First Quote Added
April 10, 2026
Latest Quote Added
"Du ersehnst Macht? Den Nachstellungen der Unterworfenen verfallen, wirst du unter Gefahren leben."
"Die vollends, die sich der VorzĂźge des KĂśrpers brĂźsten, auf einen wie geringen, wie gebrechlichen Besitz stĂźtzen sie sich!"
"Blickt auf die Weite, die Festigkeit, die Raschheit des Himmels und hĂśrt einmal auf, Wertloses zu bewundern!"
"Also besitzen SelbstgenĂźgen und Macht ein und dasselbe Wesen."
"Alles, was ihr bewundert, kann sich in dem bisschen Glut eines Dreitagefiebers auflĂśsen."
"Aber willst du, daĂ wir die GrĂźnde fĂźr und wider aufeinander prallen lassen? Vielleicht mag aus solchem Streit ein schĂśner Funke der Wahrheit hervorspringen."
"Versetzen Sie sich in die Lage eines Kandidaten, der schwerbeladen mit Kenntnissen des Weges kommt, und der jetzt vor einer aus Praktikern besetzten Examinationskommission Halt machen muĂ. Er fĂźhrt die schĂśnsten Sachen mit sich: Versteinerungen aus den ältesten Zeiten der rĂśmischen Rechtsgeschichte, Mammutknochen, Mumien und das Allerneuste an bahnbrechenden Entdeckungen, scharfsinnigen Theorien und kĂźhnen Hypothesen, was zu haben ist. Aber was hilft ihm das bei dem Praktiker? Der hat fĂźr diese Dinge in der Regel ebensowenig Interesse und Verständnis, wie ein gewĂśhnlicher Zollbeamter fĂźr die kostbarsten Kristalle, Versteinerungen und anatomische Präparate."
"Was der Schlaf fĂźr den KĂśrper, ist die Freude fĂźr das GemĂźth: Zufuhr neuer Lebenskraft."
""Nicht der Egoismus als solcher ist unsittlich"
"Es gibt keine Handlung, die an sich bÜse wäre."
"Der Mensch verkrĂźppelt in der Einsamkeit, der richtige, volle, gesunde Mensch ist nur der Mensch in der Gesellschaft."
"Der Einsiedler versßndigt sich gegen die Gesellschaft, denn er entzieht ihr die Dienste, die er im Stande wäre ihr zu leisten."
"Dass die WĂślfe nach Freiheit schreien, ist begreiflich; wenn die Schaafe in ihr Geschrei einstimmen, so beweisen sie damit nur, dass sie Schaafe sind."
"Das Geld ist der wahre Apostel der Gleichheit; wo es aufs Geld ankommt, verlieren alle socialen, politischen, religiÜsen, nationalen Vorurtheile und Gegensätze ihre Geltung."
"Das Ziel des Rechts ist der Friede, das Mittel dazu der Kampf."
"âWer nichts weiĂ, liebt nichts. Wer nichts tun kann, versteht nichts. Wer nichts versteht, ist nichts wert. Aber wer versteht, der liebt, bemerkt und sieht auch ⌠Je mehr Erkenntnis einem Ding innewohnt, desto grĂśĂer ist die Liebe ⌠Wer meint, alle FrĂźchte wĂźrden gleichzeitig mit den Erdbeeren reif, versteht nichts von den Trauben.â â als Motto bei Erich Fromm: Die Kunst des Liebens. Aus dem Amerikanischen von Lieselotte und Ernst Mickel. books.google."
"âWie kĂśnnte einer Feind der Frau sein â sie sei, wie sie wolle? Mit ihren FrĂźchten wird die Welt bevĂślkert, darum lässt Gott sie lange leben, auch wenn sie noch so garstig wäre.â â Mensch und SchĂśpfung"
"âGott will den Mann als Mann und die Frau als Frau und will, dass jeder von ihnen Mensch sei.â â Mensch und SchĂśpfung"
"âEinem anderen gehĂśre nicht, wer sein eigener Herr sein kann.â â Wahlspruch"
"dan wie ein kranker eines arzts darf, so dĂśrfen die ding eins philosophen und ein christ seines erlĂśsers, also auch ein ieglich werk seines meisters."
