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April 10, 2026
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"Unter dem EinfluĂ des Buches von Dsjuba begann ich selbst ukrainisch zu sprechen. Am Anfang fiel es mir schwer, ich kannte zwar die Sprache, doch mein aktiver Wortschatz war sehr begrenzt. AuĂerdem war es sehr schwierig, weil alle russisch sprachen und ich niemanden hatte, mit dem ich mich ukrainisch unterhalten konnte. Einmal bat ich einen jungen Mann auf ukrainisch, mir ein Buch zu reichen, und hĂśrte ihn tatsächlich antworten: âKannst du denn nicht reden wie ein Mensch?â Mir stieg das Blut zu Kopf. Nun wurde ich endgĂźltig zum Ukrainer, so wie viele Sowjetjuden unter dem EinfluĂ der âantikosmopolitischenâ oder âantizionistischenââ Propaganda zu Juden werden ..."
"Langsam fing ich an zu formulieren, was ich immer noch fĂźr die grundlegende Tatsache in bezug auf Lernen halte: Alles ist einfach, wenn man es in seine Sammlung von Modellen integrieren kann. Kann man das nicht, so wird alles schrecklich schwierig."
""Da steht (nach rechts) der Feind, der sein Gift in die Wunden eines Volkes träufelt."
"Schnell wird ein Dichter alt, dann hat er ausgesungen; // Doch manche Critici! die bleiben immer Jungen."
"Pracht, Reichtum, eitle Lust kann sie uns nicht gewähren; // Was giebt die Weisheit denn? den Geist dies zu entbehren."
"Dem Kinde bot die Hand zu meiner Zeit der Mann, // Da streckte sich das Kind, und wuchs zu ihm hinan: // Jetzt kauern hin zum lieben Kindelein // Die pädagogische Männelein."
"[...] die Zahlen sind freie SchÜpfungen des menschlichen Geistes, sie dienen als ein Mittel, um die Verschiedenheit der Dinge leichter und schärfer aufzufassen."
"[...] die grĂśĂten und fruchtbarsten Fortschritte in der Mathematik und anderen Wissenschaften sind vorzugsweise durch die SchĂśpfung und EinfĂźhrung neuer Begriffe gemacht, nachdem die häufige Wiederkehr zusammengesetzter Erscheinungen, welche von den alten Begriffen nur mĂźhselig beherrscht werden, dazu gedrängt hat."
"Was beweisbar ist, soll in der Wissenschaft nicht ohne Beweis geglaubt werden."
"Das einzige Ziel der Wissenschaft [...] ist die Ehre des menschlichen Geistes."
"Es ist eine Mannigfaltigkeit und in derselben eine Transformationsgruppe gegeben; man soll die der Mannigfaltigkeit angehÜrigen Gebilde hinsichtlich solcher Eigenschaften untersuchen, die durch die Transformationen der Gruppe nicht geändert werden."
"Alle Pädagogen sind sich darin einig: man muĂ vor allem tĂźchtig Mathematik treiben, weil ihre Kenntnis fĂźrs praktische Leben den grĂśĂten direkten Nutzen gewährt."
"Die Zahlentheorie ist nĂźtzlich, weil man mit ihr promovieren kann."
"Bitte vergiĂ alles, was Du auf der Schule gelernt hast; denn Du hast es nicht gelernt."
"Der Lehrer soll die Wissenschaft vor den Augen des SchĂźlers entstehen lassen. Wie sie sich in dem Geiste des gereiften Denkers aus den ihm einwohnenden Grundvorstellungen entwickelt und gestaltet, so soll er sie, nur auf die jugendliche Fassungskraft eingerichtet, darstellen."
"Dazu kommt ein Mangel, der sich bei vielen hÜchst verständigen Menschen, namentlich bei denen semitischen Stammes findet, er [gemeint ist der jßdische Mathematiker Leopold Kronecker] besitzt nicht ausreichend Phantasie (Intuition mÜchte ich lieber sagen) und es ist wahr, ein Mathematiker, der nicht etwas Poet ist, wird nimmer ein vollkommener Mathematiker sein."
"Die Geometrie besitzt zwei groĂe Schätze: einer ist der Satz von Pythagoras, der andere die Teilung einer Strecke nach dem äuĂeren und mittleren Verhältnis. Den ersten dĂźrfen wir mit einem Scheffel Gold vergleichen; den zweiten nennen wir ein kostbares Juwel."
