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April 10, 2026
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"I am a Liberal, yet I am a Liberal tempered by experience, reflexion, and renouncement, and I am, above all, a believer in culture."
"[A]s there is a curiosity about intellectual matters which is futile, and merely a disease, so there is certainly a curiosity,—a desire after the things of the mind simply for their own sakes and for the pleasure of seeing them as they are,—which is, in an intelligent being, natural and laudable. Nay, and the very desire to see things as they are implies a balance and regulation of mind which is not often attained without fruitful effort, and which is the very opposite of the blind and diseased impulse of mind which is what we mean to blame when we blame curiosity. Montesquieu says:—"The first motive which ought to impel us to study is the desire to augment the excellence of our nature, and to render an intelligent being yet more intelligent." This is the true ground to assign for the genuine scientific passion, however manifested, and for culture, viewed simply as a fruit of this passion; and it is a worthy ground, even though we let the term curiosity stand to describe it."
"Culture is then properly described not as having its origin in curiosity, but as having its origin in the love of perfection; it is a study of perfection."
"La gloire ou le mérite de certains hommes est de bien écrire; et de quelques autres, c’est de n’écrire point."
"Das, was für die Entscheidung der Frage, ob die Arbeitsrechnung als Wirtschaftsrechnung verwendbar ist, den Ausschlag geben muß, ist, ob es möglich ist, verschiedenartige Arbeit ohne das Zwischenglied der Bewertung ihrer Produkte durch die wirtschaftenden Subjekte auf einen einheitlichen Nenner zu bringen. Der Beweis, den Marx dafür zu erbringen sucht, ist mißlungen. Die Erfahrung zeigt wohl, daß die Waren ohne Rücksicht darauf, ob sie Produkte einfacher oder komplizierter Arbeit sind, in Austauschverhältnisse gesetzt werden. Doch dies wäre nur dann ein Beweis dafür, daß bestimmte Mengen einfacher Arbeit unmittelbar bestimmten Mengen komplizierter Arbeit gleichgesetzt werden, wenn es ausgemacht wäre, daß die Arbeit die Quelle des Tauschwertes ist. Das ist aber nicht nur nicht ausgemacht, sondern gerade das, was Marx mit jenen Ausführungen erst beweisen will.… Die Arbeitsrechnung müßte für die Substitution der komplizierten Arbeit durch einfache Arbeit ein willkürliches Verhältnis festsetzen, was ihre Verwendbarkeit für die Wirtschaftsführung ausschließt."
"Daß »die Ausschaltung freier Initiative und individueller Verantwortungsbereitschaft, auf denen die Erfolge privater Geschäftsführung beruhen« die schlimmste Gefahr für die gemeinwirtschaftlichen Organisationen bilden, wird nun allgemein zugegeben.Die meisten Sozialisten gleiten über dieses Problem mit Stillschweigen hinweg."
"Diese Berücksichtigung der natürlichen Bedingungen der Produktion reicht aber nur genau so weit, als sie sich in Veränderungen der gesellschaftlich notwendigen Arbeitsmenge äußert. Darüber hinaus versagt die Arbeitsrechnung. Sie läßt den Verbrauch an sachlichen Produktionsfaktoren ganz außer acht."
