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April 10, 2026

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April 10, 2026

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"Daß von gemeinwirtschaftlichen Unternehmungen kein Antrieb zu Reformen und Verbesserungen der Produktion ausgeht, daß sie sich den wechselnden Verhältnissen des Bedarfes nicht anzupassen vermögen, daß sie mit einem Wort ein totes Glied im Organismus der Volkswirtschaft darstellen, ist nun, da wir auf Jahrzehnte staats- und kommunalsozialistischer Versuche zurückzublicken in der Lage sind, allgemein anerkannt. Alle Versuche, ihnen Leben einzuhauchen, sind bis nun vergebens geblieben. Man hat gemeint, es durch Besoldungsreformen erreichen zu können. Man wollte die Leiter dieser Unternehmungen am Ertrag interessieren und dachte, daß man sie so den Leitern großer Aktiengesellschaften gleichstellen werde. Das ist ein großer Irrtum. Die Leiter der großen Aktiengesellschaften sind mit den Interessen der von ihnen verwalteten Unternehmungen in ganz anderer Weise verknüpft als dies bei öffentlichen Betrieben je der Fall sein kann. Sie sind entweder schon Besitzer eines nicht unbeträchtlichen Teiles des Aktienkapitals oder hoffen, es im Laufe der Zeit zu werden. Sie sind weiter in der Lage, durch Börsenspiel in den Werten ihres Unternehmens Gewinn zu erzielen. Sie haben die Aussicht, ihre Stelle zu vererben oder doch wenigstens ihren Erben einen Teil ihres eigenen Einflusses zu sichern. Nicht der behäbige, in seiner Denkungsart und seinem Empfinden dem öffentlichen Beamten einigermaßen ähnelnde Generaldirektor ist der Typus, dem die in Aktienform betriebenen Unternehmungen ihre Erfolge danken, vielmehr der durch Aktienbesitz interessierte Leiter und der Promoter und Faiseur, gerade jene also, die auszuschalten das Ziel aller Verstaatlichungs- und Verstadtlichungsaktionen ist."

- Economic Calculation in the Socialist Commonwealth

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"Es ist eine Illusion, wenn man glaubt, man könnte die Geldrechnung in der sozialistischen Wirtschaft durch die Naturalrechnung ersetzen. Die Naturalrechnung kann in der verkehrslosen Wirtschaft immer nur die genußreifen Güter erfassen, sie versagt vollkommen bei allen Gütern höherer Ordnung. Sobald man die freie Geldpreisbildung der Güter höherer Ordnung aufgibt, hat man rationelle Produktion, überhaupt unmöglich gemacht. Jeder Schritt, der uns vom Sondereigentum an den Produktionsmitteln und vom Geldgebrauch wegführt, führt uns auch von der rationellen Wirtschaft weg.Man konnte dies übersehen, weil all das, was wir vom Sozialismus bereits um uns herum verwirklicht sehen, nur sozialistische Oasen in der bis zu einem gewissen Grade doch immerhin noch freien Wirtschaft mit Geldverkehr sind. In dem e i n e n Sinne kann der im übrigen haltlosen und nur aus agitatorischen Gründen vertretenen Behauptung der Sozialisten, daß die Verstaatlichung und Verstaatlichung von Unternehmungen noch kein Stück Sozialismus darstelle, zugestimmt werden, daß nämlich diese Betriebe in ihrer Geschäftsführung durch den sie um gebenden Wirtschaftsorganismus des freien Verkehrs soweit gestützt werden, daß die wesentliche Eigentümlichkeit sozialistischer Wirtschaft bei ihnen gar nicht zutage treten konnte. In Staats- und Gemeindebetrieben werden technische Verbesserungen durchgeführt, weil man ihre Wirkung in gleichartigen privaten Unternehmungen des In- und Auslandes beobachten kann, und weil die Privatindustrie, die die Behelfe dieser Verbesserungen erzeugt, den Anstoß zu ihrer Einführung gibt. Man kann in diesen Betrieben die Vorteile von Umgestaltungen feststellen, weil sie rings umgeben sind von einer auf dem Sondereigentum an den Produktionsmitteln und auf dem Geldverkehr beruhenden Gesellschaft, so daß sie zu rechnen und Bücher zu führen vermögen, was sozialistische Betriebe in einer rein sozialistischen Umgebung nicht könnten.Ohne Wirtschaftsrechnung keine Wirtschaft. Im sozialistischen Gemeinwesen kann es, da die Durchführung der Wirtschaftsrechnung unmöglich ist, überhaupt keine Wirtschaft in unserem Sinne geben. Im Kleinen und in nebensächlichen Einzeldingen mag auch weiterhin rationell gehandelt werden. Doch im allgemeinen könnte von rationeller Erzeugung nicht mehr gesprochen werden. Es gäbe kein Mittel, zu erkennen, was rationell ist, und so könnte die Erzeugung bewußt nicht auf Wirtschaftlichkeit eingestellt werden."

