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April 10, 2026
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"Ich liebte die Momente, in denen ich mich veliebte. Es konnte sein, dass das Gefßhl in der nächsten Sekunde schon wieder verschwand, aber das spielte keine Rolle. Es ging um den Augenblick, die Moment-Liebe nannte ich es."
"Die Stadt, sie schwingt."
"Der deutsche Negativismus hielt das Land am Laufen. Die Deutschen wollten denken: O Gott, die Wirtschaft krepiert, o Gott, noch mehr Arbeitslose, damit sie im Angesicht der eingebildeten Katastrophe dann noch verbissener, noch mehr arbeiteten."
"Das Gegenteil von Freiheit ist Gesundheit"
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat."
"Nicht einmal die Wahrheit hĂśchstpersĂśnlich ist so Ăźberzeugend wie ein gut zementiertes Vorurteil."
""Wie wollen wir denn nun sein: stark, schĂśn und erfolgreich"
""Die BegrĂźndung fĂźr die Alternativlosigkeit der Demokratie kam nie Ăźber die Bemerkung hinaus, dass Demokratie die schlechteste unter aller Staatsformen sei"
"Einen Ehemann kann man sich zulegen wie einen guten gebrauchten Schrank, den allerdings fortan kein anderer mehr benutzen soll, das SchlĂźsselchen liegt in der Schatulle."
"Menschen brauchen nun mal fßr jedes Wehwehchen einen zuständigen Gott. Die in den letzten zwei Jahrtausenden in den Himmel aufgenommenen christlichen Heiligen machen da keine Ausnahme."
"Es gibt Menschen, die leben so vorsichtig, dass sie wie neu sterben und andere, die ihr Gehirn nur zum Lesen und nie zum Denken benĂśtigen."
"Selbstverständlich hat jede Religion ihre Geschichte, die ihr gemäĂen Versprechungen von Gott, dessen Propheten und deren weise Lehrer, die gesagt haben ⌠Die Beweise der Wahrheit gehen immer vom Zentrum der eigenen Religion aus. Das Ergebnis ist ein befangenes Denken, in dem wir von Kindheit an zu denken und zu glauben erzogen wurden; immerhin lebten und leben Generationen in der Ăberzeugung, daĂ sie die ÂťWahrheitÂŤ haben."
"Der unangefochtene Gläubige einer Religion ist ßberzeugt, daà er die Wahrheit hat. Das gilt nicht nur fßr den Christenmenschen."
"Wir reisen nicht nur an andere Orte, sondern vor allem reisen wir in andere Verfassungen der eigenen Seele."
"Untergänge lassen sich nicht ungeschehen machen, Untergänge wollen anerkannt sein. Sie dulden keinen Wiederaufbau, sondern sie verlangen ein vollständiges Neuerschaffen."
"Das Sonderbarste ist die Ăhnlichkeit zwischen Erlangen und Bayreuth; man erlebt ja auch, daĂ ein bildhĂźbsches Mädchen einem keineswegs berĂźckenden Bruder Ăźberraschend ähnlich sehen kann. [âŚ] FĂźr Erlangen mag man Wohlwollen aufbringen, in Bayreuth muĂ man sich verlieben."
"Der Mensch wird ja gefĂźhrt und soll sich dieser FĂźhrung getrost Ăźberlassen."
"Laà mich, Engel, nicht allein, wenn die letzte Nacht sich rÜtet. Daà den Tod das Leben tÜtet, präge jeder Ader ein. Engel, laà mich nicht allein."
"Frage niemanden, was du mit deinem Leben anfangen sollst: Frage dich selbst."
"Es gibt keine menschliche Natur ohne kulturelles Lernen und ohne die Grundlage aller Kultur [âŚ]: die Sprache."
"Der Neonazi von heute ist zehnmal so schuldig wie der von frĂźher."
"Spaghetti mit MeeresfrĂźchten sind, fĂźr sich genommen, absolut essbar; und auch Tiramisu ist eine feine Sache. RĂźhrt man aber beides zusammen, erhält man eine unappetitliche Pampe. Und so ist auch Denglisch, diese Mixtur aus Englisch und Deutsch, die von Leuten ohne SprachgefĂźhl fĂźr cool gehalten wird, eine ziemlich ungenieĂbare Sache."
""Seine grĂśĂte Tugend war seine Neugier"
"[...] Schiller hatte einen moralischen Kompass in der Brust. Seine Sympathie gehĂśrte den Getretenen, den"
""Ich habe mehrere Wochen so verzeifelte wie vergebliche Versuche unternommen, mit dem Denken aufzuhĂśren. Einmal habe ich geschlagene neun Wochen lang nichts gedacht"
"Heute existiert die Welt im Grunde nur noch fĂźr den, der liest."
"Anders als der Humor stiftet der Witz keine Gemeinschaft; oft zerstĂśrt er sie."
"Die Liebe ist eine Leidenschaft, die sich nichts anderem beugt, der sich hingegen alles andere unterwirft."