"Daß von gemeinwirtschaftlichen Unternehmungen kein Antrieb zu Reformen und Verbesserungen der Produktion ausgeht, daß sie sich den wechselnden Verhältnissen des Bedarfes nicht anzupassen vermögen, daß sie mit einem Wort ein totes Glied im Organismus der Volkswirtschaft darstellen, ist nun, da wir auf Jahrzehnte staats- und kommunalsozialistischer Versuche zurückzublicken in der Lage sind, allgemein anerkannt. Alle Versuche, ihnen Leben einzuhauchen, sind bis nun vergebens geblieben. Man hat gemeint, es durch Besoldungsreformen erreichen zu können. Man wollte die Leiter dieser Unternehmungen am Ertrag interessieren und dachte, daß man sie so den Leitern großer Aktiengesellschaften gleichstellen werde. Das ist ein großer Irrtum. Die Leiter der großen Aktiengesellschaften sind mit den Interessen der von ihnen verwalteten Unternehmungen in ganz anderer Weise verknüpft als dies bei öffentlichen Betrieben je der Fall sein kann. Sie sind entweder schon Besitzer eines nicht unbeträchtlichen Teiles des Aktienkapitals oder hoffen, es im Laufe der Zeit zu werden. Sie sind weiter in der Lage, durch Börsenspiel in den Werten ihres Unternehmens Gewinn zu erzielen. Sie haben die Aussicht, ihre Stelle zu vererben oder doch wenigstens ihren Erben einen Teil ihres eigenen Einflusses zu sichern. Nicht der behäbige, in seiner Denkungsart und seinem Empfinden dem öffentlichen Beamten einigermaßen ähnelnde Generaldirektor ist der Typus, dem die in Aktienform betriebenen Unternehmungen ihre Erfolge danken, vielmehr der durch Aktienbesitz interessierte Leiter und der Promoter und Faiseur, gerade jene also, die auszuschalten das Ziel aller Verstaatlichungs- und Verstadtlichungsaktionen ist."
"Dann aber haben wir eine sozialistische Wirtschaftsordnung vor uns, die im Ozean, der möglichen und denkbaren Wirtschaftskombinationen ohne die Bussole der Wirtschaftsrechnung umherfährt.Jede wirtschaftliche Veränderung wird so im sozialistischen Gemeinwesen zu einem Unternehmen, dessen Erfolg weder im vorhinein abgeschätzt noch auch später rückschauend festgestellt werden kann. Alles tappt hier im Dunkeln. Sozialismus ist Aufhebung der Rationalität der Wirtschaft."
"Wo der freie Marktverkehr fehlt, gibt es keine Preisbildung; ohne Preisbildung gibt es keine Wirtschaftsrechnung."
"Der naheliegende Einwand, daß es für den einzelnen nur sehr wenig ins Gewicht fällt, ob er selbst fleißig und eifrig ist, daß es für ihn wichtiger ist, daß alle anderen es sind, wird von ihnen entweder gar nicht oder in unzulänglicher Weise berücksichtigt. Sie glauben, auf dem kategorischen Imperativ allein das sozialistische Gemeinwesen aufbauen zu können."
"Austauschverhältnisse der Produktivgüter können sich nur auf dem Boden des Sondereigentums an den Produktionsmitteln bilden. Wenn die „Kohlengemeinschaft« an die »Eisengemeinschaft« Kohle liefert, kann sich kein Preis bilden, es wäre denn, die beiden Gemeinschaften seien Eigentümer der Produktionsmittel ihrer Betriebe. Das wäre aber keine Sozialisierung, sondern Arbeiterkapitalismus und Syndikalismus."
"Es ist eine Illusion, wenn man glaubt, man könnte die Geldrechnung in der sozialistischen Wirtschaft durch die Naturalrechnung ersetzen. Die Naturalrechnung kann in der verkehrslosen Wirtschaft immer nur die genußreifen Güter erfassen, sie versagt vollkommen bei allen Gütern höherer Ordnung. Sobald man die freie Geldpreisbildung der Güter höherer Ordnung aufgibt, hat man rationelle Produktion, überhaupt unmöglich gemacht. Jeder Schritt, der uns vom Sondereigentum an den Produktionsmitteln und vom Geldgebrauch wegführt, führt uns auch von der rationellen Wirtschaft weg.Man konnte dies übersehen, weil all das, was wir vom Sozialismus bereits um uns herum verwirklicht sehen, nur sozialistische Oasen in der bis zu einem gewissen Grade doch immerhin noch freien Wirtschaft mit Geldverkehr