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April 10, 2026
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"ein jeder sieht die Welt und seine eigne Stellung von der Mitte seines Kreises aus."
"Sie wissen, was man von Bonn sagt: Entweder es regnet oder die Bahnschranken sind 'runter. Tatsächlich passiert natürlich beides gleichzeitig."
"Ein Schreibtisch ist ein gefährlicher Ort, um die Welt zu betrachten."
"Wenn jemand Folter unterstützt, ist er keiner näheren psychologischen Betrachtung wert."
"Die Amerikaner haben keinen großen Respekt vor der nationalen Psyche anderer Völker gezeigt. Weil sie grundsätzlich denken, dass jeder so sein will wie die Amerikaner. Das halte ich, gelinde gesagt, für ein Problem."
"[...] das ist meiner Ansicht nach ein so groĂźes Verbrechen, dass ich dafĂĽr keine Entschuldigung finde."
""manche der schönsten Orte auf der Welt liegen auf dem Körper deiner Frau." Paul Auster: Winter Journal. Reinbek bei Hamburg 2012, Seite 186, übersetzt von Werner Schmitz ISBN 978-3-498-00087-5."
"" Dein Vater wäre so ein wunderbarer Mann"
"Tatsache ist: Geld ist eine Fiktion. Es ist nicht wirklich, sondern etwas, woran wir glauben."
"Selbst, wenn wir allein sind, werden wir von den Menschen bewohnt, die uns gemacht haben."
"Was Bremer schon in Braunschweig während eines Bombenangriffs überrascht hatte, war, daß die Leute nicht weinten, nicht schrien, nicht verzweifelt die Hände rangen, daß sie wie bei irgendeinem Umzug die leichteren Dinge aus einem Haus trugen, dessen Dach brannte."
"Auch das begleitet mich jetzt in den letzten Tagen, nach sieben Monaten Schreiben, ein Druck auf der linken Brust, hin und wieder beim Durchatmen. Es sind nicht Schmerzen, kein Stechen, ein sanfter Druck, so ist das Herz spĂĽrbar geworden."
"Geld! Eine Flasche Wein und eine gute Zigarre, das ist alles, was der Mensch braucht. Auf alles andere kann er pfeifen."
"Was ich bin und weiĂź, verdanke ich der Bibliothek meines Vaters und dem Salon meiner Mutter."
"[...] den Schritt von der Leidenschaft zur großen Liebe habe ich nie gewagt. Stattdessen habe ich mir Arroganz und Härte und Stolz antrainiert, beschlossen, nie etwas zu empfinden. Ich habe nie geliebt."
""Das Leben"
"Als ich nach Berlin zurückkam und durch die Stadt fuhr, hat mich überrascht, wie die deutsche Sprache mit Anglizismen verhunzt wird. Warum machen die das? Coffee to go! Zeitung to go! Shoppen ohne zu stoppen! So ein Quatsch! Wollen die, dass wir alle verblöden?"
"Sie kaufen Dinge, die sie nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen, mit Geld, das sie nicht haben."
"Unsere Aufmerksamkeit ist ein Scheinwerfer, der nur weniges beleuchtet. Der dunkle Rest wandert ins Unbewusste."
"Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet."
"Doch das Leben baut selten etwas auf, wofür es die Steine nicht woanders herholt. Die meisten Philosophen haben ihr Gedankengebäude auf den Trümmern ihrer Vorgänger erbaut, nicht aber, wie sie oft meinen, auf der Ruine der ganzen Philosopiegeschichte."
""Kein Hirnforscher und kein Biochemiker vermag klar und eindeutig zu sagen, wie die Lust auf Sex entsteht. So bekannt die Rezeptoren, Hormone und Botenstoffe im Gehirn auch sein mögen"
"Die Familiengründer erwarten eine weiterhin weitgehend ungetrübte Liebe zueinander bei zusätzlicher beidseitiger Liebe zum Kind. Sie erwarten Aufregung und Anregung sowie Harmonie und Seelenfrieden"
"Die Darwinisten machten aus Darwin ein ähnliches Gespenst wie die Marxisten aus Marx."
"Wir Prager Studenten, wir sind ein hartes Geschlecht; // Wie haben wir schneidig gefochten, nachdem wir die Nacht durchgezecht! // Noch heute nicht unterzukriegen, begegnen wir Hart auf Hart // und dreschen in jeden Durchzug die dröhnende Hakenquart!."
"GenieĂźen Sie den Sonnenaufgang, statt ihn zu fotografieren."
"Es ist wichtiger, zu wissen, wohin wir gehen, als schnell irgendwo anzukommen."
"Vermeide Situationen, in denen du Menschen verändern musst."
"Die Berufung im romantischen Sinn gibt es nicht, es gibt nur Talente und Vorlieben."
