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April 10, 2026
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"In der Improvisation liegt die Stärke. Alle entscheidenden Schläge werden mit der linken Hand geführt werden."
"Gaben müssen den Beschenkten so tief betreffen, daß er erschrickt."
"Für den Kritiker sind seine Kollegen die höhere Instanz. Nicht das Publikum. Erst recht nicht die Nachwelt."
"Es gibt nichts Ärmeres als eine Wahrheit, ausgedrückt wie sie gedacht ward."
"Einsam zu speisen macht leicht hart und roh."
"Eine Periode, die, metrisch konzipiert, nachträglich an einer einzigen Stelle im Rhythmus gestört wird, macht den schönsten Prosasatz, der sich denken läßt."
"Echte Polemik nimmt ein Buch sich so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling zurüstet."
"Die Tötung des Verbrechers kann sittlich sein – niemals ihre Legitimierung."
"Der Ausdruck der Leute, die sich in Gemäldegalerien bewegen, zeigt eine schlecht verhehlte Enttäuschung darüber, daß dort nur Bilder hängen."
"Das Werk ist die Totenmaske der Konzeption."
"Bücher und Dirnen kann man ins Bett nehmen."
"Beim Ekel vor Tieren ist die beherrschende Empfindung die Angst, in der Berührung von ihnen erkannt zu werden. Was sich tief im Menschen entsetzt, ist das dunkle Bewußtsein, in ihm sei etwas am Leben, was dem ekelerregenden Tiere so wenig fremd sei, daß es von ihm erkannt werden könne. – Aller Ekel ist ursprünglich Ekel vor dem Berühren."
"Arbeit an einer guten Prosa hat drei Stufen: eine musikalische, auf der sie komponiert, eine architektonische, auf der sie gebaut, endlich eine textile, auf der sie gewoben wird."
"Ich bin. Wir sind. Das ist genug. Nun haben wir zu beginnen. In unsere Hände ist das Leben gegeben. Für sich selber ist es längst schon leer geworden. Es taumelt sinnlos hin und her, aber wir stehen fest, und so wollen wir ihm seine Faust und seine Ziele werden."
"Ein Ende des Tunnels ist in Sicht, gewiß nicht von Palästina her, aber von Moskau; – ubi Lenin, ibi Jerusalem."
"Die meisten Menschen sind zu feig zum Bösen, zu schwach zum Guten;"
"Denken heißt Überschreiten."
""Hier wird breit gesehen. Die Zeit fault und kreißt zugleich. Der Zustand ist elend oder niederträchtig, der Weg heraus krumm. Kein Zweifel aber, sein Ende wird nicht bürgerlich sein." – Ernst Bloch, Erbschaft dieser Zeit, Suhrkamp 1973, S. 15, Vorwort zur Ausgabe 1935"
"Nazis sprechen betrügend, aber zu Menschen, die Kommunisten völlig wahr, aber nur von Sachen."
"Nur ein Atheist kann ein guter Christ sein, nur ein guter Christ kann ein Atheist sein."
"Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst."
"Nur kann der hämische Spießer die Gangart selber nicht wechseln. Gegen alles, was er nicht gewohnt ist, ist er zur Stelle, jederzeit."
"Lieber in der Gosse als auf einem Podest."
"Man kann nichts von nichts sagen. Daher kann es keine Grenze für die Zahl der Bücher geben."
"Es lohnt nicht die Mühe sich zu töten, denn man tötet sich immer zu spät."
"Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie viel mehr als einen Rechenfehler begangen: ein Attentat auf sich selbst."
"Ich möchte frei sein, aufs äußerste frei. Frei wie ein Totgeborener."
"Man kann zwar die Realität ignorieren, aber nicht die Folgen davon ignorieren."
"Es gibt keine moralische Rechtfertigung für die bösartige Lehre, dass einige Menschen das Recht hätten, andere durch Gewalt zu beherrschen. Aber solange wie Menschen glauben, dass irgendein „edler Zweck“ sie rechtfertigen könne, werden Gewalt, Blutvergießen und Kriege weitergehen."
