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April 10, 2026
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""Die Dunkelheit gewisser Maximen ist nur relativ: nicht alles ist dem HĂśrenden deutlich zu machen, was dem AusĂźbenden einleuchtet." â Maximen und Reflexionen, Nr. 1068 bei Hecker"
""Derjenige, der sich mit Einsicht fĂźr beschränkt erklärt, ist der Vollkommenheit am nächsten." â Maximen und Reflexionen"
""Der Roman ist eine subjektive Epopee, in welcher der Verfasser sich die Erlaubnis ausbittet, die Welt nach seiner Weise zu behandeln. Es fragt sich also nur, ob er eine Weise habe, das andere wird sich schon finden." â Maximen und Reflexionen 133"
""Der Mystizismus ist die Scholastik des Herzens, die Dialektik des GefĂźhls." â Maximen und Reflexionen"
""Der mittelmäĂigste Roman ist immer noch besser als die mittelmäĂigen Leser, ja der schlechteste partizipiert etwas von der Vortrefflichkeit des ganzen Genres." â Maximen und Reflexionen 1406"
""Der Hass ist ein aktives MissvergnĂźgen, der Neid ein passives; deshalb darf man sich nicht wundern, wenn der Neid so schnell in Hass Ăźbergeht." â Maximen und Reflexionen"
""Der echte SchĂźler lernt aus dem Bekannten das Unbekannte entwickeln und nähert sich dem Meister." â Maximen und Reflexionen"
""Den Stoff sieht jedermann vor sich, den Gehalt findet nur der, der etwas dazu zu tun hat, und die Form ist ein Geheimnis den Meisten." â Maximen und Reflexionen, Nr. 289 bei Hecker"
""Das schĂśnste GlĂźck des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren." â Maximen und Reflexionen, Nr. 1207 bei Hecker"
""Das schädlichste Vorurteil ist, dass irgend eine Art Naturuntersuchung mit dem Bann belegt werden kĂśnne." â Maximen und Reflexionen"
""Das Naive als natĂźrlich ist mit dem Wirklichen verschwistert. Das Wirkliche ohne sittlichen Bezug nennen wir gemein." â Maximen und Reflexionen"
""Das ist der glĂźcklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang in Verbindung setzen kann." â Maximen und Reflexionen, Aus Kunst und Altertum 1821"
""Das erste und letzte, was vom Genie gefordert wird, ist Wahrheitsliebe." â Maximen und Reflexionen, VII, Nr. 1"
""Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt." â Maximen und Reflexionen, 495"
""Daher denn auch der Mathematiker seine Formelsprache so hoch steigert, uns, insofern es mĂśglich, in der meĂbaren und zählbaren Welt die unmeĂbare mitzubegreifen. Nun erscheint ihm alles greifbar, faĂlich und mechanisch, und er kommt in den Verdacht eines heimlichen Atheismus, indem er ja das UnmeĂbarste, welches wir Gott nennen, zugleich mitzuerfassen glaubt und daher dessen besonderes oder vorzĂźgliches Dasein aufzugeben scheint." â Maximen und Reflexionen 1286"
""Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein. Wie oft kĂśnnen wir jemandem begegnen, dem wir Dank schuldig sind, ohne daran zu denken!" â Maximen und Reflexionen, 5"
""Aus vielen Skizzen endlich ein Ganzes hervorzubringen, gelingt selbst den Besten nicht immer." â Maximen und Reflexionen"
""Aus aller Ordnung entsteht zuletzt Pedanterie; um diese los zu werden, zerstĂśrt man jene, und es geht eine Zeit hin, bis man gewahr wird, daĂ man wieder Ordnung machen mĂźsse." Einzelnheiten, Maximen und Reflexionen, in Goetheâs Werke â Vollständige Ausgabe letzter Hand, 1833."