sind. In dem e i n e n Sinne kann der im übrigen haltlosen und nur aus agitatorischen Gründen vertretenen Behauptung der Sozialisten, daß die Verstaatlichung und Verstaatlichung von Unternehmungen noch kein Stück Sozialismus darstelle, zugestimmt werden, daß nämlich diese Betriebe in ihrer Geschäftsführung durch den sie um gebenden Wirtschaftsorganismus des freien Verkehrs soweit gestützt werden, daß die wesentliche Eigentümlichkeit sozialistischer Wirtschaft bei ihnen gar nicht zutage treten konnte. In Staats- und Gemeindebetrieben werden technische Verbesserungen durchgeführt, weil man ihre Wirkung in gleichartigen privaten Unternehmungen des In- und Auslandes beobachten kann, und weil die Privatindustrie, die die Behelfe dieser Verbesserungen erzeugt, den Anstoß zu ihrer Einführung gibt. Man kann in diesen Betrieben die Vorteile von Umgestaltungen feststellen, weil sie rings umgeben sind von einer auf dem Sondereigentum an den Produktionsmitteln und auf dem Geldverkehr beruhenden Gesellschaft, so daß sie zu rechnen und Bücher zu führen vermögen, was sozialistische Betriebe in einer rein sozialistischen Umgebung nicht könnten.Ohne Wirtschaftsrechnung keine Wirtschaft. Im sozialistischen Gemeinwesen kann es, da die Durchführung der Wirtschaftsrechnung unmöglich ist, überhaupt keine Wirtschaft in unserem Sinne geben. Im Kleinen und in nebensächlichen Einzeldingen mag auch weiterhin rationell gehandelt werden. Doch im allgemeinen könnte von rationeller Erzeugung nicht mehr gesprochen werden. Es gäbe kein Mittel, zu erkennen, was rationell ist, und so könnte die Erzeugung bewußt nicht auf Wirtschaftlichkeit eingestellt werden."
"Ueber allen der Bedarfsdeckung dienenden Handlungen wird der Befehl einer obersten Stelle walten. Doch an Stelle der Wirtschaft der anarchischen Produktionsweise wird das sinnlose Gebaren eines vernunftlosen Apparates getreten sein."
"Zwei Bedingungen sind es, die die Wertrechnung in Geld ermöglichen. Zunächst müssen nicht nur die Güter erster Ordnung, sondern auch die Güter höherer Ordnung, soweit sie von ihr erfaßt werden sollen, im Tauschverkehr stehen. … Die zweite Bedingung ist die, daß ein allgemein gebräuchliches Tauschmittel, ein Geld, in Verwendung steht, das auch im Austausch der Produktionsgüter seine Vermittlerrolle spielt."
"In dem rastlosen Getriebe dieses Prozesses fehlt aber der Wirtschaftsleitung jede Möglichkeit, sich zurecht zu finden. … Welche Möglichkeit hätte sie, zu erfahren, ob diese oder jene Erzeugungsart die vorteilhaftere ist?"
"Es mag einem zartfühlenden Gemüt peinlich scheinen, ideelle Güter gegen materielle abwägen zu müssen. Aber daran ist nicht die Geldrechnung schuld, das liegt im Wesen der Dinge."
"Doch sie kann ihn nicht auf einen einheitlichen Preisausdruck zurückführen, wie dies die freie Wirtschaft, in der alle Preise auf einen gemeinsamen Ausdruck in Geld zurückgeführt werden können, vermag.In der sozialistischen Wirtschaft, die zwar nicht notwendigerweise das Geld vollständig beseitigen muß, wohl aber den Ausdruck der Preise der Produktionsmittel (einschließlich der Arbeit) in Geld unmöglich macht, kann das Geld in der Wirtschaftsrechnung keine Rolle spielen."
"Das kaufmännische Denken und Arbeiten des Unternehmers entspringt seiner Stellung im Wirtschaftsprozeß und geht mit ihr verloren."
"Die Geldrechnung hat nur in der Wirtschaftsführung Sinn. … Die Geldrechnung versagt, wenn man sie in geschichtlichen Untersuchungen über die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse als Maßstab der Güterwelt zu verwenden sucht, sie versagt, wenn man an ihrer Hand Volksvermögen und Volkseinkommen zu schätzen sucht, wenn man mit ihr den Wert von Gütern berechnen will, die außerhalb des Tauschverkehres stehen, wie etwa, wenn man die Menschenverluste durch Auswanderung oder durch Kriege in Geld zu berechnen strebt."
