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April 10, 2026
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"Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: Geburt, Leben und Tod. Der Geburt ist er sich nicht bewusst, der Tod ist ihm ein Schmerz, und er vergisst zu leben."
"Ein Gesandter ist ein Chamäleon, ein Proteus. Einem geschickten Spieler gleich, lässt er sich oft nichts von seiner Laune und Stimmung anmerken… Dann wieder weiß er eine Gemütsverfassung vorzutäuschen."
"Die Treulosigkeit ist sozusagen eine Lüge der ganzen Person."
"Die größten Dinge wollen ganz schlicht gesagt sein; Sie verlieren durch Emphase."
"Die Extreme sind verderblich und gehen von Menschen aus; jeder Ausgleich ist gerecht und kommt von Gott."
"Der Einfältige ist immer lächerlich; das gehört zu seinem Charakter."
"Dem, der sich mit Geduld wappnet, liegen keine Vorteile zu fern."
"Beim Anblick eines gewissen Elends empfindet man eine Art Scham, glücklich zu sein."
"Wir Wilden sind doch beßre Menschen"
"Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren."
"Wenn nur jeder sicher hätte, was er verdiente, so würde alles allgemein gut genug gehen."
"Wo man singet, laß dich ruhig nieder, […] Bösewichter haben keine Lieder."
"Wir haben jetzt in unsern Haushaltungen Dinge, die wir für unentbehrlich halten, von denen man vor hundert Jahren noch gar nichts wußte, und sich, ohne sie, doch eben so wohl oder besser befand. Der Tabak und der Kaffee verzehrt auch unter dem Landvolke große Summen, ohne daß er den geringsten Vortheil brächte. Verständige Aerzte behaupten und beweisen die Schädlichkeit von beiden; und doch nimmt der Gebrauch immer mehr überhand. Es ist ein großer Vortheil, wenn man alle oder doch seine meisten Nothwendigkeiten aus seiner eigenen Wirthschaft nehmen kann, welches mit diesen beiden überflüssigen und doch kostspieligen Bedürfnissen durchaus unmöglich ist. Jeder für sich und alle für alle sollten nach und nach diesem Unheil zu steuern suchen, das schon manchen Magen und manche Geldbörse verdorben hat. Wenn man jemand, der es nicht gewöhnt wäre, zur Strafe zwänge, Tabak zu rauchen oder zu schnupfen, so würde diese Strafe sehr grausam scheinen, so ekelhaft und widerlich ist diese berauschende giftartige Pflanze der Natur. Jetzt hat die verderbliche Gewohnheit auch fast die Natur verkehrt; so viel Gewalt hat eine anfangs unsinnige Mode, wenn sie einmal durch Allgemeinheit das Lächerliche verloren hat."
"Weh dem Lande, wo man nicht mehr singet."
"Über einen Regenten muß man kein Urteil haben, als bis er zwanzig Jahre regiert hat."
"Sich amüsieren heißt etymologisch: die Muße loswerden. Amüsement wäre also das Vergnügen der Plattköpfe."
"Privilegien aller Art sind das Grab der Freiheit und Gerechtigkeit."
"Nun sah ich zurück auf die schöne Gegend, (sc. Meißen) die schon Melanchthon so lieblich fand, dass er dort zu leben wünschte, und überlief in Gedanken schnell alle glücklichen Tage, die ich derselben genossen hatte."
"Man verkauft uns meistens Gesetze für Gerechtigkeit und oft sind sie gerade das Gegenteil."
"Man darf die meisten Dinge nur sagen, wie sie sind, um eine treffliche Satire zu machen."
"Ich bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge... So wie man im Wagen sitzt, hat man sich sogleich einige Grade von der ursprünglichen Humanität entfernt... Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft."
"Faulheit ist Dummheit des Körpers, und Dummheit Faulheit des Geistes."
"Es wird mir schwer, die Ehre der Christen zu finden, aber ihre Schande sehe ich."
"Ein Glück für die Despoten, daß die eine Hälfte der Menschen nicht denkt und die andere nicht fühlt."
"Ehrenvolle, tätige Gefahr ist besser als der ruhige Schlaf eines Sklaven."
"Die wahre Freiheit ist nichts anderes als Gerechtigkeit."
"Die Nation, die nur durch einen einzigen Mann gerettet werden kann und soll, verdient Peitschenschläge."
"Die meisten Menschen haben überhaupt gar keine Meinung, viel weniger eine eigene, viel weniger eine geprüfte, viel weniger vernünftige Grundsätze."
"Die Edeln und der Adel stehen gewöhnlich im Gegensatz."
"Deutsche zerfleischen einander, und der Wahnwitz der Nation erregt das Gelächter der anderen Nationen."
"Der Blödsinn und der Eigennutz haben die Privilegien erschaffen."
"Das Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei."
"Das Loos des Menschen scheint zu seyn, nicht Wahrheit, sondern Ringen nach Wahrheit; nicht Freiheit und Gerechtigkeit und Glückseligkeit, sondern Ringen darnach."
"Aus der Geschichte geht hervor, dass Bündnisse und Garantien meistens der erste Schritt zur Unterwerfung eines Teils, natürlich des schwächern sind, wenn er nicht auf der Hut ist."
"„Wo nicht die Zeit ist, fasse dich in Reden kurz.“"
"„Suche nichts zu verbergen, denn die Zeit, die alles sieht und hört, deckt es doch auf.“"
"„Denn schlaflos ist ja der Kranken Schlaf // Und lauscht und sieht alles.“"
"„Wer Glück erfuhr, soll mit Beglückung niemals geizig sein!“"
"„Was der Trug gewann, der ungerechte, kann nicht dauernd sein.“"
"„Man muss vergessen, dass Mühe für die Eltern Mühe ist.“"
"„Langes Flehen ziemt sich nicht, wenn wir Gerechtes bitten.“"
"„Am schmerzlichsten sind jene Qualen, die man frei sich selbst erschuf.“"
"„Wisst ihr, dass Klagelieder vor dem Tod niemals ein Ende fänden, wenn sie nützten?“"
"„Wahrheit nur besteht.“"
"„Von Weisheit kündet ein berühmtes Wort: Wem Gott verführt das Herz zum Unheil, der meint das Gute und gerät in Schuld, nur eine Spanne treib er's frei von Unheil.“"
"„Unmögliches soll man auch nicht beginnen.“"
"„Unmöglich kann man eines Menschen Herz, sein Denken und sein Wollen ganz erkennen, eh er in Staat und Ämtern sich erprobt.“"
"„Ungeheuer ist viel und nichts ungeheurer als der Mensch.“"
"„Und hast doch Großes erlost: Gehst unter, gerühmt wie ein Gott schon lebend und künftig im Tod.“"
"„Nie, auch nicht wenn er starb, lieb ich den Feind.“"