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April 10, 2026
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"HĂśr zu, Maler, mal mir eine Frau // ohne Hemd, wie Gott sie schuf, // blonde Haare, der Zopf gelĂśst, // mit einem frechen BlĂźmchen auf dem Kopf."
"Herr, wenn der heilige Antonius in der Wßste // ein so anmutiges Gesicht, // mit diesem lächelnden halb geÜffneten Mßndchen gesehen hätte, // wäre er entweder auf der Stelle tot umgefallen // oder hätte mit all seinen Organen durcheinander // bestimmt auf das Paradies gepfiffen!"
"Was war ich doch fßr ein braves kirchentreues Schaf. Ich bin immer nur hinterhergelaufen und habe nur gegrast, wo es mir ausdrßcklich erlaubt war. Wie genßgsam war ich doch all diese Jahre. Das dßrftigste Futter war mir schon gut genug. Wiederkäuen war meine wichtigste Beschäftigung. Nichts als Wiederkäuen! Und was gab es da nicht alles zum Wiederkauen! Schluss damit! Ich bin kein Wiederkäuer! Kein dummes Schaf! Diese Zeiten sind vorbei."
"In der Kirche kommt es zu keiner âKlärungâ von anstehenden Fragen. Ihre Lehre steht unverrĂźckbar fest. Sie erlaubt kein Hinterfragen, sondern verlangt absolute Unterwerfung unter ihre unhaltbaren Glaubenssätze. Sie erzwingt diese Unterwerfung so rĂźcksichtslos, wie jedes andere totalitäre System in der Welt. Das viel beschworene geschwisterliche Miteinander in der Kirche gibt es nicht."
"Das Christentum ist eine Religion der Gewalt. Es steht deshalb im scharfen Gegensatz zur Gewaltlosigkeit des Jesus von Nazareth. Auch der vielfältige Einsatz auf sozialem und caritativem Gebiet ändert nichts an dieser Tatsache. Die niemals versiegende Quelle dieser Gewalt ist der Glaube an den gottgewollten Opfertod Jesu am Kreuz."
"Was mir Gott gibt, ist mir immer lieb."
"Mit dem Alter werden die meisten Menschen nicht nur alt, sondern auch närrisch."
"In dem Haus in dem du bleiben willst, sei rechtschaffen und stehle nicht."
"[âŚ] nie kann man mit einem noch so exakten Schnitt Recht und Unrecht spalten, so dass jedes Teil nur das eine oder das andere enthält."
"Daz gantze eyland muĂ ein paradeys werdenâŚ"
"Wenn die Blätter fallen, wirst du // Zum Kirchhof kommen, mein Kreuz zu suchen, // In einer kleinen Ecke wirst du es finden // Und dort werden viele Blumen wachsen."
"Komm, Nerina! Sitz // FrĂśhlich auf meinen Knien, // Und in deine Augen soll // Erregung lĂźstern flimmern."
"Du bist schĂśn Venedig, von Wellen umgeben, // ruhiger Spiegel erhabener Kunstwerke!"
"[...] Dieses Gericht macht Bologna Ehre, // Nicht ohne Grund als die Fette bekannt, // Den Menschen liebkost es, trocknet die Zähre, // Gibt Kraft seinen Muskeln wie seinem Verstand, // Und schenkt die Gelassenheit ihm des Weisen, // Schmeckt, nährt und trÜstet, daheim wie auf Reisen."
"Einen Ehemann kann man sich zulegen wie einen guten gebrauchten Schrank, den allerdings fortan kein anderer mehr benutzen soll, das SchlĂźsselchen liegt in der Schatulle."
"Wir reisen nicht nur an andere Orte, sondern vor allem reisen wir in andere Verfassungen der eigenen Seele."
"Untergänge lassen sich nicht ungeschehen machen, Untergänge wollen anerkannt sein. Sie dulden keinen Wiederaufbau, sondern sie verlangen ein vollständiges Neuerschaffen."
"Das Sonderbarste ist die Ăhnlichkeit zwischen Erlangen und Bayreuth; man erlebt ja auch, daĂ ein bildhĂźbsches Mädchen einem keineswegs berĂźckenden Bruder Ăźberraschend ähnlich sehen kann. [âŚ] FĂźr Erlangen mag man Wohlwollen aufbringen, in Bayreuth muĂ man sich verlieben."
"Der Mensch wird ja gefĂźhrt und soll sich dieser FĂźhrung getrost Ăźberlassen."
"Laà mich, Engel, nicht allein, wenn die letzte Nacht sich rÜtet. Daà den Tod das Leben tÜtet, präge jeder Ader ein. Engel, laà mich nicht allein."
"Die Feindseligkeit der Gesellschaft gegenßber der Homosexualität ist lediglich ein Sonderfall ihrer grundsätzlichen Feindseligkeit gegenßber dem adoleszenten Geist."
"Das Leben ist die Werkstatt jedes menschlichen Wesens. Wenn ein Mensch sein Leben mit intaktem kreativen LeistungsvermĂśgen Ăźbersteht, dann hat er seinen Teil dazu beigetragen, eine bessere Welt fĂźr alle Menschen zu schaffen."
"Es ist doch merkwĂźrdig, daĂ gerade diejenigen Professoren am meisten gegen die Abstammung vom Affen protestieren, die sich bezĂźglich ihrer Gehirnentwicklung am wenigsten von ihm entfernt haben."