"[D]ie Arbeit keine einheitliche und gleichartige Größe darstellt. Zwischen den verschiedenen Arbeitsleistungen besteht qualitativ ein Unterschied, der mit Rücksicht auf die Verschiedenheit der Gestaltung von Nachfrage und Angebot nach ihren Erzeugnissen zu verschiedener Bewertung führt. Man kann das Angebot an Bildern caeteris paribus nicht vermehren, ohne daß die Qualität des Erzeugnisses leidet. Man kann dem Arbeiter, der eine Stunde einfachster Arbeit geleistet, hat, nicht das Recht geben, das Produkt einer Stunde höher qualifizierter Arbeit zu verzehren. Es ist im sozialistischen Gemeinwesen überhaupt unmöglich zwischen der Bedeutung einer Arbeitsleistung für die Gesellschaft und ihrer Beteiligung am Ertrag des gesellschaftlichen Produktionsprozesses eine Verbindung herzustellen. Die Entlohnung der Arbeit kann hier nur willkürlich sein; auf der wirtschaftlichen Zurechnung Ertrages wie in der auf dem Privateigentum an den Produktionsmitteln beruhenden freien Verkehrswirtschaft kann man sie nicht aufbauen, da, wie wir sehen werden, die Zurechnung im sozialistischen Gemeinwesen nicht möglich ist. Die ökonomischen Tatsachen ziehen der Macht der Gesellschaft, die Entlohnung des Arbeiters nach Belieben festzusetzen, eine feste Grenze: auf keinen Fall wird die Lohnsumme auf die Dauer das gesellschaftliche Einkommen übersteigen können."
"[I]n den einzelnen wirtschaftlichen Gütern sind außer der Arbeit auch Sachkosten enthalten. Ein Erzeugnis, für welches mehr Rohstoff verwendet wurde, < --Page 93-- >kann nicht einem anderen gleichgesetzt werden, für das weniger Rohstoff gebraucht wurde."
"Die Austauschverhältnisse, die sich im Verkehre zwischen den Genossen herausbilden, können von der Leitung der Produktion und Verteilung nicht unbeachtet gelassen werden."
"Jedermann, der, im wirtschaftlichen Leben handelnd, zwischen der Befriedigung zweier Bedürfnisse, von denen nur das eine befriedigt werden kann, wählt, setzt Werturteile. …Rechnen kann man nur mit Einheiten. Eine Einheit des subjektiven Gebrauchswertes der Güter kann es aber nicht geben. Der Grenznutzen stellt keine Werteinheit dar, da bekanntlich der Wert zweier Einheiten aus einem gegebenen Vorrat nicht doppelt so groß ist als der e i n e r Einheit, sondern notwendig größer sein muß. Das Werturteil mißt nicht, es stuft ab, es skaliert."
"Wer soll genießen und was soll jeder genießen, das ist das sozialistische Verteilungsproblem."
"Welcher Grundsatz für die Zuweisung der Genußgüter an die einzelnen Genossen gewählt wird, ist für die Betrachtung der Probleme, die uns beschäftigen, ziemlich nebensächlich. Ob man dem Einzelnen nach seinen Bedürfnissen zumessen will, so daß der, der größere Bedürfnisse hat, mehr erhält als der, der kleinere hat, oder ob man die Würdigkeit des Einzelnen berücksichtigt, so daß der Bessere mehr bekommt als der Schlechtere, oder ob man in der tunlichst gleichmäßigen Verteilung das Ideal erblickt, so daß jeder möglichst die gleiche Menge erhält, oder ob man die dem Gemeinwesen geleisteten Dienste zum Maßstab der Verteilung nehmen will, so daß dem Fleißigeren mehr zukommt als dem Trägeren, immer wird die Sache so sein, daß jeder vom Gemeinwesen eine Zuweisung empfängt."
"Der subjektive, Gebrauchswert des einzelnen ist als rein individuelle Erscheinung unmittelbar mit dem subjektiven Gebrauchswert anderer Menschen nicht vergleichbar. Er wird es erst im Tauschwert, der aus dem Zusammenspiel der subjektiven Wertschätzung aller am Tauschverkehr teilnehmenden Wirte entsteht."
