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April 10, 2026
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"Nach meiner innigsten Ueberzeugung kommt kein anderer Dichter ihm an Tiefe der Empfindung und an Zartheit derselben, an Natur und Wahrheit und zugleich an hohem Kunstverdienste auch nur von weitem bei. Die Natur hat ihn reicher ausgestattet als irgendeinen, der nach Shakspeare aufgestanden ist. Und auĂer diesem, was er von der Natur erhalten, hat er sich durch rastloses Nachforschen und Studium mehr gegeben als irgendein anderer."
""Jetzt lebe ich zu Mannheim in einem angenehmen dichtrischen Taumel"
"Jeder kommende FrĂźhling, der die SprĂśsslinge der Pflanzen aus dem SchoĂe der Erde treibt, gibt mir Erläuterung Ăźber das bange Rätsel des Todes und widerlegt meine ängstliche Besorgnis eines ewigen Schlafs."
"In der Satire wird die Wirklichkeit als Mangel dem Ideal als der hÜchsten Realität gegenßber gestellt."
"Es ist aber doch sonderbar, dass die Sklaverey im Mittelalter keine einzige Spur eines ähnlichen Einflusses zeigt. Die Verschiedenheit der ßbrigen Umstände erklärt zwar viel aber nicht alles."
"Ein Geist, der sich allein liebt, ist ein schwimmender Atom im unermeĂlichen leeren Raume."
"Die Vernunft ist eine Fackel in einem Kerker."
"Die strafende Satire erlangt poetische Freiheit, indem sie ins Erhabene ßbergeht; die lachende Satire erhält poetischen Gehalt, indem sie ihren Gegenstand mit SchÜnheit behandelt."
"[D]ie schÜnsten Träume von Freyheit werden ja im Kerker geträumt."
"die Kunst ist eine Tochter der Freiheit,"
"der Spieltrieb soll nicht bloĂ Sachtrieb, und soll nicht blos Formtrieb, sondern beydes zugleich, das ist, Spieltrieb seyn. Mit andern Worten: der Mensch soll mit der SchĂśnheit, und er soll spielen. // Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und."
"Der Hauptfehler war, ich hatte mich zu lange mit dem StĂźcke getragen; ein dramatisches Werk aber kann und soll nur die BlĂźthe eines einzigen Sommers seyn."
"Der Freundschaft stolzes Siegel tragen viele, die in der PrĂźfungsstunde treulos fliehn."
"Der ernsteste Stoff muss so behandelt werden, dass wir die Fähigkeit behalten, ihn unmittelbar mit dem leichtesten Spiel zu vertauschen."
"Der bloĂ niedergeworfene Feind kann wieder aufstehen, aber der versĂśhnte ist wahrhaft Ăźberwunden."
"Das Universum ist ein Gedanke Gottes."
"Das erste Gesetz des guten Tones ists: Schone fremde Freiheit. Das zweyte: zeige selbst Freiheit. Die pĂźnktliche ErfĂźllung beider ist ein unendlich schweres Problem, aber der gute Ton fodert sie unerlaĂlich, und sie macht allein den vollendeten Weltmann."
"Billig erwartest Du, daĂ ich Dir meine Schiksale unter fremdem Himmel mittheile, denn mein Leben hat ohnehin die Farbe eines Romans, und mein sonderbarer Kopf läĂt freilich auf sonderbare Situazionen schlieĂen â aber fĂźr Briefe ist dieses Thema zu weitläuftig, und vielleicht auch zu gefärlich."
"Beherrschung der Triebe durch die moralische Kraft ist Geistesfreiheit, und WĂźrde heiĂt ihr Ausdruck in der Erscheinung. Auch die WĂźrde hat ihre verschiedenen Abstufungen und wird da, wo sie sich der Anmut und SchĂśnheit nähert, zum Edeln, und wo sie an das Furchtbare grenzt, zur Hoheit. Der hĂśchste Grad der Anmut ist das Bezaubernde, der hĂśchste Grad der WĂźrde ist Majestät."
"Anmut ist eine bewegliche SchĂśnheit."
"Zwischen SinnenglĂźck und Seelenfrieden // Bleibt dem Menschen nur die bange Wahl."
"ÂťWoran erkenn ich den besten Staat?ÂŤ Woran du die beste // Frau kennst; daran mein Freund, daĂ man von beiden nicht spricht."
"Wenn die KÜnige baun, haben die Kärrner zu tun."
"ÂťWas tun?ÂŤ, spricht Zeus."
"Wanderer, kommst du nach Sparta, verkĂźndige dorten, du habest // Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl."
"Und so saĂ er, eine Leiche."
""Suchst du das HĂśchste, das GrĂśĂte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend"
"Soll ich darum das Veilchen unter die FĂźĂe treten, weil ich die Rose nicht erlangen kann?"
"Siehe! Da weinen die GĂśtter, es weinen die GĂśttinnen alle, // dass das SchĂśne vergeht, dass das Vollkommene stirbt."
"Philosophen verderben die Sprache, Poeten die Logik, und mit dem Menschenverstand kommt man durchs Leben nicht mehr."
"Hast du etwas, so teile mir's mit, und ich zahle, was recht ist; // Bist du etwas, o dann tauschen die Seelen wir aus."
"Glßcklicher Säugling! Dir ist ein unendlicher Raum noch die Wiege, // Werde Mann, und dir wird eng die unendliche Welt."
"GenieĂe, wer nicht glauben kann. Die Lehre // ist ewig wie die Welt. Wer glauben kann, entbehre."
"Ehret die Frauen! sie flechten und weben // Himmlische Rosen ins irdische Leben."
"Dunkel war der Rede Sinn"
"Die Welt wird alt und wird wieder jung, // Doch der Mensch hofft immer Verbesserung!"
"Des Lebens Mai blĂźht einmal und nicht wieder, // Mir hat er abgeblĂźht."
"Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der BĂźhne."
"Der Menschheit WĂźrde ist in eure Hand gegeben, // Bewahret sie!"
"Alles freuet sich und hoffet, // Wenn der FrĂźhling sich erneut."
"Alle andern Dinge mĂźssen; der Mensch ist das Wesen, welches will."
"Ach wie glĂźcklich sind die Toten!"
"Sehn wir doch das GroĂe aller Zeiten // Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, // Sinnvoll still an uns vorĂźbergehn."
"Alles wiederholt sich nur im Leben, // Ewig jung ist nur die Phantasie; // Was sich nie und nirgends hat begeben, // Das allein veraltet nie!"
"Aber hat Natur uns viel entzogen, // War die Kunst uns freundlich doch gewogen, // Unser Herz erwarmt an ihrem Licht."
"Wo rohe Kräfte sinnlos walten, // Da kann sich kein Gebild gestalten."
"Wohlthätig ist des Feuers Macht, // Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht."
"Wenn gute Reden sie begleiten // Dann flieĂt die Arbeit munter fort."
""Wehe, wenn sie losgelassen." -Das Lied von der Glocke, Vers 163, S. 259"
"Von der Stirne heiĂ // Rinnen muĂ der SchweiĂ, // Soll das Werk den Meister loben, // Doch der Segen kommt von oben."