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April 10, 2026
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"Nicht blos [sic!] die heitern Frühlingsreigen ahmten die Kinder nach, sondern auch den düstern Totentanz durch ein Fangspiel, wie W. Wackernagel nachgewiesen hat. Das allbekannte Haschspiel: „Schwarzer Mann“ ist ein Nachklang jener Pest- und Totentänze. Der schwarze Mann, der einen Fliehenden nach dem andern weghascht, ist der seine Schar stets vergrößernde Tod."
"Manche Kinderlieder und besonders Kinderspiele gehen in ihrem Ursprung auf gewisse Sitten und Bräuche unserer Vorfahren zurück, wie z. B. das bekannte Lied vom schwarzen Mann von vielen als ein Überrest der Pest- und Totentänze des Mittelalters angesehen wird."
"Kinder ihrerseits ziehen nicht nur im Märchen aus, um das Fürchten zu lernen. So korrespondierte beispielsweise dem erwachsenen Schreckbild vom „schwarzen Mann“ schon lange das die Angstlust herbeirufende Fangspiel „Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?“, bei dem die Kinder der Bedrohung lauthals ein trotziges „Niemand!“ entgegenrufen, um dann wegzulaufen."
"Im Europa genießt das Spiel den Ruf, mit den Totentänzen des Mittelalters in Verbindung zu stehen, wobei die Vorstellung vorherrschte, der „schwarze Mann“ in der Mitte repräsentiere den Gott des Todes, der seine Opfer einfängt, um sie in die Hölle zu führen. In gleicher Weise wurde das Spiel mit den alten dämonischen Kultfiguren der niederen europäischen Mythologie in Zusammenhang gebracht."
"Im Spiel der Kinder beobachten wir eine Begeisterung, die uns oft verblüfft. Diese Begeisterung entspringt den phantasievollen Zügen des Spiels. Laufspiele verlieren schnell an Zuspruch, es sei denn, das Kind verknüpft diese Spiele mit imaginären Gegnern; es sei denn, es stellt sich die Anwesenheit des Wolfes, des Fuchses oder des schwarzen Mannes vor. Mit diesen Hilfen der Phantasie entwickelt das Kind eine erstaunliche Ausdauer."
"Einen wie tiefen Eindruck die jahrhundertelang immer wiederkehrende Seuche auf die Seele des Volkes gemacht hat, ersieht man daran, daß das Kinderspiel »Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann«, das auf Pestzeiten zurückgeht, sich bis in unsere Zeit erhalten hat."
"Diese Unschuld wurde jäh vernichtet, als man in den Achtzigern anfing, Jagd auf bestimmte Begriffe zu machen. Dazu gehört auch das Spiel mit dem „schwarzen Mann“. Keiner, den ich kenne und den ich dazu befragt habe, hat bei „schwarzer Mann“ jemals an einen Afrikaner gedacht."
"Das heutige Kinderspiel „Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?“, bei dem einem Kinde die Aufgabe zufällt, die mitspielenden anderen zu fangen, scheint der Rest eines danse macabre zu sein und beweist einmal mehr, wie fest verwurzelt kulturelle Eigenarten sein können und mit welcher Unbeirrbarkeit sie tradiert werden."
Heute, am 12. Tag schlagen wir unser Lager in einem sehr merkwürdig geformten Höhleneingang auf. Wir sind von den Strapazen der letzten Tage sehr erschöpft, das Abenteuer an dem großen Wasserfall steckt uns noch allen in den Knochen. Wir bereiten uns daher nur ein kurzes Abendmahl und ziehen uns in unsere Kalebassen-Zelte zurück. Dr. Zwitlako kann es allerdings nicht lassen, noch einige Vermessungen vorzunehmen. 2. Aug.
- Das Tagebuch
Es gab sie, mein Lieber, es gab sie! Dieses Tagebuch beweist es. Es berichtet von rätselhaften Entdeckungen, die unsere Ahnen vor langer, langer Zeit während einer Expedition gemacht haben. Leider fehlt der größte Teil des Buches, uns sind nur 5 Seiten geblieben.
Also gibt es sie doch, die sagenumwobenen Riesen?
Weil ich so nen Rosenkohl nicht dulde!
- Zwei auĂźer Rand und Band
Und ich bin sauer!