"Doch die Bedeutung dieser Rolle ist in der auf dem Gemeineigentum an den Produktionsmitteln beruhenden Gesellschaftsordnung eine andere als in der auf dem Sondereigentum an den Produktionsmitteln beruhenden. Sie ist hier unvergleichlich geringer, weil der Tausch in dieser Gesellschaft eine viel geringere Bedeutung hat, weil er hier überhaupt nur Konsumgüter erfaßt. Da kein Produktivgut im Tauschverkehre umgesetzt wird, wird es unmöglich, Geldpreise der Produktivgüter zu erkennen. Die Rolle, die das Geld in der freien Wirtschaft auf dem Gebiete der Produktionsrechnung spielt, kann es in der sozialistischen Gemeinschaft nicht behalten. Die Wertrechnung in Geld wird hier unmöglich."
"The East Bloc’s disastrous experience with socialism has shown the world that Mises was correct all along."
"There was no place for private ownership, nor for the market. The only method of coordinating economic activity was government command and bureaucratic allocation. The result was a prolonged crisis, marked by stagnation or decrease of production, by inflation, ecological disaster (because of wasteful use of all types of resources—energy, water, forests, etc.), by falling standards of living, and by widespread public frustration and social pathology. This crisis, coupled with political developments including the rise of organized opposition, brought about the revolutionary changes we witnessed in 1989."
"The real character of the so-called centrally planned economy is well illustrated by a quip I heard several years ago by Soviet economist Nikolai Fedorenko. He said that a fully balanced, checked, and detailed economic plan for the next year would be ready, with the help of computers, in 30,000 years. There are millions of product variants; there are hundreds of thousands of enterprises; it is necessary to make billions of decisions on inputs and outputs; the plans must relate to labor force, material supplies, wages, costs, prices, "planned profits," investments, transportation, storage, and distribution. These decisions originate from different parts of the planning hierarchy. They are, as a rule, inconsistent and contradictory to each other because they reflect the conflicting interests of different strata of bureaucracy. Because the next year's plan must be ready by next year, and not in 29,999 years, it is inevitably neither balanced nor rational. And Mises proved that without private property in the means of production, even with 30,000 years of computer time, they still couldn't make socialism work."
"Viele Sozialisten haben sich nie mit nationalökonomischen Fragen befaßt, haben es nie versucht, sich über die Bedingungen unter denen die Menschen wirtschaften, Klarheit zu verschaffen Andere wieder haben sich sehr eingehend mit der Volkswirtschaft der Vergangenheit und der Gegenwart beschäftigt und haben sich bemüht, ein System der Wirtschaft der »bürgerlichen« Gesellschaft aufzustellen. Sie schwelgten in der Kritik der ökonomischen Verhältnisse der »freien« Wirtschaft, haben es aber regelmäßig unterlassen, die ätzende Schärfe, die sie hier — nicht immer mit Erfolg — bekundet haben, auch auf die Oekonomie der angestrebten sozialistischen Gesellschaft anzuwenden. In den farbenprächtigen Schilderungen der Utopisten kommt das eigentlich Oekonomische immer zu kurz. Sie verkünden, daß in ihrem Schlaraffenland die gebratenen Tauben den Genossen in den Mund fliegen werden, aber sie unterlassen es leider zu zeigen, auf welche Weise dieses Wunder zustande kommen soll Wo sie im Oekonomischen deutlicher zu werden beginnen, leiden sie schnell Schiffbruch — man erinnere sich etwa an Proudhons Tauschbank-Phantasien —, so daß es nicht schwer fällt, ihre logischen Schnitzer aufzuzeigen."
"In der sozialistischen Gemeinschaft sind alle Produktionsmittel Eigentum des Gemeinwesens. Das Gemeinwesen allein kann über sie verfügen und ihre Verwendung in der Produktion bestimmen. Selbstredend wird das Gemeinwesen seine Befugnisse nur durch ein besonderes Organ auszuüben imstande sein, da es auf andere Weise nicht handelnd auftreten kann."
