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April 10, 2026
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"Der Mensch kann nichts wollen, wenn er nicht zunächst begriffen hat, daà er auf nichts anderes als auf sich selber zählen kann, daà er allein ist, verlassen auf der Erde inmitten seiner unendlichen Verantwortlichkeiten, ohne Hilfe noch Beistand, ohne ein anderes Ziel als das, das er sich selbst geben wird, ohne ein anderes Schicksal als das, das er sich auf dieser Erde schmieden wird."
"Morgen werden die schwarzen VĂśgel kommen."
"Mein GroĂvater [Charles Schweitzer] [...] war ein Mann des 19. Jahrhunderts, der sich, wie viele andere, Victor Hugo selbst nicht ausgeschlossen, fĂźr Victor Hugo hielt."
"Drei Uhr, das ist immer zu spät oder zu frßh fßr alles, was man machen will."
"Die HĂślle, das sind die anderen."
"Fßr uns gibt es so etwas wie die Philosophie als solche ßberhaupt nicht. Denn wie auch immer man diesen Schatten der Wissenschaft, diese graue Eminenz der Humanität, betrachten mag, sie ist nur eine hypostatierte Abstraktion. In Wirklichkeit gibt es nur Philosophien."
"Das beste bei Freud finden Sie schon bei Plato. [...] Sie täten besser daran, Spinoza zu lesen."
"Wald ist mehr als die Summe der Bäume."
"Journalismus, wenn er erfolgreich sein soll (und das kann zuallererst nur heiĂen: wenn er die Mehrzahl der Menschen erreichen soll), lässt sich nicht ohne VerkĂźrzung und Vereinfachung, Polemik und Emotion betreiben, was immer unsere puristischen Sonntagsredner dazu sagen mĂśgen."
"Es ist nicht dringlich zurzeit, den Hirsch zu schonen. Es ist dringlich zurzeit, ihn zu schieĂen. [...] Man rettet den deutschen Wald ja nicht, indem man 'Oh Tannenbaum' singt."
"Es ist an der Zeit das Rothirschgeweih als Statussymbol zu entzaubern. Wenn [...] alle Welt weiĂ, dass diese Geweihe sehr oft von halb domestizierten Krippenfressern gewonnen wurden, dann ist endlich das Schussfeld frei fĂźr die biologische Jagd."
"Einem vergifteten Fluà auch noch die seinen Lauf begleitenden ehrwßrdigen alten Häuser zu rauben, das erst nähme ihm wirklich das Leben, weil selbst in seinem Spiegel sich dann nichts Menschliches mehr regte."
"Bambi ist [...] nicht nur den Wäldern, sondern auch sich selbst zur Plage geworden. Kßmmerlinge und Seuchen sind als die sicheren Anzeichen einer zu hohen Wilddichte weit verbreitet."
"Werte, die aus der objektiven Realität herausgelÜst sind, werden subjektiv."
"Komfort, Geschäft und berufliche Sicherheit kÜnnen in einer Gesellschaft, die sich auf und gegen nukleare ZerstÜrung vorbereitet, als allgemeines Beispiel versklavender Zufriedenheit dienen."
"Der Tauschwert zählt, nicht der Wahrheitswert. In ihm faĂt sich die Rationalität des Status quo zusammen, und alle andersartige Rationalität wird ihr unterworfen."
"Die Menschen entdecken sich in ihren Waren wieder, sie finden ihre Seele in ihrem Auto, ihrem Hi-Fi Empfänger"
""Von Anbeginn an war die Freiheit des Unternehmens keineswegs ein Segen. Als die Freiheit zu arbeiten oder zu verhungern bedeutete sie fĂźr die Ăźberwiegende Mehrheit der BevĂślkerung Plackerei, Unsicherheit und Angst. Wäre das Individuum nicht mehr gezwungen, sich auf dem Markt als freies Ăśkonomisches Subjekt zu bewähren, so wäre das Verschwinden dieser Art von Freiheit eine der grĂśĂten Errungenschaften der Zivilisation."
"Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab."
""Permanenter ästhetischer Umsturz"
"Diese Gesellschaft ist insofern obszĂśn, als sie einen erstickenden Ăberfluss an Waren produziert und schamlos zur Schau stellt, während sie drauĂen ihre Opfer der Lebenschancen beraubt; obszĂśn, weil sie sich und ihre MĂźlleimer vollstopft, während sie die kärglichen Lebensmittel in den Gebieten ihrer Aggression vergiftet und niederbrennt; obszĂśn in den Worten und dem Lächeln der Politiker und Unterhalter; in ihren Gebeten, ihrer Ignoranz und in der Weisheit ihrer gehĂźteten Intellektuellen. [...] Nicht das Bild einer nackten Frau, die ihre Schamhaare entblĂśĂt, ist obszĂśn, sondern das eines Generals in vollem Wichs, der seine in einem Aggressionskrieg verdienten Orden zur Schau stellt;"
"Freiheit ist Befreiung."
