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April 10, 2026
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""Endlich ist noch bemerkenswert, dass wilde Nationen, ungebildete Menschen, Kinder eine große Vorliebe für lebhafte Farben empfinden, dass Tiere bei gewissen Farben in Zorn geraten, dass gebildete Menschen in Kleidung und sonstiger Umgebung die lebhaften Farben vermeiden und sie durchgängig von sich zu entfernen suchen." – Farbenlehre – 1. Abteilung, Anhang Pathologische Farben Satz 135"
""Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden." – Zur Farbenlehre"
""Der Wissenschaftler muss durch sein Handeln immer wieder kund tun, dass er zum humanen Teil der Menschheit gehört." – Zur Farbenlehre"
""Das Licht überliefert das Sichtbare dem Auge; das Auge überliefert's dem ganzen Menschen. Das Ohr ist stumm, der Mund ist taub; aber das Auge vernimmt und spricht. In ihm spiegelt sich von außen die Welt, von innen der Mensch. Die Totalität des Innern und Äußern wird durchs Auge vollendet." – Farbenlehre, Stuttgart (Kohlhammer) 1950-55, Erstausgabe 1810"
""Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken. Aus gleichgültigen tierischen Hilfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seinesgleichen werde, und so bildet sich das Auge am Lichte fürs Licht, damit das innere Licht dem äusseren entgegentrete." – Goethes Naturwissenschaftliche Schriften (Kürschner) „Entwurf einer Farbenlehre“, Bd. 3, S. 88"
"Das Auge ist das letzte, höchste Resultat des Lichtes auf den organischen Körper. Das Auge als ein Geschöpf des Lichtes, leistet alles, was das Licht selbst leisten kann." – Vorstudien zur Farbenlehre, "Das Auge"
""Da ein Lexikon sowie ein Kompendium einer Erfahrungswissenschaft eigentlich nur eine Sammlung des kursierenden Wahren und Falschen ist, so wird man auch von dieser Gesellschaft nichts weiter erwarten." – Zur Farbenlehre, 6. Abteilung. Achtzehntes Jahrhundert [I]: Nachlese. Aus: Naturwissenschaftliche Schriften. Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche. 28. August 1949. hg. von Ernst Beutler, Bd. 15, Zürich: Artemis, 1948 ff. S. 635"
""Wir sind nie entfernter von unsern Wünschen, als wenn wir uns einbilden, das Gewünschte zu besitzen." – Die Wahlverwandtschaften II, 5. Aus Ottiliens Tagebuche"
""Wir blicken so gern in die Zukunft, weil wir das Ungefähre, was sich in ihr hin und her bewegt, durch stille Wünsche so gern zu unsern Gunsten heranleiten möchten." – Die Wahlverwandtschaften II, 4"
""Wie schwer ist es, daß der Mensch recht abwäge, was man aufopfern muß gegen das, was zu gewinnen ist, wie schwer, den Zweck zu wollen und die Mittel nicht zu verschmähen! Viele verwechseln gar die Mittel und den Zweck, erfreuen sich an jenen, ohne diesen im Auge zu behalten." – Die Wahlverwandtschaften I, 6"
""Völlig fremde und gegeneinander gleichgültige Menschen, wenn sie eine Zeitlang zusammenleben, kehren ihr Inneres wechselseitig heraus, und es muss eine gewisse Vertraulichkeit entstehen." – Die Wahlverwandtschaften II, 13"
""Und doch ist es in manchen Fällen [...] notwendig und freundlich, lieber nichts zu schreiben, als nicht zu schreiben." – Die Wahlverwandtschaften II, 1"
""Sich mitzuteilen ist Natur; Mitgeteiltes aufzunehmen, wie es gegeben wird, ist Bildung." – Die Wahlverwandtschaften II, 4"
