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April 10, 2026
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"âZwei Dinge bedeuten mir Leben: die Freiheit und das Objekt meiner Liebe.â Der ehrliche Hurone, Kap. 13"
"âEs gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht.â Der ehrliche Hurone, Kap. 5"
"âDie Zeit heilt alle Wunden.â Der ehrliche Hurone, Kap. 20"
"âAch, wenn wir schon Fabeln und Wundergeschichten nĂśtig haben, so sollen sie wenigstens ein Symbol der Wahrheit sein!â"
"âNichts ist gefährlicher in der Welt als GrĂśĂe.â Pangloss in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 30"
"âIhr Europäer scheint nur Milch statt Blut in den Adern zu haben.â Die Alte in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 11"
"â,Gut gesagt,â antwortete Kandid, ,aber wir mĂźssen unsern Garten bestellen.ââ Candide oder Die beste der Welten, Kap. 30, letzter Satz des Buches"
"âDie Arbeit schĂźtzt uns vor drei HauptĂźbeln, vor Langeweile, Laster und Not.â Der alte TĂźrke in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 30"
"âBei einem berĂźhmten Autor bewundern Narren alles. Ich lese nur fĂźr mich, und ich mag nur, was mir dienlich ist.â Pococurante in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 25"
"âAlle Ereignisse in dieser besten aller mĂśglichen Welten stehen in notwendiger Verkettung miteinander.â Pangloss in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 30"
"âZermalmt das Schimpfliche!â Mit diesem antiklerikalen Appell zeichnete Voltaire seit 1760 viele Briefe an vertrauenswĂźrdige Adressaten."
"âSchreit, man muss schreien!â Brief an Damilaville, 4. April 1762"
"âMan bekommt Lust, auf allen Vieren zu laufen, wenn man Ihr Werk liest. Da ich aber diese Angewohnheit seit mehr als sechzig Jahren verloren habe, denke ich, dass es mir unglĂźcklicherweise unmĂśglich ist, sie wiederzuerlangen.â Brief an Jean-Jacques Rousseau, 30. August 1755, nach LektĂźre von dessen Discours sur lâorigine et les fondements de lâinĂŠgalitĂŠ parmi les hommes (âAbhandlung Ăźber Ursprung und Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschenâ)"
"âIch habe angefangen, ein bisschen vergnĂźgt zu sein, da man mir sagte, das sei gut fĂźr die Gesundheit.â Brief an AbbĂŠ Trublet, Ferney, 27. April 1761"
"Der ewige Doktorand ist nichts Neues. Es gab ihn immer. Neu ist die Unzahl von Menschen, die der politische Akademisierungswahn in diese Sackgasse gejagt hat. Das typische Los eines ewigen Doktoranden, vor dem man schon vor 50 Jahren warnte, sieht so aus: Er arbeitet Ăźber Rilke. Jedesmal, wenn er glaubt, fertig zu sein, erscheint eine neue VerĂśffentlichung Ăźber Rilke. Er will sie berĂźcksichtigen (usw.)."
"Wer spricht von Siegen? Ăberstehn ist alles."
"Wenn arme Leute nachdenken, soll man sie nicht stÜren. Vielleicht fällt es ihnen doch ein."
"Verwandlung ist nicht LĂźge..."
"Tanzt die Orange. Wer kann sie vergessen, // wie sie, ertrinkend in sich, sich wehrt // wider ihr SĂźĂsein. Ihr habt sie besessen. // Sie hat sich kĂśstlich zu euch bekehrt."
"Sie sind so jung, so vor allem Anfang, und ich mÜchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles UngelÜste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bßcher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden kÜnnen, weil Sie sie nicht leben kÜnnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein."
"Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, // Niemandes Schlaf zu sein unter soviel // Lidern."
"Irgendwo blĂźht die Blume des Abschieds und streut // immerfort BlĂźtenstaub, den wir atmen, herĂźber; // auch noch im kommendsten Wind atmen wir Abschied."