"Unsere Vorstellung von Raum und Zeit wird ganz anders, als Kant noch vor hundert Jahren sie lehrte; das 'kritische' System des groĂen KĂśnigsberger Philosophen offenbart in dieser Beziehung, wie in der theologischen Beurteilung der organischen Welt und in seiner Metaphysik, recht erheblich dogmatische Schwächen."
""Die FrĂźchte vom Baume der Erkenntnis sind es immer Wert, daĂ man um ihretwillen das Paradies verliert! Also nur immer fortgefahren und mit äuĂerster Konsequenz in die letzte Pforte der Erkenntnis vorgedrungen."
"Die Astrophysik hat unsere Weltanschauung im groĂartigsten MaĂstabe erweitert, indem sie uns im unendlichen Weltraum Millionen von kreisenden WeltkĂśrpern nachgewisen hat, grĂśĂer als unsere Erde, und gleich dieser in beständiger Umbildung begriffen, in einem ewigen Wechsel von "Werden und Vergehen"."
"Ei wie schmeckt der Coffee sĂźĂe, lieblicher als tausend KĂźsse, milder als Muscatenwein."
"Freiheitsrechte sind Ausdruck der unantastbaren Menschenwßrde und nicht vom Staat gnädig gewährte Privilegien, die zur beliebigen Disposition stehen."
""Petrus war auch in unserm Gusto ein rechtschaffener Mann bis auf die Furchtsamkeit. Hätte er fest geglaubt, der Jesus habe Macht Ăźber Himmel, Erde und Meer, er wäre Ăźbers Meer trocknen FuĂes gewandelt, sein Zweifel machte ihn sinken."
"Petrus soll sogar Franklin, der ihm offen beichtete, daĂ er keine andere Religion habe als das Naturgesetz und die Menschenliebe, zugeflĂźstert haben: 'Komm herein und nimm Platz, wo du willst!'"
"Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Finsternis werden sie nicht ßberwältigen."
"Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fĂźrchtet und tut, was recht ist."
"Tut BuĂe und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer SĂźnden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes."
"Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen."
"Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gĂźtigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen."
"Gute Typographie ist gutem Benehmen verwandt. Und gutes Benehmen ist eine bessere Empfehlung als eine aufgeregte und laute Stimme."
""Es stimmt nicht, daĂ sich Ăźber den Geschmack streiten lieĂe, solange wir damit guten Geschmack meinen. Doch werden wir ebensowenig mit einem solchen geboren, wie wir wirkliches Kunstverständnis mit auf die Welt bringen."
"Typographie, mag sie noch so armselig sein, ist niemals selbstverständlich oder auch nur zufällig"
"Ewige Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit."
"Tausende standen an den Hängen und Pisten."
"Die Liebe ist eine Leidenschaft, die sich nichts anderem beugt, der sich hingegen alles andere unterwirft."
"Es trägt wohl mancher Alte, // Deà Herz längst nicht mehr flammt, // Im Antlitz eine Falte, // Die aus der Kindheit stammt."
""Wir Deutschen sind ja berßchtigt dafßr, daà wir immer fremde VÜlker erziehen wollen, während in unserem eigenen Lande der Faschismus zur Herrschaft kam und wir nicht genug gegen ihn gekämpft haben,"
"Die hinten verstanden die Truppe nicht mehr, als es zum Stellungskrieg kam, und die Truppe glaubte alles besser zu wissen und wollte nicht mehr gehorchen, weil sie es ist, die die Opfer bringt."
"Was aber die so nĂśtige Verbesserung der Bedingungen betrifft, so ist es hĂśchst notwendig, die Forderung der Gerechtigkeit, der GĂźte und der Vernunft vom KĂśder der Utopie freizumachen. (..) Dem erbarmungslosen Optimismus steht die barmherzige Skepsis gegenĂźber."
"â'Handle so, daĂ die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden'; oder negativ ausgedrĂźckt: 'Handle so, daĂ die Wirkungen deiner Handlung nicht zerstĂśrerisch sind fĂźr die kĂźnftige MĂśglichkeit solchen Lebens'; oder einfach: 'Gefährde nicht die Bedingungen fĂźr den indefiniten Fortbestand der Menschheit auf Erden'; oder wieder positiv gewendet: 'SchlieĂe in deine gegenwärtige Wahl die zukĂźnftige Integrität des Menschen als Mit-Gegenstand deines Wollens ein.'" S.36"
""Eben diese UngewiĂheit (..) muĂ selber in die ethische Theorie einbezogen und ihr zum AnlaĂ eines neuen Grundsatzes genommen werden (..). Es ist die Vorschrift, primitiv gesagt, daĂ der Unheilsprophezeiung mehr GehĂśr zu geben ist als der Heilsprophezeiung." S. 70"
""Obwohl kein ewiges Leben unser wartet, noch eine ewige Wiederkunft des Hier, kann uns doch Unsterblichkeit im Sinne liegen, wenn wir während unserer kurzen Spanne die bedrohten sterblichen Anliegen versehen und dem leidenden unsterblichen Gotte Helfer sind." - S. 397 zitiert in: kultur-fibel.de"
"Haltet daran fest, daĂ wie man denkt, was man denkt, was man sagt und wie man in der wechselseitigen Kommunikation Ideen verbreitet, einen Unterschied ausmacht im Gang der Dinge."
"Der Philosoph muss durchaus den Mut haben, zu sagen, Demokratie ist hĂśchst wĂźnschbar, aber kann nicht selber die unabdingbare Bedingung dafĂźr sein, daĂ ein menschliches Leben auf Erden sich lohnt."