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April 10, 2026
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"The Philology of Christianity. — How little Christianity cultivates the sense of honesty can be inferred from the character of the writings of its learned men. They set out their conjectures as audaciously as if they were dogmas, and are but seldom at a disadvantage in regard to the interpretation of Scripture. Their continual cry is: “I am right, for it is written”—and then follows an explanation so shameless and capricious that a philologist, when he hears it, must stand stock-still between anger and laughter, asking himself again and again: Is it possible? Is it honest? Is it even decent? It is only those who never—or always—attend church that underestimate the dishonesty with which this subject is still dealt in Protestant pulpits; in what a clumsy fashion the preacher takes advantage of his security from interruption; how the Bible is pinched and squeezed; and how the people are made acquainted with every form of the art of false reading."
"The Christian Vengeance against Rome. — Perhaps nothing is more fatiguing than the sight of a continual conqueror: for more than two hundred years the world had seen Rome overcoming one nation after another, the circle was closed, all future seemed to be at an end, everything was done with a view to its lasting for all time—yea, when the Empire built anything it was erected with a view to being aere perennius. We, who know only the “melancholy of ruins,” can scarcely understand that totally different melancholy of eternal buildings, from which men endeavoured to save themselves as best they could—with the light-hearted fancy of a Horace, for example. Others sought different consolations for the weariness which was closely akin to despair, against the deadening knowledge that from henceforth all progress of thought and heart would be hopeless, that the huge spider sat everywhere and mercilessly continued to drink all the blood within its reach, no matter where it might spring forth.This mute, century-old hatred of the wearied spectators against Rome, wherever Rome's domination extended, was at length vented in Christianity, which united Rome, “the world,” and “sin” into a single conception."
"“Let us be indulgent to the great one-eyed!” said Stuart Mill, as if it were necessary to ask for indulgence when we are willing to believe and almost to worship them. I say: Let us be indulgent towards the two-eyed, both great and small; for, such as we are now, we shall never rise beyond indulgence!"
"What! the inventors of ancient civilisations, the first makers of tools and tape lines, the first builders of vehicles, ships, and houses, the first observers of the laws of the heavens and the multiplication tables—is it contended that they were entirely different from the inventors and observers of our own time, and superior to them? And that the first slow steps forward were of a value which has not been equalled by the discoveries we have made with all our travels and circumnavigations of the earth?"
"Whoever has overthrown an existing law of custom has hitherto always first been accounted a bad man: but when, as did happen, the law could not afterwards be reinstated and this fact was accepted, the predicate gradually changed: - history treats almost exclusively of these bad men who subsequently became good men!"
"Who is the most moral man? First, he who obeys the law most frequently, who ... is continually inventive in creating opportunities for obeying the law. Then, he who obeys it even in the most difficult cases. The most moral man is he who sacrifices the most to custom. ... Self-overcoming is demanded, not on account of any useful consequences it may have for the individual, but so that hegemony of custom and tradition shall be made evident."
"Being silent is something one completely unlearns if, like him, one has been for so long a solitary mole - - -"
"Wir sind im Wesentlichen noch dieselben Menschen, wie die des Zeitalters der Reformation: wie sollte es auch anders sein? Aber dass wir uns einige Mittel nicht mehr erlauben, um mit ihnen unsrer Meinung zum Siege zu verhelfen, das hebt uns gegen jene Zeit ab und beweist, dass wir einer höhern Cultur angehören. Wer jetzt noch, in der Art der Reformations-Menschen, Meinungen mit Verdächtigungen, mit Wuthausbrüchen bekämpft und niederwirft, verräth deutlich, dass er seine Gegner verbrannt haben würde, falls er in anderen Zeiten gelebt hätte, und dass er zu allen Mitteln der Inquisition seine Zuflucht genommen haben würde, wenn er als Gegner der Reformation gelebt hätte. Diese Inquisition war damals vernünftig, denn sie bedeutete nichts Anderes, als den allgemeinen Belagerungszustand, welcher über den ganzen Bereich der Kirche verhängt werden musste, und der, wie jeder Belagerungszustand, zu den äussersten Mitteln berechtigte, unter der Voraussetzung nämlich (welche wir jetzt nicht mehr mit jenen Menschen theilen), dass man die Wahrheit, in der Kirche, habe, und um jeden Preis mit jedem Opfer zum Heile der Menschheit bewahren müsse. Jetzt aber giebt man Niemandem so leicht mehr zu, dass er die Wahrheit habe: die strengen Methoden der Forschung haben genug Misstrauen und Vorsicht verbreitet, so dass Jeder, welcher gewaltthätig in Wort und Werk Meinungen vertritt, als ein Feind unserer jetzigen Cultur, mindestens als ein zurückgebliebener empfunden wird. In der That: das Pathos, dass man die Wahrheit habe, gilt jetzt sehr wenig im Verhältniss zu jenem freilich milderen und klanglosen Pathos des Wahrheit-Suchens, welches nicht müde wird, umzulernen und neu zu prüfen."
