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April 10, 2026
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""Was macht die Kunst?"
"Was Gewalt heiĂt, ist nichts: VerfĂźhrung ist die wahre Gewalt."
"Vor allen Dingen, eine Kleinigkeit als eine Kleinigkeit ansehen!"
"Thu, was du nicht lassen kannst!"
"Still mit dem Aber! Die Aber kosten Ăberlegung."
"Perlen bedeuten Thränen."
"[...] daĂ man den KĂźnstler dann erst recht lobt, wenn man Ăźber sein Werk sein Lob vergiĂt."
"Noch einen Schritt vom Ziele, oder noch gar nicht ausgelaufen seyn, ist im Grunde eines."
"LaĂ dich den Teufel bey Einem Haare fassen; und du bist sein auf ewig?"
"Die beste Lunge erschĂśpft sich, auch sogar eine weibliche."
"Ein Atheist ist eine Brut der HÜlle, die sich, wie der Teufel, tausendmal verstellen kann. Bald ist's ein listiger Fuchs, bald ein wilder Bär; bald ist's ein Esel, bald ein Philosoph; bald ist's ein Hund, bald ein unverschämter Poete. Kurz, es ist ein Untier, das schon lebendig bei dem Satan in der HÜlle brennt, eine Pest der Erde, eine abscheuliche Kreatur, ein Vieh, das dummer ist, als ein Vieh; ein Seelenkannibal, ein Antichrist, ein schreckliches Ungeheuer."
"Das ReligiĂśse stehet der weiblichen Bescheidenheit sehr wohl; es gibt der SchĂśnheit ein gewisses edles, gesetztes und schmachtendes Ansehen."
"Der Humor ist keine Gabe des Geistes, er ist eine Gabe des Herzens."
"Wie lächerlich ich mir jetzo vorkomme, wenn ich meinen älteren Werken Seitenhiebe auf Hof vorfinde, welche ich in der Hoffnung that, der Stadt etwas zu versetzen! Denn bis diese Minute hat sie es vielleicht nicht gelesen. Fotografie aus Wikimedia Commons"
"Ser viele sind schon entzĂźkt Ăźber ein Buch, wenn nichts darin steht als ihre vorigen Meinungen gedrukt. (Nr. 186) Ideen-Gewimmel. Texte & Aufzeichnungen aus dem unverĂśffentlichten NachlaĂ Hrsg. Thomas Wirtz & Kurt WĂślfel Eichborn, Frankfurt a. M. 1996, S. 51"
""Nur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergängen"
"Mädchen und Gold sind desto weicher, je reiner sie sind."
"Je älter man wird, desto lieber will man sprechen, und desto weniger schreiben, besonders Briefe. (Nr. 1387) Ideen-Gewimmel. Texte & Aufzeichnungen aus dem unverÜffentlichten Nachlaà Hrsg. Thomas Wirtz & Kurt WÜlfel Eichborn, Frankfurt a. M. 1996, S. 231"
"Es hat mich oft verdrĂźĂlich gemacht, daĂ ich jeder Vorrede, die ich schreibe, ein Buch anhängen muĂ"
"Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und am besten; Ăźber unsern Antrittspredigten schwebt der Heilige Geist brĂźtend mit TaubenflĂźgeln â nur später liegen die Eier kalt."
"Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens."
"Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden kĂśnnen."
"Der Dichter gleicht der Saite: Er selber macht sich unsichtbar, wenn er sich schwingt und Wohllaut gibt."
"Das Alter ist nicht trĂźbe, weil darin unsre Freuden, sondern weil unsre Hoffnungen aufhĂśren."
"Briefe verbrennen. Nie thät ichs. Alles untergehende Leben kommt wieder; diese GeschÜpfe dieses Herzens und Kopfes nie. Durchstreicht die Namen, verwechselt die Handschrift; aber lasset die Seele leben, die gerade in Briefen am innigsten lebt. (Nr. 994) Ideen-Gewimmel. Texte & Aufzeichnungen aus dem unverÜffentlichten Nachlaà Hrsg. Thomas Wirtz & Kurt WÜlfel Eichborn, Frankfurt a. M. 1996, S. 170"
"Berlin ist mehr ein Welttheil, als eine Stadt, wo sich aus der grĂśĂeren Menge leichter eine gesellige Einsamkeit erwählen lieĂe. Da fänden Sie Ihren ruhigsten Hafen in Deutschland."