"aber magischer operation gleich/ als der wissenheit ist der gaballia/ gaballistica/ das nit auĂ geisten noch zauberey entspringet/ sondern auĂ natĂźrlichem lauff der subtilen natur"
"Wenn ihr jedes Gift recht wollt auslegen, was ist, das nicht Gift ist? Alle Dinge sind Gift, und nichts ohne Gift, allein die Dosis macht, daà ein Ding kein Gift ist. Als ein Exempel, eine jegliche Speise und ein jeglich Getränk, so es ßber sein Dosin eingenommen wird, so ist es ein Gift, das beweist sein Ausgang."
"Nichts ist getan, wenn noch etwas zu tun Ăźbrig ist."
"ÂťDer Mangel an mathematischer Bildung gibt sich durch nichts so auffallend zu erkennen als durch die maĂlose Schärfe im Zahlenrechnen.ÂŤ"
"Es gibt fĂźr die Seele eine Befriedigung hĂśherer Art," sagte er eines Tages, "dazu habe ich das Materielle eigentlich gar nicht nĂśthig. Ob ich die Mathematik auf ein Paar Dreckklumpen anwende, die wir Planeten nennen, oder auf rein arithmetische Probleme, es bleibt sich gleich, die letztern haben nur noch einen hĂśhern Reiz fĂźr mich."
"Die Mathematik hielt Gauss um seine eigenen Worte zu gebrauchen, fĂźr die KĂśnigin der Wissenschaften und die Arithmetik fĂźr die KĂśnigin der Mathematik."
""Wie der Blitz einschlägt, hat sich das Räthsel gelÜst; ich selbst wäre nicht im Stande, den leitenden Faden zwischen dem, was ich vorher wusste, dem, womit ich die letzten Veruche gemacht hatte,"
"Wahrlich es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Da-Seyn, sondern das Hinkommen, was den grÜssten Genuss gewährt. Wenn ich eine Sache ganz ins Klare gebracht und erschÜpft habe, so wende ich mich davon weg, um wieder ins Dunkle zu gehe; so sonderbar ist der nimmersatte Mensch, hat er ein Gebäude vollendet so ist es nicht um nun ruhig darin zu wohnen, sondern um ein andres anzufangen. So stelle ich mir vor muss dem Welteroberer zu Muthe seyn, der nachdem ein KÜnigreich kaum bezwungen ist, schon wieder nach andern seine Arme ausstreckt."
"Ăberhaupt verhält es sich mit allen solchen neuen Calculs so, dass man durch sie nichts leisten kann, was nicht auch ohne sie zu leisten wäre; der Vortheil ist aber der, dass, wenn ein solcher Calcul dem innersten Wesen vielfach vorkommender BedĂźrfnisse correspondirt, jeder, der sich ihn ganz angeeignet hat, auch ohne die gleichsam unbewussten Inspirationen des Genies, die niemand erzwingen kann, die dahin gehĂśrigen Aufgaben lĂśsen, ja selbst in so verwickelten Fällen gleichsam mechanisch lĂśsen kann, wo ohne eine solche HĂźlfe auch das Genie ohnmächtig wird. [...] Es werden durch solche Conceptionen unzählige Aufgaben, die sonst vereinzelt stehen, und jedesmal neue Efforts (kleinere odergrĂśssere) des Erfingsgeistes erfordern, gleichsam zu einem organischen Reiche."
"Sie wissen, dass ich langsam schreibe, allein dies kommt hauptsächlich daher, weil ich mir nie anders gefallen kann, als wenn in kleinem Raum mÜglichst viel ist, und kurz zu schreiben viel mehr Zeit kostet als lang."
"Nach meiner innigsten Ueberzeugung hat die Raumlehre in unserm Wissen a priori eine ganz andere Stellung wie die reine GrÜssenlehre; es geht unserer Kentniss von jener durchaus diejenige vollständige Ueberzeugung von ihrer Nothwendigkeit (also auch von ihrer absoluten Wahrheit) ab, die der letzteren eigen ist; wir mßssen in Demuth zugeben, dass wenn die Zahl bloss unseres Geistes Product ist, der Raum auch ausser unserm Geiste eine Realität hat, der wir a priori ihre Gesetze nicht vollständig vorschreiben kÜnnen."
