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April 10, 2026
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"„Noch wäre es Zeit, Europa vor diesem Schicksal zu retten. Die Rettung heißt Pan-Europa: der politische und wirtschaftliche Zusammenschluß aller Staaten von Polen bis Portugal zu einem Staatenbunde.“"
"„Europa wurde zum Schlachtfeld der Erde. Seine reichsten Gebiete wurden verwüstet, die Blüte seiner Bevölkerung getötet. Die Gesittung verfällt, der allgemeine Haß und Neid wächst. Wenn Europa von der Geschichte nichts lernt, wird sich an ihm auch das weiter Schicksal des römisch-deutschen Reiches erfüllen. Es wird politisch und militärisch zum Schachbrett der Welt werden – Objekt der Weltpolitik, deren Subjekt es einst war.“"
"„Jedes große historische Geschehen begann als Utopie und endete als Realität.“"
"„Die Europäische Frage lautet: „Kann Europa in seiner politischen und wirtschaftlichen Zersplitterung seinen Frieden und seine Selbständigkeit den wachsenden außereuropäischen Weltmächten gegenüber waren – oder ist es gezwungen sich zur Rettung seiner Existenz zu einem Staatenbunde zu organisieren?“.“"
"Die Welt, sie wird dich schlecht begaben, glaube mir's! Sofern du willst ein Leben haben: raube dir's!."
"„Unter den sieben Todsünden ist der Neid die einzige, die überhaupt keinen Spaß macht.“"
"Seine Thesen klangen bizarr in einer Stadt, die so besonders abgebrüht ignorant war gegenüber allen Ideen, daß etwas anders sein könnte, als es war, die so besonders erstarrt erschien in ihrem Sein, daß der Satz » Wien bleibt Wien« nur deshalb als Lüge empfunden wurde, weil er zu euphemistisch klang: das Verbum »bleiben« war schon viel zu dynamisch."
"Für uns, die wir nicht Naturwissenschaftler sind, werden die Veränderungen der klassischen Physik seit wenig mehr als einem halben Jahrhundert in ihren Ursachen und Folgerungen auch künftig weitgehend undurchschaubar bleiben. ... Der Künstler ist von diesem esoterischen Bereich nebelhaft schwieriger Funktionen und Differentialgleichungen genauso wie wir anderen ausgeschlossen."
"Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten."
"Nur um der Hoffnungslosen willen ist uns die Hoffnung gegeben."
"Jede Mitteilung geistiger Inhalte ist Sprache."
""Dieser linke Radikalismus ist genau diejenige Haltung, der überhaupt keine politische Aktion mehr entspricht. Er steht links nicht von dieser oder jener Richtung, sondern ganz einfach links vom Möglichen überhaupt. Denn er hat ja von vornherein nichts anderes im Auge als in negativistischer Ruhe sich selbst zu genießen. Die Verwandlung des politischen Kampfes aus einem Zwang zur Entscheidung in einen Gegenstand des Vergnügens, aus einem Produktionsmittel in einen Konsumartikel"
"Die Maske des Erwachsenen heiĂźt 'Erfahrung'."
"Es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen, eine Nachfrage zu erzeugen, fĂĽr deren volle Befriedigung die Stunde noch nicht gekommen ist."
"Es hängt mit der Technik des Films genau wie mit der des Sports zusammen, daß jeder den Leistungen, die sie ausstellen, als halber Fachmann beiwohnt."
"Die Entschälung des Gegenstandes aus seiner Hülle, die Zertrümmerung der Aura, ist die Signatur einer Wahrnehmung, deren »Sinn für das Gleichartige in der Welt« so gewachsen ist, daß sie es mittels der Reproduktion auch dem Einmaligen abgewinnt."
"Die Einzigkeit des Kunstwerks ist identisch mit seinem Eingebettetsein in den Zusammenhang der Tradition."
"Die Art und Weise, in der die menschliche Sinneswahrnehmung sich organisiert – das Medium, in dem sie erfolgt – ist nicht nur natürlich sondern auch geschichtlich bedingt."
"Alle Bemühungen um die Ästhetisierung der Politik gipfeln in einem Punkt. Dieser eine Punkt ist der Krieg."
