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April 10, 2026
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"âDer Voyeur besteht die Kraftprobe des natĂźrlichen Empfindens: Der Wille, das Weib mit dem Mann zu sehen, Ăźberwindet selbst den Widerwillen, den Mann mit dem Weib zu sehen.â â SprĂźche und WidersprĂźche (I. Weib, Phantasie); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 26"
"âDer Sport ist ein Sohn des Fortschritts, und er trägt schon auf eigene Faust zur Verdummung der Familie bei.â â SprĂźche und WidersprĂźche (IV. Presse, Dummheit, Politik) 1909; Suhrkamp, 1988 S.78"
"âDer Momo ist ein unentbehrlicher pädagogischer Behelf im deutschen Familienleben. Erwachsene schreckt man damit, daĂ man ihnen droht, der Psychiater werde sie holen.â â SprĂźche und WidersprĂźche (IV. Presse, Dummheit, Politik); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 90"
"âDen Leuten ein X fĂźr ein U vormachen â wo ist die Zeitung, die diesen Druckfehler zugibt?â â SprĂźche und WidersprĂźche (IV. Presse, Dummheit, Politik); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 82"
"âZum Teufel mit dem Geschwätz Ăźber die sexuelle Aufklärung der Jugend! Sie erfolgt noch immer besser durch den MitschĂźler, der im Lesebuch das Wort ÂťHorenÂŤ anstreicht, als durch den Lehrer, der die Sache als eine staatliche Einrichtung erklärt, die so wichtig sei und so kompliziert wie das Steuerzahlen.â â Fackel 264/265 24; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âWohltätige Frauen sind oft solche, denen es nicht mehr gegeben ist, wohlzutun.â â Fackel 275/276 28; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âWien, diese vollständige Schatzkammer aller menschlichen FĂźhllosigkeit und politischen Ehrlosigkeit â â Fackel 501/507 91; âNachrufâ 25. JANUAR 1919 âWeltgerichtâ II. Band, Leipzig 1919. S. 282 archive.org, https://www.textlog.de/39275.html"
"âVielleicht ginge es besser, wenn die Menschen MaulkĂśrbe und die Hunde Gesetze bekämen, wenn die Menschen an der Leine und die Hunde an der Religion gefĂźhrt wĂźrden. Die Hundswut kĂśnnte in gleichem MaĂe abnehmen wie die Politik.â â Fackel 198;299 46; Pro domo et mundo"
"âVieles, was bei Tisch geschmacklos ist, ist im Bett eine WĂźrze. Und umgekehrt. Die meisten Verbindungen sind darum so unglĂźcklich, weil diese Trennung von Tisch und Bett nicht vorgenommen wird.â â Fackel 445/453 9; Nachts"
"âTugend und Laster sind verwandt wie Kohle und Diamant.â â Fackel 445/453, S. 3"
"âSie sagte sich: Mit ihm schlafen, ja â aber nur keine Intimität!â â Fackel 202 2; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âSie ist mit einer LĂźge in die Ehe getreten. Sie war eine Jungfrau und hat es ihm nicht gesagt.â â Fackel 256 26; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âSatiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten.â â Fackel 309/310 40; Pro domo et mundo"
"âKĂźnstler ist nur einer, der aus der LĂśsung ein Rätsel machen kann.â â Fackel 406/412 138; Nachts"
"âKeinen Gedanken haben und ihn ausdrĂźcken kĂśnnen â das macht den Journalisten.â â Fackel 281, 20 books.google (1909); Pro domo et mundo"
"âKein Zweifel, der Hund ist treu. Aber sollen wir uns deshalb ein Beispiel an ihm nehmen? Er ist doch dem Menschen treu und nicht dem Hund.â â Fackel 251/252 39; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âIn Wien stellen sich die Nullen vor den Einser.â â Fackel 324/325 26; Pro domo et mundo"
"âIch habe mich mein Lebtag geschämt, ein Ăsterreicher zu sein, und nie mich dieser Scham geschämt, wissend, daĂ sie der bessere Patriotismus sei.â â Fackel 554/556 2; Klarstellung"
"âGedanken sind zollfrei. Aber man hat doch Scherereien.â â Fackel 237 7; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âEs gibt nur eine MĂśglichkeit, sich vor der Maschine zu retten. Das ist, sie zu benĂźtzen. Nur mit dem Auto kommt man zu sich.â â Fackel 323 17; Pro domo et mundo"
"âErotik ist Ăberwindung von Hindernissen. Das verlockendste und populärste Hindernis ist die Moral.â â Fackel 198, S. 3"
"âEiner, der Aphorismen schreiben kann, sollte sich nicht in Aufsätzen zersplittern.â â Fackel 277/278 61; Pro domo et mundo"
"âEinen Aphorismus zu schreiben, wenn man es kann, ist oft schwer. Viel leichter ist es, einen Aphorismus zu schreiben, wenn man es nicht kann.â â Fackel 275/276 29; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âEinen Aphorismus kann man in keine Schreibmaschine diktieren. Es wĂźrde zu lange dauern.â â Fackel 266 24; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âEine merkwĂźrdige Art Mensch ist der Beamte eines magistratischen Bezirksamtes. Erledige ich eine Angelegenheit schriftlich, so lädt er mich vor. Gehe ich das andere Mal gleich selbst hin, so fordert er mich auf, eine Eingabe zu machen. Ich muss rein auf die Vermutung kommen, daĂ er das eine Mal mich kennen lernen und das andere Mal ein Autogramm von mir haben wollte.â â Fackel 270/271 33; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âEin Feuilleton schreiben heiĂt auf einer Glatze Locken drehen.â â Fackel 329/330 10; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âEin dick aufgetragener Vaterstolz hat mir immer den Wunsch eingegeben, daĂ der Kerl wenigstens die Schmerzen der Zeugung verspĂźrt hätte.â â Fackel 445/453 18, 18.1.1917; Nachts"
