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April 10, 2026
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"Ich trage meine Freiheit vors Gericht und hinter Gitter // keiner wird sie mir nehmen // selbst wenn ich verende gehĂśrt sie noch mir."
"Wir fliegen in die Zukunft, und wenn es uns das Leben kostet. Wir geben nicht auf. Wir leisten Widerstand."
"Was taugst du noch // nachdem du die Maske verloren hast // die als kalter Panzer // deine Schmerzen stillte?"
"Da unsere Literatur endlich ihren eigenen Weg der Entwicklung nehmen kann, stehen wir vor der Frage: An welcher der Weltliteraturen sollen wir uns orientieren? Auf keinen Fall an der russischen. Das steht unumstÜsslich fest. Unsere politische Einheit darf nicht mit einer literarischen verwechselt werden. Die ukrainische Dichtung muss sich so schnell wie mÜglich von der russischen Literatur und ihren Stilen befreien. ...Die russische Literatur hat nämlich jahrhundertelang auf uns gelastet, sie hat unserer Psyche eingeprägt, den sklavischen Imitator zu geben ..."
"Unter dem EinfluĂ des Buches von Dsjuba begann ich selbst ukrainisch zu sprechen. Am Anfang fiel es mir schwer, ich kannte zwar die Sprache, doch mein aktiver Wortschatz war sehr begrenzt. AuĂerdem war es sehr schwierig, weil alle russisch sprachen und ich niemanden hatte, mit dem ich mich ukrainisch unterhalten konnte. Einmal bat ich einen jungen Mann auf ukrainisch, mir ein Buch zu reichen, und hĂśrte ihn tatsächlich antworten: âKannst du denn nicht reden wie ein Mensch?â Mir stieg das Blut zu Kopf. Nun wurde ich endgĂźltig zum Ukrainer, so wie viele Sowjetjuden unter dem EinfluĂ der âantikosmopolitischenâ oder âantizionistischenââ Propaganda zu Juden werden ..."
"Ich erklärte ihm den Unterschied zwischen uns und den Russen und zeichnete eine Karte der Ukraine und ihrer Nachbarländer, damit er eine Vorstellung davon bekam, wo das Land lag; schlieĂlich klärte ich ihn auf, dass es mehr als vierzig Millionen Ukrainer gibt und dass das Land anderthalb Mal so groĂ wie Frankreich ist. Diese ganzen Fakten konnte ich herbeten, denn immer wieder musste ich Franzosen und andere Ausländer unterweisen, da sie keine Ahnung hatten, dass es dieses Land Ăźberhaupt gab."
"Zu welcher Zeit kann man sich erlauben, Pazifist zu sein? Die Ukraine befindet sich in der interessanten Situation, in der man diese Konzepte ĂźberprĂźfen kann. Aber jetzt sitze ich in meinem Studio und wir reden Ăźber Philosophie, obwohl ich den Beschuss hĂśre. Ich bin gespannt, wie es weitergeht."
"Es war wirklich unmenschlich. Die Gefangenschaft mit Folter und speziellen Zellen, die mit der Ausrßstung fßr Henker ausgestattet sind, um Menschen zu quälen. Daher ist es sehr wichtig, das auszusprechen. Ich mÜchte Sie vor diesem Problem warnen, dem die Welt gegenßberstehen kann, wenn wir es nicht zusammen stoppen. Die Russen haben kein Mitleid. Sie sind gnadenlos. Und sie wollen ganz Europa den Willen Russlands aufzwingen. Das haben sie mir gesagt, als ich in Gefangenschaft war."
"Die Antwort "Gebt uns Waffen!" auf die Frage, wie man der Ukraine helfen kĂśnne â ist nicht das, was man von einer Menschenrechtlerin erwartet, aber es ist die Wahrheit. Weil das ganze System der UNO nicht in der Lage ist, die russischen Gräueltaten aufzuhalten."
"Die Offenbarung, die Besänftigung eines fremden Schmerzes und das Verständnis dafßr ist nur durch einen eigenen Schmerz mÜglich. Durch einen eigenen schneidenden, vergessenen Schmerz, der durch die Zeit und persÜnliches Wachstum zwar schrumpft, aber niemals vergeht"
"Ich habe mich nie fßr Cancel Culture begeistert. Aber vielleicht ist ja die Execute Culture, die die Russen mehrfach an freien UkrainerINNEn praktiziert haben, etwas, das die Welt stoppen mÜchte, bevor es wieder zu spät ist."