"In einer Liebe suchen die meisten ewige Heimat. Andere, sehr wenige aber das ewige Reisen."
"In der Improvisation liegt die Stärke. Alle entscheidenden Schläge werden mit der linken Hand geführt werden."
"Gaben mĂĽssen den Beschenkten so tief betreffen, daĂź er erschrickt."
"Für den Kritiker sind seine Kollegen die höhere Instanz. Nicht das Publikum. Erst recht nicht die Nachwelt."
"Es gibt nichts Ärmeres als eine Wahrheit, ausgedrückt wie sie gedacht ward."
"Einsam zu speisen macht leicht hart und roh."
"Eine Periode, die, metrisch konzipiert, nachträglich an einer einzigen Stelle im Rhythmus gestört wird, macht den schönsten Prosasatz, der sich denken läßt."
"Echte Polemik nimmt ein Buch sich so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling zurüstet."
"Die Tötung des Verbrechers kann sittlich sein – niemals ihre Legitimierung."
"Der Ausdruck der Leute, die sich in Gemäldegalerien bewegen, zeigt eine schlecht verhehlte Enttäuschung darüber, daß dort nur Bilder hängen."
"Das Werk ist die Totenmaske der Konzeption."
"BĂĽcher und Dirnen kann man ins Bett nehmen."
"Beim Ekel vor Tieren ist die beherrschende Empfindung die Angst, in der Berührung von ihnen erkannt zu werden. Was sich tief im Menschen entsetzt, ist das dunkle Bewußtsein, in ihm sei etwas am Leben, was dem ekelerregenden Tiere so wenig fremd sei, daß es von ihm erkannt werden könne. – Aller Ekel ist ursprünglich Ekel vor dem Berühren."
"Arbeit an einer guten Prosa hat drei Stufen: eine musikalische, auf der sie komponiert, eine architektonische, auf der sie gebaut, endlich eine textile, auf der sie gewoben wird."
"Dennoch bleiben die Leute wunderlich. Aber was soll’s, man kann ja nicht aus der Menschheit aussteigen."
"Mir haben nach der Entführung viele Leute geschildert, was man den Erpressern alles antun sollte. Ich wollte das nie hören. Ich habe es als abstoßend empfunden. Es zeigte mir, dass fremde Leute mein Schicksal zum Anlass nahmen, um ihre eigenen bösartigen Fantasien auszuleben."
""Wenn wir in ihr das Aufenthaltsrecht erwerben, wird die »Erschriebene Welt« der Dichter unsre »Erlesene Wirklichkeit«." – Erlesene Wirklichkeit. Essays und Lobreden von Rilke, Brecht und George bis Celan, Jandl und Ilse Aichinger. Aachen (Rimbaud) 2005, S.5. ISBN 3-89086-636-0"
"Wie Krankheit die Dimension des Ichs vergrößert!"
"Nichts ist geschmackloser als die ganze Selbstgefälligkeit und Zufriedenheit, die aus den Gesichtern eines neu vermählten Paares leuchtet."
"Nichts gibt mir größere Rätsel auf als Zeit und Raum. Und doch bekümmert mich nichts weniger als Zeit und Raum, weil ich nie einen Gedanken an sie verschwende."
"Leichtgläubigkeit ist eines Mannes Schwäche und eines Kindes Stärke."
"Die unbändigen und stürmischen Genüsse des Lebens sind durch keinen Hauch von Sterblichkeit getrübt."
"BĂĽcher denken fĂĽr mich."
"Reue ist Verstand, der zu spät kommt."
"Man hat nur an so viel Freude und Glück Anspruch, als man selbst gewährt."
""Ein Register ohne Buch hat mir manchmal genĂĽtzt, ein Buch ohne Register nie". Zitiert nach Ludwig Reiners: Stilkunst. MĂĽnchen 1991, S. 509. ISBN 3406349854"
"GlĂĽcklich, wer seinen Beruf erkannt hat. Er verlange nach keinem andern GlĂĽck!"
"Das, was wir den Tod nennen, ist in Wahrheit der Anfang des Lebens."