"âEin Aphorismus braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit ĂźberflĂźgeln. Er muss mit einem Satz Ăźber sie hinauskommen.â â Fackel 264/265 33; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âDie stärkste Kraft reicht nicht an die Energie heran, mit der manch einer seine Schwäche verteidigt.â â Fackel 275/276 28; Nachts"
"âDie Sprache ist die Mutter, nicht die Magd des Gedankens.â â Fackel 288, S. 14, Pro domo et mundo"
"âDie Sprache entscheidet alles, sogar die Frauenfrage. DaĂ der Name eines Weibes nicht ohne den Artikel bestehen kann, ist ein Argument, das der Gleichberechtigung widerstreitet. Wenn es in einem Bericht heiĂt, ÂťMĂźllerÂŤ sei fĂźr das Wahlrecht der Frauen eingetreten, so kann es sich hĂśchstens um einen Feministen handeln, nicht um eine Frau. Denn selbst die emanzipierteste braucht das Geschlechtswort.â â Fackel 287 19; Pro domo et mundo"
"âDie Ăśsterreichische Ăberzeugung, daĂ dir nix g'schehn kann, geht bis zu der Entschlossenheit eines Mannes, der auf Unfall versichert ist und sich deshalb ein Bein bricht.â â Fackel 381/383 70; Nachts"
"âDie kleinen Stationen sind sehr stolz darauf, daĂ die SchnellzĂźge an ihnen vorbei mĂźssen.â â Fackel 317/318 32; Pro domo et mundo"
"âDie deutsche Sprache ist die tiefste, die deutsche Rede die seichteste.â â Fackel 406/412 152; Nachts"
"âDer Zuhälter ist das Vollzugsorgan der Unsittlichkeit. Das Vollzugsorgan der Sittlichkeit ist der Erpresser.â â Fackel 309/310 34; Pro domo et mundo"
"âDer Ăbermensch ist ein verfrĂźhtes Ideal, das den Menschen voraussetzt.â â Fackel 264/265, S. 24; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âDer Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, daĂ er die Menschen schlechter machen kann.â â Fackel 277/278 60; Pro domo et mundo"
"âDer Skandal fängt an, wenn die Polizei ihm ein Ende macht.â â Fackel 263 27-28; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âDer Scharfsinn der Polizei ist die Gabe, alle Menschen eines Diebstahls fĂźr fähig zu halten, und das GlĂźck, daĂ sich die Unschuld mancher nicht erweisen lässt.â â Fackel 264/265 25; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âDer Historiker ist nicht immer ein rĂźckwärts gekehrter Prophet, aber der Journalist ist immer einer, der nachher alles vorher gewusst hat.â â Fackel 298/299 46; Nachts"
"âDer Aphorismus deckt sich nie mit der Wahrheit; er ist entweder eine halbe Wahrheit oder anderthalb.â â Fackel 270/271 32; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âDem BedĂźrfnis nach Einsamkeit genĂźgt es nicht, daĂ man an einem Tisch allein sitzt. Es mĂźssen auch leere Sessel herumstehen. Wenn mir der Kellner so einen Sessel wegzieht, auf dem kein Mensch sitzt, verspĂźre ich eine Leere und es erwacht meine gesellige Natur. Ich kann ohne freie Sessel nicht leben.â â Fackel 326/328 40; Pro domo et mundo"
"âDaĂ Bäcker und Lehrer streiken, hat einen Sinn. Aber die Aufnahme der leiblichen oder geistigen Nahrung verweigern, ist grotesk. Wenn es nicht etwa deshalb geschieht, weil man sie fĂźr verfälscht hält. Die lächerlichste Sache von der Welt ist ein Bildungshungerstreik. Ich stimme schon fĂźr die Sperrung der Universitäten; aber sie darf nicht durch einen Streik herbeigefĂźhrt werden. Sie soll freiwillig gewährt, nicht ertrotzt sein.â â Fackel 159/260 20; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âDas sind die wahren Wunder der Technik, daĂ sie das, wofĂźr sie entschädigt, auch wirklich kaputt macht.â â Fackel 360/361 3; Nachts"
"âDas Familienleben ist ein Eingriff in das Privatleben.â â Fackel 270/271 34; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âDas Christentum hat die erotische Mahlzeit um die Vorspeise der Neugier bereichert und durch die Nachspeise der Reue verdorben.â â Fackel 259/260 42; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âBildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben.â â Fackel 277/278 58; Pro domo et mundo"
"âBesser es wird einem nichts gestohlen. Dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei.â â Fackel 251/252 43; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âBei gleicher Geistlosigkeit kommt es auf den Unterschied der KĂśrperfĂźlle an. Ein Dummkopf sollte nicht zu viel Raum einnehmen.â â Fackel 275/276 26; SprĂźche und WidersprĂźche"
"âKeine Grenze verlockt mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze.â â Aphorismen"