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April 10, 2026
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"Sie bedecken sich im Baden fein zĂźchtig und ehrbarlich und nicht so schimpflich wie die Teutschen. [..] Sie knĂźpfen aber ein blauleinen Tuch umb die HĂźft, das geht zweimal herumb und geht bis auf den Boden hinab; also daĂ wir Christen in diesem Fall sollten Zucht und Ehrbarkeit von diesen Barbaris lernen."
"Wer nur funktioniert, ist eigentlich tot."
"Es geht sicherlich ohne Kirchlichkeit. Aber ohne ein GespĂźr fĂźr Transzendenzen und etwas, was mich Ăźbersteigt, geht es nicht."
"Die Seele ist [...] der Ort, wo der Mensch mit dem GĂśttlichen in BerĂźhrung kommt. Man braucht vielleicht keinen konkreten Glauben, aber eine Ahnung von der Existenz eines GrĂśĂeren."
"Das Wort Seele hat ja seinem Ursprung nach mit ÂťSeeÂŤ zu tun, es steht fĂźr Tiefe des Menschen, fĂźr das UnergrĂźndliche, das Geheimnisvolle in ihm, fĂźr seine innere Welt."
"Die Partisanen des Irrtums sind nicht nur unter den erklärten Feinden der Kirche zu suchen, sondern, was am meisten zu befĂźrchten und zu bedauern ist, direkt in ihrem SchoĂe, und je weniger sie Farbe bekennen, desto gefährlicher sind sie."
"Die Ehe ist ein von unserem Herrn Jesus Christus eingesetztes Sakrament, welches eine heilige und unauflĂśsliche Verbindung zwischen Mann und Frau begrĂźndet und ihnen die Gnade gibt, einander heiligmäĂig zu lieben und die Kinder christlich zu erziehen."
"Es gibt keinen anderen Weg, der so direkt und so schnell zum Modernismus fĂźhrt wie der Stolz."
"Ich werde bis zum Jßngsten Gericht fßr Gerechtigkeit kämpfen."
"Ich hatte Ratzinger in Deutschland als brillanten, offenen Theologen kennengelernt. Als Ratzinger dann nach Rom ging, ßbernahm er die Logik des rÜmischen Systems, die Logik der Macht. Das enttäuschte mich. Als Papst wurde er noch schlimmer. [Inwiefern?] Zuerst war Ratzinger konservativ, heute ist er von Grund auf reaktionär. Er verurteilt alles Moderne, will die Kirche des 19. Jahrhunderts erhalten. Ratzinger ist ein Professorenpapst, kein Hirte. Kein Charisma, keine Ausstrahlung."
""Heute werden neue Pfarrer ganz in der Mentalität des Vatikans ausgebildet"
"Ein Esel mag sich in die LĂśwenhaut so tieff verbergen als er will, es kucken doch die langen Ohren hervor."
"Entitäten dßrfen nicht ßber das Notwendige hinaus vermehrt werden."
"Umsonst geschieht mit Hilfe einer Mehrheit, was sich mit weniger tun lässt."
"Eine Mehrheit darf nie ohne Not zugrunde gelegt werden."
"Die Religion ist die grĂśĂte Rebellion des Menschen, der nicht leben will wie ein Tier, der sich nicht zufrieden gibt und nicht zur Ruhe kommt, bevor er seinen SchĂśpfer kennt und Umgang mit ihm hat."
"Zeit bringt Rosen. Sie haben unterschiedliche Farben und Formen, aber immer liegt in ihnen etwas von der Vielfalt des Lebens selbst."
"Manchem mag das Bild vom Garten etwas zu lieblich sein. Er redet dann lieber vom Lebensacker, den er zu bestellen hat."
"Wir Christen pfeifen frĂśhlich unser Lied, weil wir wissen, dass der Tod seit Ostern aus dem letzten Loch pfeift. Aber der Bischof ist da, und da gehĂśrt es sich nicht, in der Kirche zu pfeifen."