"Der Wert wird ja nicht in Geld g e m e s s e n. Auch die Preise werden nicht in Geld gemessen, sie bestehen in Geld. Das Geld ist als wirtschaftliches Gut nicht »wertstabil«, wie man bei seiner Verwendung als standard of deferred payments naiv anzunehmen pflegt. Das zwischen den Gütern und dem Gelde bestehende Austauschverhältnis ist beständigen, wenn auch in der Regel nicht allzuheftigen Schwankungen, die nicht nur von Seite der übrigen wirtschaftlichen Güter, sondern auch von Seite des Geldes herrühren, unterworfen. … Die Unzulänglichkeit der Geldrechnung des Wertes stammt zum Hauptteil nicht daher, daß in einem allgemein gebräuchlichen Tauschmittel, im Geld, gerechnet wird, sondern daher, daß es überhaupt der Tauschwert ist, der der Rechnung zugrunde gelegt wird, und nicht der subjektive Gebrauchswert. So können in die Rechnung alle jene wertbestimmenden Momente nicht eingehen, die außerhalb des Austauschverkehres stehen."
"The twentieth century has witnessed the beginning, development, and end of the most tragic experiment in human history: socialism. The experiment resulted in tremendous human losses, destruction of potentially rich economies, and colossal ecological disasters. The experiment has ended, but the devastation will affect the lives and health of generations to come."
"Die Erkenntnis der Tatsache, daß im sozialistischen Gemeinwesen rationelle Wirtschaft nicht möglich ist, kann natürlich weder für noch gegen den Sozialismus sprechen. Wer aus ethischen Gründen für den Sozialismus selbst unter der Voraussetzung einzutreten bereit ist, daß durch das Gemeineigentum an den Produktionsgütern die Versorgung der Menschen mit wirtschaftlichen Gütern erster Ordnung verringert wird, oder wer von asketischen Idealen geleitet den Sozialismus will, wird sich dadurch in seinem Bestreben nicht beeinflussen lassen. Noch weniger wird das jene Kultursozialisten abschrecken können, die wie Muckle vom Sozialismus in erster Reihe »Erlösung von der fürchterlichsten aller Barbareien: dem kapitalistischen Rationalismus« erwarten. Doch wer vom Sozialismus rationelle Wirtschaft erhofft, wird genötigt sein, seine Anschauungen einer Ueberprüfung zu unterziehen."
"Both as an expression of recognition for the great service rendered by him and as a memento of the prime importance of sound economic accounting, a statue of Professor Mises ought to occupy an honorable place in the great hall of the Ministry of Socialization or of the Central Planning Board of the socialist state."
"The distinction of having first formulated the central problem of socialist economics in such a form as to make it impossible that it should ever again disappear from the discussion belongs to the Austrian economist Professor Ludwig von Mises. In an article on Economic Calculation in a Socialist Community, which appeared in the spring of 1920, he demonstrated that the possibility of rational calculation in our present economic system was based on the fact that prices expressed in money provided the essential condition which made such reckoning possible. The essential point where Professor Mises went far beyond anything done by his predecessors was the detailed demonstration that an economic use of the available resources was only possible if this pricing was applied not only to the final product but also to all the intermediate products and factors of production, and that no other process was conceivable which would take in the same way account of all the relevant facts as did the pricing process of the competitive market."
"[M]arxistischen Schriftsteller…bringen immer nur Programme über den Weg zum Sozialismus, nicht über den Sozialismus selbst. Nur das eine können wir aus allen diesen Schriften ersehen, daß ihnen das große Problem der Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Staat in keiner Weise zum Bewußtsein gekommen ist."
"Sind einmal alle Banken in einer einzigen Bank aufgegangen, dann ist ihr Wesen ganz umgestaltet; sie sind dann in der Lage, ohne jede Beschränkung Umlaufsmittel auszugeben. Damit wird die Geldordnung, wie wir sie heute haben, von selbst beseitigt."
