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April 10, 2026
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"Es gibt nur sittliche Unterschiede unter den Menschen, und jemand, der HĂśheres fĂźhlt, muss HĂśheres leisten."
"Es gibt kein Gesetz der Sittlichkeit, sondern Gott sagt einem jeden, was er darf und was er nicht darf."
"Erst durch das Leiden erfährt der Mensch, dass er gÜttlichen Ursprungs ist und nicht ein Tier."
"Die Wahrheit und Einfachheit der Natur sind immer die letzten Grundlagen einer bedeutenden Kunst."
"Die Narren reden am liebsten von der Weisheit, die Schurken von der Tugend."
"Die heutige AuflĂśsung der Menschheit muss man verstehen als ein Abwenden von Gott."
"Die Freiheit ist nicht etwas, das in den äuĂern Verhältnissen liegt, sie liegt in den Menschen. Wer frei sein will, der ist frei."
"Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber."
"Der Dichter will nicht belehren und nicht bessern, er will erschĂźttern und erheben."
"Der bedeutende Mensch unterliegt nicht der Geschichte, er hat seine unmittelbare Verbindung zu Gott in den Formen seiner Zeit."
"Der Arme soll sparsam sein, der Reiche soll ausgeben."
"Deine Mutter kennt dich, aber du kennst nicht sie."
"Was Menschen zu guten Christen macht, macht sie auch zu guten StaatsbĂźrgern."
"Ich mache es mir zur Regel, den Weg nicht von Schnee zu säubern, bevor es nicht zu schneien aufgehÜrt hat."
"Gott gĂśnnt nur denen die Freiheit, die sie lieben und jederzeit bereit sind, sie zu schĂźtzen und zu verteidigen."
"Sterben ist nur ein Ăbergang aus dieser Welt in die andere, als wenn Freunde Ăźber See gehen, welche dennoch in einander fortleben. Denn Diejenigen, die im Allgegenwärtigen lieben und leben, mĂźssen nothwendig einander gegenwärtig seyn. In diesem gĂśttlichen Spiegel sehen sie sich von Angesicht zu Angesicht, und ihr Umgang ist sowohl frey als rein. Und wenn sie auch durch den Tod getrennt werden, so haben sie doch den Trost, dass ihre Freundschaft und Gesellschaft ihnen, dem besten GefĂźhle nach, beständig gegenwärtig bleibt, weil diese unsterblich ist."
"Wahrheit leidet oft mehr durch den Ăbereifer ihrer Verteidiger als durch die Argumente ihrer Gegner."
"Sei vorsichtig da, wo mehr Segel als Ballast vorhanden ist."
"Leidenschaft ist eine Art Fieber des Geistes, das uns schwächer verlässt, als es uns vorgefunden hat."
"Das Landleben ist vorzuziehen, denn dort sehen wir die Werke Gottes, aber in den Städten wenig mehr als die Werke der Menschen."
"Es ist keine Religion (oder Gesetz) hĂśher als die Wahrheit!"
"Die Kirchen haben weder das Wissen noch den Glauben, um die Welt zu retten."
"Welche Strafe ist grĂśĂer als die Wunde des Gewissens?"
"Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maĂt sich nichts Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurĂźck, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren."
"Der Umgang mit Altersgenossen ist angenehmer, der mit Ălteren sicherer."
"Deine Absicht erst gibt deinem Werke seinen Namen."
"Bei entgegengesetzten sittlichen Lebensanschauungen kann keine Freundschaft bestehen."
"Zu Alberti verhielt sich Leonardo da Vinci wie zum Anfänger der Vollender."
"Wir sind aber nicht eingeweiht in die Zwecke der ewigen Weisheit und kennen sie nicht. Dieses kecke Antizipieren eines Weltplanes fßhrt zu Irrtßmern, weil es von irrigen Prämissen ausgeht."
"Wenn der Geist sich einmal seiner selbst bewusst geworden, bildet er von sich aus seine Welt weiter."
"SprichwĂśrtlich heiĂt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groĂ."
"Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben."
"Nicht jede Zeit findet ihren groĂen Mann, und nicht jede groĂe Fähigkeit findet ihre Zeit."
"Mächtige Regierungen haben einen Widerwillen gegen das Geniale."
"Jede erfolgreiche Gewalttat ist allermindestens ein Skandal, das heiĂt, ein bĂśses Beispiel."
"Die wirkliche GrĂśĂe ist ein Mysterium."
"Die Weltreligionen sind es, welche die grĂśĂten historischen Krisen herbeifĂźhren. Sie wissen von Anfang an, dass sie Weltreligionen sind, und wollen es sein."
"Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstĂśrbaren metaphysischen BedĂźrfnisses der Menschennatur."
"Die Anschauung von einem Glßck, welches in einem Verharren, in einem bestimmten Zustande bestände, ist an sich falsch."
"Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemĂźhen."
"Der Kleinstaat ist vorhanden, damit ein Fleck auf der Welt sei, wo die grĂśĂtmĂśgliche Quote der StaatsangehĂśrigen BĂźrger im vollen Sinne sind."
"Der Geist ist die Kraft, jedes Zeitliche ideal aufzufassen."
"Das Ende vom Liede ist: Irgendwo wird die menschliche Ungleichheit wieder zu Ehren kommen. Was aber Staat und Staatsbegriff inzwischen durchmachen werden, wissen die GĂśtter."
"Das Allerseltenste aber ist bei weltgeschichtlichen Individuen die SeelengrĂśĂe."
"Auch auf das Schrecklichste, was geschehen, muss ja die Menschheit sich wieder einrichten, ihre noch heilen Kräfte herbeibringen und weiterbauen."
"Alle echte Ăberlieferung ist auf den ersten Anblick langweilig, weil und insofern sie fremdartig ist. Sie kĂźndet die Anschauungen und Interessen ihrer Zeit fĂźr ihre Zeit und kommt uns gar nicht entgegen, wärend das moderne Unechte auf uns berechnet, daher pikant und entgegenkommend gemacht ist."
"Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es fĂźr das Leben der Menschheit wĂźnschenswert, die Zukunft zu wissen."
"Und nun ist die Macht an sich bĂśse, gleichviel wer sie ausĂźbe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfĂźllbar, daher in sich unglĂźcklich und muĂ also andere unglĂźcklich machen."
"Denn der Geist hat Wandelbarkeit, aber nicht Vergänglichkeit."
"Wer dem Weibe vertraut, der vertraut auch Dieben."