur vergönnt hat und doch verdrängt uns der erste beste daraus."
"Alle Stunden umfasse mit beiden Armen. So wirst du weniger vom Morgen abhängen, wenn auf das Heute du die Hand legst."
"Solange das Schicksal es erlaubt, lebt froh!"
"Ein jeder leidet unter dem, was er getan; das Verbrechen kommt wieder auf seinen Urheber zurück."
"Man muss sich der Zeit anpassen."
"Kürze die lange Rede, damit sie nicht verdächtig wirke!"
"Glückliche Umstände machen die Herzen übermütig."
"Ein Verbrechen muss durch ein Verbrechen vertuscht werden."
"Den größten Reichtum hat, wer arm an Begierden ist."
"Anführerin bei den Übeltaten aber ist die Frau; in Verbrechen ist sie Künstlerin."
"Ich gestehe frei: die Erinnerungen des David Hume war eben dasjenige, was mir vor vielen Jahren zuerst den dogmatischen Schlummer unterbrach, und meinen Untersuchungen im Felde der spekulativen Philosophie eine ganz andere Richtung gab."
"Aus jeder Seite von David Hume ist mehr zu lernen, als aus Hegels, Herbarts und Schleiermachers sämtlichen philosophischen Werken zusammengenommen."
"Sie sehen also, [Jean-Jacques Rousseau] ist eine Komposition aus Launen, Affektiertheit, Boshaftigkeit, Selbstgefälligkeit und Unruhe mit einer winzigen, wenn überhaupt vorhandenen Beimischung von Wahnsinn. [...] Die oben genannten, vorherrschenden Qualitäten zusammen mit Undankbarkeit, Grausamkeit und Lügerei, und der von mir nicht extra zuerwähnenden Redegewandtheit und Erfindungsgabe, formen die gesamte geistige Verfassung."
"Himmel und Hölle setzen zwei verschiedene Arten von Menschen voraus: gute und böse; aber der größte Teil der Menschen schwankt zwischen Laster und Tugend."
"Nirgends in der Welt sei dann Zufall, nirgends Unbestimmtheit, nirgends Freiheit. Wenn wir handeln, sind wir gleichzeitig der Gegenstand eines Handelns; der letzte Urheber aller unsrer Entschlüsse ist der Schöpfer der Welt,"
"Gewohnheit ist [...] der große Führer im Leben."
"die Natur ist immer mächtiger als das Denken."
"Die Vernunft ist nur ein Sklave der Affekte und soll es sein; sie darf niemals eine andere Funktion beanspruchen, als die, denselben zu dienen und zu gehorchen."
""Erst verspottet, dann befehdet, // viel geschmäht in allen Landen, // hat er dennoch hohen Muthes, // aufrecht stets und fest gestanden. // Dann gehaßt und dann gefürchtet, // dann verehrt, beliebt, bewundert: // Also steht er, eine Säule, // überragend, das Jahrhundert."- Rudolph Genée im Kladeradatsch 1890"
"„Nur zu gebrauchen, wenn das Bajonett schrankenlos waltet“"
"Es ist schwer, unter einem solchen Kanzler Kaiser zu sein."
"Ihr seid alle Idioten zu glauben, aus Eurer Erfahrung etwas lernen zu können, ich ziehe es vor, aus den Fehlern anderer zu lernen, um eigene Fehler zu vermeiden."
"Gesetze sind wie Würste, man sollte besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden."
"Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."
"die Politik ist die Lehre vom Möglichen."