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April 10, 2026
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"Ist es möglich, daß es Leute giebt, welche 'Gott' sagen und meinen, das wäre etwas Gemeinsames?—Und sieh nur zwei Schulkinder: Es kauft sich der eine ein Messer, und sein Nachbar kauft sich ein ganz gleiches am selben Tag. Und sie zeigen einander nach einer Woche die beiden Messer, und es ergiebt sich, daß sie sich nur noch ganz entfernt ähnlich sehen,—so verschieden haben sie sich in verschiedenen Händen entwickelt. ... Ist es möglich, zu glauben, man könne einen Gott haben, ohne ihn zu gebrauchen?"
"I am so afraid of people's words. They describe so distinctly everything: And this they call dog and that they call house, here the start and there the end.I worry about their mockery with words, they know everything, what will be, what was; no mountain is still miraculous; and their house and yard lead right up to God.I want to warn and object: Let the things be! I enjoy listening to the sound they are making. But you always touch: and they hush and stand still. That's how you kill."
"Otherwise this stone would seem defaced beneath the translucent cascade of the shoulders and would not glisten like a wild beast's fur: would not, from all the borders of itself, burst like a star: for here there is no place that does not see you. You must change your life."
"We cannot know his legendary head with eyes like ripening fruit. And yet his torso is still suffused with brilliance from inside, like a lamp, in which his gaze, now turned to low, gleams in all its power."
"Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.'Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht.'Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf—. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille— und hört im Herzen auf zu sein."
"Die nächste Flut verwischt den Weg im Watt, und alles wird auf allen Seiten gleich; die kleine Insel draußen aber hat die Augen zu; verwirrend kreist der Deich'um ihre Wohner, die in einem Schlaf geboren werden, drin sie viele Welten verwechseln schweigend, denn sie reden selten, und jeder Satz ist wie ein Epitaph"
"Diese Mühsal, durch noch Ungetanes schwer und wie gebunden hinzugehen, gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes.'Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen jenes Grunds, auf dem wir täglich stehen, seinem ängstlichen Sich-Niederlassen—:in die Wasser, die ihn sanft empfangen und die sich, wie glücklich und vergangen, unter ihm zurückziehn, Flut um Flut; während er unendlich still und sicher immer mündiger und königlicher und gelassener zu ziehn geruht."
"Wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen? Ach gerne möchte ich sie bei irgendetwas Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer fremden stillen Stelle, die nicht weiterschwingt, wenn diene Tiefen schwingen. Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, die aus zwei Saiten eine Stimme zieht. Auf welches Instrument sind wir gespannt? Und welcher Geiger hat uns in der Hand? O süßes Lied."
"Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug, um jede Stunde zu weihen. Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug, um vor dir zu sein wie ein Ding, dunkel und klug. Ich will meinen Willen und will meinen Willen begleiten die Wege zur Tat; und will in stillen, irgendwie zörgernden Zeiten, wenn etwas naht, unter den Wissenden sein oder allein."
"Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn, wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören, und ohne Füße kann ich zu dir gehn, und ohne Mund noch kann ich dich beschwören. Brich mir die Arme ab,ich fasse dich mit meinem Herzen wie mit einer Hand, halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen, und wirfst du in mein Hirn den Brand, so werd ich dich auf meinem Blute tragen."
"Der Abend wechselt langsam die Gewänder, die ihm ein Rand von alten Bäumen hält."
"Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los."
"If your daily life seems poor, do not blame it; blame yourself, tell yourself that you are not poet enough to call forth its riches; for to the creator there is no poverty and no poor indifferent place."
"I could give you no advice but this: to go into yourself and to explore the depths where your life wells forth."
"A work of art is good if it has grown out of necessity."
"No one can advise or help you — no one. There is only one thing you should do. Go into yourself. Find out the reason that commands you to write; see whether it has spread its roots into the very depths of your heart; confess to yourself whether you would have to die if you were forbidden to write."
"Nothing touches a work of art so little as words of criticism : they always result in more or less fortunate misunderstandings. Things aren't all so tangible and sayable as people would usually have us believe; most experiences are unsayable, they happen in a space that no word has ever entered, and more unsayable than all other things are works of art, those mysterious existences, whose life endures beside our own small, transitory life."
