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April 10, 2026
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"Der Wind, der durch die Welt die Jugend treibt, // Sich Glück wo anders, als daheim, zu suchen, // Wo uns Erfahrung spärlich reift."
"Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen?"
"Ihr, die ihr nicht nach Aussehn wählt, // Wagt und wählt, was wahrhaft zählt."
"Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht."
"Mit List ludest Du mir die Gebote auf // die mir das Herz unbezwinglich machten"
"Geschwindigkeit wird nie so sehr bewundert als von Saumseligen."
"Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin."
"Das Vaterland ist dort, wo es gut ist."
"Der beliebte Trauerspruch "Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird." wird oft fälschlich Seneca (oder Kant) zugesprochen. Er stammt aber aus: Joseph Christian von Zedlitz: Der Stern von Sevilla, 4. Aufzug, 7. Auftritt. http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-stern-von-sevilla-3225/5]"
"Es wird eine Zeit kommen, da unsere Nachkommen sich wundern werden, dass wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben."
"Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich."
"Es gibt wohl manches, das man annehmen muss, ohne zu Dank verpflichtet zu sein."
"Niemand irrt nur für sich allein. Er ist auch Grund und Urheber fremder Irrtümer."
"Nichts bringt uns in größere Übel als wenn wir uns nach dem Gerede der Leute richten die für das beste halten was »allgemein angenommen« ist, nicht nach Vernunftgründen, sondern nach Beispielen leben."
"Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst."
"Nun aber bringt doch den allergrößten Verlust an Lebenszeit das Hinausschieben mit sich. Man lässt gerade den bestehenden Tag verstreichen und bestiehlt die Gegenwart, weil man sich auf das Späterkommende vertröstet. Das größte Hindernis des Lebens ist die Erwartung, die sich auf den nächsten Tag richtet und das Heute verliert."
"Leben muss man ein Leben lang lernen, und, darüber wirst du dich vielleicht am meisten wundern: ein Leben lang muss man sterben lernen."
"Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen."
"Eine Hand wäscht die andere."
"Stets glücklich zu sein und ohne Schmerz durch das Leben zu gehen heißt, nur eine Seite der Natur zu kennen."
"Nicht was, sondern wie du erträgst, ist von Belang."
"Alle Verbrechen sind auch vor dem Erfolg der Tat, soweit genug Schuld besteht, ausgeführt."
"denn lange kann Niemand eine Maske tragen und das Erheuchelte fällt bald in seine Natur zurück."
"Großzügig ist nicht der, der freigiebig mit fremdem Gut umgeht, sondern der von sich selber nimmt, was er anderen gibt."
"Wer an den Spiegel tritt, um sich zu ändern, der hat sich bereits geändert."
"Das Unsere sollte uns unverglichen freuen: Nie wird einer glücklich sein, den das größere Glück eines andren wurmt."
"Alles, was man an einem anderen tadelt, kann jeder einzelne bei sich selber finden."
"Großenteils schafft man sich seinen Ärger selbst, entweder durch falschen Verdacht oder, weil man Kleinigkeiten zu ernst nimmt."
"Es nützt nichts, alles zu sehen, alles zu hören. (...) Du willst nicht jähzornig sein? Dann sei nicht neugierig."
"Streit schaukelt sich auf und läßt auch die nicht aus, die sich ganz klein zu machen suchen. Leichter ist es, sich von einem Konflikt fernzuhalten, als sich herauszuhalten."
"Das meiste Unheil richtet Leichtgläubigkeit an."
"Das größte Gegenmittel gegen den Zorn ist der Aufschub."
"Nie hat es einen großen Geist ohne eine Beimischung von Wahnsinn gegeben."
""Nichts bleibt an dem Ort stehen, wo es steht, alles wird das Alter niederzwingen und mit sich reißen." (XXVI)"
"Je heller das Feuer scheint, desto leichter ist es gelöscht."
"Der Tod löscht alle Schmerzen aus. Er ist ihr Ende, und über ihn geht unser Leiden nicht hinaus. Er führt uns wieder in den gleichen Ruhezustand zurück, in dem wir uns vor der Geburt befunden haben."
"Der Tod ist weder gut noch böse."
"Zu leben heißt zu kämpfen."
"Wie töricht ist es, über sein Leben verfügen zu wollen; wir sind nicht einmal Herr über den morgigen Tag! Oh, wie unsinnig ist die Hoffnung jener, die langwierige Dinge unternehmen […]! Alles, glaube mir, ist auch dem Glücklichen ungewiß; niemand darf sich von der Zukunft das Geringste versprechen."
"Wer volle Einsicht besitzt, beherrscht sich selbst, wer sich selbst beherrscht, bleibt sich gleich, wer sich gleich bleibt, ist ungestört, wer ungestört ist, ist frei von Betrübnis, wer frei von Betrübnis ist, ist glücklich: also ist der Einsichtige glücklich und die Einsicht genügt zum glücklichen Leben."
"Wer aufgrund seines Reichtums und seiner Ehrenstellung einen höheren Rang einnimmt, ist nicht groß. Warum erscheint er aber als groß? Weil man ihn mit dem Sockel misst."
"Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig."
"Was die Wahrnehmung zeigt, das glaubt der Geist."
"Unsere Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden."
"So kommt es, daß du weniger vom morgigen Tag abhängig bist, wenn du den heutigen in die Hand nimmst."
"Schimpflich ist es, nicht zu gehen, sondern sich treiben zu lassen und mitten im Wirbel der Dinge verblüfft zu fragen: Wie bin ich bloß hierher gekommen?"
"Prüfe, ob du lieber dich oder etwas von dem Deinigen aufgeben willst."
"Nirgendwo ist der, der überall ist."
"Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig."
"Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir."