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April 10, 2026
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"„Sonntag waren wir in Pompeji. – Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte“ – Italienische Reise. Zweiter Teil. Neapel. 13. März 1787. zeno.org"
""Nur durch geregelte Übung könnte man vorwärts kommen." – Italienische Reise"
""Nun ging mir eine neue Welt auf. Ich näherte mich den Gebirgen, die sich nach und nach entwickelten." – über die Alpen, Italienische Reise I, 7. September 1786"
""Meine Übung alle Dinge, wie sie sind, zu sehen und zu lesen, meine Treue das Auge licht sein zu lassen, meine völlige Entäußerung von aller Prätention, machen mich hier im stillen höchst glücklich." – Italienische Reise, Brief an Charlotte aus Rom, am 7. November 1786"
""Ich sitze jetzt im Rohre und kann vor Pfeifenschneiden nicht zum Pfeifen kommen." – Italienische Reise III, 12. Oktober 1787"
""Denn man verdient wenig Dank von den Menschen, wenn man ihr inneres Bedürfnis erhöhen, ihnen eine große Idee von ihnen selbst geben, ihnen das Herrliche eines wahren, edlen Daseins zum Gefühl bringen will." – Italienische Reise I, 19. September 1786"
""Denke ich an Neapel, ja gar nach Sizilien, so fällt es einem sowohl in der Erzählung als in Bildern auf, dass in diesen Paradiesen der Welt sich zugleich die vulkanische Hölle so gewaltsam auftut und seit Jahrtausenden die Wohnenden und Genießenden aufschreckt und irre macht." – Italienische Reise I, 16. Februar 1787"
"Meine ĂĽbrigen angefangenen Naturstudien suchte ich fortzusetzen, und da man immer Zeit genug hat, wenn man sie gut anwenden will, so gelang mir mitunter das Doppelte und Dreifache."
""Wollte man die Herrlichkeit des Frühlings und seiner Blüten nach dem wenigen Obst berechnen, das zuletzt noch von den Bäumen genommen wird, so würde man eine sehr unvollkommene Vorstellung jener lieblichen Jahreszeit haben." – Dichtung und Wahrheit, Früheres Vorwort"
""Knaben, denen ja doch alles zum Scherze dienen muß, sich am Schall der Worte, am Fall der Silben ergötzen, und durch eine Art von parodistischem Mutwillen den tiefen Gehalt des edelsten Werks zerstören." – Dichtung und Wahrheit III, 11"
""In einer Stadt wie Frankfurt befindet man sich in einer wunderlichen Lage, immer sich kreuzende Fremde deuten nach allen Weltgegenden hin und erwecken Reiselust." – Dichtung und Wahrheit IV, 18"
""In einem wohleingerichteten Staate soll das Recht selbst nicht auf unrechte Weise geschehn." Dichtung und Wahrheit, III, 14"
""In dem Abendmahle sollen die irdischen Lippen ein göttliches Wesen verkörpert empfangen und unter der Form irdischer Nahrung einer himmlischen teilhaftig werden." – Dichtung und Wahrheit II, 7"
""Ich, der ich immer gehört hatte, auf die Ohrfeige eines Mädchens gehöre ein derber Kuss." – Dichtung und Wahrheit I, 2"
""Fehlt es dem protestantischen Kultus im ganzen an Fülle, so untersuche man das einzelne, und man wird finden, der Protestant hat zu wenig Sakramente, ja er hat nur eins, bei dem er sich tätig erweist, das Abendmahl: denn die Taufe sieht er nur an andern vollbringen, und es wird ihm nicht wohl dabei." – Dichtung und Wahrheit II, 7"
""Die Jugend will lieber angeregt als unterrichtet sein." – Dichtung und Wahrheit II, 8"
""Diderot war nahe genug mit uns verwandt, wie er denn in alledem, weshalb ihn die Franzosen tadeln, ein wahrer Deutscher ist." – Dichtung und Wahrheit III, 11"
""Aber wie das Erhabene von Dämmerung und Nacht, wo sich die Gestalten vereinigen, gar leicht erzeugt wird, so wird es dagegen vom Tage verscheucht, der alles sondert und trennt, und so muss es auch durch jede wachsende Bildung vernichtet werden, wenn es nicht glücklich genug ist, sich zu dem Schönen zu flüchten und sich innig mit ihm zu vereinigen, wodurch denn beide gleich unsterblich und unverwüstlich sind." – Dichtung und Wahrheit II, 6"
""Aber er war aus der Stille, der Dämmerung, der Dunkelheit, welche ganz allein die reinen Produktionen begünstigen kann." – Dichtung und Wahrheit III, 13"
""Widerspruch und Schmeichelei machen beide ein schlechtes Gespräch." – Maximen und Reflexionen"
""Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen." – Maximen und Reflexionen; II.; Nr. 23, 91"
""Wenn ein deutscher Literator seine Nation vormals beherrschen wollte, so musste er ihr nur glauben machen, es sei einer da, der sie beherrschen wolle. Da waren sie gleich so verschüchtert, dass sie sich, von wem es auch wäre, gern beherrschen ließen." – Maximen und Reflexionen, 324"
