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April 10, 2026
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"Die Geschichte aller groĂen religiĂśsen Krisen beweist, daĂ diese Arten von Visionen sich mittheilen: in einer Gesellschaft, in welcher sich Menschen desselben Glaubens finden, genĂźgt es, daĂ ein Glied dieser Verbindung behauptet, etwas UebernatĂźrliches zu sehen oder zu hĂśren, damit die anderen auch sehen oder hĂśren."
"Wer mĂśchte nicht lieber krank wie Pascal sein, als gesund wie der groĂe Haufe?"
"Aber man bewahrt immer den Stempel seiner Abkunft."
"In der Moral wie in der Kunst ist Reden nichts, Thun alles."
"So wird Jesus nicht blos denen angehÜren, die sich seine Schßler nennen. Es ist die gemeinsame Ehre aller, welche ein menschliches Herz haben. Sein Ruhm besteht nicht darin, aus der Geschichte verbannt zu werden: man erzeigt ihm eine wahrere Verehrung, wenn man nachweist, daà die ganze Geschichte ohne ihn unverständlich ist."
"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen kĂśnnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden gerechte Beute solcher Machenschaften."
"Wer zuviel zweifelt, der verzweifelt."
"Wer sich des Fragens schämt, der schämt sich des Lernens."
"Wer ausgelernt sein will, der muss im Grabe liegen."
"62. Anacharsis sagte: Die Gesetze sind gleich den Spinnweben/ darinnen die kleinen Fliegen hencken bleiben / die groĂen aber hindurch rissen und darvon flĂśgen."
"48. Die Gesetze sind den Spinnweben gleich / da die kleinen Fliegen und MĂźcken innen bleiben hencken / die Wespen aber und Hornissen hindurch tringen: Also auch henckt man die kleinen Dieb/ die groĂen aber läĂt man laufen/ [...]"
"Es spielen sich eher zehne arm als einer reich."
"Es sind viele Esel, die nicht Säcke tragen."
"Eine schÜne Jungfrau trägt ihr Heiratsgut im Angesicht."
"Ein Amt ohne guten Sold macht Diebe."
"Die KomÜdie ist erfunden worden, um Fehler zu verbessern und schlechte Sitten lächerlich zu machen."
"Sogar wenn der Vogel geht, fĂźhlt man, dass er FlĂźgel hat."
"Macht hat der, der die See beherrscht. Neptuns Dreizack ist das Szepter der Welt."
"Die Republik aufzubauen bedeutet die vĂśllige ZerstĂśrung dessen, das ihr entgegensteht."
"Die Regierungskunst hat nur Monster hervorgebracht."
"Das GlĂźck ist eine neue Idee in Europa."
"Wind und Wellen sind immer auf der Seite des besseren Seefahrers."
"Die Geschichte ist nicht viel mehr als eine Aufzählung der Verbrechen, Narrheiten und Unglßcksfälle der Menschheit."
"Der Theologe kann der angenehmen Aufgabe frÜnen, die Religion zu beschreiben, wie sie in ihre ursprßngliche Reinheit bekleidet, vom Himmel herunterkam. Dem Historiker wird aber eine leidigere Aufgabe aufgezwungen. Er muss die unvermeidliche Mischung von Mängeln und Korruption entdecken, die sich während eines langen Aufenthalts auf der Erde, bei einer schwachen und entarteten Rasse von Wesen, eingesammelt hat."
"Wie Krankheit die Dimension des Ichs vergrĂśĂert!"
"Nichts ist geschmackloser als die ganze Selbstgefälligkeit und Zufriedenheit, die aus den Gesichtern eines neu vermählten Paares leuchtet."
"Nichts gibt mir grĂśĂere Rätsel auf als Zeit und Raum. Und doch bekĂźmmert mich nichts weniger als Zeit und Raum, weil ich nie einen Gedanken an sie verschwende."
"Leichtgläubigkeit ist eines Mannes Schwäche und eines Kindes Stärke."
"Die unbändigen und stßrmischen Genßsse des Lebens sind durch keinen Hauch von Sterblichkeit getrßbt."
"BĂźcher denken fĂźr mich."
"Ein Ăbel gibt es, von dem auf die Dauer die Ărzte uns immer heilen: unsere Leichtgläubigkeit."
"Die Religion ist das Krankenhaus der Seele, welche die Welt verwundet hat."
"Die Ăśffentliche Meinung ist eine Buhlerin: Man sucht ihr zu gefallen, ohne sie zu achten."
"Die Ehe ist ein Hafen im Sturm, Ăśfter aber ein Sturm im Hafen."
"Der Tod einer Mutter ist der erste Kummer, den man ohne sie beweint."
"Atheismus ist Selbstmord der Seele."
"Wenn du aber die menschlichen Dinge mit Vernunft betrachtest und auf das wirklich Gute, Lobenswerte und Bleibende siehst, dann wirst du weit davon entfernt sein, auch nur etwas von den begehrenswerten und irdischen Dingen fĂźr glĂźckselig und beneidenswert zu halten."
"Keine Leidenschaft ist fĂźr die Seele des Menschen verderblicher als der Neid, der zwar andere sehr wenig betrĂźbt, aber fĂźr den, der damit behaftet ist, das grĂśĂte, eigentlich das GrundĂźbel ist. Denn wie der Rost das Eisen, so verzehrt der Neid die Seele, die mit ihm behaftet ist."
"Der Neid ist die Betrßbnis ßber das Wohlergehen des Nächsten, daher verlassen weder Kummer noch Missmut den Neidischen."
"Der Mensch ist das MaĂ aller Dinge. Derjenigen, die sind, so wie sie sind. Derjenigen, die nicht sind, so wie sie nicht sind."
"Wir leben voller Trauer und Schmerz auf dieser Welt, mit mannigfachen Wunden wegen unserer SĂźnden."
"Und ergreift auf einmal uns das Heimweh ganz, // Dann gehen wir wie die Gefährten auch eine andere StraĂe, // Den Weg, der uns fĂźhren kann zurĂźck ins eigene Land."
"Es leben mit der MĂźhsal, die des Heimatlands entbehren."
"Es ist kein Mensch auf Erden, der es ganz sagen kĂśnnte, wie viele Wunder geschahen bei der Geburt des Herrn."
"Dies ist der andre Weg, geh diesen Weg; sei sicher, dieser fĂźhrt dich heim."
"Die Reise mahnt uns, stets im Sinn zu halten und darauf bedacht zu sein, das eigene Land zu suchen. Du weiĂt es, glaub ich, nicht: dies Land heiĂt Paradies."
"Beschäftige dich mit Dichtung: Das spornt dir deinen Geist an. Sei es schlichte Prosa: Die labt dich ohne Mßhe, oder hohe Verskunst: Sie ist der reinste Genuss."
"Fßr jede rein gleichfÜrmig sich wiederholende Bewegung, welche keine geistige Thätigkeit erfordert, wird mit der Zeit eine Maschine erfunden; dem Menschen bleibt mehr und mehr die rein geistige leitende und kßnstlerische Thätigkeit."
"Die neuen Verkehrsmittel bringen Ăźberall hin neue Concurrenz und die althergebrachten Gewerbsmethoden werden doch so schwer verlassen."
"Der aufgeklärte Despotismus will manches Gute, aber erreicht sehr Weniges."