"Es ist nicht der Kampf der Meinungen, welcher die Geschichte so gewaltthätig gemacht hat, sondern der Kampf des Glaubens an die Meinungen, das heisst der Ueberzeugungen."
"Leben und Erleben. - Sieht man zu, wie Einzelne mit ihren Erlebnissen - ihren unbedeutenden alltäglichen Erlebnissen - umzugehen wissen, so dass diese zu einem Ackerland werden, das dreimal des Jahres Frucht trägt; während Andere - und wie Viele! - durch den Wogenschlag der aufregendsten Schicksale, der mannigfaltigsten Zeit- und Volksströmungen hindurchgetrieben werden und doch immer leicht, immer obenauf, wie Kork, bleiben: so ist man endlich versucht, die Menschheit in eine Minorität (Minimalität) Solcher einzutheilen, welche aus Wenigem Viel zu machen verstehen: und in eine Majorität Derer, welche aus Vielem Wenig zu machen verstehen; ja man trifft auf jene umgekehrten Hexenmeister, welche, anstatt die Welt aus Nichts, aus der Welt ein Nichts schaffen."
"Verkehr mit dem höheren Selbst. - Ein jeder hat seinen guten Tag, wo er sein höheres Selbst findet; und die wahre Humanität verlangt, jemanden nur nach diesem Zustande und nicht nach den Werktagen der Unfreiheit und Knechtung zu schätzen. Man soll zum Beispiel einen Maler nach seiner höchsten Vision, die er zu sehen und darzustellen vermochte, taxiren und verehren. Aber die Menschen selber verkehren sehr verschieden mit diesem ihrem höheren Selbst und sind häufig ihre eigenen Schauspieler, insofern sie Das, was sie in jenen Augenblicken sind, später immer wieder nachmachen. Manche leben in Scheu und Demuth vor ihrem Ideale und möchten es verleugnen: sie fürchten ihr höheres Selbst, weil es, wenn es redet, anspruchsvoll redet. Dazu hat es eine geisterhafte Freiheit zu kommen und fortzubleiben wie es will; es wird desswegen häufig eine Gabe der Götter genannt, während eigentlich alles Andere Gabe der Götter (des Zufalls) ist: jenes aber ist der Mensch selber."
"Philosophisch gesinnt sein. - Gewöhnlich strebt man darnach, für alle Lebenslagen und Ereignisse eine Haltung des Gemüthes, eine Gattung von Ansichten zu erwerben, - das nennt man vornehmlich philosophisch gesinnt sein. Aber für die Bereicherung der Erkenntniss mag es höheren Werth haben, nicht in dieser Weise sich zu uniformiren, sondern auf die leise Stimme der verschiedenen Lebenslagen zu hören; diese bringen ihre eigenen Ansichten mit sich. So nimmt man erkennenden Antheil am Leben und Wesen Vieler, indem man sich selber nicht als starres, beständiges, Eines Individuum behandelt."