"Statt ßber den Umgang mit der russischen Kultur zu debattieren, sollten westliche Intellektuelle darßber sprechen, wie die nächste Hingerichtete Renaissance verhindert werden kann. Fßr Ukrainer:innen ist die sowjetisch-russische Säuberung ihrer nationalen Intelligenzija in den 1930er Jahren mehr als nur Erinnerung."
"Er, der ewig vorwärts strebt â // Der Geist, stĂźrmend zum Gefecht, // Zum Gefecht fĂźr GlĂźck und Recht, â // Er ist nicht tot, er lebt!"
"ZerstÜret diesen Fels! Trotz Hitze, Glut, trotz Kälte, // Trotz Hungersqual und Durst, denn Ihr seid hier Erwählte, // Und Euch befahl dies Werk des Himmels Allmacht hehr!"
"Ich male sonnige Blumen, weil ich die Menschen liebe, ich male fĂźr die Freude und das GlĂźck der Menschen, damit alle VĂślker einander liebenm damit sie wie Blumen auf der ganzen Erde leben.."
"Ich wßnschte, ich hätte diesen Film nie machen mßssen. Ich kann die Geschichte nicht ändern. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern. Aber wir alle zusammen⌠unter euch einige der talentiertesten Menschen der Welt, wir kÜnnen dafßr sorgen, dass die Geschichte richtig aufgezeichnet wird und dass die Wahrheit die Oberhand gewinnt und dass die Menschen von Mariupol und diejenigen, die ihr Leben geopfert haben, niemals vergessen werden."
"ich habe Angst bekommen vor der Sprache, die Millionen von mehrheitlich friedlichen BĂźrgern Ăźberzeugen kann, im Recht zu sein, andere zu ermorden."
"Ich bin keine Schriftstellerin mehr und werde es vielleicht nie mehr sein kĂśnnen. WĂśrter erstarren in mir, sie sterben ab, gehen zugrunde mit jeder weiteren Rakete, die meine Welt beschieĂt und zerfetzt."
"Deine Heimat ist dort, wo deine Toten liegen. Ein schĂśner Satz, leider nicht von mir. Ich wĂźrde sagen: Deine Heimat ist dort, woher deine Traumata stammen. ."
""Ich hätte gern ein Wunder und ein bisschen Wein" (aus dem Ukrainischen von Alois Woldan)"
""Hab, Abendsonne, Dank fĂźr diesen Tag! FĂźr die Ermattung, die mich jetzt begleitet." (aus dem Ukrainischen von Alois Woldan)"
"Auf alten Fotos sind wir alle jung.// Auf alten Fotos sind auch Tote lachende Gestalten."
"Nein, nein, ich lebe! Ewig werd ich leben! // Sterben? Vielleicht sogar wär Sterben schĂśn, // Doch etwas hält mich noch am Leben fest: // Ich liebe noch, ich lernte âauf ewigâ lieben! // Ich trag im Herzen, was nicht sterben kann!"
"Ich will aber Frohsinn, nicht Beben,// Mein Lied soll im UnglĂźck ertĂśnen,"
"Gegen Leute mit Maschinengewehren helfen keine Metaphern."
"Geschichte durchdringt unser Leben."
"Der Weg der Bomben und Panzer wird immer auch von BĂźchern geebnet, und wir sind zurzeit Augenzeugen davon, wie die Wahl der LektĂźre das Schicksal von Millionen beeinflusst."
"Genossen, ich kenne den strengen Charakter der VerfĂźgungen des Genossen Trotzki und bin so tief Ăźberzeugt, in so vollkommenem MaĂe Ăźberzeugt von der Richtigkeit, ZweckmäĂigkeit und Notwendigkeit der von Genossen Trotzki im Interesse der Sache erteilten VerfĂźgung, dass ich die erteilte VerfĂźgung voll und ganz unterstĂźtze. W. Uljanow (Lenin)"
"Was eine Koalition angeht, so kann ich darĂźber nicht einmal ernstlich sprechen. Trotzki hat schon vor langer Zeit gesagt, dass eine Verbindung unmĂśglich sei. Trotzki begriff das, und von jener Zeit an hat es keinen besseren Bolschewisten gegeben."
