First Quote Added
April 10, 2026
Latest Quote Added
"Wir treiben die Sache, von der wir besessen sind und getrieben werden, niemals gut vorwärts."
"Wer nicht wartet, bis er Durst hat, der hat keine rechte Freude an einem guten Trunk."
"Wenn wir Abschied nehmen, wird unsere Neigung zu dem, was wir schätzen, immer noch etwas wärmer."
"Wenn man in mich dringt, zu sagen, warum ich ihn liebte, so fßhle ich, dass sich dies nicht aussprechen lässt, ich antworte denn: Weil er er war; weil ich ich war."
"Wenn ich mit meiner Katze spiele, wer weiĂ, ob sie sich nicht noch mehr mit mir die Zeit vertreibt als ich mir mit ihr?"
"Wenn die Leute mir vorwerfen, dass ich zu viel von mir spreche, so werfe ich ihnen vor, dass sie Ăźberhaupt nicht mehr Ăźber sich selber nachdenken."
""Wenn ich nun sogar unter den gemäĂigsten [sic!] Ansichten auf Argumente stoĂe, die nachzuweisen suchen, wie eng die Ăhnlichkeit zwischen uns und den Tieren sei, in welchem AusmaĂ sie unsere grĂśĂten VorzĂźge teilten und wie berechtigt der Vergleich daher scheine, gebe ich wahrhaftig nicht mehr viel auf unsre Einbildung und entsage bereitwillig der KĂśnigsherrschaft, die man uns fälschlicherweise Ăźber die andern GeschĂśpfe zuschreibt." Essais Zweites Buch. 11. Ăber die Grausamkeit. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 216"
"Was nĂźtzen mir die Farben, wenn ich nicht weiĂ, was ich malen soll?"
"Unter den GĂźtern und VergnĂźgungen unsres Lebens gibt es kein einziges, dem nicht irgendein MiĂvergnĂźgen oder Ăbel beigemischt wäre. Essais. Zweites Buch. 20. Nichts genieĂen wir in seiner Reinheit. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 335"
""Unsere Welt besteht aus lauter Geschwätz, und ich habe noch keinen Menschen getroffen, der nicht eher mehr als weniger denn nĂśtig geredet hätte; jedenfalls entschwindet uns hierĂźber die halbe Lebenszeit." Essais. Erstes Buch. 26. Ăber die Knabenerziehung. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 92"
"âUns etwas verbieten heiĂt uns danach lĂźstern machen.â Essais. 2. Buch 15. Schwierigkeiten steigern unser Verlangen. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 304"
"âUngereimte Dinge kĂśnnen einem jeden entwischen: das ist ein UnglĂźck, wenn man sich MĂźhe darum gegeben hat. Essais, III, 1"
"Philosophieren heiĂt sterben lernen."
"Mancher will sprechen lernen zu einem Zeitpunkt, wo er lernen sollte, endgĂźltig zu schweigen."
"Man muss die Krankheiten gewähren lassen."
"Man muss der Unehrlichkeit oder Unvorsichtigkeit seines Bedienten immer ein wenig Spielraum lassen."
""Man berichtete Sokrates, jemand sei von einer Reise ohne jede BeĂrung zurĂźckgekommen. âDas glaube ich gernâ, entgegnete er, âer hatte sich selbst ja mitgenommen.â" Erstes Buch. 39. Ăber die Einsamkeit. Essais. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 125"
"Jedes Ding hat hundert Glieder und hundert Gesichter."
"âIch weiĂ nicht, ob diese Meinung stimmt, aber eines weiĂ ich aus Erfahrung: daĂ noch nie ein Gemeinwesen durch Strafen verbessert worden ist.â 2. Buch 15. Schwierigkeiten steigern unser Verlangen. Essais. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 305"
"Es liegt etwas Knechtisches in Zwang und Strenge."
"Es gibt noch eine andere Art von Ruhmsucht. Sie besteht darin, dass wir unseren Wert und unsere Verdienste ßberschätzen."
"Es gibt allerhand nichtswĂźrdige und eitele Spitzfindigkeiten, durch welche sich Leute zuweilen beliebt zu machen suchen."
"Die tĂśdliche Krankheit des Menschen ist seine Meinung, er wisse."
"Die Speisen, die fĂźr ein Kind gesund sind, muss man ihm versĂźĂen, und die, welche ihm schädlich sind, vergällen."
"Die Philosophie ist, und zwar auch bei gescheiten Leuten, nur ein leeres Wort, das keine Beziehung zur Wirklichkeit hat."
