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April 10, 2026
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"Es gibt keine potentiellen Personen. Personen besitzen Fähigkeiten, Potenzen. Personen kÜnnen sich entwickeln. Aber es kann sich nicht etwas zur Person entwickeln. Aus etwas wird nicht jemand."
"Einsicht in Wahrheit aber gibt es nur in Freiheit. Verhalten kann und muss gelegentlich erzwungen werden. Wahrheitseinsicht und Glauben kĂśnnen nicht erzwungen werden. Die Wahrheit spricht mit leiser Stimme."
"Eine Verantwortung vor sich selbst kann es im eigentlichen Sinn nicht geben, weil man sich selbst in diesem Fall immer dispensieren kann."
"Die Aufdringlichkeit von Werten steht fast immer in einem umgekehrten Verhältnis zu ihrer HÜhe."
"Der fundamentale Akt der Freiheit ist der des Verzichtes auf Unterjochung eines Unterjochbaren, der Akt des ÂťSeinlassensÂŤ."
"Antike Ethik ist Kunstlehre des Lebens."
"Wahrheit ist die Erfindung eines LĂźgners."
"Zunehmend habe ich den Eindruck, daĂ unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung im Zenit ihrer Entwicklung angelangt ist. Im Grunde hat sie damit keine Zukunftsperspektive mehr. Die Art wie wir leben, ist nicht verallgemeinerungsfähig. Wir kĂśnnen unsere materiellen AnsprĂźche an die Erde und ihre Ressourcen nicht auf die groĂe Mehrheit der Menschheit Ăźbertragen. China und Indien mit der gleichen PKW-Dichte und dem gleichen Verbrauch an Energie wie in einer hochentwickelten Zivilisation wären undenkbar. [...] Das heiĂt aber, daĂ die FortfĂźhrung unserer eigenen Lebensweise nur mĂśglich ist, wenn sie auch in Zukunft einer privilegierten Minderheit, den hochentwickelten Industrienationen, vorbehalten bleibt."
""Bei Karl May erinnere ich mich an den grĂśĂten Verlust, der mir je widerfahren ist. Als wir 1945 Ăźber Nacht Schkopau verlassen mussten und von der Militärkommandantur nach West-Deutschland transportiert wurden, da durften wir nur einen einzigen Koffer mitnehmen. Meine gesamte Karl-May-Sammlung"
"Seltsam, daà eine Hälfte unseres Lebens Schlaf ist und von der verbleibenden Hälfte wiederum die Hälfte Vergessen oder Verblendung gegenßber der Zukunft. So nähert man sich stufenweise unmerklich dem Tode: indem man die meiste Zeit davon träumt, zu leben."
"Denn während man Freude gemeinsam erlebt, ist man im Leid auf sich allein gestellt, wie abgeschnitten von allen anderen Menschen."
"Ich kann nur leben mit meinem Volke; ich mĂśchte und muss seinen Weg mitgehen Schritt fĂźr Schritt; so hoch ich diejenigen achte, die aus Gesinnung emigrierten, so habe ich doch nie daran gedacht. Deutschland zu verlassen; es hat sich auch ergeben, dass eine geistige Einwirkung auf ein der Diktatur unterworfenes Land von auĂen kaum mĂśglich ist."
"Allein den Betern kann es noch gelingen, // Das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten // Und diese Welt den richtenden Gewalten // Durch ein geheiligt Leben abzuringen"
"Were man nicht persuadiert, daĂ alles vorgesehen und nicht zu endern stehet, mĂźĂte man in steter Qual leben und allezeit meinen, man hätte sich was vorzuwerfen; aber sobald man betracht, daĂ gott der allmächtige alles vorsehen hat und nichts geschicht, alĂ was so lange und zu allen zeiten von gott verordnet ist, muĂ man sich wohl mit geduld in alles ergeben und kann man allezeit mit sich selber zufrieden sein, wenn, was man tut, in guter meinung geschicht; daĂ Ăźberige steht nicht bei uns."
"Glaubt mir, liebe Louise! unterschied der Christenreligionen bestehet nur in pfaffengezäng, so, welche sie auch sein mÜgen, katholische, reformierte oder lutherische, haben alle ambition und wollen alle Christen einander wegen der religion hassen machen, damit man ihrer von nÜten haben mag und sie ßber die menschen regieren mÜgen. Aber wahre Christen, so gott die gnade getan, ihn und die tugend zu lieben, kehren sich an das pfaffengezäng nicht, sie folgen gottes wort, so gut sie es verstehen mÜgen, und die ordenung der kirchen, in welcher sie sich finden, lassen das gezäng den pfaffen, den aberglauben dem pÜbel und dienen ihren gott in ihrem herzen und suchen, niemands ärgernus zu geben. Dies ist, was gott anbelangt, im ßberigen haben sie keinen haà gegen ihren negsten, welcher religion er auch sein mag, suchen, ihm zu dienen, wo sie kÜnnen, und ergeben sich ganz der gÜttlichen providenz."