""Aufrichtig zu sein, kann ich versprechen, unparteiisch zu sein, aber nicht." â Aus Kunst und Alterthum, 4. Band, 2. Heft 1823, Nr. 184. Aus: Maximen und Reflexionen. hg. von Max Hecker. Weimar: Goethe-Gesellschaft, 1907. S. 33"
""Auch jetzt im Augenblick sollte jeder Gebildete Sternes Werke wieder zur Hand nehmen, damit auch das 19. Jahrhundert erfĂźhre, was wir ihrem schuldig sind, und einsähe, was wir ihm schuldig werden kĂśnnen." â Ăźber Laurence Sterne, Maximen und Reflexionen, 760"
""Anstatt meinen Worten zu widersprechen, sollten sie nach meinem Sinne handeln." â Maximen und Reflexionen, Nr. 114 bei Hecker"
""Alles, was wir treiben und tun, ist ein AbmĂźden; wohl dem, der nicht mĂźde wird!" â Maximen und Reflexionen, Nr. 303 bei Hecker"
""Alles Lebendige bildet eine Atmosphäre um sich her." â Maximen und Reflexionen, Nr. 435 bei Hecker"
""Alles ist einfacher, als man denken kann, zugleich verschränkter, als zu begreifen ist." â Maximen und Reflexionen, Nr. 1209 bei Hecker"
""Alle Empiriker streben nach der Idee und kĂśnnen sie in der Mannigfaltigkeit nicht entdecken; alle Theoretiker suchen sie im Mannigfaltigen und kĂśnnen sie darinne nicht auffinden." â Maximen und Reflexionen, Nr. 803 bei Hecker"
""Wenn Licht und Finsternis ihr im ganzen verschiedene Stimmungen geben, so werden schwarze und weiĂe Bilder, die zu gleicher Zeit ins Auge fallen, diejenigen Zustände nebeneinander bewirken, welche durch Licht und Finsternis in einer Folge hervorgebracht wurden." â II. Schwarze und weiĂe Bilder zum Auge, Johann Wolfgang Goethe. Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche. Band 1â24 und Erg.-Bände 1â3, Band 16, ZĂźrich 1948 ff, S. 29-34., www.zeno.org"
""Jene unmittelbare Verwandtschaft des Lichtes und des Auges wird niemand leugnen, aber sich beide zugleich als eins und dasselbe zu denken, hat mehr Schwierigkeit." â Goethes Naturwissenschaftliche Schriften (KĂźrschner), Farbenlehre"
""Es ist äuĂerst schwer, fremde Meinungen zu referieren, besonders wenn sie sich nachbarlich annähern, kreuzen und decken." â Geschichte der Farbenlehre, Einleitung"
""Wird einer strebenden Jugend die Geschichte eher lästig als erfreulich, weil sie gern von sich selbst eine neue, ja wohl gar eine Urwelt-Epoche beginnen mÜchte; so haben die in Bildung und Alter Fortschreitenden gar oft mit lebhaftem Danke zu erkennen, wie mannigfaltiges Gute, Brauchbare und Hßlfreiche ihnen von den Vorfahren hinterlassen worden." Beginn der Geschichte der Farbenlehre, Einleitung"
""Endlich ist noch bemerkenswert, dass wilde Nationen, ungebildete Menschen, Kinder eine groĂe Vorliebe fĂźr lebhafte Farben empfinden, dass Tiere bei gewissen Farben in Zorn geraten, dass gebildete Menschen in Kleidung und sonstiger Umgebung die lebhaften Farben vermeiden und sie durchgängig von sich zu entfernen suchen." â Farbenlehre â 1. Abteilung, Anhang Pathologische Farben Satz 135"
""Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden." â Zur Farbenlehre"
""Der Wissenschaftler muss durch sein Handeln immer wieder kund tun, dass er zum humanen Teil der Menschheit gehĂśrt." â Zur Farbenlehre"
""Das Licht Ăźberliefert das Sichtbare dem Auge; das Auge Ăźberliefert's dem ganzen Menschen. Das Ohr ist stumm, der Mund ist taub; aber das Auge vernimmt und spricht. In ihm spiegelt sich von auĂen die Welt, von innen der Mensch. Die Totalität des Innern und ĂuĂern wird durchs Auge vollendet." â Farbenlehre, Stuttgart (Kohlhammer) 1950-55, Erstausgabe 1810"
""Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken. Aus gleichgĂźltigen tierischen Hilfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seinesgleichen werde, und so bildet sich das Auge am Lichte fĂźrs Licht, damit das innere Licht dem äusseren entgegentrete." â Goethes Naturwissenschaftliche Schriften (KĂźrschner) âEntwurf einer Farbenlehreâ, Bd. 3, S. 88"
"Das Auge ist das letzte, hĂśchste Resultat des Lichtes auf den organischen KĂśrper. Das Auge als ein GeschĂśpf des Lichtes, leistet alles, was das Licht selbst leisten kann." â Vorstudien zur Farbenlehre, "Das Auge"
""Da ein Lexikon sowie ein Kompendium einer Erfahrungswissenschaft eigentlich nur eine Sammlung des kursierenden Wahren und Falschen ist, so wird man auch von dieser Gesellschaft nichts weiter erwarten." â Zur Farbenlehre, 6. Abteilung. Achtzehntes Jahrhundert [I]: Nachlese. Aus: Naturwissenschaftliche Schriften. Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche. 28. August 1949. hg. von Ernst Beutler, Bd. 15, ZĂźrich: Artemis, 1948 ff. S. 635"
""Wir sind nie entfernter von unsern WĂźnschen, als wenn wir uns einbilden, das GewĂźnschte zu besitzen." â Die Wahlverwandtschaften II, 5. Aus Ottiliens Tagebuche"
""Wir blicken so gern in die Zukunft, weil wir das Ungefähre, was sich in ihr hin und her bewegt, durch stille WĂźnsche so gern zu unsern Gunsten heranleiten mĂśchten." â Die Wahlverwandtschaften II, 4"
""Wie schwer ist es, daĂ der Mensch recht abwäge, was man aufopfern muĂ gegen das, was zu gewinnen ist, wie schwer, den Zweck zu wollen und die Mittel nicht zu verschmähen! Viele verwechseln gar die Mittel und den Zweck, erfreuen sich an jenen, ohne diesen im Auge zu behalten." â Die Wahlverwandtschaften I, 6"
""VĂśllig fremde und gegeneinander gleichgĂźltige Menschen, wenn sie eine Zeitlang zusammenleben, kehren ihr Inneres wechselseitig heraus, und es muss eine gewisse Vertraulichkeit entstehen." â Die Wahlverwandtschaften II, 13"
""Und doch ist es in manchen Fällen [...] notwendig und freundlich, lieber nichts zu schreiben, als nicht zu schreiben." â Die Wahlverwandtschaften II, 1"
""Sich mitzuteilen ist Natur; Mitgeteiltes aufzunehmen, wie es gegeben wird, ist Bildung." â Die Wahlverwandtschaften II, 4"
""Sie hatte geweint, und wenn weiche Personen dadurch meist an Anmut verlieren, so gewinnen diejenigen dadurch unendlich, die wir gewĂśhnlich als stark und gefaĂt kennen." â Die Wahlverwandtschaften I, 11"
""Niemand ist mehr Sklave, als der sich fĂźr frei hält, ohne es zu sein." â Die Wahlverwandtschaften, Hamburger Ausgabe, Bd. 6 (Romane und Novellen I), dtv Verlag, MĂźnchen, 1982, S. 397 (II,5), http://www.zeno.org/nid/20004855450"
""Männer sollten von Jugend auf Uniform tragen, weil sie sich gewĂśhnen mĂźssen, zusammen zu handeln, sich unter ihresgleichen zu verlieren, in Masse zu gehorchen und ins Ganze zu arbeiten." â Die Wahlverwandtschaften II,7"
""Man muĂ nur Ein Wesen recht von Grund aus lieben, da kommen einem die Ăźbrigen alle liebenswĂźrdig vor!" â Die Wahlverwandtschaften I, 12"
""Man erziehe die Knaben zu Dienern und die Mädchen zu MĂźttern, so wird es Ăźberall wohl stehen." â Die Wahlverwandtschaften II, 7"
""Jedes Ăbel soll an der Stelle geheilt werden, wo es zum Vorschein kommt, und man bekĂźmmert sich nicht um jenen Punkt, wo es eigentlich seinen Ursprung nimmt, woher es wirkt." â Die Wahlverwandtschaften I, 6"
""GlĂźcklicherweise kann der Mensch nur einen gewissen Grad des UnglĂźcks fassen; was darĂźber hinausgeht, vernichtet ihn oder läĂt ihn gleichgĂźltig." â Die Wahlverwandtschaften II, 4"
""Es wandelt niemand ungestraft unter Palmen, und die Gesinnungen ändern sich gewiĂ in einem Lande, wo Elefanten und Tiger zu Hause sind." â Die Wahlverwandtschaften II, 7. (zeno.org), Aus Ottiliens Tagebuche"