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April 10, 2026
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"Keine Wirkung in der Natur ist ohne Vernunftgrund. Erkenne den Vernunftgrund, und du bedarfst nicht des Experiments."
"Die Menschen werden jenes Ding verfolgen, vor dem sie am meisten Angst haben."
"Das Wissen ist Kind der Erfahrung."
"Bezeichnest du die Malerei als stumme Dichtung, so kann der Maler erst recht die Dichtung als blinde Malerei bezeichnen."
"Armselig der Schüler, der seinen Meister nicht übertrifft."
"Ich habe Gott und die Menschheit beleidigt, weil mein Werk nicht die Qualität erreichte, die es hätte haben sollen."
"Es wird die Zeit kommen, in welcher wir das Essen von Tieren ebenso verurteilen, wie wir heute das Essen von unseresgleichen, die Menschenfresserei, verurteilen."
"Und da ich von unbändigem Verlangen dorthin gezogen wurde, stets begierig, die ungeheure Fülle von allerlei seltsamen Formen zu schauen, welche die findige Natur geschaffen, so gelangte ich, nachdem ich eine Weile zwischen den düsteren Klippen umhergewandert war, zum Eingang einer großen Höhle, vor der ich staunend eine Zeitlang stehenblieb, weil ich nichts davon wußte. Mit gekrümmtem Rücken, die linke Hand auf das Knie gestützt und mit der rechten die gesenkte, gerunzelte Stirn überschattet, beugte ich mich immer wieder vor, bald dahin und bald dorthin, um zu sehen ob drinnen irgend etwas zu unterscheiden sei; aber daran wurde ich gehindert durch das tiefe Dunkel, das dort herrschte. Und nachdem ich eine Weile so davor gestanden hatte, regten sich plötzlich zwei Gefühle in mir, nämlich Furcht und Begierde: Furcht vor der düster drohenden Höhle und Begierde, zu erforschen, ob dort drinnen etwas Wunderbares sei..."
"Wenn auch der menschliche Geist durch vielfache Erfindungen mit verschiedenen Instrumenten auf dasselbe Ziel zugeht, nie wird er eine Erfindung machen, die schöner, leichter und kürzer wäre als die Natur."
"Zwei ganz verschiedene Dinge behagen uns gleichermaßen: die Gewohnheit und das Neue."
"Wir stimmen den anderen nur zu, wenn wir eine Gemeinsamkeit zwischen ihnen und uns empfinden."
"Wie viele Freunde, wie viele Verwandte erstehen dem neuen Minister über Nacht!"
"Wenn man bei gewissen Menschen, deren Unterstützung man braucht, ohne Erfolg alles Mögliche versucht hat, sie für sich zu gewinnen, bleibt als letztes Mittel nur übrig, sich nicht mehr um sie zu bemühen."
"Wenn Kenntnisse und Lebensklugheit sich in einer Person vereint finden, frage ich nicht nach dem Geschlecht: Ich bewundere."
"Sprachen sind der Schlüssel oder Eingang zur Gelehrsamkeit, nichts weiter."
"Mit geliebten Menschen zusammen sein: mehr braucht es nicht; träumen, mit ihnen sprechen, nicht sprechen, an sie denken, an die gleichgültigsten Dinge denken, aber in ihrer Nähe: alles gilt gleich."
"Manche Leute tragen drei Namen, als fürchteten sie sich, keinen zu besitzen."
"Man eilt herbei, um die Unglücklichen zu betrachten, man bildet eine Gasse oder stellt sich an die Fenster, um die Züge und die Haltungen eines Menschen zu beobachten, der zum Tode verurteilt ist und weiß, dass er sterben muss: eitle, bösartige, unmenschliche Neugierde!"
"Man darf Menschen nicht wie ein Gemälde oder eine Statue nach dem ersten Eindruck beurteilen, die haben ein Inneres, ein Herz, das ergründet sein will."
"Kein Handwerk ohne Lehrzeit."
"Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat."
"Es ist besser sich der Undankbarkeit auszusetzen, als den Unglücklichen Unrecht zu tun."
"Es gibt mehr Werkzeuge als Arbeiter, und von diesen mehr schlechte als gute."
"Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: Geburt, Leben und Tod. Der Geburt ist er sich nicht bewusst, der Tod ist ihm ein Schmerz, und er vergisst zu leben."
"Ein Gesandter ist ein Chamäleon, ein Proteus. Einem geschickten Spieler gleich, lässt er sich oft nichts von seiner Laune und Stimmung anmerken… Dann wieder weiß er eine Gemütsverfassung vorzutäuschen."
"Die Treulosigkeit ist sozusagen eine Lüge der ganzen Person."
"Die größten Dinge wollen ganz schlicht gesagt sein; Sie verlieren durch Emphase."
"Die Extreme sind verderblich und gehen von Menschen aus; jeder Ausgleich ist gerecht und kommt von Gott."
"Der Einfältige ist immer lächerlich; das gehört zu seinem Charakter."
"Dem, der sich mit Geduld wappnet, liegen keine Vorteile zu fern."
"Beim Anblick eines gewissen Elends empfindet man eine Art Scham, glücklich zu sein."
"Wir Wilden sind doch beßre Menschen"
"Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren."
"Wenn nur jeder sicher hätte, was er verdiente, so würde alles allgemein gut genug gehen."
"Wo man singet, laß dich ruhig nieder, […] Bösewichter haben keine Lieder."
"Wir haben jetzt in unsern Haushaltungen Dinge, die wir für unentbehrlich halten, von denen man vor hundert Jahren noch gar nichts wußte, und sich, ohne sie, doch eben so wohl oder besser befand. Der Tabak und der Kaffee verzehrt auch unter dem Landvolke große Summen, ohne daß er den geringsten Vortheil brächte. Verständige Aerzte behaupten und beweisen die Schädlichkeit von beiden; und doch nimmt der Gebrauch immer mehr überhand. Es ist ein großer Vortheil, wenn man alle oder doch seine meisten Nothwendigkeiten aus seiner eigenen Wirthschaft nehmen kann, welches mit diesen beiden überflüssigen und doch kostspieligen Bedürfnissen durchaus unmöglich ist. Jeder für sich und alle für alle sollten nach und nach diesem Unheil zu steuern suchen, das schon manchen Magen und manche Geldbörse verdorben hat. Wenn man jemand, der es nicht gewöhnt wäre, zur Strafe zwänge, Tabak zu rauchen oder zu schnupfen, so würde diese Strafe sehr grausam scheinen, so ekelhaft und widerlich ist diese berauschende giftartige Pflanze der Natur. Jetzt hat die verderbliche Gewohnheit auch fast die Natur verkehrt; so viel Gewalt hat eine anfangs unsinnige Mode, wenn sie einmal durch Allgemeinheit das Lächerliche verloren hat."
"Weh dem Lande, wo man nicht mehr singet."
"Über einen Regenten muß man kein Urteil haben, als bis er zwanzig Jahre regiert hat."
"Sich amüsieren heißt etymologisch: die Muße loswerden. Amüsement wäre also das Vergnügen der Plattköpfe."
"Privilegien aller Art sind das Grab der Freiheit und Gerechtigkeit."
"Nun sah ich zurück auf die schöne Gegend, (sc. Meißen) die schon Melanchthon so lieblich fand, dass er dort zu leben wünschte, und überlief in Gedanken schnell alle glücklichen Tage, die ich derselben genossen hatte."
"Man verkauft uns meistens Gesetze für Gerechtigkeit und oft sind sie gerade das Gegenteil."
"Man darf die meisten Dinge nur sagen, wie sie sind, um eine treffliche Satire zu machen."
"Ich bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge... So wie man im Wagen sitzt, hat man sich sogleich einige Grade von der ursprünglichen Humanität entfernt... Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft."
"Faulheit ist Dummheit des Körpers, und Dummheit Faulheit des Geistes."
"Es wird mir schwer, die Ehre der Christen zu finden, aber ihre Schande sehe ich."
"Ein Glück für die Despoten, daß die eine Hälfte der Menschen nicht denkt und die andere nicht fühlt."
"Ehrenvolle, tätige Gefahr ist besser als der ruhige Schlaf eines Sklaven."
"Die wahre Freiheit ist nichts anderes als Gerechtigkeit."
"Die Nation, die nur durch einen einzigen Mann gerettet werden kann und soll, verdient Peitschenschläge."