"Der Mensch – jeder Mensch – ist ein Selbstzweck, nicht das Mittel zum Zweck für andere. Er muss für sich selbst existieren und darf weder sich selbst für andere, noch andere für sich selbst opfern."
"Ohne Maschinen und Technologie ist die Aufgabe des bloßen Überlebens eine furchtbare Qual, die Geist und Körper verzehrt. In der „Natur“ verbraucht der Kampf um Essen, Kleidung und Unterschlupf die gesamte Energie; es ist ein verlorener Kampf – der Gewinner ist jede Überschwemmung, jedes Erdbeben und jeder Heuschreckenschwarm."
"Nur für „das Nötigste“ zu arbeiten, ist ein Luxus, den die Menschheit sich nicht leisten kann."
"Wenn es wahr wäre, dass eine große Konzentration an Industrie für menschliches Leben zerstörerisch ist, würde die Lebenserwartung in den fortgeschritteneren Ländern sinken. Aber sie ist ständig gestiegen… Jeder, der heute über 30 Jahre ist, sollte dem schmierigsten und rußigsten Schornstein ein stilles „Danke schön“ sagen."
"Verstecken Sie sich nicht hinter solchen Oberflächlichkeiten, ob Sie einem Bettler einen Groschen geben sollten oder nicht. Das ist nicht die Frage. Die Frage lautet, ob Sie das Recht auf Leben haben, ohne ihm diesen Groschen zu geben. Die Frage lautet, ob Sie Ihr Leben Groschen für Groschen von ihm abkaufen müssen, von jedem Bettler, dem es einfällt, an Sie heranzutreten. Die Frage lautet, ob die Bedürftigkeit anderer der erste Schuldschein auf Ihr Leben und der moralische Zweck Ihrer Existenz ist. Die Frage lautet, ob der Mensch ein Opfertier ist. Jeder Mensch mit Selbstachtung wird sagen „Nein.“ Der Altruismus sagt „Ja.“"
"Wenn ich in einem Satz sagen sollte, was in der modernen Welt falsch läuft, würde ich sagen, dass die Welt nie zuvor so verzweifelt nach Antworten auf wichtige Fragen geschrien hat und sie nie zuvor so stur dem Glauben anhing, dass keine Antworten möglich sind."
"Die Frage, die wir heute ständig hören, lautet: Warum können Menschen zum Mond fliegen, aber nicht ihre gesellschaftlichen und politischen Probleme lösen?... Der Flug von Apollo 11 hat die Antwort offensichtlich gemacht: Weil die Menschen in Bezug auf ihre gesellschaftlichen Probleme das Mittel ablehnen, das die Mondlandung ermöglicht hat, das einzige Mittel, um überhaupt ein Problem zu lösen: die Vernunft."
"Eine der von den Dirigisten benutzten Methoden zur Zerstörung des Kapitalismus besteht darin, Kontrollen einzuführen, die eine bestimmte Industrie von Kopf bis Fuß fesseln und sie unfähig machen, ihre Probleme zu lösen und dann zu erklären, dass die Freiheit versagt habe und nun strengere Kontrollen nötig seien."
"Uns wird erzählt, dass Amerikas spektakuläre industrielle Leistungen, die in jeder Geschichtsperiode und jedem Teil des Globus unerreicht sind, nicht das Ergebnis des produktiven Schöpfergeistes freier Menschen seien, sondern der speziellen Privilegien, die ihnen von einer patriarchischen Regierung verliehen wurden. Die Tatsache, dass viel autokratischere Regierungen, die sich viel mehr Macht zur Verteilung von Privilegien herausnehmen, nirgendwo auf der Erde dieselben Resultate erreicht haben, wird von den Vertretern dieser Theorie ausgeblendet."
"Eine Regierung hat nicht das Recht, die Anwendung von körperlicher Gewalt gegen irgendjemand zu initiieren – ein Recht, das das Individuum nicht besitzt und deswegen auch nicht an irgendeine Instanz delegieren kann."
