Psychologists From Germany

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April 10, 2026

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April 10, 2026

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"Our whole tradition has trained us to think always of God as being outside the world and shaping its dead material in some form. But upon making a general survey of creation myths, we see that this type of God mirrors a rare and specific situation; it mirrors a state where consciousness has already markedly withdrawn, as an independent entity, out of the unconscious and therefore can turn toward the rest of the material as if it were its dead object. It also already shows a definite separation between subject and object; God is the subject of the creation and the world, and its material is the dead objects with which he deals. Naturally we must correct this viewpoint by putting it into its right context, namely, that the craftsman in primitive societies never imagined himself to be doing the work himself. Nowadays if you watch a carpenter or a smith, he is in a position to feel himself as a human being with independent consciousness, who has acquired from his teacher a traditional skill with which he handles dead material. He feels that his skill is a man-made possession, which he owns. If we look at the folklore and mythology of the different crafts in more primitive societies, we see that they have a much more adequate view of it. They all still have tales which show that; man never invented any craft or skill, but that it was revealed to him, that it is the Gods who produced the knowledge which man now uses if he does anything practical."

- Marie-Louise von Franz

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"Just as the mother influence is formative with a man's anima, the father has a determining influence on the animus of a daughter. The father imbues his daughter's mind with the specific coloring conferred by those indisputable views mentioned above, which in reality are so often missing in the daughter. For this reason the animus is also sometimes represented as a demon of death. A gypsy tale, for example, tells of a woman living alone who takes in an unknown handsome wanderer and lives with him in spite of the fact that a fearful dream has warned her that he is the king of the dead. Again and again she presses him to say who he is. At first he refuses to tell her, because he knows that she will then die, but she persists in her demand. Then suddenly he tells her he is death. The young woman is so frightened that she dies. Looked at from the point of view of mythology, the unknown wanderer here is clearly a pagan father and god figure, who manifests as the leader of the dead (like Hades, who carried off Persephone). He embodies a form of the animus that lures a woman away from all human relationships and especially holds her back from love with a real man. A dreamy web of thoughts, remote from life and full of wishes and judgments about how things "ought to be," prevents all contact with life. The animus appears in many myths, not only as death, but also as a bandit and murderer, for example, as the knight Bluebeard, who murdered all his wives."

- Marie-Louise von Franz

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"Das Zentrum der geistigen Selbstdisziplin als solcher ist in Zersetzung begriffen. Die Tabus, die den geistigen Rang eines Menschen ausmachen, oftmals sedimentierte Erfahrungen und unartikulierte Erkenntnisse, richten sich stets gegen eigene Regungen, die er verdammen lernte, die aber so stark sind, daß nur eine fraglose und unbefragte Instanz ihnen Einhalt gebieten kann. Was fürs Triebleben gilt, gilt fürs geistige nicht minder: der Maler und Komponist, der diese und jene Farbenzusammenstellung oder Akkordverbindung als kitschig sich untersagt, der Schriftsteller, dem sprachliche Konfigurationen als banal oder pedantisch auf die Nerven gehen, reagiert so heftig gegen sie, weil in ihm selber Schichten sind, die es dorthin lockt. Die Absage ans herrschende Unwesen der Kultur setzt voraus, daß man an diesem selber genug teilhat, um es gleichsam in den eigenen Fingern zucken zu fühlen, daß man aber zugleich aus dieser Teilhabe Kräfte zog, sie zu kündigen. Diese Kräfte, die als solche des individuellen Widerstands in Erscheinung treten, sind darum doch keineswegs selber bloß individueller Art. Das intellektuelle Gewissen, in dem sie sich zusammenfassen, hat ein gesellschaftliches Moment so gut wie das moralische Überich. Es bildet sich an einer Vorstellung von der richtigen Gesellschaft und deren Bürgern. Läßt einmal diese Vorstellung nach—und wer könnte noch blind vertrauend ihr sich überlassen—, so verliert der intellektuelle Drang nach unten seine Hemmung, und aller Unrat, den die barbarische Kultur im Individuum zurückgelassen hat, Halbbildung, sich Gehenlassen, plumpe Vertraulichkeit, Ungeschliffenheit, kommt zum Vorschein. Meist rationalisiert es sich auch noch als Humanität, als den Willen, anderen Menschen sich verständlich zu machen, als welterfahrene Verantwortlichkeit. Aber das Opfer der intellektuellen Selbstdisziplin fällt dem, der es auf sich nimmt, viel zu leicht, als daß man ihm glauben dürfte, daß es eines ist."

- Theodor Adorno

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"Für Marcel Proust.—Der Sohn wohlhabender Eltern, der, gleichgültig ob aus Talent oder Schwäche, einen sogenannten intellektuellen Beruf, als Künstler oder Gelehrter, ergreift, hat es unter denen, die den degoutanten Namen des Kollegen tragen, besonders schwer. Nicht bloß, daß ihm die Unabhängigkeit geneidet wird, daß man dem Ernst seiner Absicht mißtraut und in ihm einen heimlichen Abgesandten der etablierten Mächte vermutet. Solches Mißtrauen zeugt zwar von Ressentiment, würde aber meist seine Bestätigung finden. Jedoch die eigentlichen Widerstände liegen anderswo. Die Beschäftigung mit geistigen Dingen ist mittlerweile selber »praktisch«, zu einem Geschäft mit strenger Arbeitsteilung, mit Branchen und numerus clausus geworden. Der materiell Unabhängige, der sie aus Widerwillen gegen die Schmach des Geldverdienens wählt, wird nicht geneigt sein, das anzuerkennen. Dafür wird er bestraft. Er ist kein »professional«, rangiert in der Hierarchie der Konkurrenten als Dilettant, gleichgültig wieviel er sachlich versteht, und muß, wenn er Karriere machen will, den stursten Fachmann an entschlossener Borniertheit womöglich noch übertrumpfen. Die Suspension der Arbeitsteilung, zu der es ihn treibt, und die in einigen Grenzen seine ökonomische Lage zu verwirklichen ihn befähigt, gilt als besonders anrüchig: sie verrät die Abneigung, den von der Gesellschaft anbefohlenen Betrieb zu sanktionieren, und die auftrumpfende Kompetenz läßt solche Idiosynkrasien nicht zu. Die Departementalisierung des Geistes ist ein Mittel, diesen dort abzuschaffen, wo er nicht ex officio, im Auftrag betrieben wird. Es tut seine Dienste um so zuverlässiger, als stets derjenige, der die Arbeitsteilung kündigt—wäre es auch nur, indem seine Arbeit ihm Lust bereitet —, nach deren eigenem Maß Blößen sich gibt, die von den Momenten seiner Überlegenheit untrennbar sind. So ist für die Ordnung gesorgt: die einen müssen mitmachen, weil sie sonst nicht leben können, und die sonst leben könnten, werden draußen gehalten, weil sie nicht mitmachen wollen. Es ist, als rächte sich die Klasse, von der die unabhängigen Intellektuellen desertiert sind, indem zwangshaft ihre Forderungen dort sich durchsetzen, wo der Deserteur Zuflucht sucht."

- Theodor Adorno

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