""Sie hatte geweint, und wenn weiche Personen dadurch meist an Anmut verlieren, so gewinnen diejenigen dadurch unendlich, die wir gewöhnlich als stark und gefaßt kennen." – Die Wahlverwandtschaften I, 11"
""Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein." – Die Wahlverwandtschaften, Hamburger Ausgabe, Bd. 6 (Romane und Novellen I), dtv Verlag, München, 1982, S. 397 (II,5), http://www.zeno.org/nid/20004855450"
""Männer sollten von Jugend auf Uniform tragen, weil sie sich gewöhnen müssen, zusammen zu handeln, sich unter ihresgleichen zu verlieren, in Masse zu gehorchen und ins Ganze zu arbeiten." – Die Wahlverwandtschaften II,7"
""Man muß nur Ein Wesen recht von Grund aus lieben, da kommen einem die übrigen alle liebenswürdig vor!" – Die Wahlverwandtschaften I, 12"
""Man erziehe die Knaben zu Dienern und die Mädchen zu Müttern, so wird es überall wohl stehen." – Die Wahlverwandtschaften II, 7"
""Jedes Übel soll an der Stelle geheilt werden, wo es zum Vorschein kommt, und man bekümmert sich nicht um jenen Punkt, wo es eigentlich seinen Ursprung nimmt, woher es wirkt." – Die Wahlverwandtschaften I, 6"
""Glücklicherweise kann der Mensch nur einen gewissen Grad des Unglücks fassen; was darüber hinausgeht, vernichtet ihn oder läßt ihn gleichgültig." – Die Wahlverwandtschaften II, 4"
""Es wandelt niemand ungestraft unter Palmen, und die Gesinnungen ändern sich gewiß in einem Lande, wo Elefanten und Tiger zu Hause sind." – Die Wahlverwandtschaften II, 7. (zeno.org), Aus Ottiliens Tagebuche"
""Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden." – Die Wahlverwandtschaften II, 4. Aus Ottiliens Tagebuche"
""Der sinnliche Mensch lacht oft, wo nichts zu lachen ist. Was ihn auch anregt, sein inneres Behagen kommt zum Vorschein." – Die Wahlverwandtschaften II, 4"
""Der Haß ist parteiisch, aber die Liebe ist es noch mehr." – Die Wahlverwandtschaften I, 13"
""Denn so ist die Liebe beschaffen, daß sie allein recht zu haben glaubt und alle anderen Rechte vor ihr verschwinden." – Die Wahlverwandtschaften I, 12"
""Das weibliche Geschlecht hegt ein eignes, inneres, unwandelbares Interesse, von dem sie nichts in der Welt abtrünnig macht, im äußern geselligen Verhältnis hingegen lassen sie sich gern und leicht durch den Mann bestimmen, der sie eben beschäftigt, und so durch Abweisen wie durch Empfänglichkeit, durch Beharren und Nachgiebigkeit führen sie eigentlich das Regiment, dem sich in der gesitteten Welt kein Mann zu entziehen wagt." – Die Wahlverwandtschaften II, 7"
""Das Betragen ist ein Spiegel, in welchem jeder sein Bild zeigt." – Die Wahlverwandtschaften II, 5. Aus Ottiliens Tagebuche"
""Was bin ich denn gegen das All?" – Wilhelm Meisters Wanderjahre"
""Verschwiegenheit fordern, ist nicht das Mittel, sie zu erlangen." – Wilhelm Meisters Wanderjahre I"
""Wer nie sein Brod mit Thränen as, // Wer nie die kummervollen Nächte // Auf seinem Bette weinend sas, // Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte." – Wilhelm Meisters Lehrjahre. Ein Roman. Band 1. 2. Buch, Dreyzehntes Capitel. S. 346, Wer nie sein Brot mit Tränen aß"
""Wer das Geld bringt, kann die Ware nach seinem Sinne verlangen." – Wilhelm Meisters Wanderjahre"
""Wenn man es genau betrachtet, so wird jede, auch nur die geringste Fähigkeit uns angeboren." – Wilhelm Meisters Lehrjahre VIII, 3"