"Kein politisch-ökonomisches System der Geschichte hat je seinen Wert so deutlich bewiesen oder hat der Menschheit so enorm genutzt wie der Kapitalismus – und keines ist je so wütend, so boshaft und so blind angegriffen worden."
"„Zensur“ ist ein Begriff, der nur auf den Staat anwendbar ist. Keine Privathandlung ist Zensur. Kein Privatmensch kann einen anderen knebeln oder eine Publikation unterdrücken – nur der Staat kann das. Die Meinungsfreiheit privater Individuen beinhaltet das Recht, nicht zuzustimmen, nicht zuzuhören und nicht seine eigenen Gegner zu finanzieren."
"So etwas wie „ein Recht auf einen Arbeitsplatz“ gibt es nicht – es gibt nur das Recht auf freien Handel, d.h. das Recht, eine Stelle anzunehmen, wenn man eingestellt wird. Es gibt kein „Recht auf ein Heim“, nur das Recht auf freien Handel: das Recht, ein Haus zu bauen oder zu kaufen. Es gibt keine „Rechte“ auf einen „fairen“ Lohn oder einen „fairen“ Preis, wenn niemand ihn bezahlen will oder niemand das Produkt kaufen will. Es gibt keine „Verbraucherrechte“ auf Milch, Schuhe, Kinofilme oder Champagner, wenn niemand diese Dinge herstellen will (es gibt nur das Recht, sie selbst herzustellen). Es gibt keine "Rechte" für spezielle Gruppen, es gibt keine „Rechte der Bauern, der Arbeiter, der Unternehmer, der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber, der Alten, der Jungen, der Ungeborenen.“ Es gibt nur die Menschenrechte – Rechte, die jedes Individuum und alle Menschen als Individuen besitzen."
"Die Auffassung von freiem Wettbewerb, erzwungen durch Gesetze, ist ein grotesker Widerspruch in sich. Es bedeutet, Menschen mit vorgehaltener Waffe zu zwingen, frei zu sein. Es bedeutet, die Freiheit der Menschen durch die willkürliche Herrschaft unbefolgbarer bürokratischer Edikte zu schützen."
"Das Recht, mit anderen einer Meinung zu sein, ist in keiner Gesellschaft ein Problem; entscheidend ist das Recht, anderer Meinung zu sein."
"Zivilisation ist der Fortschritt hin zu einer Gesellschaft der Zurückgezogenheit. Des Wilden gesamte Existenz ist öffentlich, geregelt durch seine Stammesgesetze. Zivilisation ist die Entwicklung hin zur Befreiung des Menschen von seinen Mitmenschen."
"Um sagen zu können: »Ich liebe Dich«, muss man zunächst sagen können: »Ich«."
"Die Person, die alle liebt und überall zu Hause ist, ist der wahre Hasser der Menschheit. Sie erwartet nichts vom Menschen, also kann keine Form der Verderbtheit sie entrüsten."
"Stellen Sie sich vor, daß Sie Atlas sehen, den Riesen, der die Welt auf den Schultern trägt. Sie sehen ihn da stehen, Blut rinnt ihm über die Brust, seine Knie knicken ein, seine Arme zittern, versuchen aber, die Weltkugel mit letzter Kraft hochzuhalten, doch je mehr er sich müht, desto schwerer lastet die Welt auf seinen Schultern. Wenn Sie ihn so vor sich sehen: Was raten Sie ihm? Die Welt abzuwerfen."
"Jede Arbeit ist eine philosophische Tat. Wenn die Menschen lernen, schöpferische Arbeit und das, woraus sie entspringt, als Maßstab ihrer moralischen Werte zu betrachten, dann werden sie jenen Zustand der Vollkommenheit erreichen, den sie verloren haben, als sie ihr Geburtsrecht verrieten…"
"Ich schwöre bei meinem Leben und bei meiner Liebe zum Leben: Ich werde nie für andere leben, und ich werde nie von anderen verlangen, daß sie für mich leben."