- Economic Calculation in the Socialist Commonwealth

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"[D]ie Arbeit keine einheitliche und gleichartige Größe darstellt. Zwischen den verschiedenen Arbeitsleistungen besteht qualitativ ein Unterschied, der mit Rücksicht auf die Verschiedenheit der Gestaltung von Nachfrage und Angebot nach ihren Erzeugnissen zu verschiedener Bewertung führt. Man kann das Angebot an Bildern caeteris paribus nicht vermehren, ohne daß die Qualität des Erzeugnisses leidet. Man kann dem Arbeiter, der eine Stunde einfachster Arbeit geleistet, hat, nicht das Recht geben, das Produkt einer Stunde höher qualifizierter Arbeit zu verzehren. Es ist im sozialistischen Gemeinwesen überhaupt unmöglich zwischen der Bedeutung einer Arbeitsleistung für die Gesellschaft und ihrer Beteiligung am Ertrag des gesellschaftlichen Produktionsprozesses eine Verbindung herzustellen. Die Entlohnung der Arbeit kann hier nur willkürlich sein; auf der wirtschaftlichen Zurechnung Ertrages wie in der auf dem Privateigentum an den Produktionsmitteln beruhenden freien Verkehrswirtschaft kann man sie nicht aufbauen, da, wie wir sehen werden, die Zurechnung im sozialistischen Gemeinwesen nicht möglich ist. Die ökonomischen Tatsachen ziehen der Macht der Gesellschaft, die Entlohnung des Arbeiters nach Belieben festzusetzen, eine feste Grenze: auf keinen Fall wird die Lohnsumme auf die Dauer das gesellschaftliche Einkommen übersteigen können."

- Economic Calculation in the Socialist Commonwealth

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"As we advance we find more and more frequently that we can in fact ascertain only some but not all the particular circumstances which determine the outcome of a given process; and in consequence we are able to predict only some but not all the properties of the result we have to expect. Often all that we shall be able to predict will be some abstract characteristic of the pattern that will appear—relations between kinds of elements about which individually we know very little. Yet, as I am anxious to repeat, we will still achieve predictions which can be falsified and which therefore are of empirical significance.Of course, compared with the precise predictions we have learnt to expect in the physical sciences, this sort of mere pattern predictions is a second best with which one does not like to have to be content. Yet the danger of which I want to warn is precisely the belief that in order to have a claim to be accepted as scientific it is necessary to achieve more. This way lies charlatanism and worse. To act on the belief that we possess the knowledge and the power which enable us to shape the processes of society entirely to our liking, knowledge which in fact we do not possess, is likely to make us do much harm. In the physical sciences there may be little objection to trying to do the impossible; one might even feel that one ought not to discourage the over-confident because their experiments may after all produce some new insights. But in the social field the erroneous belief that the exercise of some power would have beneficial consequences is likely to lead to a new power to coerce other men being conferred on some authority. Even if such power is not in itself bad, its exercise is likely to impede the functioning of those spontaneous ordering forces by which, without understanding them, man is in fact so largely assisted in the pursuit of his aims. We are only beginning to understand on how subtle a communication system the functioning of an advanced industrial society is based—a communications system which we call the market and which turns out to be a more efficient mechanism for digesting dispersed information than any that man has deliberately designed.If man is not to do more harm than good in his efforts to improve the social order, he will have to learn that in this, as in all other fields where essential complexity of an organized kind prevails, he cannot acquire the full knowledge which would make mastery of the events possible. He will therefore have to use what knowledge he can achieve, not to shape the results as the craftsman shapes his handiwork, but rather to cultivate a growth by providing the appropriate environment, in the manner in which the gardener does this for his plants."

- New Studies in Philosophy, Politics, Economics and the History of Ideas

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