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April 10, 2026
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""Ein groĂer Fehler: daĂ man sich mehr dĂźnkt, als man ist, und sich weniger schätzt, als man wert ist." â West-Ăśstlicher Divan in: Goethe: West-Ăśstlicher Divan, Epen. Maximen und Reflexionen, Band 2 von Goethe, Liselotte Bäuerle Lohrer, Cotta, S. 728"
""Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persĂśnlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Diese drei Dichtweisen kĂśnnen zusammen oder abgesondert wirken." â West-Ăśstlicher Divan, Noten und Abhandlungen â Naturformen der Dichtung"
""Die Medicin sollte die Gebrechen des Mikrokosmus heilen, und die Sternkunde dasjenige dolmetschen, womit uns fĂźr die Zukunft der Himmel schmeicheln oder bedrohen mĂśchte; jene muĂte der Natur, diese der Mathematik huldigen, und so waren beide wohl empfohlen und versorgt." â Noten und Abhandlungen zu besserem VerständniĂ des West-Ăśstlichen Divans. In: Goethe's Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand, Sechster Band, J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart und TĂźbingen 1828, S. 45, Google Books"
""Dichten ist ein Ăbermut!" Buch des Sängers: Derb und TĂźchtig"
""Denn wie ein Märchenerzähler auch nicht an die Zaubereien glaubt, die er vorspiegelt, sondern sie nur aufs beste zu beleben und auszustatten gedenkt, damit seine ZuhĂśrer sich daran ergĂśtzen, ebensowenig braucht gerade der lyrische Dichter dasjenige alles selbst auszuĂźben, womit er hohe und geringe Leser und Sänger ergĂśtzt und schmeichelt." â West-Ăśstlicher Divan, Noten und Abhandlungen / Hafis"
""Denn das Leben ist die Liebe // Und des Lebens Leben Geist" â West-Ăśstlicher Divan, zitiert in Julius Stenzel: Zur Entwicklung des Geistbegriffs in der griechischen Philosophie (1956), abgedruckt in Um die Begriffswelt der Vorsokratiker / (von Kurt Rietzler u. a.) ; hg. von Hans-Georg Gadamer. â Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1968. (Wege der Forschung ; 9), S. 214"
"Hier sitzâ ich, forme Menschen // Nach meinem Bilde, // Ein Geschlecht, das mir gleich sey, // Zu leiden, zu weinen, // Zu genieĂen und zu freuen sich, // Und dein nicht zu achten, // Wie ich!"
""Nur allein der Mensch // Vermag das UnmĂśgliche: // Er unterscheidet, // Wählet und richtet; // Er kann dem Augenblick // Dauer verleihen." â Vers 37â42"
""Nach ewigen, ehrnen, // GroĂen Gesetzen // MĂźssen wir alle // Unseres Daseins // Kreise vollenden." â Vers 32â36"
""Edel sei der Mensch, // HĂźlfreich und gut! // Denn das allein // Unterscheidet ihn // Von allen Wesen, // Die wir kennen." â Vers 1â6"
""Der edle Mensch // Sei hĂźlfreich und gut! // UnermĂźdet schaff er // Das NĂźtzliche, Rechte, // Sei uns ein Vorbild // Jener geahneten Wesen!" â Vers 55â60"
"So lasst uns noch einmal vereint // Die vollen Gläser schwingen; // Der Abschied werde nicht geweint, // Den Abschied sollt ihr singen."
"Selig der Dichter, er kann festhalten das zeitliche Dasein, // Aber verewigen auch alle Gestalten des Raums."
"Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, // Das war von je der Redner grĂśĂte Gabe:"
"Ein Scherz hat oft gefruchtet, wo der Ernst nur Widerstand hervorzurufen pflegte."
"Andre mĂśgen andre loben, // Mir behagt dein reich Gewand, // Durch sein eigen Lied erhoben // PflĂźckt dich eines Dichters Hand."
""Schopenhauer, der letzte Deutsche, der in Betracht kommt (- der ein europäisches Ereigniss gleich Goethe, gleich Hegel, gleich Heinrich Heine ist, und nicht bloss ein lokales, ein "nationales") [âŚ]"
"Heine ist von den meisten anderen Dichtern verschieden, weil er alle Scheinheiligkeit verachtet, er zeigt sich stets als der, welcher er ist, mit allen menschlichen Eigenschaften und allen menschlichen Fehlern."
"Es fehlt in Heines Heimat an der Zivilcourage eines offenen Bekenntnisses zu dem Sänger eines neuen Liedes, eines besseren Liedes, um so mehr als dieser die unverzeihliche Sßnde begangen hat, als Sohn jßdischer Eltern das Licht der Welt zu erblicken."