"Wo Materie ist, dort ist auch Geometrie."
"Kepler sagte: ÂťMein hĂśchster Wunsch ist, den Gott, den ich im ĂuĂern Ăźberall finde, auch innerlich, innerhalb meiner gleichermaĂen gewahr zu werden.ÂŤ"
"Die Himmel hab ich gemessen, jetzt mess ich die Schatten der Erde. // Himmelwärts strebte der Geist, des KÜrpers Schatten ruht hier."
"Aberglaube bringt UnglĂźck."
"Ich kann es nun einmal nicht lassen, in diesem Drama von Mathematik und Physik â die sich im Dunkeln befruchten, aber von Angesicht zu Angesicht so gerne einander verkennen und verleugnen â die Rolle des (wie ich genugsam erfuhr, oft unerwĂźnschten) Boten zu spielen."
"Im tatsächlichen Betrieb der physikalischen Forschung spielt heute die Statistik eine ebenso wichtige Rolle wie das strenge Gesetz, sie hat sich immer selbständiger gemacht, und die Versuche, sie auf das Gesetz zurßckzufßhren, sind allmählich aufgegeben worden. Halten wir uns an die Methodik, wie sie sich aus zwingenden Motiven herausgebildet hat, so mßssen wir die statitischen daher als wahrhaft ursprßngliche neben den Gesetzes-Begriffen anerkennen."
"Hiernach wird man verstehen, daĂ die meisten physikalischen Begriffe, namentlich alle diejenigen, welche die atomistische gebaute Materie betreffen (z. B. die Dichte eines Gases) keine exakten sind im Sinne einer reinen Gesetzesphysik, sondern statistische, mit einem gewissen Grad der Unbestimmtheit behaftete Mittelwerte, und die meisten der geläufigen physikalischen 'Gesetze', namentlich alle, welche die Materie betreffen, nicht als streng gĂźltige Naturgesetze, sondern als statistische RegelmäĂigkeiten aufzufassen sind."
"Tatsächlich hat nicht nur der Michelsonsche, sondern haben eine ganze Zahl weiterer Versuche, einen EinfluĂ der Erdbewegung auf kombinierte mechanisch-elektromagnetische Vorgänge festzustellen, ein negatives Ergebnis gehabt. Es wäre also die Aufgabe der Ăthermechanik, nicht nur die Maxwellschen Gesetze zu erklären, sondern auch diese merkwĂźrdige Wirkung auf die Materie, die so erfolgt, als hätte der Ăther sich ein fĂźr allemal vorgenommen: Ihr verflixten Physiker, mich sollt ihr nicht kriegen!"
"Die einzig vernĂźnftige Antwort aber auf die Frage: Wie kommt es, daĂ eine Translation im Ăther sich nicht von Ruhe unterscheiden läĂt? war die, welche Einstein gab: weil er nicht existiert! (Der Ăther ist immer eine vage Hypothese geblieben, und noch dazu eine, die sich so schlecht als mĂśglich bewährt hat.)"
"Wenn ich unglĂźcklich bin, betreibe ich Mathematik, um wieder glĂźcklich zu werden. Wenn ich glĂźcklich bin, dann betreibe ich Mathematik, um glĂźcklich zu bleiben."
""Eine Gleichung hat fĂźr mich keinen Sinn, es sei denn, sie drĂźckt einen Gedanken Gottes aus.â"
""Wir sind alle gleich geboren"
"Nichts in der weiten Welt verdient mehr âtotâ genannt zu werden als die Zahl."
"Die Starre der Zahlen ist es, welche die Exaktheit des arithmetischen Gesetzes garantiert, und so die Mathematik unter allen Wissenschaften auszeichnet."
"Die Mathematik ist ein kulturelles Phänomen unserer Zivilisation"
"Diejenigen, die sich entschlossen haben, die Physik zu ihrem Gegenstand zu machen, kann man so ziemlich in drei Gruppen einteilen. Es gab zum Beispiel solche, die den einzelnen Arten der Dinge spezifische und verborgene Eigenschaften zuordneten und meinten, daà von diesen dann das Verhalten der einzelnen KÜrper auf eine gewisse unbekannte Art und Weise abhänge. Hierauf beruht die ganze scholastische Lehre, die sich von Aristoteles und den Peripatetikern herleitet. Behaupten sie doch, die einzelnen Wirkungen wßrden von den einzelnen Naturen der KÜrper herrßhren. Woher allerdings diese Naturen stammen, lehren sie nicht; daher lehren sie ßberhaupt nichts."
