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April 10, 2026
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"Fremder Gleichmut ist eines der besten Mittel gegen die Fieber des Lebens."
""Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille." Das letzte Märchen"
""Wir lebten etwas anderes, als wir waren, wir schrieben etwas anderes, als wir dachten, wir dachten etwas anderes, als wir erwarteten und was übrigbleibt, ist etwas anderes, als wir vorhatten."
""Welle der Nacht"
"Wäre es ohne diese ewigen Krisen gegangen, müsste ich in meinen Jahren, um bürgerlich reputierlich dazustehen, ein Auto aufweisen können, ein Weekendhaus und Perserbrücken, was mir aber schlechthin nie möglich gewesen wäre zu beschaffen bei meiner Facon, Geld in die linke Westentasche einzunehmen und aus der rechten sofort wieder auszugeben."
""Ob Rhythmus, ob Droge, ob das moderne autogene Training"
"Leben ist Brückenschlagen // über Ströme, die vergehn."
"In meinem Elternhaus hingen keine Gainsboroughs // wurde auch kein Chopin gespielt // ganz amusisches Gedankenleben"
"Ich finde schon Gehen eine unnatürliche Bewegungsart, Tiere laufen, aber der Mensch sollte reiten oder fahren."
"Existenz heißt Nervenexistenz, das heißt Reizbarkeit, Zucht, enormes Tatsachenwissen, Kunst. Leiden heißt am Bewußtsein leiden, nicht an Todesfällen. Arbeiten heißt Steigerung zu geistigen Formen. Mit einem Wort: Leben heißt provoziertes Leben"
"Es ist also noch alles da, es bleibt auch da, es wird nichts zerstört, unsere Gedanken, Formen und Träume leben weiter, da sie älter u. echter sind als gewisses Gequatsche u. Gelärme."
"Dumm sein und Arbeit haben: // das ist das Glück."
"Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort."
"Es hat sich allmählich herumgesprochen, daß der Gegensatz von Kunst nicht Natur ist, sondern gut gemeint; Stil ist eine bösartige Neubildung, eine letale."
""Ein Gedicht entsteht überhaupt sehr selten"
"Die Krise besteht gerade in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann: in diesem Interregnum kommt es zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen."
"Wie jeder Mensch Philosoph ist, so ist jeder Mensch Wissenschaftler usw."
""Vorläufig lassen sich zwei große superstrukturelle »Ebenen« festlegen"
"Staat = politische Gesellschaft und Zivilgesellschaft, das heißt Hegemonie, gepanzert mit Zwang."
"Man muss nüchterne, geduldige Menschen schaffen, die nicht verzweifeln angesichts der schlimmsten Schrecken und sich nicht an jeder Dummheit begeistern. Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens."
"Kultur ist Disziplinierung des eigenen inneren Ichs, Inbesitznahme der eigenen Persönlichkeit und die Erlangung eines höheren Bewusstseins, mit dem man dazu kommt, den eigenen historischen Wert zu verstehen, die eigene Funktion im Leben, die eigenen Rechte und Pflichten."
"Im Osten war der Staat alles, die Zivilgesellschaft war in ihren Anfängen und gallertenhaft; im Westen bestand zwischen Staat und Zivilgesellschaft ein richtiges Verhältnis, und beim Wanken des Staates gewahrte man sogleich eine robuste Struktur der Zivilgesellschaft. Der Staat war nur ein vorgeschobener Schützengraben, hinter welchem sich eine robuste Kette von Festungen und Kasematten befand..."
"Eine neue Kultur zu schaffen bedeutet nicht nur, individuell ›originelle‹ Entdeckungen zu machen, es bedeutet auch und besonders, bereits entdeckte Wahrheiten kritisch zu verbreiten, sie sozusagen zu ›vergesellschaften‹ und sie dadurch Basis vitaler Handlungen, Element der Koordination und der intellektuellen und moralischen Ordnung werden zu lassen."