""Was ist denn Glauben? Die Erzählung einer Begebenheit für wahr halten, was kann mir das helfen? Ich muß mir ihre Wirkungen, ihre Folgen zueignen können. Dieser zueignende Glaube muss ein eigener, dem natürlichen Menschen ungewöhnlicher Zustand des Gemüts sein. […] So nahte meine Seele dem Menschgewordenen und am Kreuz Gestorbenen, und in dem Augenblick wusste ich, was Glauben war." – Wilhelm Meisters Lehrjahre VI – Bekenntnisse einer schönen Seele"
""Was aber ist deine Pflicht? Die Forderung des Tages." – Wilhelm Meisters Wanderjahre II, Betrachtungen im Sinne der Wanderer. Kunst, Ethisches, Natur"
""Uns rührt die Erzählung jeder guten Tat, uns rührt das Anschauen jedes harmonischen Gegenstandes, wir fühlen dabei, dass wir nicht ganz in der Fremde sind, wir wähnen einer Heimat näher zu sein, nach der unser Bestes, Innerstes ungeduldig hinstrebt." – Wilhelm Meisters Lehrjahre VII,1"
""Und wenn ich dich lieb habe, was geht's dich an?" – Wilhelm Meisters Lehrjahre IV,9"
""Spricht man ja mit sich selbst nicht immer, wie man denkt." – Wilhelm Meisters Wanderjahre"
""So bleibt die eigentliche Religion ein Inneres, ja Individuelles, denn sie hat ganz allein mit dem Gewissen zu tun, dieses soll erregt, soll beschwichtigt werden." – Wilhelm Meisters Wanderjahre I,7"
""Sieht man ein Übel, so wirkt man unmittelbar darauf, d.h. man kuriert unmittelbar aufs Symptom los." – Wilhelm Meisters Wanderjahre II, Betrachtungen im Sinne der Wanderer. Kunst, Ethisches, Natur"
""Sie werden die einfache, treue Rechtlichkeit deutscher Zustände nicht verschmähen, und mir verzeihen, wenn ich nach meiner Art und Denkweise, nach Herankommen und Stellung, kein anmutigeres Bild finde, als wie sie uns der deutsche Mittelstand in seinen reinen Häuslichkeiten sehen lässt." – Wilhelm Meisters Wanderjahre I,7"
""Niemand weiß, was er tut, wenn er recht handelt; aber des Unrechten sind wir uns immer bewußt." – Wilhelm Meisters Lehrjahre VII, Neuntes Kapitel (Lehrbrief), gutenberg.spiegel.de"
""Muss denn alles schädlich sein, was gefährlich aussieht?" – Wilhelm Meisters Lehrjahre"
""Musik im besten Sinne bedarf weniger der Neuheit, ja vielmehr je älter sie ist, je gewohnter man sie ist, desto mehr wirkt sie." – Band II, Betrachtungen im Sinne der Wanderer, Kunst, Ethisches, Natur"
"" Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen." – Wilhelm Meisters Wanderjahre I, Zweites Kapitel, Der Lilienstengel"
""Hypothesen sind Wiegenlieder, womit der Lehrer seine Schüler einlullt." – Wilhelm Meisters Wanderjahre II, Betrachtungen im Sinne der Wanderer. Kunst, Ethisches, Natur"
""Handeln ist leicht, denken schwer; nach dem Gedanken handeln unbequem." – Wilhelm Meisters Lehrjahre"
""Es kann doch kein Deutscher einen Schuh zuschnallen, der es nicht von einer fremden Nation gelernt hat." – Wilhelm Meisters Lehrjahre"
""Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun." – Wilhelm Meisters Wanderjahre, Aus Makariens Archiv. http://www.zeno.org/nid/20004855604"
""Es gibt keine patriotische Kunst und keine patriotische Wissenschaft. Beide gehören, wie alles hohe Gute, der ganzen Welt an und können nur durch allgemeine freie Wechselwirkung aller zugleich Lebenden, in steter Rücksicht auf das, was uns vom Vergangenen übrig und bekannt ist, gefördert werden." – Wilhelm Meisters Wanderjahre, Aus Makariens Archiv"
""Einer neuen Wahrheit ist nichts schädlicher als ein alter Irrtum." – Wilhelm Meisters Wanderjahre, Aus Makariens Archiv"