"Zweifellos gibt es in Wirklichkeit nicht drei Welten, sondern nur eine, und das wahre Wesen dieser Welt kÜnnen wir gegenwärtig nicht einmal erahnen."
""Begriffe wie Geist und Psyche wären wenig nĂźtzlich, wenn der Geist keinen EinfluĂ auf den KĂśrper hätte und auch von ihm nicht beeinfluĂt werden kĂśnnte. Wäre der Geist lediglich ein âEpiphänomenâ"
"Wenn ich in den Himmel kommen sollte, erhoffe ich Aufklärung ßber zwei Dinge: Quantenelektrodynamik und Turbulenz. Was den ersten Wunsch betrifft bin ich ziemlich zuversichtlich."
""Um nirgends eine gähnende Leere zu lassen, wollen wir uns vorstellen, daà aller Orten und zu jeder Zeit etwas Wahrnehmbares vorhanden ist. Um nicht Materie oder Elektrizität zu sagen, will ich fßr dieses Etwas das Wort Substanz brauchen." Jahresberichte der Deutschen Mathematiker- Vereinigung, Leipzig, 1909. I. B. G. Teubner, Wikisource: Raum und Zeit (Minkowski)"
"âM. H.! Die Anschauungen Ăźber Raum und Zeit, die ich Ihnen entwickeln mĂśchte, sind auf experimentell-physikalischem Boden erwachsen. Darin liegt ihre Stärke. Ihre Tendenz ist eine radikale. Von StundⲠan sollen Raum fĂźr sich und Zeit fĂźr sich vĂśllig zu Schatten herabsinken und nur noch eine Art Union der beiden soll Selbständigkeit bewahren.â"
"âEs handelt sich, so kurz wie mĂśglich ausgedrĂźckt [...] darum, daĂ die Welt in Raum und Zeit in gewissem Sinne eine vierdimensionale nichteuklidische Mannigfaltigkeit ist.â"
"Aus dem Paradies, das Cantor uns geschaffen, soll uns niemand vertreiben kĂśnnen."
"Unter einer âMengeâ verstehen wir jede Zusammenfassung M von bestimmten wohlunterschiedenen Objekten m unserer Anschauung oder unseres Denkens (welche die âElementeâ von M genannt werden) zu einem Ganzen."
"In der Mathematik muss die Kunst, eine Frage zu stellen, hĂśher bewertet werden als die Kunst, diese Frage zu lĂśsen."
"[...] das Wesen der Mathematik liegt gerade in ihrer Freiheit."
"Urteilen kann als Fortschreiten von einem Gedanken zu seinem Wahrheitswerte gefasst werden"
"Einem wissenschaftlichen Schriftsteller kann kaum etwas Unerwßnschteres begegnen, als dass ihm nach Vollendung einer Arbeit eine der Grundlagen seines Baues erschßttert wird. In diese Lage wurde ich durch einen Brief des Herrn Bertrand Russell versetzt, als der Druck dieses Bandes sich seinem Ende näherte."
"Der Beweis soll nicht nur von der Wahrheit des Bewiesenen Ăźberzeugen, sondern soll auch den Zusammenhang der Wahrheiten untereinander aufdecken. Darum hat schon Euklid Wahrheiten bewiesen, die keines Beweises bedĂźrftig erscheinen, weil sie ohne dies einleuchten."
""Nichts spricht dagegen, nach Sylt zu reisen statt auf die Seychellen oder sparsamere Autos zu fahren"
""Leider verstehen sich viele Wissenschaftler zu sehr als Pastoren, die den Menschen Moralpredigten halten. Das ist auch ein Erbe der 68er-Generation, der ich ja selber angehÜre. Tatsächlich sollten wir besser leidenschaftslos die Fakten und Szenarien präsentieren"
"Die Gestirne haben durch mein Sein hienieden nichts gewonnen... ihrem Glanz wird durch meinen Tod nichts genommen und, bei meinen Ohren, noch nie vermochte wer zu sagen... warum ich gehen muss und wozu man mich kommen hieĂ."
"Vom Himmel reiĂt der Morgen das schwarze Tuch // Der Nacht, drum fĂźll mit Magierwein den Krug, // Saqi, und reib dir deine Augen wach! // Glaub mir, du schläfst dereinst noch lang genug."