"Das Fehlen freier Initiative im öffentlichen Betrieb beruht nicht auf Mängeln der Organisation; es ist im Wesen dieses Betriebes begründet. Es geht nicht an, einem Beamten, und sei er noch so hoch gestellt, die freie Verfügung über Produktionsmittel zu übertragen, und zwar um so weniger, je stärker man ihn materiell am guten Ausgang seiner Tätigkeit interessiert. Denn für Verluste kann man den vermögenslosen Leiter praktisch immer nur in moralischer Weise zur Verantwortung ziehen. Der materiellen Gewinstchance stünden also lediglich moralische Verlustchancen gegenüber. Der Eigentümer hingegen trägt selbst Verantwortung, weil er den Schaden, der durch fehlgeschlagene Unternehmungen entsteht, in erster Reihe selbst zu spüren bekommt. Darin gerade liegt ja der charakteristische Unterschied zwischen liberaler und sozialistischer Produktionsweise."
"Müßte er sich nicht als Marxist die Frage vorlegen, was denn die Tätigkeit der Banken nach Aufhebung des Kapitalverhältnisses sein wird?"
"Als echter Realpolitiker denkt er nicht über die Aufgaben des nächsten Tages hinaus."
"To discover the meaning of what is called 'social justice' has been one of my chief preoccupations for more than 10 years. I have failed in this endeavour—or rather, have reached the conclusion that, with reference to a society of free men, the phrase has no meaning whatever."
"The fundamental condition from which any intelligent discussion of the order of all social activities should start is the constitutional and irremediable ignorance both of the acting persons and of the scientist studying this order, of the multiplicity of particular, concrete facts which enter this order of human activities because they are known to some of its members."
"The recognition of the insuperable limits to his knowledge ought indeed to teach the student of society a lesson of humility which should guard him against becoming an accomplice in men's fatal striving to control society—a striving which makes him not only a tyrant over his fellows, but which may well make him the destroyer of a civilization which no brain has designed but which has grown from the free efforts of millions of individuals."
"The chief point we must remember is that the great and rapid advance of the physical sciences took place in fields where it proved that explanation and prediction could be based on laws which accounted for the observed phenomena as functions of comparatively few variables—either particular facts or relative frequencies of events."
"As we advance we find more and more frequently that we can in fact ascertain only some but not all the particular circumstances which determine the outcome of a given process; and in consequence we are able to predict only some but not all the properties of the result we have to expect. Often all that we shall be able to predict will be some abstract characteristic of the pattern that will appear—relations between kinds of elements about which individually we know very little. Yet, as I am anxious to repeat, we will still achieve predictions which can be falsified and which therefore are of empirical significance.Of course, compared with the precise predictions we have learnt to expect in the physical sciences, this sort of mere pattern predictions is a second best with which one does not like to have to be content. Yet the danger of which I want to warn is precisely the belief that in order to have a claim to be accepted as scientific it is necessary to achieve more. This way lies charlatanism and worse. To act on the belief that we possess the knowledge and the power which enable us to shape the processes of society entirely to our liking, knowledge which in fact we do not possess, is likely to make us do much harm. In the physical sciences there may be little objection to trying to do the impossible; one might even feel that one ought not to discourage the over-confident because their experiments may after all produce some new insights. But in the social field the erroneous belief that the exercise of some power would have beneficial consequences is likely to lead to a new power to coerce other men being conferred on some authority. Even if such power is not in itself bad, its exercise is likely to impede the functioning of those spontaneous ordering forces by which, without understanding them, man is in fact so largely assisted in the pursuit of his aims. We are only beginning to understand on how subtle a communication system the functioning of an advanced industrial society is based—a communications system which we call the market and which turns out to be a more efficient mechanism for digesting dispersed information than any that man has deliberately designed.If man is not to do more harm than good in his efforts to improve the social order, he will have to learn that in this, as in all other fields where essential complexity of an organized kind prevails, he cannot acquire the full knowledge which would make mastery of the events possible. He will therefore have to use what knowledge he can achieve, not to shape the results as the craftsman shapes his handiwork, but rather to cultivate a growth by providing the appropriate environment, in the manner in which the gardener does this for his plants."
"Without the knowledge of such an order of the world in which we live, purposeful action would be impossible."
"[T]he confidence in the unlimited power of science is only too often based on a false belief that the scientific method consists in the application of a ready-made technique, or in imitating the form rather than the substance of scientific procedure, as if one needed only to follow some cooking recipes to solve all social problems. It sometimes almost seems as if the techniques of science were more easily learnt than the thinking that shows us what the problems are and how to approach them."