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April 10, 2026
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""Goethe hält durch die Macht seiner Werke die Entwicklung der deutschen Sprache wahrscheinlich zurück." – Franz Kafka, Tagebücher, 25. Dezember 1911. In: Tagebücher 1910-1923, Hrsg. Max Brod, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3436023515, gutenberg.spiegel.de"
""Johann Wolfgang von Goethe ist wirklich ein Mann, dessen Liebe kein edles Herz zu erwerben sich schämen darf. Je näher ich ihn kennenlerne, je mehr innere Güte entdecke ich an ihm." – Christian Gottlob Voigt, Brief an Gottlieb Hufeland, 1784"
""Ich hörte ihn oft behaupten: ein Kunstwerk, besonders ein Gedicht, das nichts zu erraten übrig ließe, sei kein wahres, vollwürdiges, seine höchste Bestimmung bleibe immer: zum Nachdenken aufzuregen, und nur dadurch könne es dem Beschauer oder Leser recht lieb werden, wenn es ihn zwänge, nach eigener Sinnesweise es sich auszulegen und gleichsam ergänzend nachzuschaffen." – Friedrich von Müller"
""Goethe verwirft Rauchen und Schnupfen. Wegen des Rauchens hat er Recht; ich rauche auch täglich nur ein Paar Pfeifen. Das Rauchen, sagt er, macht dumm; es macht unfähig zum Denken und Dichten. Es ist auch nur für Müßiggänger, für Menschen, die Langeweile haben, die ein Drittteil des Lebens verschlafen, ein Drittteil mit Essen, Trinken und anderen notwendigen oder überflüssigen Dingen hindudeln, und alsdann nicht wissen, obgleich sie immer vita brevis sagen, was sie mit dem letzten Drittteil anfangen sollen. Für solche faulen Türken ist der liebevolle Verkehr mit den Pfeifen und der behagliche Anblick der Dampfwolke, die sie in die Luft blasen, eine geistvolle Unterhaltung, weil sie ihnen über die Stunden hinweghilft. Zum Rauchen gehört auch das Biertrinken, damit der erhitzte Gaumen wieder abgekühlt werden. Das Bier macht das Blut dick und verstärkt zugleich die Berauschung durch den narkotischen Tabaksdampf. So werden die Nerven abgestumpft und das Blut bis zur Stockung verdickt. Wenn es so fortgehen sollte, wie es den Anschein hat, so wird man nach zwei oder drei Menschenaltern schon sehen, was diese Bierbäuche und Schmauchlümmel aus Deutschland gemacht haben. An der Geistlosigkeit, Verkrüppelung und Armseligkeit unserer Literatur wird man es zuerst bemerken, und jene Gesellen werden dennoch diese Misere höchlich bewundern. Und was kostet der Greuel. Schon jetzt gehen 25 Millionen Taler in Deutschland in Tabaksrauch auf. Die Summe kann auf 40, 50, 60 Millionen steigen. Und kein Hungriger wird gesättigt und kein Nackter gekleidet. Was könnte mit dem Gelde geschehen! Aber es liegt auch in dem Rauchen eine arge Unhöflichkeit, eine impertinente Ungeselligkeit. Die Raucher verpesten die Luft weit und breit und ersticken jeden honneten Menschen, der nicht zu seiner Verteidigung zu rauchen vermag. Wer ist denn im Stande, in das Zimmer eines Rauchers zu treten, ohne Übelkeit zu empfinden? Wer kann darin verweilen, ohne umzukommen?" – Heinrich Luden, Rückblicke in mein Leben"
""Französische Revolution, Fichtes Wissenschaftslehre und Goethes Wilhelm Meister sind die größten Tendenzen der Zeit." – Friedrich Schlegel"
"Es hat mich ergriffen, daß es für diesen Großen unter den geistig Schaffenden keine Arbeit gab, die er unter seiner Würde hielt, keine praktische Beschäftigung, von der er sagte, daß andere nach ihrer Gabe und Bestimmung sie besser tun könnten als er, sondern daß er darauf aus war, die Einheit seiner Persönlichkeit in dem Nebeneinander von praktischem Tun und geistigem Gestalten zu verwirklichen."
""Die Deutschen haben die Manie, sämtliche Völker erlösen zu wollen. Parzival mit dem Maschinengewehr. Man fragt sich nur, wieso Goethe in diesem Lande existieren konnte." – Walter Hasenclever. Die Rechtlosen. Roman. in: Gedichte, Dramen, Prosa. Hrsg. Kurt Pinthus. Rowohlt Reinbek 1963. Seite 405"
"Der Kaiser winkt mir heranzukommen. Ich bleibe in schicklicher Entfernung vor ihm stehen. Nachdem er mich aufmerksam angeblickt, sagte er: vous êtes un homme." – Johann Wolfgang von Goethe: Unterredung mit Napoleon. 1808. Skizze. In: Goethe's nachgelassene Werke, Zwanzigster Band, J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart/Tübingen 1842, S. 277, Google Books. Das Gespräch mit Kaiser Napoléon Bonaparte fand am 2. Oktober 1808 im Rahmen des Erfurter Fürstenkongresses statt. Napoléons französischer Ausruf kann übersetzt werden als: "Ihr seid ein Kerl."