"Die Zahl der deutschen Kriegerdenkmäler zur Zahl der deutschen Heine-Denkmäler verhält sich hierzulande wie die Macht zum Geist."
""Der Wohlklang, der Scharfsinn und der Stil"
""Den hĂśchsten Begriff vom Lyriker hat mir Heinrich Heine gegeben. Ich suche umsonst in allen Reichen der Jahrtausende nach einer gleich sĂźssen und leidenschaftlichen Musik. Er besass jene gĂśttliche Bosheit, ohne die ich mir das Vollkommne nicht zu denken vermag [âŚ]"
"âFriedliche Gesinnung. WĂźnsche: bescheidene HĂźtte, Strohdach, aber gutes Bett, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der TĂźre einige schĂśne Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glĂźcklich machen will, läĂt er mir die Freude erleben, daĂ an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden"
"Es sind in Deutschland die Theologen, die dem lieben Gott ein Ende machen â on n'est jamais trahi que par les siens [verraten wird man nur von seinen Freunden.]"
"Das Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet."
"Aus dem alten Testament springe ich manchmal ins Neue, und auch hier Ăźberschauert mich die Allmacht des groĂen Buches. Welchen heiligen Boden betritt hier dein FuĂ! Bei dieser LektĂźre sollte man die Schuhe ausziehen wie in der Nähe von HeiligtĂźmern."
"Gott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf."
"Wenn es den Kaiser juckt, so mĂźssen die VĂślker sich kratzen."
"Schlage die Trommel und fĂźrchte dich nicht, / und kĂźsse die Marketenderin! / Das ist die ganze Wissenschaft, / das ist der BĂźcher tiefster Sinn."
"Leise zieht durch mein Gemßt liebliches Geläute."
"In uns selbst liegen die Sterne unseres GlĂźcks."
""In meinem Hirne rumort es und knackt, // Ich glaube, da wird ein Koffer gepackt, // Und mein Verstand reist ab"
"Ihr kĂśnnt Euch darauf verlassen, die Bescheidenheit der Leute hat immer ihre guten GrĂźnde."
"Ich weià nicht, was soll es bedeuten, // Daà ich so traurig bin; // Ein Märchen aus alten Zeiten, // Das kommt mir nicht aus dem Sinn."
"Ich habe immer unter JĂźdinnen die gesĂźndesten Naturen gefunden, und ich kann es Gott Vater gar nicht verdenken, dass er der bethlehemitischen Maria die Cour und ein Kind gemacht."
"Es gibt zwei Sorten Ratten: // Die hungrigen und satten."
"Er sprach mit jener stillen, impertinenten Zurßckhaltung, die noch unerträglicher ist als die vollauteste Aufschneiderei."
"Die Verleumdung, das freche Gespenst, setzt sich auf die edelsten Gräber."
"Die Religion kann nie schlimmer sinken, als wenn sie solchermaĂen zur Staatsreligion erhoben wird."
"Die Handlungen eines Furchtsamen, wie die eines Genies, liegen auĂerhalb aller Berechnungen."
"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."
"âArmut ist das Los der groĂen Menschheitshelferâ â Kommunismus, Philosophie und Klerisei. Paris, den 15. Juni 1843. Anhang zu FranzĂśsische Zustände. In: Heinrich Heineâs gesammelte Werke. Sechster Band, 1887 GoogleBooks"
"Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch, wir weben hinein den dreyfachen Fluch, wir weben, wir weben."
"Ărgert dich dein Auge, so reiĂ es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch."
"Ich las das langweilige Buch, schlief darßber ein, im Schlafe träumte ich, weiter zu lesen, erwachte vor Langeweile, und das dreimal."
"Der Historiker ist immer ein Merlin, er ist die Stimme einer begrabenen Zeit, man befragt ihn, und er gibt Antwort, der rßckwärtsschauende Prophet."
"In dunklen Zeiten wurden die VĂślker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt Wege und Stege besser als ein Sehender. â Es ist aber tĂśricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen."
"Zu Aachen langweilen sich auf der StraĂâ // Die Hunde, sie flehn unterthänig: // Gieb uns einen FuĂtritt, o Fremdling, das wird // Vielleicht uns zerstreuen ein wenig."
"Sie stelzen noch immer so steif herum, // So kerzengrade geschniegelt, // Als hätten sie verschluckt den Stock // Womit man sie einst geprßgelt."
"Sie sang das alte Entsagungslied, // Das Eyapopeya vom Himmel, // Womit man einlullt, wenn es greint, // Das Volk, den groĂen LĂźmmel. // Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, // Ich kennâ auch die Herren Verfasser; // Ich weiĂ, sie tranken heimlich Wein // Und predigten Ăśffentlich Wasser."