"Ich weiĂ einen, einen hĂśchsten Freund Gottes, der ist alle seine Tage ein Ackermann gewesen, mehr als vierzig Jahre und ist es noch. Und er fragte einst unsern Herrn, ob er wollte, dass er sich dessen begebe und in die Kirche sitzen ginge. Da sprach er: nein, er solle das nicht tun; er solle sein Brot mit seinem SchweiĂe gewinnen, seinem [Christi] edlen teuren Blut zu Ehren."
"Der Abgrund, der geschaffen ist, leitet in sich den ungeschaffenen Abgrund, und die zwei AbgrĂźnde werden ein einig Eins, ein lauteres gĂśttliches Wesen, dann hat sich der Geist in Gottes Geist verloren, in dem grundlosen Meere ist er ertrunken."
"Die Mathematik ist eine rein menschliche SchĂśpfung, die wir beherrschen, weil wir sie selbst geschaffen haben."
"Wir nehmen an, kein Stern sei unbewohnt."
"Gott ist durch Alles in Allem, und Alles ist durch Alles in Gott."
"Eine Folgerung aus dem Bisherigen ist, daĂ jedes GeschĂśpf als solches vollkommen ist, wenn es auch im Verhältnis zu einem andern weniger vollkommen zu sein scheint; denn der gĂźtige Gott teilt das Sein allen in der Weise mit, in der er aufgefaĂt werden kann."
"Der Bau der Welt ist daher so, als hätte sie ßberall ihr Zentrum und nirgends eine Peripherie, denn Umkreis und Zentrum ist Gott, der ßberall und nirgends ist."
"Friss Vogel, oder stirb."
"Der absolute, selbst seine Vergangenheit tilgende Tod des Wortes 'Gott' wäre das von niemandem mehr gehÜrte Signal, daà der Mensch selbst gestorben ist."
"Der Fromme der Zukunft wird ein 'Mystiker' sein, einer, der etwas 'erfahren' hat, oder er wird nicht mehr sein."
"Die ungeheure schweigende Leere, die wir als Tod empfinden, ist in Wahrheit erfĂźllt vom dem Urgeheimnis, das wir Gott nennen, von seinem reinen Licht und seiner alles nehmenden und alles schenkenden Liebe, und wenn uns dann auch noch aus diesem weiselosen Geheimnis doch das Antlitz Jesu, des Gebenedeiten erscheint und uns anblickt, und diese Konkretheit die gĂśttliche Ăberbietung all unserer wahren Annahme der Unbegreiflichkeit Gottes ist, dann, dann so ungefähr mĂśchte ich nicht eigentlich beschreiben, was kommtâŚ"
"Es ist in der Praxis unserer Existenz eben doch so, daà die Annahme Gottes als des unverfßgbaren Geheimnisses und die schweigende Annahme der Unerklärlichkeit und Unbeantwortbarkeit des Leides derselbe Vorgang sind."
"Der ungeheuerliche Protest, der aus der Weltgeschichte sich erhebt, ist nicht einfach der verstärkte Lärm, der ein im Grunde selbstverständliches Leben und Sterben immer und ßberall begleitet; wer so den Schmerz in der Weltgeschichte verharmlosen wßrde, verrät die Wßrde der Person, der Freiheit und des absoluten Imperativs des Sittlichen."
"Denn alle abstrakte Theologie liefe schlieĂlich doch ins Leere, wenn sie sich nicht selber aufheben wĂźrde aus Worten Ăźber die Sache in ein Gebet hinein, in dem vielleicht doch geschehen kĂśnnte, worĂźber nur geredet wurde."
"Der Christ ist in seinem Glauben Ăźberzeugt, daĂ die Antwort, die er auf sein Leidproblem geben muĂ, nur mĂśglich ist als durch die Gnade gegebener Mitvollzug der Antwort, die Jesus am Kreuz auf die Todesnot gegeben hat, in die er willig versank."
"Alles theologische Reden von Gott ist analog."
"Verloren ist das, was nicht dort ist, wo es hingehĂśrt. Der AutoschlĂźssel, der nicht in der Handtasche, sondern im MĂźllbeutel liegt, ist verloren. Und der Mensch, der sich nicht in der Hand Gottes befindet, wo er hingehĂśrt, der ist eben verloren."