"In dieĂem morgen erfahre ich, daĂ die alte Maintenon verreckt ist, gestern zwischen 4 und 5 Uhr abendt. Es were ein groĂ glĂźck geweĂen, wen es vor etlich und 30 Jahren geschehen were.""
"Ich kann nicht leben, ohne gar nichts zu tun; arbeyten noch spinnen kann ich ohnmĂśglich, allezeit plauderen were mir unerträglich... allezeit lesen kann ich auch nicht, mein hirnkasten ist zu verwirrt... schreiben amusiert mich und gibt meinen trauerigen gedanken distraction. Also werde ich keine von meinen correspondenzen abbrechen, und was Ihr auch sagen mĂśgt, liebe Louise, so werde ich Euch alle donnerstag und sambstag schreiben und an meine liebe prinzeĂ von Wallis alle dienstag und freytag. I.L. liebe schreiben seind eine arzeney vor mich; denn sie schreibt so artig und verzehlt so angenehm, daĂ es eine rechte lust ist, I.L. schreiben zu lesen und zu beantworten; das divertiert mich mehr als die spektakel... Mein kleinster brief, so ich in der ganzen woche schreibe, ist an die kĂśnigin in Spanien... und der gibt mir mehr mĂźhe, als alle andere briefe... weilen ich als auf complimenten antworten muĂ, welche ich nie habe vertragen kĂśnnen... Es kĂśnnte leicht sein, daĂ die prinzeĂ von Wallis zufrieden sein kĂśnnte, nur einmal die woch von meinen albern briefen zu haben und nur einmal zu schreiben; aber das kompt mir gar nicht zu paĂ, werde also fortfahren, wie ich bisher getan."
"Es seind viel kÜnigliche personen, so man ßbel erzogen und in der jugend verdorben hat, ihnen nur ihre grandeur gelernt, aber nicht dabey, wie daà sie nur menschen wie andere seind und vor nichts mit aller ihrer grandeur zu estimieren sein, wofern sie kein gut gemßte haben und nach tugend trachten. Ich habe einmal in einem buch gelesen, daà man solche an säue vergleicht, mit goldenen halsbänder. Das hat mich frappiert und auch lachen machen, ist aber doch nicht ßbel gesagt."
"Ich habe keinen ehrgeiz, will nichts regieren, wĂźrde auch keinen lust drin finden. Das ist der franzoschen weiber einige (eigene) sache; keine kĂźchenmagd hier glaubt, daĂ sie nicht verstand genung habe, das ganze kĂśnigreich zu regieren, und daĂ man ihr das grĂśĂte unrecht von der welt tut, sie nicht zu rat zu ziehen. Das hat mich alle ambition ganz verleydt; denn ich finde ein solch abscheulich ridicul hierin, daĂ mir davor graust.""
"Wie E.L. (Euer Liebden) mir nun die teutsche hĂśf beschreiben, wĂźrde ich eine groĂe verenderung drin finden; allein von der teutschen aufrichtigkeit halte ich mehr als von der magnificence und ist mir recht leyd zu vernehmen, daĂ solche sich verlieret im vatterland. Es ist leicht zu erachten, wovon der luxe die treuherzigkeit verjagt; man kann nicht magnifik sein ohne geld, und wenn man so sehr nach geld fragt, wird man interessiert, und wenn man einmal interessiert wird, sucht man alle mittel hervor, was zu bekommen, wodurch dann die falschheit, lĂźgen und betriegen einreiĂt, welches dann treu, glauben und aufrichtigkeit ganz verjagt."
"Ich glaube, daĂ Mons. de Louvois in jener welt wegen der Pfalz brennt; er war greulich cruel, nichts konnte ihn jammernâŚ"
"Denn ich habe Mannheim all mein Leben lieb gehabt."
"⌠das macht mir das hertz blutten, undt man nimbt mir es noch hoch vor Ăźbel daĂ ich trawerig drĂźber binâŚ"
"Ich vor mein theil wolte lieber ein reicher regierender reichsgraff sein mitt seiner freyheitt, alĂ ein enfant (KĂśnigskind Frankreichs), denn wir seindt in der that nichts anderst als gecronte sclaven; ich were erstickt, wenn ich dieĂes nicht gesagt hette..."
