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April 10, 2026
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"Er ist Mysantrop [sic!] geworden um doch etwas zu seyn."
"Ein Zensor ist ein menschgewordener Bleistift oder ein bleistiftgewordener Mensch, ein fleischgewordener Strich Ăźber die Erzeugnisse des Geistes, ein Krokodil, das an den Ufern des Ideenstromes lagert und den darin schwimmenden Literaten die KĂśpf' abbeiĂt. [...] Die Zensur ist die jĂźngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heiĂt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Geständnis der GroĂen, daĂ sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien VĂślker regieren kĂśnnen."
"Ein FĂźllerl kommt zur Welt au'm Land, // Weil's weiĂ is, wird's ein Schimmerl g'nannt, // Und weil das Schimmerl Habern friĂt, // Das Schimmerl bald ein Schimmel ist; // Der Schimmel thut Schabraken trag'n, // Und endet vor ein'n Ziegelwag'n. // Aus seine Haar' ein Unterrock wird d'raus, // So wachset sich ein Schimmel aus."
"Der Fortschritt ist halt wie ein neuentdecktes Land; ein blĂźhendes Kolonialsystem an der KĂźste, das Innere noch Wildnis, Steppe, Prärie. Ăberhaupt hat der Fortschritt das an sich, daĂ er viel grĂśĂer ausschaut, als er wirklich ist."
"In Spinoza findet Goethe die Stßtze fßr eine entschieden diesseitige Auffassung der Natur, des menschlichen Lebens und des Weltganzen. Die christlichen Elemente seines Denkens treten zurßck oder werden säkularisiert."
"Worauf wir nur mit Spinoza antworten kĂśnnen: Ignorantia non est argumentum, die Unwissenheit ist kein Beweisgrund."
"Menschen werden nämlich nicht als Staatsbßrger geboren, sondern zu ihnen erst gemacht"
"Prophetie oder Offenbarung ist die von Gott den Menschen offenbarte sichere Erkenntnis einer Sache."
"Es wird dem glĂźcklichen GemĂźte zugesprochen, wenn wir die ganze Lebenszeit mit einen gesunden Geist in einem gesunden KĂśrper durchlaufen kĂśnnen."
"ÂťAber alles, was vortrefflich ist, ist ebenso schwierig wie selten.ÂŤ"
"Ăberschätzung macht leicht den Menschen, der Ăźberschätzt wird, hochmĂźtig."
"Ăber nichts denkt der freie Mensch weniger nach als Ăźber den Tod."
"Nur freie Menschen sind einander wahrhaft dankbar."
"Niemand kann begehren glĂźcklich zu sein, gut zu handeln und gut zu leben, ohne dass er zugleich begehrt, zu sein, zu handeln und zu leben, das heiĂt wirklich zu existieren."
"Nichts von dem, was eine falsche Idee Positives enthält, wird durch die Gegenwart des Wahren, sofern es wahr ist, aufgehoben."
"Heiterkeit kann kein ĂbermaĂ haben, sondern ist immer gut; Melancholie dagegen ist immer schlecht."
"Gott oder auch die Natur"
"Die Tugend des freien Menschen zeigt sich ebenso groĂ im Vermeiden wie im Ăberwinden von Gefahren."
"Der freie Mensch handelt niemals arglistig, sondern stets aufrichtig."
"Demut ist keine Tugend, das heiĂt, sie entspringt nicht der Vernunft."
"Verehrung ist Liebe zu jemandem, den wir bewundern."
"Nichts geschieht in der Natur, was derselben als Schlechtigkeit zugerechnet werden kann."
"Ehrgeiz ist unmäĂige Begierde nach Ehre."
"Denn die Bescheidenheit ist eine Art des Ehrgeizes."
"Wir kÜnnen von der Dauer unseres KÜrpers nur eine hÜchst inadäquate Erkenntnis haben."
"Alle KĂśrper sind entweder in Bewegung oder in Ruhe."
"vollständig: "und so werden sie nicht ermßden, nach den Ursachen der Ursachen zu fragen, bis du zum Willen Gottes d. h. zum Asyl der Unwissenheit deine Zuflucht genommen hast.""
"Der Wille Gottes, Zufluchtsort der Unwissenheit (Asyl der Ignoranz)"
"Mir sind die Städte Feind, mir Freund die Wälder."
