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April 10, 2026
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"Der Beweis des Puddings besteht darin, ihn zu essen."
"An den Novellen des Cervantes [habe ich] einen wahren Schatz gefunden, sowohl der Unterhaltung als der Belehrung."
"Was jedoch die schlechten Dichter, diese elenden Reimeschmiede, anbetrifft, was läßt sich von ihnen wohl anderes sagen, als daß sie der Inbegriff aller Dummheit und Aufgeblasenheit sind, die es in dieser Welt gibt?"
"Der berĂĽhmte Don Quijote von la Mancha, der sich mit einem anderen Namen nennt der Ritter von der traurigen Gestalt."
"Die Narrheit hat gewiss mehr Genossen und Schmarotzer als die Gescheitheit."
"Das beste GewĂĽrz von der Welt ist der Hunger; und da dieser den Armen nicht fehlt, so macht diesen das Essen immer VergnĂĽgen."
"Die Freiheit, Sancho, ist eine der köstlichsten Gaben, die der Himmel dem Menschen verliehen; mit ihr können sich nicht die Schätze vergleichen, welche die Erde in sich schließt noch die das Meer bedeckt."
"Wer viel liest und viel reist, sieht vieles und erfährt vieles."
"Bekommen Sie nicht eine Gänsehaut, wenn im Zusammenhang mit den Lebensbedingungen in Gaza von "Zuständen wie im Warschauer Ghetto" geredet wird? [...] Ich hätte mir gewünscht, dass Sie auf den Tisch geschlagen und "grässlich!" gerufen hätten, wie Sie es so oft im "Literarischen Quartett" getan haben, oder "Unsinn!" und vielleicht dazugefügt hätten: "Hört auf mit diesem Quatsch. Ich war im Warschauer Ghetto. Ich weiß, wie es da zuging. Verglichen mit dem Warschauer Ghetto ist Gaza ein Club Med.""
"[..] seit ich einmal beiläufig bemerkte, die polnische Kultur stehe auf zwei Säulen – Alkoholismus und Antisemitismus – bekomme ich noch immer Drohbriefe beschwipster polnischer Patrioten, die mich als Judenschwein bezeichnen, das man zu vergasen vergessen hat."
"„Kultur ist, wenn Sie Ihrem Nachbarn den Kopf abschlagen und daraus eine Blumenvase machen. Zivilisation ist, wenn Sie dafür ins Gefängnis müssen und nie wieder rauskommen.“ – In: Kritik der reinen Toleranz, 2008, S. 205–206; auch in: Gefährlicher Tanz mit der Toleranz, Spiegel Online, 1. November 2008. zitiert in Publikative.org: Das Wort zum Sonntag: Der Unterschied zwischen Kultur und Zivilisation, 11. Januar 2009; Schauspiel Stuttgart: Wut, von Max Eipp, April 2009; Jürgen Frölich: Voltaire’sche Qualität – Ein Lexikon wider die politische Korrektheit, Liberal, Band 49, 2007, S. 88; Felix de Mendelssohn: Das Unbehagen in der Kulturtheorie, in: Österreichisches Jahrbuch für Gruppenanalyse, Band 3, 2009, S. 42."
"Jetzt warten wir ab, bis in Mekka eine Kirche gebaut wird, die man schon von Weitem sehen kann. Und dann erklären wir die Diskussion um Moscheen und Minarette in Europa für beendet und lassen die Bagger anrollen. Das ist die schöne Wunschvorstellung."
"Ein deutscher Nobelpreisträger hat den Vorschlag gemacht, eine Kirche in eine Moschee umzuwidmen, als Goodwill-Geste den Muslimen gegenüber. Bis jetzt warten wir vergeblich auf den Vorschlag eines islamischen Intellektuellen, eine Moschee in eine Kirche umzuwandeln, denn so eine Idee, öffentlich geäußert, könnte ihn sein Leben kosten."
"Der Unterschied liegt darin, dass im Islam keine Säkularisierung stattgefunden hat. Es hat keine Neuinterpretation gegeben, keine Verweltlichung, keine Aufklärung. Es gab dort keinen Mendelssohn, keinen Luther und auch keine bibelkritische Auslegung, die die Schrift nicht wörtlich nimmt. Da, wo die Schrift wörtlich genommen wird, kommt es ja auch bei Juden und Christen zu Katastrophen."
"Ganz zum Schluss standen Dr. Kohn und Dr. Levy nackt und wehrlos in der Schlange zum Duschraum, und als sie an der TĂĽr, die vom Leben zum Tode fĂĽhrte, angekommen waren, sagte Dr. Levy zu Dr. Kohn: 'Nach Ihnen, Herr Doktor!' Da hatten die Juden noch Anstand und Manieren. Doch dann beschlossen sie, aus der Geschichte auszusteigen und als Opfer nicht mehr zur VerfĂĽgung zu stehen. Seitdem schlagen sie zurĂĽck, wenn sie angegriffen werden, manchmal auch schon vorher."