"Der Gegenwart entfremdet. - Es hat grosse Vortheile, seiner Zeit sich einmal in stärkerem Maasse zu entfremden und gleichsam von ihrem Ufer zurück in den Ocean der vergangenen Weltbetrachtungen getrieben zu werden. Von dort aus nach der Küste zu blickend, überschaut man wohl zum ersten Male ihre gesammte Gestaltung und hat, wenn man sich ihr wieder nähert, den Vortheil, sie besser im Ganzen zu verstehen, als Die, welche sie nie verlassen haben."
"Lebensalter und Wahrheit. - junge Leute lieben das Interessante und Absonderliche, gleichgültig wie wahr oder falsch es ist. Reifere Geister lieben Das an der Wahrheit, was an ihr interessant und absonderlich ist. Ausgereifte Köpfe endlich lieben die Wahrheit auch in Dem, wo sie schlicht und einfältig erscheint und dem gewöhnlichen Menschen Langeweile macht, weil sie gemerkt haben, dass die Wahrheit das Höchste an Geist, was sie besitzt, mit der Miene der Einfalt zu sagen pflegt."
"Eigene Meinungen. - Die erste Meinung, welche uns einfällt, wenn wir plötzlich über eine Sache befragt werden, ist gewöhnlich nicht unsere eigene, sondern nur die landläufige, unserer Kaste, Stellung, Abkunft zugehörige; die eigenen Meinungen schwimmen selten oben auf."
"Schatten in der Flamme. - Die Flamme ist sich selber nicht so hell, als den Anderen, denen sie leuchtet: so auch der Weise."
"Den Andern zum Vorbild. - Wer ein gutes Beispiel geben will, muss seiner Tugend einen Gran Narrheit zusetzen: dann ahmt man nach und erhebt sich zugleich ĂĽber den Nachgeahmten, - was die Menschen lieben."
"Unglück. - Die Auszeichnung, welche im Unglück liegt (als ob es ein Zeichen von Flachheit, Anspruchslosigkeit, Gewöhnlichkeit sei, sich glücklich zu fühlen), ist so gross, dass wenn Jemand Einem sagt: "Aber wie glücklich Sie sind!" man gewöhnlich protestirt."
"Die Länge des Tages. - Wenn man viel hineinzustecken hat, so hat ein Tag hundert Taschen."
"Gefahr unserer Cultur. - Wir gehören einer Zeit an, deren Cultur in Gefahr ist, an den Mitteln der Cultur zu Grunde zu gehen."
"Aus der Erfahrung. - Die Unvernunft einer Sache ist kein Grund gegen ihr Dasein, vielmehr eine Bedingung desselben."
"Das Leben als Ertrag des Lebens. - Der Mensch mag sich noch so weit mit seiner Erkenntniss ausrecken, sich selber noch so objectiv vorkommen: zuletzt trägt er doch Nichts davon, als seine eigene Biographie."
"Jeder in Einer Sache überlegen. - In civilisirten Verhältnissen fühlt sich Jeder jedem Anderen in Einer Sache wenigstens überlegen: darauf beruht das allgemeine Wohlwollen, insofern Jeder einer ist, der unter Umständen helfen kann und desshalb sich ohne Scham helfen lassen darf."
"Vorrecht der Grösse. - Es ist das Vorrecht der Grösse, mit geringen Gaben hoch zu beglücken."
"Das Empörende an einer individuellen Lebensart. - Alle sehr individuellen Maassregeln des Lebens bringen die Menschen gegen Den, der sie ergreift, auf; sie fühlen sich durch die aussergewöhnliche Behandlung, welche jener sich angedeihen lässt, erniedrigt, als gewöhnliche Wesen."
"Ziel und Wege. - Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, Wenige in Bezug auf das Ziel."
"It is mere illusion and pretty sentiment to expect much from mankind if he forgets how to make war. And yet no means are known which call so much into action as a great war, that rough energy born of the camp, that deep impersonality born of hatred, that conscience born of murder and cold-bloodedness, that fervor born of effort of the annihilation of the enemy, that proud indifference to loss, to one's own existence, to that of one's fellows, to that earthquake-like soul-shaking that a people needs when it is losing its vitality."
"Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst: Entweder du kommst schon heute weiter hinauf oder übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können."