"âŚGott war guter Laune. Geizen // ist doch wohl nicht seine Art; // und er lächelte: da ward // BĂśhmen, reich an tausend Reizen."
"Es gibt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere."
"Du muĂt dein Leben ändern."
"[...] das SchÜne ist nichts // als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, // und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, // uns zu zerstÜren. Ein jeder Engel ist schrecklich."
"Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge // und keine Heimat haben in der Zeit. // Und das sind WĂźnsche: leise Dialoge // der armen Stunden mit der Ewigkeit."
"Alle, die in SchĂśnheit gehn, // werden in SchĂśnheit auferstehn."
"Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt // obdachlos die Unvergänglichkeit."
"Wir bauen an dir mit zitternden Händen, // und wir tßrmen Atom auf Atom. // Aber wer kann dich vollenden, // du Dom."
"O Herr, gib jedem seinen eignen Tod, // das Sterben, das aus jenem Leben geht, // darin er Liebe hatte, Sinn und Not."
"Des Sommers Wochen standen still, // es stieg der Bäume Blut; // jetzt fßhlst du, daà es fallen will // in den, der alles tut."
"Denn Armut ist ein groĂer Glanz aus Innen ..."
"Das Erz hat Heimweh. Und verlassen // will es die MĂźnzen und die Räder, // die es ein kleines Leben lehren. // Und aus Fabriken und aus Kassen // wird es zurĂźck in das Geäder // der aufgetanen Berge kehren, // die sich verschlieĂen hinter ihm."
"Zyniker, der [Subst.], ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten."
"Zukunft, die [Subst.], jene Zeit, in der unsere Geschäfte gut gehen, unsere Freunde treu sind und unser Glßck gesichert ist."
""Wirkung ist die zweite von zwei Erscheinungen, die immer in derselben Aufeinanderfolge vorkommen. Von der ersten, Ursache genannt, sagt man, sie bringt die zweite hervor"
"Werbung ist der Versuch, das DenkvermĂśgen des Menschen so lange auĂer Takt zu setzen, bis er genĂźgend Geld ausgegeben hat."
"Wahrheit: Einfallsreiche Vermengung von Wßnschbarkeit und Anschein. Wahrheitsfindung ist das einzige Ziel der Philosophie; diese ist die älteste Beschäftigung des menschlichen Geistes und hat gute Aussichten, bis zum Ende der Zeit mit wachsender Betriebsamkeit fortzudauern."
"Vorurteil: Streunende Meinung ohne erkennbaren Lebensunterhalt."
"Ungläubiger: in New York: jemand, der nicht an die christliche Religion glaubt; in Istanbul: jemand, der an sie glaubt."
"Unfall, der [Subst], Ein unvermeidliches Ereignis, das aufgrund unveränderlicher Naturgesetze auftritt."
"Telefon, das [Subst.], ist eine Erfindung des Teufels, die die erfreuliche MÜglichkeit, sich einen lästigen Menschen vom Leibe halten zu kÜnnen, teilweise wieder zunichte macht."
"SelbstsĂźchtig, [adj]: ohne RĂźcksicht auf die Selbstsucht anderer."
"SchÜnheit, die [Subst.], Die Macht, mit der eine Frau ihren Liebhaber bezaubert und ihren Ehegatten in Schranken hält."
"Rezept: die ärztliche Vermutung darßber, wie der Krankheitszustand eines Patienten mit dem geringsten Schaden aufrecht zu erhalten ist."
"Realismus, der [Subst.]: die Kunst einer Naturdarstellung aus der KrĂśtenschau: der Zauber einer Landschaft, wie sie ein Maulwurf malt, die Geschichte, wie sie eine Spannerlarve schreibt."
"Radikalismus, der [Subst.]: der Konservatismus von morgen als Injektion in die Angelegenheiten von heute."
"Patriot: Jemand, dem die Interessen eines Teils Ăźber die Interessen des Ganzen gehen. Der Gimpel der Politiker und das Werkzeug der Eroberer."
"MeĂgewänder sind das KostĂźm der Narren am Himmlischen Hof."