"Alle plÜtzlichen Dämmerungen sind nur die der Sonnenfinsternisse und also keine wachsende, sondern ebenso plÜtzlich verschwindende."
"Der Humor, als das umgekehrt Erhabene, vernichtet nicht das Einzelne, sondern das Endliche durch den Kontrast mit der Idee."
"Die bloĂe Empfindung schafft nicht den Dichter, aber der bloĂe Dichter auch nicht jene. Im ersten Irrtum ist der JĂźngling, im zweiten der Kritiker."
"Nie vergesse der Dichter Ăźber der Zukunft, die ihm eigentlich heller vorschimmert, die Forderungen der Gegenwart und also des nur an diese angeschmiedeten Lesers."
"Hier auf dem offenen Meere der Welt, mitten unter hundert Schiffen, kann ich Dir nicht durch das Sprachrohr der Presse das zuschreien, was ich Dir viel lieber nahe an Deinem Angesicht und an Deiner Brust zuflĂźstern mĂśchte."
"Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat."
"Dass du gewiss in Bayreuth selig sein wirst, so sehr sind dessen Häuser und Berge zu loben."
"Armut ist die einzige Last, die schwerer wird, je mehr Geliebte daran tragen."
"Es ist nicht gut, wenn in die Geschichte eines Mannes â und heckte er täglich die neuen Einfälle zu Schocken â das Schicksal selber ein Wortspiel wie ein Nestei gelegt hat; auf diesem Ei sitzt und brĂźtet er sein Leben lang und will etwas herausbringen."
"Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch fĂźr die kalte Welt haushalten."
"Jedes Ich ist PersÜnlichkeit, folglich geistige Individualität."
"Jede gute Erzählung, so wie gute Dichtung, umgibt sich von selber mit Lehren."
"Hinter einem voranziehenden Gott wĂźrden alle Menschen GĂśtter. Tilgt ihr aber das Ideal aus der Brust, so verschwindet damit Tempel, Opferaltar und alles."
"Einzelne Regeln ohne den Geist der Erziehung sind ein WĂśrterbuch ohne Sprachlehre."
"Einen traurigen Mann erduld' ich, aber kein trauriges Kind."
"Ein verdrieĂlicher Gott ist ein Widerspruch oder der Teufel."
""Die Wiederholung ist die Mutter"
"Die weibliche Kleider-Liebe hat samt der Reinlichkeit, welche gleichsam auf der Grenzscheide zwischen Leib und Sittlichkeit wohnt, eine Wand- und Tßr-Nachbarin, nämlich Herzens-Reinheit."
"Das kĂśrperliche Herz sei das Muster des geistigen: verletzbar, empfindlich, rege und warm, aber ein derber, frei fortschlagender Muskel hinter dem Knochengitter, und seine zarten Nerven sind schwer zu finden."
""Da aber der Deutsche keine Zeit so gern erlebt als Bedenkzeit"
"ein Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstĂźrmende scheitern."
"Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stillehält, so reiĂet der Stachel ab und bleibt zurĂźck."
"Die Leidenschaft macht die besten Beobachtungen und die elendesten SchlĂźsse. Sie ist ein Fernrohr, dessen Feld desto heller, je enger es ist."
"Die Kälte hat ewig ein Sprachrohr und die Empfindung ein HÜrrohr. Die Ankunft einer ungeliebten fßrstlichen Leiche oder dergleichen Braut hÜrt man an den Polarzirkeln; hingegen wenn wir Niedere unsre Gräber oder unsre Arme mit Geliebten fßllen: so fallen bloà einige ungehÜrte Tränen, trostlose oder selige."