"With all great deceivers there is a noteworthy occurrence to which they owe their power. In the actual act of deception... they are overcome by belief in themselves. It is this which then speaks so miraculously and compellingly to those who surround them."
"It says nothing against the ripeness of a spirit that it has a few worms."
"A Path to Equality. - A few hours of mountain climbing turn a rascal and a saint into two pretty similar creatures. Fatigue is the shortest way to Equality and Fraternity--and, in the end, Liberty will surrender to Sleep."
"Forgetting our intentions is the most frequent of all acts of stupidity."
"A witticism is an epigram on the death of a feeling."
"The worst readers are those who behave like plundering troops: they take away a few things they can use, dirty and confound the remainder, and revile the whole."
"Mancher wird nur deshalb kein Denker, weil sein Gedächtnis zu gut ist."
"If you have hitherto believed that life was one of the highest value and now see yourselves disappointed, do you at once have to reduce it to the lowest possible price?"
"No one talks more passionately about his rights than he who in the depths of his soul doubts whether he has any. By enlisting passion on his side he wants to stifle his reason and its doubts: thus he will acquire a good conscience and with it success among his fellow men."
"The advantage of a bad memory is that one can enjoy the same good things for the first time several times."
"Socialism itself can hope to exist only for brief periods here and there, and then only through the exercise of the extremest terrorism. For this reason it is secretly preparing itself for rule through fear and is driving the word 'justice' into the heads of the half-educated masses like a nail so as to rob them of their reason... and to create in them a good conscience for the evil game they are to play."
"He who thinks a great deal is not suited to be a party man: he thinks his way through the party and out the other side too soon."
"Unpleasant, even dangerous, qualities can be found in every nation and every individual: it is cruel to demand that the Jew be an exception. In him, these qualities may even be dangerous and revolting to an unusual degree; and perhaps the young stock-exchange Jew is altogether the most disgusting invention of mankind."
"Arrogance on the part of the meritorious is even more offensive to us than the arrogance of those without merit: for merit itself is offensive."
"We often contradict an opinion for no other reason than that we do not like the tone in which it is expressed."
"Main deficiency of active people. Active men are usually lacking in higher activity--I mean individual activity. They are active as officials, businessmen, scholars, that is, as generic beings, but not as quite particular, single and unique men. In this respect they are lazy."
"Where there is happiness, there is found pleasure in nonsense. The transformation of experience into its opposite, of the suitable into the unsuitable, the obligatory into the optional (but in such a manner that this process produces no injury and is only imagined in jest), is a pleasure; ..."
"Thoughts in a poem. The poet presents his thoughts festively, on the carriage of rhythm: usually because they could not walk."
"Every tradition grows ever more venerable — the more remote its origin, the more confused that origin is. The reverence due to it increases from generation to generation. The tradition finally becomes holy and inspires awe."
"He who humbleth himself wants to be exalted."
"Most men are too concerned with themselves to be malicious."
"When virtue has slept, she will get up more refreshed."
Heute, am 12. Tag schlagen wir unser Lager in einem sehr merkwürdig geformten Höhleneingang auf. Wir sind von den Strapazen der letzten Tage sehr erschöpft, das Abenteuer an dem großen Wasserfall steckt uns noch allen in den Knochen. Wir bereiten uns daher nur ein kurzes Abendmahl und ziehen uns in unsere Kalebassen-Zelte zurück. Dr. Zwitlako kann es allerdings nicht lassen, noch einige Vermessungen vorzunehmen. 2. Aug.
- Das Tagebuch
Es gab sie, mein Lieber, es gab sie! Dieses Tagebuch beweist es. Es berichtet von rätselhaften Entdeckungen, die unsere Ahnen vor langer, langer Zeit während einer Expedition gemacht haben. Leider fehlt der größte Teil des Buches, uns sind nur 5 Seiten geblieben.
Also gibt es sie doch, die sagenumwobenen Riesen?
Weil ich so nen Rosenkohl nicht dulde!
- Zwei auĂźer Rand und Band
Und ich bin sauer!