"Worin bestehen unsere Differenzen mit Trotzki? [âŚ] Kurz er ist ein Kautskianer."
"Trotzki hat bislang in keiner ernsten Frage den Marxismus betreffend eine feste Position bezogen. Es gelingt ihm stets, in die Spalten dieser oder jener Meinungsverschiedenheit einzudringen und verlässt dann die eine Seite wieder zugunsten der anderen."
"das ist wirklich eine Meisterleistung. Da stand alles, aber auch alles drin. Unbegreiflich, wie das einer schreiben kann, der nicht in Deutschland lebt. Conclusion: Krieg oder Revolution. Ich weiĂ das nicht ... er weiĂ mehr und kann mehr, der Trotzki."
"Man muss fßr immer Schluss machen mit dem Popen- und Quäkergeschwätz ßber den heiligen Wert des menschlichen Lebens."
"Jeder Staat wird auf Gewalt gegrĂźndet."
""Jahrzehntelang bildet die oppositionelle Kritik nur das Sicherheitsventil fßr die Massenunzufriedenheit und eine Bedingung fßr die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaftsordnung:..." Leo Trotzki "Geschichte der Russischen Revolution" Teil 1"
"Von den zwÜlf Aposteln Christi war nur Judas ein Verräter. Hätte dieser aber die Macht ßbernommen, so wßrde er die elf anderen zu Verrätern erklärt haben und ebenso die ßbrigen Apostel, deren es nach Lukas siebzig gab."
"Revolutionen pflegten sich stets durch UnhĂśflichkeit auszuzeichnen; wohl deshalb, weil die herrschenden Klassen sich nicht rechtzeitig die MĂźhe gaben, das Volk an gute Manieren zu gewĂśhnen."
"Nicht jeder erbitterte KleinbĂźrger kĂśnnte ein Hitler werden, aber ein StĂźckchen Hitler steckt in jedem von ihnen."
"Nach dem Tode Lenins wurde eine komplizierte und weitverzweigte historisch-literarische Institution geschaffen zur Fälschung der Geschichte unserer Beziehungen. Die Hauptmethode besteht darin, aus der ganzen Vergangenheit nur jene Momente, wo zwischen uns beiden Differenzen auftauchten, herauszureiĂen und dann, auf einzelne polemische ĂuĂerungen, häufiger noch einfach auf direkte Empfindungen gestĂźtzt, das Bild eines ununterbrochenen Kampfes zweier 'Prinzipien' zu entwerfen."
"Es ist nicht unsere Sache, die Minister des Zaren zu stĂźrzen, sondern den Zarismus durch die Revolution zu stĂźrzen."
"Die weltpolitische Lage in ihrer Gesamtheit ist vor allem gekennzeichnet durch die historische Krise der FĂźhrung des Proletariats."
"Die strategische Aufgabe der Vierten Internationalen besteht nicht in der Reformierung, sondern im Sturz des Kapitalismus."
"Die Rache der Geschichte ist schrecklicher als die des mächtigsten Generalsekretärs. Ich wage zu glauben, dass das trÜstlich ist."
"Die Kunst und die Wissenschaft suchen nicht nur keine Lenkung, sondern kĂśnnen von ihrem Wesen her keine dulden."
"Die Gesetze der Geschichte sind stärker als die bßrokratischen Apparate."
"Der Bßrgerkrieg hat bekanntlich seine Gesetze, und sie haben noch niemals als Gesetze der Humanität gegolten."
"Die unmittelbare Aufgabe, die sich Stalin gestellt hat, ist die Zersplitterung der Partei, die Beseitigung der Opposition, die GewĂśhnung der Partei an die Methode der Hinrichtung."
"Besitz ist das Verhältnis zwischen Menschen. Er stellt eine riesige Macht dar, solange er allgemeine Anerkennung findet, die durch das Zwangssystem, das sich Recht und Staat nennt, aufrecht erhalten wird."