"Die Idee, man könnte dem Terror nur mit rechtsstaatlichen Mitteln beikommen, übersteigt die Grenze zum Irrealen."
"Es stimmt, Israel ist heute mehr Täter als Opfer. Das ist auch gut und richtig so, nachdem es die Juden fast 2000 Jahre lang mit der Rolle der ewigen Opfer versucht und dabei nur schlechte Erfahrungen gemacht haben. Täter haben meistens eine längere Lebenserwartung als Opfer und es macht mehr Spaß, Täter als Opfer zu sein."
"Hohmann kämpft seit langem um einen Platz an der Sonne, aber erst jetzt hat er die Bekanntheit erreicht, um die er sich so lange vergeblich bemühte."
"Nichts ist unendlich."
"Einige Heilmittel sind gefährlicher als das Übel."
"Durch das Menschliche entstehen Fehler."
"Schreibe nur, wie du reden wĂĽrdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben."
"da schleiche ich denn ziemlich langsam durch die Welt, mit einem Körper der nirgend hin als ins Grab taugt."
"Wer der Folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der Welt."
"Niemand kann aus der Geschichte seines Volkes austreten. Man soll und darf die Vergangenheit nicht ‚auf sich beruhen lassen’, weil sie sonst auferstehen und zu neuer Gegenwärtigkeit werden könnte."
"Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs. Die Hautoberfläche schließt mich ab gegen die fremde Welt: auf ihr darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will."
"Ich wusste immer: Irgendwann spielen wir drüben, und die Scheißmauer bleibt auch nicht ewig stehen. Die ist so was von krank, völlig absurd, geht nicht."
"Ich wollte ja nicht fĂĽr ihn oder die SED singen, sondern fĂĽr die Menschen."
"[...] ich fand es total schwachsinnig, dass wir in der DDR keine Konzerte spielen durften, dass man sich nicht kennenlernen durfte, um gemeinsam unsere Literatur und unsere Sprache zu pflegen."
"Die Leute drüben waren alle Panikexperten und hörten in ihren Partykellern schwer verbotene Panikmusik. Manche gingen dafür sogar in den Knast. [...] Wenn DJs meine Platten auflegten, bekamen sie einen ernormen Stress."
"Natürlich können Drogen die künstlerische Arbeit befeuern, das weiß man von Goethe, Freud, Bukowski und vielen anderen. Aber die haben eben auch die Regel befolgt: Im Rausch schreiben, nüchtern gegenlesen."
"Man muss sich selber schon lecker finden, wenn man vor 50000 Leuten steht und sich teuer beleuchten läßt. Ich kann mich in Frauen und in Männer verlieben, aber auch in mich selbst."
"Bei mir wollte ja mal ein Doktor an die Nebenhöhlen ran, da hab ich gesagt, nee, bloß nichts machen. Mein Sound ist doch Gold wert."
"Ich wundere mich, dass ich bei meinem Lebensstil diese Zahl ĂĽberhaupt erreicht habe."
"Ich bin von Beruf Udo Lindenberg. Meinen Job gibt es nur einmal auf der Welt!"
"Bunte Republik Deutschland"
"Jammernde Homosexuelle aber, die der christlichen Moral hinterherlaufen und in die sie unterdrĂĽckende Kirche auch noch hineinwollen, sind sogar noch ein kleines bisschen abstoĂźender, als diese Kirche und ihre Moral es sind."
"Wer sonst gar nichts hat, der hat doch ein Vaterland. Patriotismus ist die Religion der ganz armen Schweine."
"Sitz der Seele ist die Möse // Ohne Liebe wird sie böse."
"Richtig glĂĽcklich ist ein GrĂĽner erst, wenn er anderen etwas verbieten kann"
"Promis sind Erbrochenes auf der Windschutzscheibe des Lebens."
"Diät ist Mord am ungegessenen Knödel."
"Der Partnerlook ist die Sichtbarmachung der Enteierung des Mannes."
""Wenn es fĂĽr die Alternativen gleich gute Argumente gibt, kann man den Zufall entscheiden lassen."
"Sobald Ziele kombiniert werden, können sie sich gegenseitig blockieren."
"Wie Blinde zu gut Sehenden, so verhalten sich die, die nie eine Reise gemacht haben, zu Vielgereisten."
"Unsere Zivilisation befindet sich in einem Zwischenstadium; nicht mehr das vollständig vom Instinkt geleitete Tier, noch nicht der vollständig von der Vernunft geleitete Mensch."
"Shakespeare, ich komme!"
"„Und ich erzog mir die Sprache zum Bösewicht.“ – Die Stunde des Todes. 1. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975. Kap. 1, S. 11. ISBN 3-518-02004-8"
"„Du hast keine Chance, aber nutze sie!“ – Die Atlantikschwimmer. 1. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1978. S. 8. ISBN 3-518-02010-2"