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April 10, 2026
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"Meine Bilder wĂźrden die gleiche Wirkung haben, wenn ich sie nach ihrer Vollendung, ohne sie zu zeigen, einhĂźllte und versiegelte. Es handelt sich um Manifestationen unmittelbarer Art."
"Wir wissen nun, dass die Kunst nicht die Wahrheit ist. Die Kunst ist eine Lßge, die uns erlaubt, uns der Wahrheit zu nähern, zumindest der Wahrheit, die uns verständlich ist."
"Wie kĂśnnen wir uns gegenseitig das Leben erleichtern? [...] Sehr viel GĂźte also und ein wenig Humor â das ist das Rezept."
"Hätte das Leben keinen tieferen Sinn, als unser kleiner Verstand zu fassen vermag, so lohnte es nicht, dieses Leben zu leben."
"Vieles, was nach auĂen als AnmaĂung und Hochmut erscheint, ist in Wirklichkeit Unsicherheit oder gar Angst."
"Ich habe einen berĂźhmten Psychiater gekannt, der hat die Philosophie fĂźr bloĂes Geschwätz, und einen berĂźhmten Philosophen, der hat die Chemie fĂźr eine gehobene Kochkunst gehalten."
"Solange man das Leben noch fßr unerschÜpflich und den Tod fßr eine schlechte Angewohnheit der alten Leute hält, lÜsen wir uns alle ohne jedes schmerzhafte Gefßhl von dem Bisherigen los."
"Im Gegensatz zu den abgedroschenen Melodien des intellektuellen Kanons von gestern weist Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme das angenehme Manko auf, daà sich aus ihr keine revolutionären Lehrsätze ableiten lassen. Sie verschmäht den fast immer allzu billigen Gestus der Weltverbesserer und Weltveränderer."
"Ohne zu schreiben, kann man nicht denken; jedenfalls nicht in anspruchsvoller, anschluĂfähiger Weise."
"Erziehung ist eine Zumutung, Bildung ein Angebot."
"Menschenbilder, sowas Grausliches. Also der Mensch interessiert mich nicht, wenn ich das so hart sagen darf."
"Durch Schrift wird Kommunikation aufbewahrbar, unabhängig von dem lebenden Gedächtnis von Interaktionsteilnehmern."
"Aber gerade BĂźrokratie ist bekanntlich ein System mit sehr geringer StĂśrempfindlichkeit."
"Jedes Reden wiederholt das Schweigen."
"Die 'invisible hand' hatte, schon im 17. Jahrhundert, eine Fortschrittsgarantie symbolisiert. Nachdem sie zunehmend unter Arthrose zu leiden begann, Ăźbernahm das Desiderat des wirtschaftlichen Wachstums selbst diese Funktion. [âŚ] Den Politikern und der Ăśffentlichen Meinung wird folglich suggeriert, Wirtschaftswachstum sei notwendig, sei eine Bedingung gesellschaftlicher Stabilität."
"Zu den wichtigsten latenten Funktionen der Werbung gehĂśrt es, Leute ohne Geschmack mit Geschmack zu versorgen."
"Kommunikation ist unwahrscheinlich. Sie ist unwahrscheinlich, obwohl wir sie jeden Tag erleben, praktizieren und ohne sie nicht leben wĂźrden."
"Die Kommunikation hat keinen eigenen Zweck, keine immanente Entelechie. Sie geschieht, oder geschieht nicht. Das ist alles, was man dazu sagen kann."
"Wir alle wenden so viel Zeit dafßr auf, nicht zu sagen, was wir wollen, weil wir wissen, dass wir es nicht kriegen kÜnnen. Und weil es unhÜflich wäre, illoyal, kindisch oder banal."
"Man kann sich Ăźber jeden lustig machen, der unglĂźcklich ist, man muss nur grausam genug sein."
"Ich verliebte mich in den FuĂball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plĂśtzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein wĂźrden."
