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April 10, 2026
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"Von der groĂen Stadt Berlin // kannst du viel erwarten. // Solltest nur kein Weichei sein: // Berlin ist mit den Harten."
"Den fĂźnf Genres Horror, Porno, Melodram, Spannung und Komik entsprechen fĂźnf KĂśrperausscheidungen: Erbrochenes, Sperma, Tränen, SchweiĂ und Urin. Und jedes Genre will eine dieser Ausscheidungen herbeifĂźhren: Das Melodram will Tränen, der Porno Sperma, der Horror das Erbrechen, die Spannung den SchweiĂausbruch. Die Komik will zweierlei: Entweder soll sich der Mensch vor Lachen bepissen oder Tränen lachen. Das ist der Unterschied zur Hochkunst: Alle fĂźnf Genres wollen den Konsumenten eindeutig auĂer Gefecht setzen."
"Paulus schrieb an die Apatschen: Ihr sollt nicht nach der Predigt klatschen. // Paulus schrieb an die Komantschen: Erst kommt die Taufe, dann das Plantschen. // Paulus schrieb den Irokesen: Euch schreib ich nichts, lernt erst mal lesen."
"Der Kragenbär, der holt sich munter // einen nach dem andern runter."
"Da sprach der Hinz zum Kunz: // ÂťKunz, schenk mir deine Gunz!ÂŤ. // Da sprach der Kunz zum Hinz: // ÂťMein lieber Hinz, du spinnz!ÂŤ"
"Liebe und Hochachtung kĂśnnen durch kein Gesetz erzwungen, sie mĂźssen erworben werden."
"Anmuth ist kĂśstlicher denn SchĂśnheit."
"âEigentlich ist alles schon einmal gesagt worden: DaĂ die Stadt Bonn finsterste rheinische Tourismusprovinz ist; daĂ Adenauer, schon als er sein Amt antrat, verdammt alt war; daĂ seine Politik der ausschlieĂlichen Westorientierung nur um den Preis der deutschen Wiedervereinigung durchgefĂźhrt werden konnte; daĂ viel zu viele alte Nazis in der Armee, in den Ministerien, in der Justiz und der Polizei, in der Lehrerschaft, kurz: in allen Ămtern und WĂźrden sitzen; und daĂ das beste an der Bundesrepublik ihr Grundgesetz ist, welches bezeichnenderweise zwar nicht ohne Adenauer, aber vor seiner Ăra entstand.â â âProvinz und kleinkariertâ, in: âDie Ăra Adenauer. Einsichten und Ausblicke.â Herausgegeben und mit einer Einleitung von Janko Musulin. Fischer BĂźcherei (BĂźcher des Wissens) 1964, S. 106."
"Wir sagen, natĂźrlich, die Bullen sind Schweine, wir sagen, der Typ in der Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heiĂt, wir haben nicht mit ihm zu reden, und es ist falsch Ăźberhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natĂźrlich kann geschossen werden."
"ÂťProtest ist, wenn ich sage, das und das paĂt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafĂźr sorge, daĂ das, was mir nicht paĂt, nicht länger geschieht. Protest ist, wenn ich sage, ich mache nicht mehr mit. Widerstand ist, wenn ich dafĂźr sorge, daĂ alle andern auch nicht mehr mitmachen.ÂŤ So ähnlich"
"In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und auch wohl bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, fßr die es keine Rechtfertigung gibt."
"Das progressive Moment einer Warenhausbrandstiftung liegt nicht in der Vernichtung der Waren, es liegt in der Kriminalität der Tat, im Gesetzesbruch."
"Wenn man wegläuft, ist man immer zu langsam."
"Versuch's und steck einen Esel in eines LĂśwen Haut, es schreit doch immer daraus des Esels Laut."
"Pessimismus ist der Schatten, den der Optimismus werfen muss, um ernst genommen zu werden. Alles andere ist Naivität."
"Käuflichkeit ist Prostitution der Seele, gekoppelt an das lukrativste Angebot."
"Jeder Jeck ist anders, und in KĂśln sind Toleranz und Ignoranz Geschwister."
"In der Schule haben wir gelernt, dass Lehrerwissen absolutes Wissen ist. Doch Wissenschaft kann niemals absolut sein. Sie ist die Kunst der Annäherung. Sie definiert nicht, sondern kreist ein, zieht keine Trennlinien, sondern schafft Ăbergänge, kennt keine Dogmen, sondern Entwicklungen. Sie kann nichts verifizieren, sondern nur durch Wegstreichen von Variablen ein mĂśglichst klares Bild entwerfen."
"Die Patrizier lassen die Steuern solange durch die Ămter zirkulieren, bis das Geld in ihrer Tasche landet."
"Wer Sonnenstrahlen machen will, der ist ein Quacksalber, und kennt weder sich noch die Sonne; wer aber die Berge und HĂźgel, die ihr im Wege stehen, abträgt und erniedrigt, der treibt ein wahres Werk, und ein sehr groĂes."