""Wir Deutschen sind ja berßchtigt dafßr, daà wir immer fremde VÜlker erziehen wollen, während in unserem eigenen Lande der Faschismus zur Herrschaft kam und wir nicht genug gegen ihn gekämpft haben,"
"Die hinten verstanden die Truppe nicht mehr, als es zum Stellungskrieg kam, und die Truppe glaubte alles besser zu wissen und wollte nicht mehr gehorchen, weil sie es ist, die die Opfer bringt."
"Wir wissen erstaunlich wenig ßber die verschiedenen Aspekte unserer Umwelt, von ihren frßhesten Anfängen bis zu ihrem jetzigen Zustand. Auch die Frage, wie sie bewahrt und geschßtzt werden kann, ist noch nicht beantwortet. In sämtlichen Diskussionen ßberschätzen alle Parteien das Ausmaà und die Zuverlässigkeit des vorhandenen Wissens."
"Ich weiĂ mit Gewissheit, dass es zu viel Gewissheit in der Welt gibt."
"Es gibt viele GrĂźnde, warum wir von fossilen Brennstoffen wegkommen sollten, und genau das werden wir im Lauf des nächsten Jahrhunderts auch tun, ohne entsprechende Gesetze, finanzielle Anreize, Programme zur Kohlenstoffbindung und das ewige Gejammer der professionellen Angstmacher. Soweit ich weiĂ, musste Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts keiner das Pferd als Transportmittel verbieten."
"Die Geschichte des menschlichen Glaubens sollte uns als Mahnung dienen. Wir haben Tausende unserer Mitmenschen umgebracht, weil wir glaubten, dass sie einen Pakt mit dem Teufel unterzeichnet hatten und Hexen geworden waren. Noch immer werden Ăźber tausend Menschen pro Jahr wegen Hexerei umgebracht."
"Das Vorsorgeprinzip, so es denn korrekt angewendet wird, verbietet das Vorsorgeprinzip. Es ist ein Widerspruch in sich. Das Vorsorgeprinzip kann daher gar nicht hart genug attackiert werden."
"Die franzÜsische Sprache avanciert zu einer Garantie fßr das Fortleben der kulturellen Pluralität."
"Eine Garnison in Friedenszeiten ist ein langweiliger Ort."
"Der Tod bleibt immer gleich, doch jeder Mensch stirbt seinen eigenen Tod."
""Allgemein machte die Witterung"
"Wir fĂźrchten uns wohl vor dem Schmerz, // Mehr aber vor der Stille, denn kein grausamer Alpdruck // KĂśnnte furchtbarer sein als diese Ăde. // Dies ist die Verdammnis. Dies ist der Zorn Gottes."
"VergnĂźgen ist keineswegs ein unfehlbarer kritischer Leitfaden, doch ist es der am wenigsten fehlbare."
"Manche Bßcher geraten unverdient in Vergessenheit; unverdient ins Gedächtnis zurßckgerufen wird keines."
"Der Vater soll seinen entarteten Sohn, der die Wßrger seiner Landsleute verherrlichte, verflucht haben. Er starb bald irgendwo in jenen Räumen, wo tausend Meilen eine kleine Entfernung sind. Die Mutter und die Schwester fßhrten das schwere Leben von Sklavinnen. Zur selben Zeit hielt Gamma auf den Versammlungen feuerige Reden, was fßr ein Glßck es sei, unter dem neuen, dem allerbesten System zu leben."
""Bamberg ist eine ziemlich grosse, artige und lebhafte Stadt (âŚ)" â Briefe eines Reisenden Franzosen Ăźber Deutschland. An seinen Bruder zu Paris. Uebersezt von K. R. 2. Band, (Orell, Gessner, FĂźssli & Cie., ZĂźrich) 1783, 61. Brief, S. 368."
""Was muss nicht die eine Hälfte der Menschheit leiden, damit die andere in Wollust leben kann!" â ZĂźrcher Zeitung, 22. August 1781, zitiert nach Urs Hafner: Subversion im Satz. Die turbulenten Anfänge der âNeuen ZĂźrcher Zeitungâ (1780â1798), Verlag Neue ZĂźrcher Zeitung, ZĂźrich 2015, ISBN 978-3-03810-093-5, S. 153."
"Wenn ein Autor Figuren entwirft, damit sie es schwer haben, ist das ja auf einer hÜheren Ebene auch das, wovon wir uns vorstellen, dass Gott es mit uns macht, dass unser Leiden einen Sinn hat und dass es eben nicht anders mÜglich ist. Aber die Frage bleibt: KÜnnte es nicht trotzdem anders sein? Wo ist die Gnade, wieso ist das Erbarmen nicht mächtiger als der Plan?"
"In diesem Moment begriff er, daĂ niemand den Verstand benutzen wollte. Menschen wollten Ruhe. Sie wollten essen und schlafen, und sie wollten, daĂ man nett zu ihnen war. Denken wollten sie nicht"
"Ein Hßgel, von dem man nicht wisse, wie hoch er sei, beleidige die Vernunft, mache ihn unruhig. Ohne stetig die eigene Position zu bestimmen, kÜnne ein Mensch sich nicht fortbewegen. Ein Rätsel, wie klein auch immer, lasse man nicht am Wegesrand."
"Glaube schafft die Form, durch die das Wirken deines Willens sich bestimmt."
"Wenn ein schlechter Mensch einmal lächelt, sucht ihn Gott heim."