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April 10, 2026
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"Es stimmt genau, was man sagt: »Die Liebe ist verjagt und vertrieben an den entlegendsten Ort.« Wir haben von ihr nur noch den Begriff, nichts als der Name ist uns geblieben. Aber auch den haben wir so zerredet, so abgenutzt und verbraucht, dass die Todmüde sich ihres Namens nun schämt und ihr das Wort zuwider ist."
"Ein Mann, den niemand achtet, verliert dadurch seine Würde, und so zählt dieser Mann nur noch halb, auch wenn er unversehrt ist."
"Die Liebe, Königin aller Herzen, die freie und einzigartige, ist käuflich zu haben. Wie haben wir sie gezwungen, uns tributpflichtig zu sein!"
"Die fruchtbringende Liebe verschönt, wenn sie begonnen hat. Das ist der Same, den sie hat und kraft dessen sie nie vergehen wird."
"Demüthig war Tristan, / Er war züchtig, getreu und mild, / Adliger Sitten ein echtes Bild. / Er war nicht träg, nach Preis zu jagen, / Der Erste war er, ›Ich!‹ zu sagen, / Wenn rings die feige Meute schwieg. / Doch wie er freudig war zum Sieg, / Er war's für seinen König nur."
"Von Natur wird es kein Volk geben, in dem die Kriegslust schreit, solange es eine Mutter gibt."
"Die Philosophie sucht nur das Allgemeine, das Weib stets das Persönliche."
"Die Philosophie atmet ganz im Denken, das Weib lebt ganz in der Empfindung."
"Die echteste Philosophie des Weibes wird immer Religion bleiben."
"Denn auch nach Freiheit strebt das Weib, wenn nur der Meister da ist, der es führt."
"Das Weib will Propheten, weil es auch im Denken sich hingeben, das heißt glauben will."
"Träume können Empfindungen, Szenen und Bilder so eindringlich und schön gestalten wie der wache Künstler es nicht kann. (28.12.1940)"
"Das was man malt, ist dem Maler, wie das Instrument, auf dem der Musiker seine Töne streicht. (29.8.1940)"
"Je mehr Feind, je mehr Glück."
"Mönchlein, Mönchlein, du gehst jetzt einen Gang, dergleichen ich und mancher Obrist auch in der allerersten Schlachtordnung nicht getan haben. Bist Du aber der rechtlichen Meinung und deiner Sache gewiss, so fahre in Gottes Namen fort und sei getrost, Gott wird dich nicht verlassen. Mut, Mönchlein, Mut!"
"Das Wort "Lügenpresse" setzt mehr Harmlosigkeit voraus, als es in diesem Metier gibt."
"Zynismus ist das aufgeklärte falsche Bewußtsein, an dem Aufklärung zugleich erfolgreich und vergeblich gearbeitet hat."
"Gegen Maos fröhlichen Exterminismus erscheint Hitler wie ein rachitischer Briefträger."
"Er war 30 Jahre lang sozusagen das Maß aller Dinge in den Fragen des Bergsteigens, des Alpinismus. Sozusagen unser Mann im ewigen Eis. Sie waren so lange in Nepal, dass die Yetis jetzt sich schon über Sie unterhalten und sich fragen, ob es den Messner wirklich gibt!"
"Eine bleibende Kulturleistung der 68er besteht darin, dass sie die deutsche Gesellschaft in ein Kollektiv von Halbkranken umgeschaffen haben."
"Das Leben produziert einen symbolischen Überschuss, der als Weisheit, Wissen und Können in die Lebensspiele der nächsten Generation eingespeist wird."
"Bei der Basis des Systems ist es so, dass der Unterschied zwischen einem Bundeskanzler und einer Packung Frühstücksflocken viel weniger klar ist, als an der Spitze des Systems."
"Aus heutiger Sicht lag die 68er-Bewegung exakt in dem Trend, der zur Konsumgesellschaft führt. Ohne es zu ahnen, waren wir, die westdeutschen Früh-Hedonisten, die Labormäuse des totalen Konsumismus."
"Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern."
"Wenn du merkst, du hast gegessen, hast du schon zu viel gegessen."
"Das Licht des Glaubens wirft seinen erhellenden Strahl in das wirre Dunkel und zeigt, wie all die verschlungenen Pfade weisen Zwecken dienen und sämmtliche auf ein vom allweisen Schöpfer von Anfang an geplantes und gestecktes Ziel hinführen. Wunderbar sind die Wege der Vorsehung."
"Wenn Leute sich lieben, dann bleiben sie jung füreinander."
"Wahrheit ist das Sprechen einer vertrauten Seele zu einer vertrauten Seele."
"Was der Mensch fliehen will, das bringt er mit an den Ort, an den er flieht."
"Schüler wollen nicht liebenswürdig behandelt werden, sie verlangen, dass man ihnen unmittelbar alles heraussagt, was man denkt."
"Nur Religion macht ein Volk; wo die Menschen keine Religion haben, da ist nur Masse."
"In der Kunst gilt nur das Erhebende, das uns nach oben führt."
"In dem Gedanken des Werdens liegt die unerschöpfliche, immer trostreiche Besserungsmöglichkeit des Menschen."
"Hass erzeugt Hass, aber nie will der Hass sich nach dieser Wahrheit richten."
"Es gibt nur sittliche Unterschiede unter den Menschen, und jemand, der Höheres fühlt, muss Höheres leisten."
"Es gibt kein Gesetz der Sittlichkeit, sondern Gott sagt einem jeden, was er darf und was er nicht darf."
"Erst durch das Leiden erfährt der Mensch, dass er göttlichen Ursprungs ist und nicht ein Tier."
"Die Wahrheit und Einfachheit der Natur sind immer die letzten Grundlagen einer bedeutenden Kunst."
"Die Narren reden am liebsten von der Weisheit, die Schurken von der Tugend."
"Die heutige Auflösung der Menschheit muss man verstehen als ein Abwenden von Gott."
"Die Freiheit ist nicht etwas, das in den äußern Verhältnissen liegt, sie liegt in den Menschen. Wer frei sein will, der ist frei."
"Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber."
"Der Dichter will nicht belehren und nicht bessern, er will erschüttern und erheben."
"Der bedeutende Mensch unterliegt nicht der Geschichte, er hat seine unmittelbare Verbindung zu Gott in den Formen seiner Zeit."
"Der Arme soll sparsam sein, der Reiche soll ausgeben."
"Deine Mutter kennt dich, aber du kennst nicht sie."
""Wenn wir in ihr das Aufenthaltsrecht erwerben, wird die »Erschriebene Welt« der Dichter unsre »Erlesene Wirklichkeit«." – Erlesene Wirklichkeit. Essays und Lobreden von Rilke, Brecht und George bis Celan, Jandl und Ilse Aichinger. Aachen (Rimbaud) 2005, S.5. ISBN 3-89086-636-0"
""[...] wir Menschen sind Nachtwandler mitten am Tage, nur ein kleiner Kreis unsers Lebens ist zu unsrer Prüfung der freien Wahl überlassen, öfter ist es unsre höchste Tugend, dem Gesetze und dem Triebe unsres Herzens uns muthig zu überlassen, wo der Geist nicht widerspricht."
"Wie oft soll es gesagt werden, daß wir von Wundern umgeben sind in so fern wir Geistesgröße genug haben, sie zu erfassen, ob wir sie immer merken und des Moments bewust sind und gedenken, das ist gleichgültig;"
"O der Erfahrung, die uns treulich warnt und niemals retten kann."