"MerkwĂźrdig ist es immer dass alle diejenigen die diese Wissenschaft [Zahlentheorie (âHĂśhere Arithmetikâ in GauĂâ Worten)] ernstlich studiren eine Art Leidenschaft dafĂźr fassen."
"Ich wĂźrde ohne Zweifel meine Untersuchungen längst bekannt gemacht haben, hätte nicht zu der Zeit wo ich sie abbrach das gefehlt, was ich wie den eigentlichen SchluĂstein betrachtet hatte. // Nil actum reputans si quid superesset agendum //"
"Aber mir deucht, wir wissen, trotz der nichtssagenden Wort-Weisheit der Metaphysiker eigentlich zu wenig oder gar nichts Ăźber das wahre Wesen des Raums, als dass wir etwas uns unnatĂźrlich vorkommendes mit Absolut UnmĂśglich verwechseln dĂźrfen."
"Man mag Deutschland seiner Kolonien berauben, seine RĂźstung auf eine bloĂe Polizeitruppe und seine Flotte auf die Stärke einer Macht fĂźnften Ranges herabdrĂźcken; dennoch wird Deutschland zuletzt, wenn es das GefĂźhl hat, dass es im Frieden von 1919 ungerecht behandelt worden ist, Mittel finden, um seine Ăberwinder zur RĂźckerstattung zu zwingen."
""Ich habe jetzt den berĂźhmten deutschen FĂźhrer gesehen und auch etliches von dem groĂen Wechsel, den er herbeigefĂźhrt hat. Was immer man von seinen Methoden halten mag"
"Ich weiss, was man zum KriegfĂźhren braucht! Glauben Sie mir, Deutschland ist nicht dazu imstande"
"Solidarität ist keine Nächstenliebe, aber erst recht keine Konditionierung zum Vorteil einer Seite. Wer sich solidarisch verhält, ist bereit, sowohl im langfristigen Eigeninteresse wie im Vertrauen darauf, dass sich der andere in ähnlichen Situationen ebenso verhalten wird, kurzfristig Nachteile in Kauf zu nehmen."
"Zwischen Kapitalismus und Demokratie besteht ein unauflÜsliches Spannungsverhältnis; mit beiden konkurrieren nämlich zwei entgegengesetzte Prinzipien der gesellschaftlichen Integration um den Vorrang."
"Wahrheit nennen wir den Geltungsanspruch, den wir mit konstativen Sprechakten verbinden. Eine Aussage ist wahr, wenn der Geltungsanspruch der Sprechakte, mit denen wir, unter Verwendung von Sätzen, jene Aussage behaupten, berechtigt ist."
"Er hat mir auch die Augen geĂśffnet, daĂ man erst einmal den primären Text ausschĂśpfen muĂ, und zwar systematisch ausschĂśpfen muĂ, bevor man in die Wirkungsgeschichte hineingeht."
"Diskurse herrschen nicht. Sie erzeugen eine kommunikative Macht, die die administrative nicht ersetzen kann, sondern nur beeinflussen kann."
"Die Neokonservativen suchen die Krisenursachen nicht in der Funktionsweise der Ăkonomie und des Staatsapparates, sondern in kulturell bedingten Legitimationsproblemen, Ăźberhaupt in dem gestĂśrten Verhältnis von Demokratie und Kultur."
"Die Antworten der Legitimisten und Neokonservativen bewegen sich im Medium eines Zeitgeistes, der nur noch defensiv ist; sie drĂźcken ein Geschichtsbewusstsein aus, das seiner utopischen Dimension beraubt ist."
"Der einzige Patriotismus, der uns dem Westen nicht entfremdet, ist ein Verfassungspatriotismus."
"Er war ein Landesvater im besten Sinn dieses groĂen Wortes."
"Ohne das Kernkraftwerk Wyhl werden zum Ende des Jahrzehnts in Baden-WĂźrttemberg die ersten Lichter ausgehen."
"Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein."
"Wer fĂźr seine Liebe Dank erwartet, liebt nicht."
"Es ist immer bezeichnend, was einer bewundert: das, was er kann, oder das, was er nicht kann."