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aprile 10, 2026
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"Viele Journalisten und Recensenten sind wie die Kakadus, sie ziehen die Klaue ein, wenn sie gefĂĽttert werden, und drĂĽcken ein Auge zu, wenn sie zu trinken bekommen."
"Und wie der Dichter eher ist als der Kritiker, so müssen wir auch vieles sehen, lesen und hören, ehe wir uns einfallen lassen wollen zu urteilen."
"Und schließlich gleicht der wahre Kritiker beim Lesen eines Buches einem Hunde beim Festmahl, dessen Sinnen und Trachten einzig auf das gerichtet ist, was die Gäste fortwerfen, und der daher dort am meisten knurren wird, wo die wenigsten Knochen abfallen."
"Schnell wird ein Dichter alt, dann hat er ausgesungen; // Doch manche Critici! die bleiben immer Jungen."
"Nicht jeder Kunstrichter ist ein Genie, aber jedes Genie ist ein geborener Kunstrichter."
"Manche Kritiker und Theatermacher vergessen genau das: Der Saal muss voll sein."
"Kritiker zu sein ist ein dummer Beruf, wenn man nichts ist, was darĂĽber hinausgeht."
"Kritiker, ihr ohne FrĂĽchte, // mit den BlĂĽten taub und matt, // leicht ist nur das Verseschreiben, // wenn man nichts zu sagen hat."
"Ich habe die Überzeugung gewonnen, dass Kinder das beste und klügste Publikum sind, das man sich als Geschichtenerzähler nur wünschen kann. Kinder sind strenge, unbestechliche Kritiker."
"Für den Kritiker sind seine Kollegen die höhere Instanz. Nicht das Publikum. Erst recht nicht die Nachwelt."
"Er kann die Tinte nicht halten, und wenn es ihm ankommt, so besudelt er sich gemeiniglich am meisten."
"Ein erfolgreicher Kritiker interessiert sich nicht für das Werk, sondern will seine Sicht der Dinge in möglichst geistreichen Formulierungen loswerden."
"Die schärfsten Kritiker der Elche // waren früher selber welche."
"Die meisten unserer Kritiker sind nur deshalb Scharfrichter geworden, weil sie keine Könige werden konnten."
"Die meisten Kritiker verstehen nicht, dass die Theorie vom gerechten Krieg nichts mit Kreuzzügen zu tun hat. Wenn ich für eine heilige Sache in die Schlacht ziehe, ist alles erlaubt. Bei der Lehre vom gerechten Krieg geht es aber gerade um die Einschränkung möglicher Kriegsgründe, -zwecke und -mittel."
"Die bloĂźe Empfindung schafft nicht den Dichter, aber der bloĂźe Dichter auch nicht jene. Im ersten Irrtum ist der JĂĽngling, im zweiten der Kritiker."
"Der wahre Kritiker bleibt fĂĽr mich ein Dichter: ein Gestalter."
"Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt."
"Der Kritiker lässt den Künstler, den er nicht versteht, das fühlen. Er behandelt ihn sehr von unten herab."
"Der alte Kritiker ist sanft und gĂĽtig, der junge erbarmungslos."
"Aufrichtigkeit ist die erste Pflicht des Kritikers."