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April 10, 2026
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"Aus Selbstbeobachtung und Wohlwollen glaubte der seinerzeit grĂśĂte Kritiker der Zivilisation, der so wortgewaltig wie kein anderer die Strukturen ihrer Hoffnungslosigkeit und Unzufriedenheit beschrieb, sein ganzes Leben lang â so wie auch Anne Frank im dunkelsten Augenblick der modernen Geschichte â, daĂ die menschliche Natur trotz allem im Grunde gut sei."
""Rousseau war verrßckt, aber einflussreich; Hume war vernßnftig, hatte aber keine Anhänger." Der englische Philosoph Bertrand Russell in Philosophie des Abendlandes . (Im engl. Original: "Rousseau was mad but influential; Hume was sane but had no followers.")."
"Sie sehen also, [Rousseau] ist eine Komposition aus Launen, Affektiertheit, Boshaftigkeit, Selbstgefälligkeit und Unruhe mit einer winzigen, wenn ßberhaupt vorhandenen Beimischung von Wahnsinn. [...] Die oben genannten, vorherrschenden Qualitäten zusammen mit Undankbarkeit, Grausamkeit und Lßgerei, und der von mir nicht extra zuerwähnenden Redegewandtheit und Erfindungsgabe, formen die gesamte geistige Verfassung."
""Er hat die Frauen nicht verstanden, der erhabene Rousseau [...]. Bei allem seinen guten Willen und seinen guten Absichten hat er aus ihnen nichts zu machen gewuĂt als untergeordnete Wesen in der Gesellschaft. Er hat ihnen die alte Tradition gelassen, von der er die Männer freisprach; er sah nicht voraus, daĂ sie desselben Glaubens, derselben Moral bedĂźrfen wĂźrden, wie ihre Väter, ihre Gatten und ihre SĂśhne, daĂ sie sich erniedrigt finden wĂźrden, wenn sie einen anderen Tempel, eine andere Lehre hätten. Während er glaubte, MĂźtter zu bilden, bildete er nur Ammen. Er nahm den Mutterbusen fĂźr die erzeugende Seele. Der spiritualistischste Philosoph des letzten Jahrhunderts war ein Materialist in Bezug auf die Frauen." - George Sand, Isidora"
""Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrĂźckt, und das Gesetz, das befreit." â Der Gesellschaftsvertrag. Das Zitat im Geiste Rousseaus stammt von Jean Baptiste Henri Lacordaire: ConfĂŠrences de Notre-Dame de Paris, Tome Troisième: 1848-1850, ĂŠd. Sagnier et Bray, Paris 1855. p. 246"
""Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft." â Vom Gesellschaftsvertrag, Band III, Kapitel 4. Rousseau zitiert hier RafaĹ LeszczyĹski, Woiwode von Posen und Vater von Stanislaus I. LeszczyĹski"
""Wie der GĂśtzendiener den Gegenstand seiner Verehrung mit Schätzen bereichert, die er hochhält, und auf dem Altar den Abgott schmĂźckt, den er anbetet, so will auch der Liebhaber, wenn er seine Geliebte auch noch so vollkommen sieht, ihr dennoch unaufhĂśrlich neuen Zierat hinzufĂźgen." â Ămile"
""Wie angenehm und reizend ist die aus dem Bewusstsein vollkommener Eintracht entspringende Sicherheit!" â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Julie"
""Wer die Dinge gut genug kennt, dass er allen ihren wahren Wert geben kann, redet niemals zu viel." â Ămile"
""Wenn nur die LĂźge uns retten kann, so ist es aus, so sind wir verloren." â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Julie"
""Wenn ein jeder sich selbst genug wäre, brauchte er nur das Land zu kennen, das ihn ernähren kann." â Ămile"
""Welche Strafe mir auch auferlegt wird, wird sie doch minder grausam sein als die Erinnerung an mein Verbrechen." â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Saint-Preux"
""Wehe jedem, der eine Sittenlehre predigt, die er nicht ausĂźben will!" â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Saint-Preux"
""Was nĂźtzen uns die KĂźnste ohne den Luxus, welcher sie nährt?" â Abhandlung Ăźber die Wissenschaften und KĂźnste"
""Warum sollte man einem Liebhaber treuer sein als einem Ehemann? â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Saint-Preux"
""Warte, junger Mensch; prĂźfe, beobachte!" â Ămile"
""Wahnsinn schafft kein Recht." â Der Gesellschaftsvertrag"
""Vergiften die BĂśsen nicht ihr und unser Leben?" â Ămile"