""Vollkommenheit ist die Norm des Himmels, Vollkommenes wollen die Norm des Menschen." – Maximen und Reflexionen"
""Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen." – Maximen und Reflexionen"
""Sobald die Tyrannei aufgehoben ist, geht der Konflikt zwischen Aristokratie und Demokratie unmittelbar an." – Maximen und Reflexionen"
""Sei nicht ungeduldig, wenn man deine Argumente nicht gelten lässt." – Maximen und Reflexionen, 797"
""Nichts ist widerwärtiger als die Majorität: denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich accomodiren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen was sie will." – Maximen und Reflexionen"
""Mystik deutet auf die Geheimnisse der Natur und Vernunft und sucht sie durch Wort und Bild zu lösen." – Maximen und Reflexionen"
""Mit den Jahren steigern sich die Prüfungen." – Maximen und Reflexionen"
""Madame Roland, auf dem Blutgerüste, verlangte Schreibzeug, um die ganz besondern Gedanken aufzuschreiben, die ihr auf dem letzten Wege vorgeschwebt. Schade, dass man ihr's versagte; denn am Ende des Lebens gehen dem gefassten Geiste Gedanken auf, bisher undenkbare; sie sind wie selige Dämonen, die sich auf den Gipfeln der Vergangenheit glänzend niederlassen." – Maximen und Reflektionen; Allgemeines, Ethisches, Literarisches; VII.; Nr. 395"
""In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muss sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen." – Maximen und Reflexionen"
"Hoffnung ist die zweite Seele der Unglücklichen." – "Maximen und Reflexionen"
""Es ist mit den Jahren wie mit den sibyllinischen Büchern: Je mehr man ihrer verbrennt, desto teurer werden sie." – Maximen und Reflexionen"
""Es ist mir in den Wissenschaften gegangen wie einem, der früh aufsteht, in der Dämmerung die Morgenröte, sodann aber die Sonne ungeduldig erwartet und doch, wie sie hervortritt, geblendet wird." – Maximen und Reflexionen 372"
""Es ist ganz einerlei, ob man das Wahre oder das Falsche sagt: Beidem wird widersprochen." – Maximen und Reflexionen, 677"
""Eine solche Skizze braucht nicht im höchsten Grade ausgeführt und vollendet zu sein, wenn sie gut gesehen, gedacht und fertig ist, so ist sie für den Liebhaber oft reizender als ein größeres ausgeführtes Werk." – Maximen und Reflexionen, 455"
""Ein Unterschied, der dem Verstand nichts gibt, ist kein Unterschied." – Maximen und Reflexionen"
""Ein lustiger Gefährte ist ein Rollwagen auf der Wanderschaft." – Maximen und Reflexionen, 136"
""Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß; mit dem Wissen wächst der Zweifel." – Maximen und Reflexionen. Aus »Kunst und Altertum«. Fünften Bandes drittes Heft. 1826. zeno.org"
""Drei Klassen von Narren: Die Männer aus Hochmut, die Mädchen aus Liebe, die Frauen aus Eifersucht." – Maximen und Reflexionen"
""Die Freigebigkeit erwirbt einem jede Gunst, vorzüglich wenn sie von Demut begleitet wird." – Maximen und Reflexionen"
""Die Wissenschaften zerstören sich auf doppelte Weise selbst: Durch die Breite, in die sie gehen, und durch die Tiefe, in die sie sich versenken." – Maximen und Reflexionen, Nr. 1161 bei Hecker"
""Die Wissenschaften so gut als die Künste bestehen in einem überlieferbaren (realen), erlernbaren Teil und in einem unüberlieferbaren (idealen), unlernbaren Teil." – Maximen und Reflexionen, Nr. 1155 bei Hecker"
""Die Weisheit ist nur in der Wahrheit." – Maximen und Reflexionen"
""Die Menschen werden an sich und andern irre, weil sie die Mittel als Zweck behandeln." – Maximen und Reflexionen, I, Nr. 11"
""Die Menschen, da sie zum Notwendigen nicht hinreichen, bemühen sich ums Unnütze." – Maximen und Reflektionen"
""Die Menge kann tüchtige Menschen nicht entbehren, und die Tüchtigen sind ihnen jederzeit zur Last." – Maximen und Reflexionen, 3"
""Die Mathematiker sind eine Art Franzosen: Redet man zu ihnen, so übersetzen sie es in ihre Sprache, und dann ist es alsobald ganz etwas anderes." – Maximen und Reflexionen"
""Die Geheimnisse der Lebenspfade darf und kann man nicht offenbaren, es gibt Steine des Anstoßes, über die ein jeder Wanderer stolpern muß. Der Poet aber deutet auf die Stelle hin." – Maximen und Reflexionen 617"
""Die Form will so gut verdaut sein als der Stoff; ja, sie verdaut sich viel schwerer." – Maximen und Reflexionen, Nr. 1083 bei Hecker"