"Unter dem Deckmantel der Ich-Stärkung betreiben die Analytiker in Wirklichkeit eine skandalÜse ZerstÜrung des menschlichen Wesens."
"Realitätssinn, Lustprinzip, Konkurrenzfähigkeit, permanente Herausforderung, Sex und soziale Stellung [âŚ] all dies ist nicht gerade geeignet, um in laute Hallelujas auszubrechen."
"Nichts ist dem Menschen nĂźtzlicher als der Mensch selbst."
"Eine Frau, die den Psychoanalytikern in die Hände gefallen ist, wird fßr jede Verwendung unbrauchbar, das habe ich oft festgestellt."
"Ein Leben, das einem Ziel zustrebt, läĂt wenig Platz fĂźr Erinnerungen."
"Der Wert einer Religion wird durch die Qualität der Moral bestimmt, die sie zu begrßnden vermag."
"Das Unglßck erreicht erst dann den Tiefpunkt, wenn die in greifbare Nähe gerßckte praktische MÜglichkeit des Glßcks erblickt worden ist."
""Wer sich nicht mit Politik befaĂt, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen mĂśchte, bereits vollzogen: er dient der herrschenden Partei." Tagebuch 1946"
"Wenn das Theater eingeht, ist auch der Eros eingegangen."
"Ein Schauspieler kann vielleicht dumm und groĂ sein; ein Dichter, fĂźrchte ich, kann beides nicht vereinen."
"Die Kenner, wenn sie etwa eine Zeichnung sehen, gehen von DĂźrer oder Rembrandt oder von Picasso aus; der Schaffende, gleichviel wo er selber wirkt, weiĂ um das leere Papier."
"Wie alle Männer der Tat, wenn sie einen heiklen Teil ihres Innenlebens nicht erledigen kÜnnen, stßrzte Rolf sich nicht in Grßbelei ßber sich selbst, sondern in Arbeit, in nßtzliche und sachliche Arbeit..."
"Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen."
"Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie Ăźberlebt; die Natur kennt keine Katastrophen."
"Jeder Mensch erfindet sich frßher oder später eine Geschichte, die er fßr sein Leben hält."
"Blinder als blind ist der Ăngstliche."
"Die Kunst ist der Statthalter der Utopie."
"Wirtschaftslenker sind die wahren Drahtzieher in unserer Gesellschaft, halten sich aber meist im Hintergrund und werden dadurch vom Wähler nicht als solche wahrgenommen."
"Ich habe nur die MĂśglichkeit, fĂźr das Publikum genau das zugespitzt zu formulieren, was die Leute diffus schon irgendwie geahnt haben. Im Idealfall tragen sie meine Worte nach Hause und benutzen sie."
"Wo wir lieben, gedeiht auch unser Talent."
"Willst du wissen, woraus die Menschheit besteht? Aus denen, die sich nicht um dich kĂźmmern."
"Wer liebt, hat ein groĂes Geschenk zu verwalten."
""Einen Schuss WĂźste braucht der Mensch"
"Bei Erfindungen ist der Erste immer der Dumme; den Ruhm kassiert der Zweite, und das Geschäft macht erst der Dritte."
"Der Krieg hat einen sehr langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer."
""Das Gewissen redet einzig und ständig im Modus des Schweigens." â Sein und Zeit, 1927, in: Gesamtausgabe, Band 2, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1977, § 56, S.363"
""Aus dem Spiegel-Spiel des Gerings des Ringes ereignet sich das Dingen des Dinges." â Das Ding, zit. nach Hans Joachim StĂśrig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Stuttgart: Kohlhammer 1970, S. 442"
""Warum ist Ăźberhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts? Das ist die Frage." â EinfĂźhrung in die Metaphysik, 1935, in: Gesamtausgabe, Band 40, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1983, § 1, erster Satz"
""Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst." â Brief Ăźber den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.326"