"Spenden und Steuern sind keine finanzielle Angelegenheit. Sie sind eine moralische Angelegenheit."
"Ein Großteil des guten Lebens besteht darin, dem Blödsinn, den Torheiten und den Modeströmungen aus dem Weg zu gehen, statt nach ultimativer Glückseligkeit zu streben."
"Das häufigste Missverständnis, das mir begegnet: Das Leben sei ein Zustand. Falsch. Das gute Leben gelingt nur durch ständiges Nachjustieren."
"Wenn er weint, weint er nur noch Siegestränen."
"Sobald Gott tot ist, machen alle auf Erfolg."
"Immer wollen alle von A nach B. Ich wäre schon glücklich, einmal nach A zu kommen."
"Die schönste Illusion, dass man ankommt, bevor man stirbt."
""Um meine Worte zu relativieren, lass ich ihnen Taten folgen."- Turbulenzen, Diogenes Verlag, ZĂĽrich 2007, ISBN 3257065949 , S. 28"
"»Niemand von uns ist ohne Schuld und ohne Bosheit. Sonst wären wir ja Engel.«"
"Kommunikativ sollte die Musik sein, ohne sich auf Klischees zu stützen. Sensibel sollte sie sein, ohne esoterische Verstiegenheit. Intelligent ohne Zeigefinger und Elfenbeinturm. Verständlich, aber nicht banal. So pathetisch es klingen mag: Im Jazzrock steckt die Chance zur Versöhnung von Körper und Geist."
"Die Industrie samt angeschlossener Werbung hat schon seit geraumer Zeit geschnallt, daß aus dem Mythos Jazz noch ordentlich Kapital zu schlagen ist. Das Four-Letter-Word JAZZ ziert einen japanischen Kleinwagen und ein französisches Parfum. Seit Jahren wimmelt es in den Werbespots von Saxophon-bestückten Mädels, die so tun, als bliesen sie sich die Seele aus dem ranken Leib."
""Bei mir beginnt es damit, dass ich übe, und zwar planlos." – in den Liner Notes der CD »The United Jazz and Rock Ensemble plays Volker Kriegel«, zitiert bei taz.de, 18. Juni 2003. Bestellnummer ASIN: B001AQV9IA, mood records"
""»Das Geld liegt auf der Strasse, man braucht sich nur danach zu bücken, um es aufzuheben«, ist ein alter Satz, den ich des öftern von smarten Geschäftsleuten äussern hörte, ohne dass es mir jedoch bis heute gelungen wäre, seine Stichhaltigkeit einwandfrei zu erproben. Um so mehr bin ich deshalb geneigt, die pessimistische Weltanschauung jener zu teilen, die auf den – allerdings apokryphen – Nachsatz schwören: »Wer sich bückt, um es aufzuheben, dem fällt die Brieftasche aus der Jacke.«" - Die heimtückischen Champignons. Aus: Almanach 1920. Berlin: Rudolf Mosse, 1919. S. 231."
"Lesen ist für mich die vergnüglichste und süßeste Beschäftigung für ungefähr zwei bis sechs Stunden täglich. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt mal Tage ganz ohne Lesen verbracht habe. Beim Lesen habe ich das Gefühl, ich gewinne Zeit, Lebenszeit, Aufmerksamkeit, Konzentration, Anregung, Bilder, Erfahrungen."
"Bücher bewegen mich, sie sind es, die Stimmungen in mir erzeugen können. Sie können mich aus einer fröhlichen und unbeschwerten in eine nachdenkliche, aus einer ängstlichen in eine zuversichtliche Stimmung versetzen."
"Ich bin kein Paladin von Marx, und ich nehme alle Kritiken an; ich bin selbst ein Kritiker in allem, was ich schreibe, und ich verleugne nicht den Satz: Verstehen heiĂźt ĂĽberwinden. Aber es scheint mir doch notwendig, hinzuzufĂĽgen: Ăśberwinden heiĂźt verstanden haben."
"Die Proletarier können nur die Zukunft im Auge haben."
"Der kritische Kommunismus fabriziert keine Revolutionen, er bereitet keine Insurrektion vor, er bewaffnet keine Revolten."
"Das denkwürdige Datum, an dem das Manifest der Kommunistischen Partei veröffentlicht wurde (Februar 1848), erinnert an unseren ersten und unanfechtbaren Eintritt in die Geschichte."
"Wir waren über die Ignoranz mit der sich die allgemeine Meinung über solch große Abenteuer äußerte tief betroffen. Wir haben uns gefragt ob es nicht möglich sei der Generation, die in Zeiten komplexer und schwieriger politischer Fragen aufwächst, dies verständlicher zu machen."
"Aber die groĂźen Meister haben eben das Vorrecht, einen Freund erst wie eine Orange auszupressen und dann noch zu sagen, es habe ihnen im Grunde nicht geschmeckt."