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April 10, 2026
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"Mein Leben gähnt mich an, wie ein großer weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus."
"[...] ich bin so jung, und die Welt ist so alt."
"Für müde Füße ist jeder Weg zu lang ..."
"Der müde Leib findet sein Schlafkissen überall, doch wenn der Geist müd' ist, wo soll er ruhen?"
"[...] wozu sollen wir Menschen mit einander kämpfen? Wir sollten uns neben einander setzen und Ruhe haben."
"Wo die Nothwehr aufhört, fängt der Mord an; ich sehe keinen Grund, der uns länger zum Tödten zwänge."
"Wir sind Dickhäuter, wir strecken die Hände nach einander aus; aber es ist vergebliche Mühe, wir reiben nur das grobe Leder an einander ab, — wir sind sehr einsam."
"Wir sind das Volk, und wir wollen, daß kein Gesetz sei; ergo: ist dieser Wille das Gesetz, ergo: im Namen des Gesetzes gibt's kein Gesetz mehr, ergo: todtgeschlagen."
"Wir haben nicht die Revolution, die Revolution hat uns gemacht."
"Wer in einer Masse, die vorwärts drängt, stehen bleibt, leistet so gut Widerstand, als trät’ er ihr entgegen, er wird zertreten."
"Unser Leben ist der Mord durch Arbeit; wir hängen sechzig Jahre lang am Strick und zapplen, aber wir werden uns losschneiden."
"Schließer. Wer hat Euch herfahren geheißen? Erster Fuhrmann. Ich heiße nicht Herfahren, das ist ein kurioser Name."
"Was ist’s denn, wenn ich auf eine Leiche trete, um aus dem Grab zu klettern?"
"Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen;"
"Geht einmal Euern Phrasen nach, bis zu dem Punkt, wo sie verkörpert werden."
"Für das Volk sind Schwäche und Mäßigung eins; es schlägt die Nachzügler todt."
"Die Unterdrücker der Menschheit bestrafen ist Gnade, ihnen verzeihen ist Barbarei."
"[...] die Statue der Freiheit ist noch nicht gegossen, der Ofen glüht, wir Alle können uns noch die Finger dabei verbrennen."
"Die Schritte der Menschheit sind langsam, man kann sie nur nach Jahrhunderten zählen, hinter jedem erheben sich die Gräber von Generationen."
"[...] die Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eigenen Kinder."
"Die Leute befinden sich ganz wohl dabei! Sie haben Unglück; kann man mehr verlangen, um gerührt, edel, tugendhaft oder witzig zu sein, oder um überhaupt keine Langeweile zu haben? — Ob sie nun an der Guillotine oder am Fieber oder am Alter sterben! Es ist noch vorzuziehen, sie treten mit gelenken Gliedern hinter die Coulissen und können im Abgehen noch hübsch gestikuliren und die Zuschauer klatschen hören."
"Der Tod äfft die Geburt; bei’m Sterben sind wir so hülflos und nackt, wie neugeborne Kinder."
"Das Volk ist ein Minotaurus, der wöchentlich seine Leichen haben muß, wenn er sie nicht auffressen soll."
"[...] das Leben ist nicht der Arbeit werth, die man sich macht, es zu erhalten."
"Es [das Volk] haßt die Genießenden, wie ein Eunuch die Männer."
"Einander kennen? Wir müßten uns die Schädeldecken aufbrechen und die Gedanken einander aus den Hirnfasern zerren."
"Die allgemeinen fixen Ideen, welche man die gesunde Vernunft tauft, sind unerträglich langweilig."
"Das Verbrechen hat kein Asyl, nur gekrönte Verbrechen finden eins auf dem Thron."
"Das Gewissen ist ein Spiegel, vor dem ein Affe sich quält;"
"Adieu, mein Freund. Die Guillotine ist der beste Arzt."
"Wer das Schwert erhebt gegen das Volk, der wird durch das Schwert des Volkes umkommen."
"Was ist denn nun das für gewaltiges Ding: der Staat? Wohnt eine Anzahl Menschen in einem Land und es sind Verordnungen oder Gesetze vorhanden, nach denen jeder sich richten muß, so sagt man, sie bilden einen Staat. Der Staat also sind Alle; die Ordner im Staate sind die Gesetze, durch welche das Wohl Aller gesichert wird, und die aus dem Wohl Aller hervorgehen sollen."
"In Ordnung leben heißt hungern und geschunden werden. // Wer sind denn die, welche diese Ordnung gemacht haben, und die wachen, diese Ordnung zu erhalten?"
"Friede den Hütten! Krieg den Pallästen!"
"Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag, [...]. Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag;"
"Das Gesetz ist das Eigenthum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eignes Machwerk die Herrschaft zuspricht."
"„Hinter jedem großen Vermögen steht ein Verbrechen. – BALZAC“ wird als Prolog vor der Weltbild-Auflage von 2004 des Buches Der Pate (Mario Puzo, übersetzt von Gisela Stege) abgedruckt. Dabei handelt es sich um eine Verfälschung bzw. Falschzuschreibung, übernommen aus The Oil Barons: Men of Greed and Grandeur (1971, Richard O'Connor) S. 47: "Balzac maintained that behind every great fortune there is a great crime." Das tatsächliche Zitat von Balzac lautet « Le secret des grandes fortunes sans cause apparente est un crime oublié, parce qu’il a été proprement fait. » in Le Père Goriot."
"Das neunzehnte Jahrhundert, wie wir es kennen, ist im Wesentlichen eine Erfindung von Balzac."
"Mit dem Beruf geht es wie mit der Ehe, man merkt das Störende darin schließlich nicht mehr so."
"Nur das Genie kann sich erneuern wie eine Schlange; und was die Anmut betrifft, ist es wie in allen, nur das Herz altert nicht."
"Hüten Sie sich, einen Dummkopf zu heiraten, suchen Sie sorgfältig den Gefährten, den Gott Ihnen bestimmt hat. Es gibt, glauben Sie mir, viele Männer von Geist, die fähig sind, Sie zu schätzen, Sie glücklich zu machen."
"Der Pariser wundert sich, wenn nicht überall alles so ist wie in Paris, und der Franzose, wie in Frankreich."
"Alles hastet einem Ziel entgegen, alles trottet dem Reichtum nach."
"Gott hat uns den Tabak gegeben, um unsere Leidenschaften und unsere Schmerzen einzuschläfern."
"Es gibt zweierlei Geschichte: die offizielle, verlogene Geschichte, die man lehrt, die Geschichte ad usum delphini, dann die geheime Geschichte, die die wirklichen Zusammenhänge der Geschehnisse berichtet, eine schmachvolle Geschichte."
""die Philosophen haben die Bemerkung gemacht, daß die Gewohnheiten der Jugend im Greisenalter mit großer Stärke wiederkehren."
"Das Drama ist der Wunsch eines Jahrhunderts, in dem die Politik ein unaufhörliches Mimodrama ist."
"Muß ein Mann nicht über eine gewisse Herzenstiefe verfügen, wenn er sich schweigend und im Dunkel aufopfert."
"Man überschätzt vor sich selbst immer seinen Einfluß."
"Zwei Monate gemeinsam ertragenen Elends wiegen Jahre der Freundschaft auf."