"Keine Wunde ist in mir so vernarbt, dass ich sie ganz vergessen kĂśnnte."
"Eifersucht, die Begleiterin der Liebe, hat dagegen brennende Eile, alles zu glauben, was nicht erfreut. Nicht durch Tatsachen allein, schon durch Schatten und Träume läĂt sie sich schrecken."
"Du leidest an einer unheilvollen Seelenkrankheit. Die Modernen nennen sie Schwermut, die Alten hieĂen sie geistige Trägheit."
"Bist arm und bloĂ, Philosophie, so sagt der auf verächtlichen Gewinn bedachte PĂśbel."
"Auf den Gipfel ist das Ziel und das Ende unseres Lebens, auf ihn ist unsere Wallfahrt gerichtet."
"Alle Lust der Welt ist kurzer Traum nur."
"Um nun aber das Verfahren des Descartes im einzelnen zu beschreiben, so macht er sich zum Grundsatz, vorläufig an allem zu zweifeln, ja, um recht sicherzugehen und ganz gewià zu sein, sich von jedem Vorurteil befreit zu haben, vorläufig alles fßr falsch zu halten, was er bis dahin als wahr angenommen."
"Der heiligen Siebenzahl, der heiligen Neunzahl der Astrologie haftet kraft des Prototypus der Planetenwelt, der sich in ihnen darstellt, noch eine Art dämonisch-dinglicher Macht an; aber das a und b der Algebra, wie sie Vieta im 16. Jahrhundert als Analysis speciosa begrßndet, das x und y der analytischen Geometrie Descartes' und das dy und dx der Leibnizischen Infinitesimalrechnung sind Symbole, in denen sich nur noch die reine Kraft des mathematischen Denkens selbst darstellt."
"Nun, meine Seele, heiĂt es Abschied nehmen."
"Zur Erforschung der Wahrheit bedarf es notwendig der Methode."
"Alles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis."
"Alsbald aber machte ich die Wahrnehmung, daĂ, während ich so denken wollte, Alles sei falsch, doch nothwendig ich, der ich dachte, irgend etwas sein mĂźsse, und da ich bemerkte, daĂ diese Wahrheit âich denke also bin ichâ, so fest und sicher wäre, daĂ auch die Ăźberspanntesten Annahmen der Skeptiker sie nicht zu erschĂźttern vermĂśchten, so konnte ich sie meinem DafĂźrhalten nach als das erste Princip der Philosophie, die ich suchte, annehmen."
"Ich will von der Philosophie nichts weiter sagen, als daĂ ich sah, sie sei von den vorzĂźglichsten Geistern einer Reihe von Jahrhunderten gepflegt worden, und dennoch gebe es in ihr nicht eine Sache, die nicht streitig, und mithin zweifelhaft sei; und daĂ ich demnach nicht eingebildet genug war, um zu hoffen, es werde mir damit besser gehen, als den anderen."
"Der gesunde Verstand ist die bestvertheilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, daĂ selbst diejenigen, die in allen Ăźbrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewĂśhnlich nicht mehr Verstand haben wollen als sie wirklich haben."
"Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anwenden."
"Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche."
"Und (gedenke der Zeit) da Jesus, Sohn der Maria, sprach: âO ihr Kinder Israels, ich bin Allahs Gesandter an euch, ErfĂźller dessen, was von der Thora vor mir ist, und Bringer der frohen Botschaft [âŚ]â"
"Er bestimmte fĂźr euch wegen der Religion dasselbe, womit Er Noah beauftragte, und was Wir dir (o Mohammed) offenbarten, und womit Wir Abraham und Moses und Jesus beauftragten: âHaltet die Religion aufrecht, und spaltet euch nicht darin!â [âŚ]"
"O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: âNehmet mich und meine Mutter als zwei GĂśtter neben Allahâ?"
"Ungläubig sind wahrlich, die da sagen: âSicherlich ist Allah kein anderer denn der Messias, Sohn der Maria.â Sprich: âWer vermĂśchte wohl etwas gegen Allah, wollte Er den Messias, den Sohn der Maria, zunichte machen, und seine Mutter und all jenes, was auf Erden ist?â"
"Der Messias, Jesus, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter Allahs und eine frohe Botschaft von Ihm, die Er niedersandte zu Maria, und eine Gnade von Ihm. [âŚ] Fern ist es von Seiner Heiligkeit, dass Er einen Sohn haben sollte."