First Quote Added
April 10, 2026
Latest Quote Added
"Die heutige Auflösung der Menschheit muss man verstehen als ein Abwenden von Gott."
"Die Freiheit ist nicht etwas, das in den äußern Verhältnissen liegt, sie liegt in den Menschen. Wer frei sein will, der ist frei."
"Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber."
"Der Dichter will nicht belehren und nicht bessern, er will erschüttern und erheben."
"Der bedeutende Mensch unterliegt nicht der Geschichte, er hat seine unmittelbare Verbindung zu Gott in den Formen seiner Zeit."
"Der Arme soll sparsam sein, der Reiche soll ausgeben."
"Deine Mutter kennt dich, aber du kennst nicht sie."
""Wenn wir in ihr das Aufenthaltsrecht erwerben, wird die »Erschriebene Welt« der Dichter unsre »Erlesene Wirklichkeit«." – Erlesene Wirklichkeit. Essays und Lobreden von Rilke, Brecht und George bis Celan, Jandl und Ilse Aichinger. Aachen (Rimbaud) 2005, S.5. ISBN 3-89086-636-0"
"Was Menschen zu guten Christen macht, macht sie auch zu guten Staatsbürgern."
"Ich mache es mir zur Regel, den Weg nicht von Schnee zu säubern, bevor es nicht zu schneien aufgehört hat."
"Gott gönnt nur denen die Freiheit, die sie lieben und jederzeit bereit sind, sie zu schützen und zu verteidigen."
"Sterben ist nur ein Übergang aus dieser Welt in die andere, als wenn Freunde über See gehen, welche dennoch in einander fortleben. Denn Diejenigen, die im Allgegenwärtigen lieben und leben, müssen nothwendig einander gegenwärtig seyn. In diesem göttlichen Spiegel sehen sie sich von Angesicht zu Angesicht, und ihr Umgang ist sowohl frey als rein. Und wenn sie auch durch den Tod getrennt werden, so haben sie doch den Trost, dass ihre Freundschaft und Gesellschaft ihnen, dem besten Gefühle nach, beständig gegenwärtig bleibt, weil diese unsterblich ist."
"Wahrheit leidet oft mehr durch den Übereifer ihrer Verteidiger als durch die Argumente ihrer Gegner."
"Sei vorsichtig da, wo mehr Segel als Ballast vorhanden ist."
"Leidenschaft ist eine Art Fieber des Geistes, das uns schwächer verlässt, als es uns vorgefunden hat."
"Das Landleben ist vorzuziehen, denn dort sehen wir die Werke Gottes, aber in den Städten wenig mehr als die Werke der Menschen."
"Welche Strafe ist größer als die Wunde des Gewissens?"
"Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nichts Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren."
"Der Umgang mit Altersgenossen ist angenehmer, der mit Älteren sicherer."
"Deine Absicht erst gibt deinem Werke seinen Namen."
"Bei entgegengesetzten sittlichen Lebensanschauungen kann keine Freundschaft bestehen."
"Zu Alberti verhielt sich Leonardo da Vinci wie zum Anfänger der Vollender."
"Wir sind aber nicht eingeweiht in die Zwecke der ewigen Weisheit und kennen sie nicht. Dieses kecke Antizipieren eines Weltplanes führt zu Irrtümern, weil es von irrigen Prämissen ausgeht."
"Wenn der Geist sich einmal seiner selbst bewusst geworden, bildet er von sich aus seine Welt weiter."
"Sprichwörtlich heißt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß."
"Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben."
"Nicht jede Zeit findet ihren großen Mann, und nicht jede große Fähigkeit findet ihre Zeit."
"Mächtige Regierungen haben einen Widerwillen gegen das Geniale."
"Jede erfolgreiche Gewalttat ist allermindestens ein Skandal, das heißt, ein böses Beispiel."
"Die wirkliche Größe ist ein Mysterium."
"Die Weltreligionen sind es, welche die größten historischen Krisen herbeiführen. Sie wissen von Anfang an, dass sie Weltreligionen sind, und wollen es sein."
"Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstörbaren metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur."
"Die Anschauung von einem Glück, welches in einem Verharren, in einem bestimmten Zustande bestände, ist an sich falsch."
"Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen."
"Der Kleinstaat ist vorhanden, damit ein Fleck auf der Welt sei, wo die größtmögliche Quote der Staatsangehörigen Bürger im vollen Sinne sind."
"Der Geist ist die Kraft, jedes Zeitliche ideal aufzufassen."
"Das Ende vom Liede ist: Irgendwo wird die menschliche Ungleichheit wieder zu Ehren kommen. Was aber Staat und Staatsbegriff inzwischen durchmachen werden, wissen die Götter."
"Das Allerseltenste aber ist bei weltgeschichtlichen Individuen die Seelengröße."
"Auch auf das Schrecklichste, was geschehen, muss ja die Menschheit sich wieder einrichten, ihre noch heilen Kräfte herbeibringen und weiterbauen."
"Alle echte Überlieferung ist auf den ersten Anblick langweilig, weil und insofern sie fremdartig ist. Sie kündet die Anschauungen und Interessen ihrer Zeit für ihre Zeit und kommt uns gar nicht entgegen, wärend das moderne Unechte auf uns berechnet, daher pikant und entgegenkommend gemacht ist."
"Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es für das Leben der Menschheit wünschenswert, die Zukunft zu wissen."
"Und nun ist die Macht an sich böse, gleichviel wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muß also andere unglücklich machen."
"Denn der Geist hat Wandelbarkeit, aber nicht Vergänglichkeit."
"Und deshalb wiederhole ich hier den Satz, den ich an dem Tag [4. Juni 2005] den Menschen auf dem Soldatenfriedhof in Luxemburg zurief:»Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!« Nirgendwo besser, nirgendwo eindringlicher, nirgendwo bewegender ist zu spüren, was das europäische Gegeneinander an Schlimmstem bewirken kann. Das Nicht-Zusammenleben-Wollen und das Nicht-Zusammenleben-Können haben im 20. Jahrhundert 80 Millionen Menschen das Leben gekostet. Jede Stunde des Zweiten Weltkrieges hat 1045 Tote gebracht."
"Wenn es ernst wird, muss man lügen."
"Fischer hat nicht nur Marx und Mao Tse-Tung studiert, sondern auch Brehms Tierleben, weil in Brehms Tierleben ist nachzulesen, dass große und kleine Tiere gemeinsam atmen, leben und sich bewegen müssen. Zum Beispiel weiß jeder, auch der in Brehms Tierleben weniger Kundige, dass ein Floh einen Löwen zum Wahnsinn treiben kann, ein Löwe einen Floh aber nie zum Wahnsinn treiben wird."
""Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter"
"Wer dem Weibe vertraut, der vertraut auch Dieben."
"Wer anderen schadet, schadet sich selbst."
"Vor die Tugend haben die unsterblichen Götter den Schweiß gesetzt."