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April 10, 2026
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"Menschen brauchen nun mal für jedes Wehwehchen einen zuständigen Gott. Die in den letzten zwei Jahrtausenden in den Himmel aufgenommenen christlichen Heiligen machen da keine Ausnahme."
"Es gibt Menschen, die leben so vorsichtig, dass sie wie neu sterben und andere, die ihr Gehirn nur zum Lesen und nie zum Denken benötigen."
"Selbstverständlich hat jede Religion ihre Geschichte, die ihr gemäßen Versprechungen von Gott, dessen Propheten und deren weise Lehrer, die gesagt haben … Die Beweise der Wahrheit gehen immer vom Zentrum der eigenen Religion aus. Das Ergebnis ist ein befangenes Denken, in dem wir von Kindheit an zu denken und zu glauben erzogen wurden; immerhin lebten und leben Generationen in der Überzeugung, daß sie die »Wahrheit« haben."
"Der unangefochtene Gläubige einer Religion ist überzeugt, daß er die »Wahrheit« hat. Das gilt nicht nur für den Christenmenschen."
"Nehmen wir an, Sie hätten einen freien Willen. Es wäre ein Wille, der von nichts abhinge: ein vollständig losgelöster, von allen ursächlichen Zusammenhängen freier Wille. Ein solcher Wille wäre ein aberwitziger, abstruser Wille. Seine Losgelöstheit nämlich würde bedeuten, dass er unabhängig wäre von ihrem Körper, ihrem Charakter, ihren Gedanken und Empfindungen, ihren Phantasien und Erinnerungen. Es wäre, mit anderen Worten, ein Wille ohne Zusammenhang mit all dem, was Sie zu einer bestimmten Person macht. In einem substantiellen Sinn des Wortes wäre er deshalb gar nicht Ihr Wille."
"Die Situation an der Universität macht mich wütend. Es geht nur noch um Geld und ‚Corporate Identity’. Diese Mentalität macht die Universität kaputt."
"Krisen sind notwendig im Leben für das Wachstum. Das ist ihre schöne Seite. Sie sind nicht nur schmerzlich und anstregend."
"Der Mensch kann sich zwar auch ohne Krisen entwickeln, wenn er hellhörig für das ist, was an ihn herantritt, sehr häufig aber schiebt er die unangenehmen Dinge von sich weg. Er hofft, dass sie ihm auf diese Weise erspart bleiben. Das kann Jahre so gehen [...], bis eine äußere Veränderung das weitere Aufschieben unmöglich macht. [...] Ihm bleibt keine andere Wahl, als hineinzugehen und Veränderungen zu vollziehen. Oder er wird krank."
"Zu wissen, woran man ist, ist oft ein grösserer Wert, als kurzfristig einen Verbündeten zu haben, der demnächst ohnehin wieder abgelöst wird"
"Wer die Weite der Freiheit nicht kennt, findet die Enge des Gefängnisses gemütlich."
"Schaue jemandem in die Augen und du begegnest ihm."
"Nicht Menschenrechte werden verletzt, sondern Menschen."
"Gewalt bringt keine Pflanze zum Wachsen. Sie reisst höchstens ihre Wurzeln aus."
"Es gibt Milliarden von Menschen. Warum gibt es so wenig Menschlichkeit?"
"Als Primitive befassten sie sich mit der Milchstraße. Als Entwickelte bevölkern sie die Einkaufsstraße."
""Wer viel weiß, weiß auch, was er nicht weiß"
"Religion kann die Evolution als Schöpfung interpretieren. Naturwissenschaftliche Erkenntnis kann Schöpfung als evolutiven Prozeß konkretisieren. Religion kann so dem Ganzen der Evolution einen Sinn zuschreiben, den die Naturwissenschaft von der Evolution nicht ablesen, bestenfalls vermuten kann."
"Kein menschliches Zusammenleben ohne ein Weltethos der Nationen; kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen; kein Friede unter den Religionen ohne Dialog unter den Religionen."
"Immer deutlicher wurde mir in den letzten Jahren, daß die eine Welt, in der wir leben, nur dann eine Chance zum Überleben hat, wenn in ihr nicht länger Räume unterschiedlicher, widersprüchlicher oder gar sich bekämpfender Ethiken existieren. Diese eine Welt braucht ein Ethos; diese eine Weltgesellschaft braucht keine Einheitsreligion und Einheitsideologie, wohl aber einige verbindende und verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele."
"Wer sich seiner Unbestechlichkeit rühmt, wartet vielleicht immer noch auf ein Angebot."
"Wer den Hafen der Ehe ansteuert, tut gut daran, erst eine Hafenrundfahrt zu buchen."
"Tierfreunde lesen am liebsten Boulevardzeitungen. Der vielen Enten wegen."
"Studentinnen, die bis zum zehnten Semester noch keinen Doktor geangelt haben, müssen ihn selber machen."
"Spaß muss sein", sagte der Spaßmacher, doch das Publikum war anderer Meinung."
"»Scherben bringen Glück«, sagte der Elefant, als er den Porzellanladen verließ."
"Prediger in leeren Kirchen trösten sich mit der besseren Akustik."
"Nichts ist so wandelbar wie die Vergangenheit."
"Manche Ärzte verstehen unter Niederlassung Herablassung."
"Kein Wein ist so sauer wie der reine, der einem eingeschenkt wird."
"Genuss ist eine Frage der Phantasie."
"Geschichte ist kurzlebig. Von Molotow ist nur der Cocktail übriggeblieben."
"Es gibt Männer, die heute noch der Rippe nachtrauern, die Adam hergeben mußte."
"Ein Geschäft wird erst dann zum Geschäft, wenn man dem Finanzamt nachweisen kann, dass es kein Geschäft war."
"Die Schweizer sind unheimlich schlagfertig, wenn man ihnen genug Zeit dafür lässt."
"Die Pille: die Hoffnung, nicht in dieselbe zu kommen."
"Der Unterschied zwischen Witwe und Strohwitwe besteht darin, dass erstere weiß, wo ihr Mann liegt."
"Computer-Muffel werden als die Analphabeten des 21. Jahrhunderts gelten."
"Charme ist die Gabe, den anderen vergessen zu lassen, wie er aussieht."
"Ausgefallenes wirkt immer komisch. Das ist das Pech der Glatzköpfe."
"Auch Krieg ist eine Form von Abrüstung."
"Atmen durch die Nase ist vor allem deshalb so gesund, weil man dabei den Mund hält."
"An der Korruption scheint einen Politiker weniger die Sache als solche als vielmehr deren Aufdeckung durch die Medien zu stören."
"Aberglaube kann mich erst dann beeindrucken, wenn einer sein dreizehntes Monatsgehalt ablehnt."
"Wer wenig Zeit, viel Ressentiment und ein schlechtes Gedächtnis hat, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, seine Memoiren zu schreiben."
"Wer ob gewissen Dinge den Verstand nicht verliert, hat keinen zu verlieren."
"Wer Kapital besitzt, braucht »Das Kapital« nicht zu lesen; und wer keines hat, wird auch durch Marx nicht zu Kapital gelangen."
"Wer es selber nicht geschafft hat, nörgelt ständig an fremdem Ruhm."
"Wenn der Computer wirklich alles kann, dann kann er mich mal. Kreuzweise."
"Warum es von Vorteil ist, Worte auf die Goldwaage zu legen? Damit man sie von Blech unterscheiden kann."
""Nullwachstum"