"Die Beziehungen der Menschen untereinander werden zunehmend vom maschinellen ArbeitsprozeĂ vermittelt."
"Bei mir kommt immer zuerst die Melodie. Die trägt schon alles Emotionale in sich. Es bedarf fßr mich fast keines Textes. Die Musik sollte ohne Text die gleiche Wirkung haben wie mit. Der Text ist nur nochmals ein Versuch, die Botschaft der Musik abzusichern. Die Musik ist es aber, die einen durchatmen lässt."
"Wenn die Menschen aggressiver werden, liegt das auch in der Verantwortung der Politik."
"Männer kriegen keine Kinder. Männer kriegen dßnnes Haar. Männer sind auch Menschen. Männer sind etwas sonderbar."
"Haben den Regen gebogen."
"Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein GefĂźhl!"
"Das Universum sind wir."
"Du bist keine SchĂśnheit, vor Arbeit ganz grau! Liebst dich ohne Schminke; bist 'ne ehrliche Haut. Leider total verbaut."
"Was immer fßr Aufschrift die Parteien tragen, was immer fßr Schlachtruf von den Demagogen erschallt, die sie fßhren, man hat tatsächlich nur die Wahl zwischen der Plutokratie auf der einen und einer Horde lächerlicher Utopisten auf der anderen Seite."
"Unter der Demokratie besteht alle Politik aus einer Reihe dynastischer Fragen: das Ziel ist stets der Posten, nicht das Prinzip."
"Der typische Demokrat ist immer bereit, die theoretischen Segnungen der Freiheit gegen etwas einzutauschen, was er gebrauchen kann."
"Der Kapitalismus genieĂt unter der Demokratie einen Vorteil: seine Feinde sind, selbst wenn er angegriffen wird, zerstreut und schwach, und er ist gewĂśhnlich leicht imstande, die eine Hälfte gegen die andere zu bewaffnen und sich so beider zu entledigen."
"(Ăber die Wahl des US-Präsidenten) "Alle Chancen liegen bei dem Mann, der eigentlich der abwegigste und mittelmäĂigste ist"
"Wir mĂźssen die Religion des anderen respektieren, aber nur in dem Sinn und dem Umfang, wie wir auch seine Theorie respektieren, wonach seine Frau hĂźbsch und seine Kinder klug sind."
""Jeder normale Mensch muss zuweilen versucht sein, in die Hände zu spucken, die schwarze Flagge zu hissen und ein paar Kehlen aufzuschlitzen." Zitiert in einem Brief von Timothy McVeigh an Gore Vidal vom 28. Februar 1999. Abgedruckt in Gore Vidal: Die Bedeutung von Timothy McVeigh. In Gore Vidal: Ewiger Krieg fßr ewigen Frieden. Aus dem Amerikanischen ßbersetzt von Bernhard Jendricke und Barbara Steckhan. EVA Hamburg 3. Aufl. 2002 (Original "The Meaning of Timothy McVeigh", in Vanity Fair September 2001 vanityfair.com 4. Abschnitt)"
"IDEALIST. Einer, der bemerkt hat, daĂ eine Rose besser als ein Kohl riecht, und daraus folgert, daĂ sie auch eine bessere Suppe abgeben mĂźsse."
"Erklärungen gibt es und hat es seit ewigen Zeiten gegeben; stets weiĂ man fĂźr jedes menschliche Problem eine LĂśsung â sauber, einleuchtend, und falsch."
"Oder lassen sich Träume nicht wieder zu neuem Leben erwecken? Vielleicht bleiben Träume wie Menschen auf immer tot."
"Manche Menschen werden von Hähnen geweckt, andere davon, dass die Stille zu groà ist."
"Leben hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit."
"Es kann zuweilen von Vorteil sein, rßckwärts zu gehen wie der Krebs."
"Die Stille nach dem Ausbruch war ohrenbetäubend."
"Ăsterreich ist ein Labyrinth, in dem sich jeder auskennt. Helmut Qualtinger"
""In Wien muĂt' erst sterben, damit sie dich hochleben lassen. Aber dann lebst' lang", pflegte er illusionslos zu sagen."
"Wir sind die Generation ohne Bindung und ohne Tiefe. Unsere Tiefe ist der Abgrund."
"Warum? Warum ich lebe? Vielleicht aus Trotz? Aus purem Trotz."
"Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine KochtĂśpfe mehr machen â sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!"
"Was morgen ist, // auch wenn es Sorge ist, // ich sage: Ja!"