""Ăberall wird die Trunkenheit am meisten von Leuten verabscheut, die am meisten Grund haben, sich vor ihr in Acht zu nehmen." â Brief an d'Alembert"
""Solange der Ackerbau geehrt wurde, gab es weder Elend noch MĂźĂiggang, und es gab weit weniger Laster." â Letzte Antwort"
""Sage mir, Kind, hat denn die Seele ein Geschlecht?" â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Claire"
""Nichts ist fĂźr aufrichtige Liebhaber gefährlicher als die Welt der Vorurteile." â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Julie"
""Mit der ĂźbermäĂigen Verweichlichung der Frauen fängt auch die der Männer an." â Ămile"
""In was fĂźr einem Jahrhundert es auch sein mag, die natĂźrlichen Verhältnisse ändern sich nicht." â Ămile"
""Ich mĂśchte keinen Palast als Wohnung haben, denn in diesem Palast wĂźrde ich nur ein Zimmer bewohnen." â Ămile"
""Es ist viel wertvoller, stets den Respekt der Menschen als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben." â Ămile"
""Es gibt eine gewisse Eintracht der Seelen, die sich sogleich beim ersten Anblick bemerkbar macht." â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Saint-Preux"
""Elend und Schimpf verändern die Herzen." â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse / Julie"
""Ein schwacher KĂśrper schwächt die Seele." â Ămile"
""Die Unwissenheit schadet weder der Redlichkeit noch den Sitten; sie fĂśrdert sie oft sogar." â Ămile"
""Die Stärke ist die Grundlage aller Tugend." â Ămile"
""Die ersten Tränen der Kinder sind Bitten. Wenn man nicht darauf achtgibt, so werden sie bald Befehle." â Ămile"
""Die Familie ist die älteste aller Gemeinschaften und die einzige natĂźrliche." â Der Gesellschaftsvertrag"
""Der ehrliche Mann aus dem einen Hause gilt als Schelm im Nachbarhause." â Julie oder Die neue HĂŠloĂŻse Saint-Preux"
""Das GlĂźck hat kein Aushängeschild; um es gewahr zu werden, mĂźsste man im Herzen des GlĂźcklichen lesen kĂśnnen, aber die Zufriedenheit leuchtet aus den Augen, aus der Haltung, dem Ton der Stimme, dem Gang und scheint sich dem, der sie bemerkt, mitzuteilen." â Träumereien eines einsamen Spaziergängers"
""Bei unserer Geburt treten wir auf den Kampfplatz und verlassen ihn bei unserem Tode." â Träumereien eines einsamen Spaziergängers"
""Bei allen Tugenden, bei allen Pflichten sucht man nur den Schein; ich suche die Wirklichkeit." â Ămile"
""Die VergrĂśberung macht Gegenstände nicht hassenswert, sondern nur lächerlich." â Brief an Jean Baptiste le Rond d'Alembert"
""Die gewĂśhnliche Kunst der Sophisten besteht darin, eine Menge Argumente anzuhäufen, um deren Schwäche zu verbergen." â Vierter Brief vom Berge"
""...eine Prinzessin, der man sagte, dass die Bauern kein Brot hätten, woraufhin sie antwortete, dann sollten sie doch Brioche essen." -Bekenntnisse, Band VI"
""Das Geld, das man besitzt, ist das Instrument der Freiheit; dasjenige, dem man nachjagt, ist das Instrument der Knechtschaft." â Bekenntnisse, Band II"
"Ist aber der FrĂźhling gekommen, so schmilzt zwar der Schnee, doch die Ehe bleibt. Allein man muĂ sein Sinnen auf alle Jahreszeiten richten."
""Wer nicht ein wenig Leid zu ertragen weiĂ, muss damit rechnen, viel zu leiden." â Ămile IV"
""Wenn man ein Kenner ist, darf man keine Sammlung anlegen." â Ămile IV, (Anmerkung: Der Satz ist offenbar eine Zusammenfassung der folgenden Passage:)"
""Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die hĂśchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat." â "Emile", I"
""Man veredelt die Pflanzen durch die Zucht und die Menschen durch Erziehung." â Ămile I"
""Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen." â Ămile"
"In der natĂźrlichen Ordnung, in der die Menschen alle gleich sind, ist ihr gemeinsamer Beruf, zuerst und vor allem Mensch zu sein [...]. Bevor die Eltern ihn fĂźr einen Beruf bestimmen, beruft die Natur ihn zum menschlichen Leben."
""Ich bin durch meine Laster Sklave und frei durch meine Gewissensbisse." â Ămile IV"
""GlĂźcklich ist das Land, wo man es nicht nĂśtig hat, den Frieden in einer WĂźste zu suchen! Wo aber ist dieses Land?" â Ămile V"