""Goethe hat schon gesagt, wenn man nicht vorhat, wenigstens eine Million Bücher zu verkaufen, sollte man gar nicht erst anfangen zu schreiben." – Hape Kerkeling im Interview mit Rebecca Spilker, „Diktatoren sind humorlos, aber sind sie dumm?“ In: Die Tageszeitung, 4. Dezember 2024"
"Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren."
"Eines Morgens wachst Du nicht mehr auf, // die Vögel aber singen, wie sie gestern sangen. // Nichts ändert diesen Tagesablauf. // Nur Du bist fortgegangen. // Du bist nun frei, und unsere Tränen wünschen Dir Glück."
"An unmöglichen Dingen soll man selten verzweiflen, an schweren nie. Card. Buon."
""Zwischen der Wieg und dem Sarg wir schwanken und schweben // Auf dem großen Kanal sorglos durchs Leben dahin." – Venezianische Epigramme 8"
""Zerronnen // Wie gewonnen." – Reineke Fuchs 1, 160f"
""Worte sind des Dichters Waffen." – Deutscher Parnass"
""Wo die Geselligkeit Unterhaltung findet, ist sie zu Hause." – Tag- und Jahreshefte, 1802"
""Wo ist einer, der sich quälet // Mit der Last, die wir getragen? // Wenn es an Gestalten fehlet, // Ist ein Kreuz geschwind geschlagen. // Pfaffenhelden singen sie, // Frauen wohl empfohlen, // Oberleder bringen sie, // Aber keine Sohlen." – Auf den Kauf"
""Wir heißen euch hoffen." – Symbolum"
""Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!" – Erinnerung"
""Wie über die Menschen, so auch über die Denkmäler lässt sich die Zeit ihr Recht nicht nehmen." – Die Wahlverwandschaften II, 2"
""Wie im Auge mit fliegenden Mücken, // So ists mit Sorgen ganz genau, // Wenn wir in die schöne Welt hinein blicken, // Da schwebt ein Spinnweben-Grau." – Zahme Xenien VI"
""Wer Waffen schmiedet, bereitet Krieg und muss davon der Zither Klang nicht erwarten." – Achilleis / 1. Gesang"
""Wenn ich bedenke, wie man wenig ist, // Und was man ist, das blieb man andern schuldig." – Torquato Tasso"
""Wen ergötzt nicht die Ansicht großer theatralischer Ballette?" – Zahn's Ornamente und Gemälde aus Pompeji, Herculanum und Stabiä. Goethe's Sämmtliche Werke, Band 4. Paris 1836. S. 618, 620"
""Was ist unser höchstes Gesetz? Unser eigener Vorteil." – Der Groß-Cophta / Graf Domherr"
""Was dem Auge dar sich stellet, // Sicher glauben wir's zu schaun; // Was dem Ohr sich zugesellet, // Gibt uns nicht ein gleich Vertraun; // Darum deine lieben Worte // Haben oft mir wohlgetan; // Doch ein Blick am rechten Orte, // Übrig lässt er keinen Wahn." – Gedicht Aug' um Ohr"
""Wäre die Schweiz flach wie ein Pfannkuchen, wäre sie größer als Preußen." – Tag- und Jahreshefte, 1803"
""Von Verdiensten, die wir zu schätzen wissen, haben wir den Keim in uns." – Zum Shakespeares Tag, 14. Oktober 1771"
""Und wie der Dichter eher ist als der Kritiker, so müssen wir auch vieles sehen, lesen und hören, ehe wir uns einfallen lassen wollen zu urteilen." – Theatralische Sendung II,2"
""Und wer des Knäuels zartes Ende hält, // Der schlingt sich wohl durchs Labyrinth der Welt." – Die ersten Erzeugnisse der Stotternheimer Saline / Geognosie"
"Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, // Gab mir ein Gott, zu sagen wie ich leide."