"Den es ist mir all mein leben leydt geweĂen, ein weibsmensch zu sein, und churfĂźrst zu sein, wehre mir, die wahrheit zu sagen, beĂer ahngestanden, alĂ Madame zu sein; aber weillen es gottes willen nicht geweĂen, ist es ohnnĂśtig, dran zu gedencken..."
"Wie ich (als Kind) im Haag mit I.L. (= Ihrer Liebden, gemeint ist der spätere englische KĂśnig Wilhelm III. von Oranien) spielte und met verlĂśff met verlĂśff (plattdeutsch: mit Verlaub) in mein hembt schiĂ, dachte ich woll nicht, daĂ er einsmals so eine groĂe Figur machen wĂźrde; wenn nur seine groĂe ahnschläge nicht besiegelt werden wie ich damals das spiel besiegelte; wenn es aber geschehen solte undt unĂ dadurch der friede zukäme, wĂźrde ich warlich gar woll zufrieden seinâŚ"
"Wenn es wahr ist, daà man wieder jungfer wird, wenn man in langen jahren bey keinem mann schläft, so muà ich wieder eine jungfer geworden sein, denn seyder 17 jahren haben mein herr und ich nicht bey einander geschlafen, mÜgte aber, umb es gewià zu wissen, nicht in der herren Tartaren hände fallen. Die Tartaren mßssen mehr vom gefßhl als vom gesicht halten in den 5 sinnen, weilen sie lieber alte als junge weiber haben."
"Ich habe (meine Tochter) nicht viel verendert gefunden, aber ihren Herrn (Gemahl) abscheĂźlich. Er war vor dieĂem mitt den schĂśnsten farben undt nun ist er ganz braunrodt und dicker, alĂ mein sohn; ich kann sagen, daĂ ich so dick und fette kinder habe, alĂ ich selber bin."
"⌠ich bin ja all mein leben häĂlich gewesen, drum habe ich keine lust nehmen kĂśnnen, mein bärenkatzenaffengesicht im spiegel zu betrachten, also kein wunder, daĂ ich mich nicht oft betracht habe."
"Wenn ich die romans lange und an einem stĂźck lesen mĂźĂte, wĂźrden sie mir beschwerlich fallen; ich lese aber nur ein blatt 3 oder 4, wenn ich met verlĂśff auf dem kackstuhl morgens und abends sitze, so amĂźsierts mich und ist weder mĂźhsam noch langweilig so."
"DaĂ ist eine albere meinung, daĂ sich weiber undt maner in den wolcken verstecken kĂśnnen undt hageln, umb alles zu verderben. Zu Paris glaubt man ahn keine hexsen undt hĂśrt auch von keine. â Liselotte in einem Brief vom 30. Juni 1718 an ihre Halbschwester Louise zu Pfalz in: Elisabeth Charlotte Herzogin von OrlĂŠans, Briefe aus den Jahren 1676â1722; Hrsg. W. L. Holland, Band 3, Stuttgart/TĂźbingen 1874, S. 302â307; Online"
"In einem Leben, das nur auf Geld gestellt ist, geht es uns allen so. Man presst eine Zitrone aus und wirft sie fort."
"Woher kommt dem Menschen so groĂer Hunger nach verbotenen Speisen?"
"Wir streben immer zum Verbotenen und begehren das, was uns versagt wird."
"Wieviel Muscheln am Strand, soviel Schmerzen bietet die Liebe."
"Was wagt der freche Amor nicht?"
"Vergeude keine Zeit mit Bitten!"
"Um geliebt zu werden, sei liebenswĂźrdig."
"Um zu genesen, musst du viel Schmerzhaftes ertragen."
"Ăberall herrscht Zufall. Lass deine Angel nur hängen; wo du's am wenigsten glaubst, sitzt im Strudel der Fisch."
"Traurig wirst du sein, wenn du allein sein wirst."
"Sßà ist's, die Zeit auf die Bearbeitung der Ăcker zu verwenden."
"Solange Du glĂźcklich bist, wirst Du viele Freunde haben. Wenn die Zeiten bewĂślkt sein werden, wirst Du allein sein."
"So viele Sterne der Himmel, so viele Mädchen hat dein Rom."
"SchÜnheit ist vergänglich, und wie mit den Jahren sie zunimmt, nimmt sie auch ab."
"Rede dir ein, du liebst, wo du flĂźchtig begehrst. Glaub es dann selbst... Aufrichtig liebt, wem's gelang, sich selbst in Feuer zu sprechen."
"Nichts ist mächtiger als Gold."
"Nichts ist prägender als die Gewohnheit."
"Keusch ist, die niemand gefragt hat."
"Keine Berechnung kann das Schicksal besiegen."