"Die Diktatur des Proletariats wird diesen großartigen Apparat der industriellen und intellektuellen Produktion, diese Antriebskraft der Zivilisation vor dem drohenden Zusammenbruch retten."
"Dass eine Masse von Menschen dahin gebracht wird, die reale Gegenwart kohärent und auf einheitliche Weise zu denken, ist eine ›philosophische‹ Tatsache, die viel wichtiger und ›origineller‹ ist, als wenn ein philosophisches ›Genie‹ eine neue Wahrheit entdeckt, die Erbhof kleiner Intellektuellengruppen bleibt."
"Alle Menschen sind Intellektuelle, […] aber nicht alle Menschen haben in der Gesellschaft die Funktion von Intellektuellen."
"Ein Schriftsteller in einer Bibliothek ist etwa dasselbe wie ein Eunuch in einem Harem."
"Zuvörderst lernen Sie eins: Es ist immer alles anders."
"Wir können der Wirklichkeit nicht habhaft werden. Sie muß gestutzt, gekürzt, geknetet, ja, sie muß umgeglüht werden, und der Ofen, in dem die Umglühung vorgenommen wird, ist die Phantasie."
"Jede ungewöhnliche Geistes- und Charakterleistung beruht auf einer sublimierten Verwandlungskunst."
"Gibt es feindlichere Begriffe auf Erden als Kunst und Zufriedenheit?"
"Es ist nötig, daß wir den Schwerpunkt des Lebens in unser Inneres verlegen."
""Alles Unrecht und Leiden der Erde hat seinen Grund darin, daß Erfahrungen nicht übermittelt werden können. Höchstens mitgeteilt. Zwischen dem Zugemessenen und dem Unerträglichen liegt der ganze Weg der Erfahrung, den immer nur einer allein für sich gehen kann. So wie immer nur einer allein seinen Tod stirbt und keiner vom Tod etwas weiß." -Jakob Wassermann: Der Fall Maurizius, (1928), Fischer Bücherei 1964, S.353"
"Nichts ist so gut, daß es sich nicht mißbrauchen ließe: nichts besser für die Erhaltung der Gesundheit als Beschäftigung und Bewegung (freilich im rechten Maß), nichts schädlicher als ihr unzeitiger und unzeitmäßiger Gebrauch"
""Idioten und Wahnsinnige erzählen gewöhnlich die Wahrheit." -The Anatomy of Melancholy, 1621, Democritus Junior to the Reader"
"Hat denn der Tag kein Ende? Amor non patitur moras; Liebe leidet kein Zögern."
"Geistige Trägheit ist noch viel schlimmer als leibliche; Witz ohne Verwendung ist eine Krankheit (...):Rost der Seele, Fäulnis des Geistes, eine Hölle eigener Art (...) nennt sie Galen."
"Alle Dichter sind verrückt."
"Onlinequelle:gutenberg.spiegel.de, Die Wiedergeburt des Melchior Dronte"
"Viele Namen gibt es für die Geschäfte, an denen zu verdienen ist. Und der Galgen sind auch viele, stehen aber die meisten leer."
"Nennen ist rufen. Gib ihm keinen Namen, und er ist nicht mehr."
"Nebel zogen und es tropfte. Die schöne Zeit war dahin. Der letzte Tag vorbei."
"Denn irgend eine Hoffnung muß der Mensch haben, soll er nicht in sich selbst verdorren und verwelken."
"Einer weiß nichts vom andern, und ob auch der andere sein leiblicher Bruder wäre."
"Ein Schelm, der mehr gibt als er hat."
"Das Unsterbliche kehrt zu Gott zurück."
""Wir sind noch einmal davongekommen"."
"Leiden ist wie Geld. Es kursiert von Hand zu Hand. Wir geben weiter, was wir empfangen."
"Die strengsten Richter eines Mannes sind seine Kinder."
""Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe"