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April 10, 2026
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"Ich glaube, man sollte Ăźberhaupt nur solche BĂźcher lesen, die einen beiĂen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch?"
"Manches Buch wirkt wie ein Schlßssel zu fremden Sälen des eigenen Schlosses."
"Ich bin zu der Meinung gekommen, daà die Tuberkulose, so wie ich sie habe, keine besondere Krankheit, keine eines besonderen Namens werte Krankheit ist, sondern nur eine ihrer Bedeutung nach vorläufig nicht einzuschätzende Verstärkung des allgemeinen Todeskeims."
""HĂźte Dich Felice das Leben fĂźr banal zu halten, wenn banal einfĂśrmig, einfach kleinsinnig heiĂen soll, das Leben ist bloĂ schrecklich, das empfinde ich, wie kaum ein anderer. Oft"
"Zweifellos ist in mir die Gier nach Bßchern. Nicht eigentlich sie zu besitzen oder zu lesen, als vielmehr sie zu sehn, mich in der Auslage eines Buchhändlers von ihrem Bestand zu ßberzeugen."
"Verbringe nicht die Zeit mit dem Suchen des Hindernisses, vielleicht ist keines da."
"Was ich geleistet habe, ist nur ein Erfolg des Alleinseins."
"Was bist du? Elend bin ich. Zwei Brettchen gegen die Schläfen geschraubt habe ich."
"Vor dem Heiraten hĂźtet er [E.K.] sich, trotzdem er schon vierunddreiĂig Jahre alt ist, denn die Amerikanerinnen heiraten oft nur, um sich scheiden zu lassen, was fĂźr sie sehr einfach, fĂźr den Mann aber sehr teuer ist."
"Ich habe keine Zeit, Briefe doppelt zu schreiben."
"Ich bin unpĂźnktlich, weil ich die Schmerzen des Wartens nicht fĂźhle. Ich warte wie ein Rind."
"Goethe hält durch die Macht seiner Werke die Entwicklung der deutschen Sprache wahrscheinlich zurßck."
"Es ist sehr gut denkbar, daà die Herrlichkeit des Lebens um jeden und immer in ihrer ganzen Fßlle bereitliegt, aber verhängt, in der Tiefe, unsichtbar, sehr weit. Aber sie liegt dort, nicht feindselig, nicht widerwillig, nicht taub. Ruft man sie mit dem richtigen Wort, beim richtigen Namen, dann kommt sie. Das ist das Wesen der Zauberei, die nicht schafft, sondern ruft."
"Es gibt MĂśglichkeiten fĂźr mich, gewiĂ, aber unter welchem Stein liegen sie?"
"Ein unglĂźcklicher Mensch, der kein Kind haben soll, ist in sein UnglĂźck schrecklich eingeschlossen."
"Ein Mensch, der kein Tagebuch hat, ist einem Tagebuch gegenĂźber in einer falschen Position."
"Du hast heute Geburtstag, aber ich schicke dir nicht einmal das gewÜhnliche Buch, denn es wäre nur Schein; im Grunde bin ich doch nicht einmal imstande, dir ein Buch zu schenken. Nur weil ich es so nÜtig habe, heute einen Augenblick, und sei es nur mit dieser Karte, in deiner Nähe zu sein, schreibe ich und habe mit der Klage nur deshalb angefangen, damit du mich gleich erkennst."
"Die Eltern, die Dankbarkeit von ihren Kindern erwarten (es gibt sogar solche, die sie fordern), sind wie Wucherer, sie riskieren gern das Kapital, wenn sie nur die Zinsen bekommen."
"Die Argumentation im allgemeinen: Ich bin an F.[elice] verloren."
"Deutschland hat RuĂland den Krieg erklärt. â Nachmittag Schwimmschule."
"Denn ohne einen Mittelpunkt zu haben, ohne einen Beruf, eine Liebe, eine Familie, eine Rente zu haben, das heiĂt ohne sich im GroĂen gegenĂźber der Welt, versuchsweise natĂźrlich nur, zu halten, ohne sie also durch einen groĂen Komplex an BesitztĂźmern gewissermaĂen zu verblĂźffen, kann man sich vor augenblicklich zerstĂśrenden Verlusten nicht bewahren."
"Das ZĂśgern vor der Geburt. Gibt es eine Seelenwanderung, dann bin ich noch nicht auf der untersten Stufe. Mein Leben ist das ZĂśgern vor der Geburt."
"Das, was Verantwortungsgefßhl ist und als solches sehr ehrenwert wäre, ist im letzten Grunde Beamtengeist, Knabenhaftigkeit, vom Vater her gebrochener Wille."
"Brahmskonzert des Singvereins. Das Wesentliche meiner Unmusikalität, daĂ ich Musik nicht zusammenhängend genieĂen kann, nur hie und da entsteht eine Wirkung in mir, und wie selten ist die eine musikalische. Die gehĂśrte Musik zieht natĂźrlich eine Mauer um mich, und meine einzig dauernde musikalische Beeinflussung ist die, daĂ ich, so eingesperrt, anders bin als frei."
"Wie kann denn ein Mensch Ăźberhaupt schuldig sein. Wir sind hier doch alle Menschen, einer wie der andere."
"âWie ein Hund!â sagte er, es war, als sollte die Scham ihn Ăźberleben."
"Richtiges Auffassen einer Sache und MiĂverstehn der gleichen Sache schlieĂen einander nicht vollständig aus."
"Jemand muĂte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daĂ er etwas BĂśses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet."
"Hier konnte niemand sonst EinlaĂ erhalten, denn dieser Eingang war nur fĂźr dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schlieĂe ihn."
"Die Schrift ist unveränderlich und die Meinungen sind oft nur ein Ausdruck der Verzweiflung darßber."
"Die LĂźge wird zur Weltordnung gemacht."
"Die Logik ist zwar unerschĂźtterlich, aber einem Menschen, der leben will, widersteht sie nicht."
"Das Urteil kommt nicht mit einemmal, das Verfahren geht allmählich ins Urteil ßber."
"Das Gericht will nichts von dir. Es nimmt dich auf, wenn du kommst, und es entläĂt dich, wenn du gehst."
"Wenn das, was im Paradies zerstĂśrt worden sein soll, zerstĂśrbar war, dann war es nicht entscheidend; war es aber unzerstĂśrbar, dann leben wir in einem falschen Glauben."
"Wahrheit ist unteilbar, kann sich also selbst nicht erkennen; wer sie erkennen will, muĂ LĂźge sein."
"Von einem gewissen Punkt an gibt es keine RĂźckkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen."
"Verstecke sind unzählige, Rettung nur eine, aber MÜglichkeiten der Rettung wieder so viele wie Verstecke. Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist ZÜgern."
"PrĂźfe dich an der Menschheit. Den Zweifelnden macht sie zweifeln, den Glaubenden glauben."
"Im Kampf zwischen dir und der Welt sekundiere der Welt."
"Es ist nicht notwendig, daĂ du aus dem Haus gehst. Bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei vĂśllig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzĂźckt wird sie sich vor dir winden."
"FrĂźher begriff ich nicht, warum ich auf meine Frage keine Antwort bekam, heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte, fragen zu kĂśnnen. Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur."
"Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben."
"Du kannst dich zurĂźckhalten von den Leiden der Welt, das ist dir freigestellt und entspricht deiner Natur, aber vielleicht ist gerade dieses ZurĂźckhalten das einzige Leid, das du vermeiden kĂśnntest."
"Du bist die Aufgabe. Kein SchĂźler weit und breit."
"Die Demut gibt jedem, auch dem einsam Verzweifelnden, das stärkste Verhältnis zum Mitmenschen und zwar sofort, allerdings nur bei vÜlliger und dauernder Demut."
"Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas UnzerstĂśrbarem in sich, wobei sowohl das UnzerstĂśrbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben kĂśnnen. Eine der AusdrucksmĂśglichkeiten dieses Verborgenbleibens ist der Glaube an einen persĂśnlichen Gott."
"Der Geist wird erst frei, wenn er aufhĂśrt, Halt zu sein."
"Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos."
"Das GlĂźck begreifen, daĂ der Boden, auf dem du stehst, nicht grĂśĂer sein kann, als die zwei FĂźĂe ihn bedecken."