""Und bring', da hast du meinen Dank // Mich vor die Weiblein ohn' Gestank. // Mußt alle garst'gen Worte lindern, // Aus Scheißkerl Schurken, aus Arsch mach Hintern, // Und gleich' das Alles so fortan, // Wie du's wohl ehmals schon getan." – 1773 an :w:Friedrich Wilhelm Gotter bei Übersendung der zweiten, im Selbstverlag publizierten Fassung des „Götz von Berlichingen“. „Berliner Ausgabe“ 1960 ff. bei zeno.org; Goethe's Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Band 56, Cotta 1842, S. 66 books.google mit der Antwort Gotters"
""Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt." – Der Erlkönig"
""Um es in der Aussprache zur Vollkommenheit zu bringen, soll der Anfänger alles sehr langsam, die Silben, und besonders die Endsilben, stark und deutlich aussprechen, damit die Silben, welche geschwind gesprochen werden müssen, nicht unverständlich werden." – Schriften zur Literatur, Regeln für Schauspieler, § 14"
""Übers Niederträchtige niemand sich beklage; denn es ist das Mächtige, was man dir auch sage." – Wanderers Gemütsruhe 1814-1815"
"Tod ist Trennung, Dreifacher Tod Trennung ohne Hoffnung wiederzusehen." – "Drei Oden"
""Leider suchten alle nordischen Kirchenverzierer ihre Größe nur in der multiplizierten Kleinheit. Wenige verstanden diesen kleinlichen Formen unter sich ein Verhältnis zu geben; und dadurch wurden solche Ungeheuer wie der Dom zu Mailand, wo man einen ganzen Marmorberg mit ungeheuren Kosten versetzt und in die elendesten Formen gezwungen hat, ja noch täglich die armen Steine quält, um ein Werk fortzusetzen, das nie geendigt werden kann, indem der erfindungslose Unsinn, der es eingab, auch die Gewalt hatte, einen gleichsam unendlichen Plan zu bezeichnen." – Aus Goethes Brieftasche. 2. Dritte Wallfahrt nach Erwins Grabe im Juli 1775. zeno.org"
""Sobald man spricht, beginnt man schon zu irren." – Spruch, Widerspruch"
""So wie in der Musik das richtige, genaue und reine Treffen jedes einzelnen Tones der Grund alles weiteren künstlerischen Vortrages ist, so ist auch in der Schauspielkunst der Grund aller höheren Rezitation und Deklamation die reine und vollständige Aussprache jedes einzelnen Worts." – Schriften zur Literatur, Regeln für Schauspieler, §3 14,72f."
""So lern auch diese Zweige [Lorbeer] tragen, die // Das Schönste sind, was wir dir geben können. // Wem einmal würdig sie das Haupt berührt, // Dem schweben sie auf ewig um die Stirne." – Tasso A I Sz 3 / Prinzessin Vs 523f."
""Shakespeare reicht uns im Gegenteil die volle reife Traube vom Stock, wir mögen sie nun beliebig Beere für Beere genießen, sie auspressen, keltern, als Most, als gegornen Wein kosten oder schlürfen, auf jede Weise sind wir erquickt." – Schriften zur Literatur – Calderons Tochter der Luft"
""Schicksal des Menschen, wie gleichst du dem Wind!" – Gesang der Geister"
""Schädliche Wahrheit, ich ziehe sie vor dem nützlichen Irrtum. // Wahrheit heilet den Schmerz, den sie vielleicht uns erregt." – Vier Jahreszeiten – Herbst"
""Ringe, Deutscher, nach römischer Kraft, nach griechischer Schönheit, // Beides gelang dir, doch nie glückte der gallische Sprung." – Tabulae Votivae 63 – Deutscher Genius"
""Reden mag man noch so Griechisch, // Hörts ein Deutscher, der verstehts." – Paralipomena – Bruchstücke 154"
""Rasch schlägt der Puls des jugendlichen Lebens, // Rasch schießt der Pflanze Trieb zum schlanken Kiel, // Die Jugend freut sich nur des Vorwärtsstrebens, // Versucht sich weit umher, versucht sich viel. // Der Kräfte Spielen ist drum nicht vergebens, // So kennt sie bald sich Umfang, Maß und Ziel: // Der Most, der gärend sich vom Schaum geläutert, // Er wird zum Trank, der Geist und Sinn erheitert." – Was wir bringen – Halle Sz. 3 / Lachesis"
""Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen..." – Reineke Fuchs 1.1."
""Paulus hat Dinge geschrieben, die die ganze christliche Kirche in corpore bis auf den heutigen Tag nicht versteht." – Brief des Pastors"
""Nur diejenige Erzählung verdient moralisch genannt zu werden, die uns zeigt, dass der Mensch in sich eine Kraft habe, aus Überzeugung eines Bessern, selbst gegen seine Neigung zu handeln." – Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten"
"Nun so wäre denn endlich die Untersuchung in die Geheimnisse der Mathematik gehüllt, damit doch ja niemand so leicht wage, sich diesem Heiligtum zu nähern." – über Isaac Newtons "Optik"