"[âŚ] Seitdem ziehe ich es vor, lieber unter dem Verdacht zu leben, gar kein richtiger Theologe zu sein, als meinen HĂśrern die klare Botschaft durch intellektuelle Angebereien zu vernebeln. Mit anderen Worten: Ich bin lieber Theo der Holzfäller als ein theologischer SĂźĂholzraspler."
"Mit groĂen Worten Ăźber die KĂśpfe der Leute wegreden, das kann jeder Idiot. Aber sich so ausdrĂźcken, dass es ein Kind versteht, das ist die groĂe Kunst."
"[âŚ] ich bin bekennender Lutheraner und der festen Ăberzeugung, dass das Irrenhaus Kirche nur saniert werden kann, wenn Bibel und Bekenntnis wieder das einzige Fundament sind."
"Heute wissen viele nicht mehr genau, was die Kirche ist, und regieren den Laden frei aus dem Bauch heraus."
"Nur fĂźr Faschisten ist Gewalt kein Problem. Ein Sozialist muĂ sich Ăźber die Funktion von Gewalt immer Rechenschaft ablegen, jede Gewalt gegen Personen ist inhuman."
""Weizsäcker hat vor zwei Jahren in seiner Rede in der Paulskirche das Neue Testament das revolutionärste Buch der Weltliteratur genannt. Das ist wahr. Woher kommt es eigentlich, daĂ daraus im Laufe der Kirchengeschichte das konservativste Buch der Weltliteratur geworden ist, was es in sich nicht ist? Aber es ist das Buch, mit dem man Todesstrafe, Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und arm, Kapitalistenausbeutung und Ausgebeutet-Sein etwa, marxistisch geredet, alles begrĂźnden kann. Woher kommt es, daĂ, wenn eine Vision wie die des Sozialismus auftaucht, im 19. Jahrhundert, die Christen nicht dorthin strĂśmen und sagen: Das ist unsere Sache? Da wollen wir dabeisein."
"Die Nacht wird nicht ewig dauern. // Es wird nicht finster bleiben. // Die Tage, von denen wir sagen, sie gefallen uns nicht, // werden nicht die letzten Tage sein. // Wir schauen durch sie hindurch vorwärts auf ein Licht, // zu dem wir jetzt schon gehÜren und das uns nicht loslassen wird. // Das ist unser Bekenntnis."
""Alle christlichen Konfessionen und alle europäischen VÜlker haben sich auf verschiedene Weise in der Misshandlung der Juden ein Denkmal der Schande gesetzt."
"Wissenschaft strebt Objektivität an und kann schon deswegen niemals vorweg den Wahrheitsanspruch der Kirchen voraussetzen. Theologie kann ßberhaupt keine kirchliche Wissenschaft sein. Entweder ist sie freie Wissenschaft oder sie ist gar keine. Die Wissenschaft vom christlichen Glauben ist so wenig christlich, wie die Wissenschaft vom Verbrechen verbrecherisch."
"Jesus hat das in KĂźrze anbrechende Reich Gottes erwartet, gekommen ist die Kirche."
"Daher (sagt) Chrysostomus Ăźber Matth. 19[,10]: âEs frommt nicht, zu heiraten. Was ist denn das Weib anders als die Feindin der Freundschaft, eine unentrinnbare Strafe, ein notwendiges Ăbel, eine natĂźrliche Versuchung, ein wĂźnschenswertes Unheil, eine häusliche Gefahr, ein ergĂśtzlicher Schade, ein Mangel der Natur, mit schĂśner Farbe gemalt? [...]"
"Also schlecht ist das Weib von Natur, da es schneller am Glauben zweifelt, auch schneller dem Glauben abschwĂśrt, was die Grundlage von Hexerei ist."
"Der neue deutsche Staat trägt etwas von der Idee des Gottesstaates in sich ⌠Folgt den Befehlen!"
"ReligiĂśser Fundamentalismus tendiert stark zur Vermengung und Vermischung von Religion und Politik, von Kirche und Staat."