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April 10, 2026
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"Mancher wird ein freier Diogenes, nicht wenn er in dem Fasse, sondern wenn dieses in ihm wohnt."
"Manche Dichter geraten unter dem Malen schlechter Charaktere oft so ins Nachahmen derselben hinein, wie Kinder, wenn sie träumen zu pissen, wirklich ihr Wasser lassen."
"Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selber verzeiht."
"In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme eng beieinander."
"Ich kenne nur eine Sache, die süßer ist, als ein Buch zu machen, nämlich eines zu entwerfen."
"Gute Weiber gönnen einander alles, ausgenommen Kleider, Männer und Flachs."
"Lass sich doch keine Seele vom Glauben an Gott in ihrer Lebens-Geschichte etwa dadurch abneigen, daß sie zu klein dafür sei in der Menge der Geister und Sonnen."
"In den Dämmerungen regiert das Herz."
""Man ist neugierig, die Stellen im Buche zu lesen, die ein anderer unterstrichen hat." Bemerkungen über uns närrische Menschen, Band 1, 1782"
"Warum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum fühlen wir so viel Wärme gegen einen Aufopfernden und halten's für Schuldigkeit bei uns? Einmal müssen wir uns irren."
"Jede Freude füllt, jeder Schmerz leert dich, aber in jener hat noch Sehnsucht Platz, in diesem noch Zuversicht."
"An ungebildeten Leuten ärgert einen Eigennutz nicht."
"In der Liebe wird der Ernst der Jungfrau bezaubern; in der Ehe, die selber ein langer Ernst ist, möchte leichtes Scherzen und Bescherzen der Welt besser einschlagen."
"Feststehende philosophische Worte sind gefährlich – man bringt sein ganzes Anschauungssystem darunter – und dann versteht man fremde Worte nicht, die man sonst verstände."
""Es ist leichter, die Menschen zu lieben als zu ertragen"
"Es gibt Menschen, denen jedes Lob Tadel ist, das nicht das größte ist."
"Eine lange Zeit lernt man darum die Menschen nicht kennen, weil man sie überall für besser hält als sich."
"Ein Schmeichler ist's selten aus bloßem Eigennutz, sondern aus Charakter; denn er schmeichelt Niedrigen wie Hohen."
"Der Mensch ist gut und will nicht, daß man vor einem andern als ihm selbst krieche."
"O du geliebtes Bayreuth, in das ich wie in einen Himmel fuhr und in dem ich jede Minute verschlang, aus Furcht, sie fliege ungenossen vorüber -, besuche mich in meinen Höfer Träumen und spiegle dich in ihnen mit deinen Gegenden und Einwohnern ab wie der Himmel im klaren Bach."
""Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten, so grün angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten"
"Der Weise welcher sich hat übersich gebracht / Der ruhet wenn er laufft und wirkt wenn er betracht."
"Das licht der Herrligkeit scheint mitten in der Nacht / Wer kan es sehn? Ein Hertz das Augen hat und wacht."
"Zwey Augen hat die Seel: eins schauet in die Zeit / Das andre richtet sich hin in die Ewigkeit."
"Je edeler ein ding / je mehr ist es gemein: Das spüret man an GOtt und seiner Sonnenschein."
""Mensch werde wesentlich: denn wann die Welt vergeht / So fällt der Zufall weg / das wesen das besteht." Der Cherubinische Wandersmann, II, 30 ("Zufall und Wesen"; S.76)"
""Die Ros' ist ohn warumb / sie blühet weil sie blühet / Sie achtt nicht jhrer selbst / fragt nicht ob man sie sihet." Der Cherubinische Wandersmann, I, 289 ("Ohne warumb"; S.69)"
"Wer GOtt umb gaben Bitt / der ist gar übel dran: Er bettet das Geschöpff / und nicht den Schöpffer an."
"Was klagstu über GOtt? Du selbst verdammest dich: Er möcht' es ja nicht thun / das glaube sicherlich."
"Gott ist ja nichts als gut: Verdammnüß / Tod / und Pein / Und was man böse nennt / muß Mensch in dir nur seyn."
"Ein Auge das sich nie der Lust deß sehns entbricht: Wird endlich gar Verblendt / und siht sich selbsten nicht."
"Halt an wo lauffstu hin / der Himmel ist in dir: Suchstu GOtt anders wo / du fehlst Jhn für und für."
"GOtt wohnt in einem Licht, / zu dem die bahn gebricht: Wer es nicht selber wird / der siht jhn Ewig nicht."
"Wird Christus tausendmahl zu Bethlehem gebohrn / Und nicht in dir; du bleibst noch Ewiglich verlohrn."
"Jch weiß daß ohne mich GOtt nicht ein Nun kan leben / Werd' ich zu nicht Er muß von Noth den Geist auffgeben."
"Ach, könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden, Gott würde noch einmal ein Kind auf dieser Erden."
"Wer nicht zur Liebe und zur Achtung des anderen fähig ist, hat auf der Welt nichts verloren."
"Indien möchte mit allen Mitteln den Krieg vermeiden, aber das ist keine einseitige Angelegenheit, mit geballten Fäusten kann man sich nicht die Hände reichen."
"Gleich wie die Sonne, damit sie aufgehe, nicht auf Gebet oder Beschwörung harrt, sondern einfach scheinet und von den Menschen mit Freuden empfangen wird; also sollst auch du nicht auf Beifall, Anklopfen und Lob warten, damit du Wohltaten erzeigest. Tue sie freiwillig, so wirst du auch wie die Sonne geliebt."
""Ertrage und entsage." (lat.: "Sustine et abstine!")"
"Für einen Menschen ist es unmöglich, das zu erlernen, was er bereits zu wissen meint."
"Wie du beim Gehen darauf achtest, daß du nicht in einen Nagel trittst oder dir den Fuß verstauchst, so nimm dich auch davor in acht, daß das leitende Prinzip in dir keinen Schaden nimmt. Und wenn wir diese Regel bei jeder Handlung einhalten, dann werden wir mit größerer Sicherheit an die Sache herangehen."
"Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise uns und kennt der Götter Walten."
"Wenn dir jemand mitteilt, dir sage jemand Böses nach, dann rechtfertige dich nicht, sondern antworte: Er kannte wohl meine anderen Fehler nicht; denn sonst würde er nicht nur diese hier erwähnen."
"Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Urteile über die Dinge."
"Erinnere dich, dass du ein Schauspieler in einem Drama bist; deine Rolle verdankst du dem Schauspieldirektor. Spiele sie, ob sie nun kurz oder lang ist. Wenn er verlangt, dass du einen Bettler darstellst, so spiele auch diesen angemessen; ein Gleiches gilt für einen Krüppel, einen Herrscher oder einen Durchschnittsmenschen. Denn das allein ist deine Aufgabe: Die dir zugeteilte Rolle gut zu spielen; sie auszuwählen, ist Sache eines anderen."
"Der erste und notwendigste Bereich der Philosophie umfaßt die Anwendung ihrer Lehren."
""Bleibe deinen Vorsätzen wie gewöhnlichen Gesetzen treu"
"Frieden, Bewahrung des Glücks – es war, als ob eine mächtige Stimme in Elissa dies und immer wieder dies verlange, eine Stimme, die nicht ihr allein gehörte, sondern allen Frauen der Welt."
"Zeile für Zeile // Meine eigene Wüste // Zeile für Zeile // Mein Paradies."