"Erst eine Kindheit, grenzenlos und ohne Verzicht und Ziel. O unbewußte Lust. Auf einmal Schrecken, Schranke, Schule, Frohne und Absturtz in Versuchung und Verlust.'Trotz. Der Gebogene wird selber Bieger und rächt an anderen, daß er erlag. Geliebt, gefürchtet, Retter, Ringer, Sieger und Überwinder, Schlag auf Schlag.'Und dann allein im Weiten, Leichten, Kalten. Doch tief in der errichteten Gestalt ein Atemholen nach dem Ersten, Alten...'Da stürzte Gott aus seinem Hinterhalt."
"When you go to bed, don't leave bread or milk on the table: it attracts the dead."
"Just as language has no longer anything in common with the thing it names, so the movements of most of the people who live in cities have lost their connexion with the earth; they hang, as it were, in the air, hover in all directions, and find no place where they can settle."
"Make your ego porous. Will is of little importance, complaining is nothing, fame is nothing. Openness, patience, receptivity, solitude is everything."
"Death is the side of life which is turned away from us."
"He was a poet and hated the approximate."
"The work of the eyes is done. Go now and do the heart-work on the images imprisoned within you."
"All the soarings of my mind begin in my blood."
"Schon ist mein Blick am Hügel, dem besonnten, dem Wege, den ich kaum begann, voran. So fasst uns das, was wir nicht fassen konnten, voller Erscheinung, aus der Ferne an—'und wandelt uns, auch wenn wirs nicht erreichen, in jenes, das wir, kaum es ahnend, sind; ein Zeichen weht, erwidernd unserm Zeichen... Wir aber spüren nur den Gegenwind."
"Ach, die Gärten bist du, ach, ich sah sie mit solcher Hoffnung. Ein offenes Fenster im Landhaus—, und du tratest beinahe mir nachdenklich heran. Gassen fand ich,— du warst sie gerade gegangen, und die spiegel manchmal der Läden der Händler waren noch schwindlich von dir und gaben erschrocken mein zu plötzliches Bild.—Wer weiß, ob derselbe Vogel nicht hinklang durch uns gestern, einzeln, im Abend?"
"Du im Voraus verlorne Geliebte, Nimmergekommene, nicht weiß ich, welche Töne dir lieb sind. Nicht mehr versuch ich, dich, wenn das Kommende wogt, zu erkennen."
"Aus unendlichen Sehnsüchten steigen endliche Taten wie schwache Fontänen, die sich zeitig und zitternd neigen. Aber, die sich uns sonst verschweigen, unsere fröhlichen Kräfte—zeigen sich in diesen tanzenden Tränen."
"What is required of us is that we love the difficult and learn to deal with it. In the difficult are the friendly forces, the hands that work on us. Right in the difficult we must have our joys, our happiness, our dreams: there against the depth of this background, they stand out, there for the first time we see how beautiful they are."
"Not since Moses has anyone seen a mountain so greatly."
"He [Cézanne] reproduced himself with so much humble objectivity, with the unquestioning, matter of fact interest of a dog who sees himself in a mirror and thinks: there's another dog."
"Just as the creative artist is not allowed to choose, neither is he permitted to turn his back on anything: a single refusal, and he is cast out of the state of grace and becomes sinful all the way through."
"Painting is something that takes place among the colors, and ... one has to leave them alone completely, so that they can settle the matter among themselves. Their intercourse: this is the whole of painting. Whoever meddles, arranges, injects his human deliberation, his wit, his advocacy, his intellectual agility in any way, is already disturbing and clouding their activity."
"Ideally a painter (and, generally, an artist) should not become conscious of his insights: without taking the detour through his reflective processes, and incomprehensibly to himself, all his progress should enter so swiftly into the work that he is unable to recognise them in the moment of transition. Alas, the artist who waits in ambush there, watching, detaining them, will find them transformed like the beautiful gold in the fairy tale which cannot remain gold because some small detail was not taken care of."
"Surely all art is the result of one's having been in danger, of having gone through an experience all the way to the end, where no one can go any further."
"Je weiter ich lebe, desto nötiger scheint es mir, auszuhalten, das ganze Diktat des Daseins bis zum Schluss nachzuschreiben; denn es möchte sein, dass erst der letzte Satz jenes kleine, vielleicht unscheinbare Wort enthält, durch welches alles mühsam Erlernte und Unbegriffene sich gegen einen herrlichen Sinn hinüberkehrt."
"Everywhere I am folded, there I am a lie."