"Wer nicht an Christus glauben will, der muà sehen, wie er ohne ihn rathen kann. Ich und du kÜnnen das nicht. Wir brauchen Jemand, der uns hebe und halte weil wir leben, und uns die Hand unter den Kopf lege, wenn wir sterben sollen; und das kann er ßberschwänglich, [...]."
"Wenn Jemand eine Reise thut, // So kann er was verzählen; // Drum nahm ich meinen Stock und Hut, // Und thät das Reisen wählen."
""Was hĂźlf mir Kron' und Land und Gold und Ehre? // Die kĂśnnten mich nicht freun! // 's ist leider Krieg"
"Sitze nicht, wo die SpĂśtter sitzen, denn sie sind die elendsten unter allen Creaturen. Nicht die frĂśmmelnden, aber die frommen Menschen achte und gehe ihnen nach."
"Sage nicht Alles, was du weiĂt, aber wisse immer, was du sagest."
"Niemand ist frey, der nicht Ăźber sich selbst Herr ist."
"Es giebt einige Freundschaften, die im Himmel beschlossen sind und auf Erden vollzogen werden."
"Empfangen und genähret // Vom Weibe wunderbar, // KÜmmt er und sieht und hÜret, // Und nimmt des Trugs nicht wahr;"
"Der Mond ist aufgegangen, // Die goldnen Sternlein prangen // Am Himmel hell und klar. // Der Wald steht schwarz und schweiget, // Und aus den Wiesen steiget // Der weiĂe Nebel wunderbar."
"Dein Dichter soll nicht ewig Wein // Nicht ewig Amorn necken! // Die Barden mßssen Männer seyn // Und Weise seyn, nicht Gecken!"
"Den leeren Schlauch bläĂt der Wind auf; // Den leeren Kopf der DĂźnkel."
"Am Rhein, am Rhein, da wachsen unsre Reben;"
"Präsident von Weizsäcker hat einmal gesagt: Die deutsche Frage ist so lange offen, wie das Brandenburger Tor geschlossen ist. Heute sage ich: [...] es ist nicht die deutsche Frage allein, die offen bleibt, sondern die Frage der Freiheit fßr die gesamte Menschheit."
"Wir dĂźrfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen."
"Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschlieĂt, wird blind fĂźr die Gegenwart."
"Erinnern heiĂt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, dass es zu einem Teil des eigenen Innern wird. Das stellt groĂe Anforderungen an unsere Wahrhaftigkeit."
"Die Jungen sind nicht verantwortlich fĂźr das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich fĂźr das, was in der Geschichte daraus wird."
"Die Erinnerung ist die Erfahrung vom Wirken Gottes in der Geschichte. Sie ist die Quelle des Glaubens an die ErlĂśsung. Diese Erfahrung schafft Hoffnung, sie schafft Glauben an ErlĂśsung, an Wiedervereinigung des Getrennten, an VersĂśhnung. Wer sie vergiĂt, verliert den Glauben."
"Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft."
"Die Architektur ist die Ăśffentlichste aller KĂźnste, denn man kann sich ihr nicht entziehen."
"Die Parteien haben sich zu einem ungeschriebenen sechsten Verfassungsorgan entwickelt, das auf die anderen fĂźnf einen immer weitergehenden, zum Teil vĂśllig beherrschenden Einfluss ausĂźbt. [...] Nach meiner Ăberzeugung ist unser Parteienstaat von beidem zugleich geprägt, nämlich machtversessen auf den Wahlsieg und machtvergessen bei der Wahrnehmung der inhaltlichen und konzeptionellen FĂźhrungsaufgabe."
"Nur eine solidarische Welt kann eine gerechte und friedvolle Welt sein."
"Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann."
"Jede Zeit nimmt erst mal ihre eigenen Herausforderungen ernst. Das soll sie ja tun. Ich finde nur, dass der Blick auf die Geschichte diesen Herausforderungen gegenĂźber eine wirkliche Erleichterung ist."
"In Berlin habe ich eine Formulierung gehĂśrt, die jeder verstehen kann: Die deutsche Frage ist so lange offen, als das Brandenburger Tor zu ist."
"Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie wiederholt ihre Lehren."
"Geschichte kann Heimat sein."
"Es ist fatal, wenn beim BĂźrger der Eindruck entsteht, auf ihn käme es gar nicht an, denn âdie da obenâ machten ja doch, was sie wollten. In Wirklichkeit wissen doch wir Politiker oft selbst noch keine LĂśsung und sind dringend auf Mitberatung anÂgewiesen."
"Der Freund des Gespräches aber ist der Freund des Friedens, der nur auf dem Gespräch der Menschen miteinander ruhen kann."
""Das Ziel des Dialogs ist nicht Unterwerfung und Sieg, auch nicht Selbstbehauptung um jeden Preis, sondern gemeinsame Arbeit in der Methode und in der Sache"."