"âDie Natur sollte sich damit begnĂźgen, das Alter elend zu machen, ohne es auch noch lächerlich zu machen.â Essais, III, 5"
"âDie Menschen, sagt eine alte griechische Sentenz, werden durch die Meinungen gequält, die sie von Dingen haben, nicht durch die Dinge selbst.â Essais. Erstes Buch, 14. Ob wir etwas als Wohltat oder Ăbel empfinden, hängt weitgehend von unserer Einstellung ab. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 29"
"âDas einzige, was wir zu fĂźrchten haben, ist die Furcht.â"
""Daher kommt es, daĂ nichts so fest geglaubt wird wie das, worĂźber man am wenigsten weiĂ, und daĂ sich niemand sicherer gibt als jene, die uns etwas vorfabulieren â Alchimisten zum Beispiel, Wahrsager, vereidigte Sterndeuter, Handleser, Ărzte und das ganze Ăźbrige Pack." Essais. Erstes Buch. 32. GĂśttliche FĂźgungen sollte man nĂźchtern beurteilen. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 116"
""Bei dem, was wir gewĂśhnlich Freunde und Freundschaft nennen, handelt es sich allenfalls um nähere Bekanntschaften, die bei gewissen Anlässen oder um irgendeines Vorteils willen geknĂźpft wurden und uns nur insoweit verbinden." Erstes Buch. 28. Ăber die Freundschaft. Essais. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 101"
"" Aus einfältigen, nicht so gar neugierigen Seelen und nicht so gar gelehrten Seelen werden gute Christen, die aus Ehrfurcht und Gehorsam einfältig glauben, und den Gesetzen folgen." ((Ăb. von Tietz, op. cit. S.352)"
"AnmaĂung ist unsere eigentliche angeborene Krankheit."
"Am jetzigen Verfall hat jeder von uns seinen eigenen Anteil."
"W ist nichts als Sexualität, M ist sexuell und noch etwas darßber."
""Die historische Nachforschung muà dem Volksmund recht geben, der ihr Resultat längst vorweggenommen hat: Je länger das Haar, desto kßrzer der Verstand"."
"Es ist also richtig, daĂ das Weib keine Logik besitzt."
"Einen Menschen verstehen heiĂt also: er selbst sein."
"Die Gesellschaft kennt den Begriff des Verbrechens, aber nicht den der SĂźnde, sie zwingt zur Strafe, ohne Reue erreichen zu wollen."
"Die Frauen haben, wenn auch der äuĂere Schein fĂźr das Gegenteil sprechen mag, in Wahrheit gar keinen Sinn fĂźr das Genie, ihnen gilt jede Extravaganz der Natur, die einen Mann aus Reih und Glied der anderen sichtbar hervortreten lässt, zur Befriedigung ihres sexuellen Ehrgeizes gleich; sie verwechseln den Dramatiker mit dem Schauspieler und machen keinen Unterschied zwischen Virtuos und KĂźnstler."
"Der Mann hat die gleichen psychischen Inhalte wie das Weib in artikulierterer Form; wo sie mehr oder minder in Heniden denkt, dort denkt er bereits in klaren, distinkten Vorstellungen, an die sich ausgesprochen und stets die Absonderung von den Dingen gestattende GefĂźhl knĂźpfen."
"Mit jedem Schritt streift die Philosophie eine Haut von sich, und schlßpfen die schlechteren Anhänger hinein."
"Fegt mich weg!"
""Ich sehe mich zuweilen umgeben von einer greulich phrasenhaften Gestalt"
"Die Christenheit hat, ohne es recht selber zu merken, das Christentum abgeschafft; daraus ergibt sich, daĂ, wenn etwas geschehen soll, versucht werden muĂ, das Christentum wieder in die Christenheit einzufĂźhren."
"Alles ist eine Modesache: Gottesfurcht ist eine Modesache und die Liebe und die Krinoline und ein Ring in der Nase."
"Es ist meiner Seele zuwider, das zu tun, was so oft geschieht, nämlich nicht menschlich von dem GroĂen zu reden, als wären einige Jahrtausende ein ungeheurer Abstand; ich rede am liebsten menschlich davon, als wäre es gestern, und lasse nur die GrĂśĂe selbst den Abstand sein."
"Denn wer unendlich resigniert hat, ist sich selber genug."
"Es ist keine Kunst, ein Mädchen zu verfßhren, aber ein Glßck, eines zu finden, das es wert ist, verfßhrt zu werden."
"Was wird geschehen? Was wird die Zukunft bringen? Ich weià nicht; ich ahne nichts. Wenn eine Spinne sich von einem festen Punkte aus in ihre Konsequenzen hinabstßrzt, da sieht sie vor sich beständig einen leeren Raum, in welchem sie nirgends Fuà findet, wie sehr sie auch zappeln mag. Geradeso geht es mir. Vorn immer ein leerer Raum; was mich vorwärts treibt, ist eine Konsequenz, deren erster Anstoà hinter mir liegt. Dieses Leben ist ein verkehrtes und schreckliches, nicht zum Aushalten."
"Was ist ein Dichter? Ein unglĂźcklicher Mensch, der heiĂe Schmerzen in seinem Herzen trägt, dessen Lippen aber so geartet sind, daĂ, während Seufzer und Geschrei ihnen entstrĂśmen, diese dem fremden Ohr wie schĂśne Musik ertĂśnen.."